Kall
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Köln | |
| Kreis: | Euskirchen | |
| Höhe: | 399 m ü. NN | |
| Fläche: | 66,07 km² | |
| Einwohner: |
11.336 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 172 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 53925 | |
| Vorwahlen: | 02441, 02445, 02447, 02482, 02486 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EU, SLE | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 66 024 | |
| LOCODE: | DE KAL | |
| NUTS: | DEA28 | |
| Gemeindegliederung: | 23 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Bahnhofstr. 9 53925 Kall |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Herbert Radermacher (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Kall im Kreis Euskirchen | ||
Kall ist eine Gemeinde im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen in der Nordeifel.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Geografische Lage[Bearbeiten]
Kall liegt am Rande der Nordeifel im Dreieck zwischen Köln, Aachen und Trier. In Kall mündet der Kallbach in die Urft. Die Ortschaft Kall wird von großen Waldgebieten umgeben. Eine Besonderheit ist das Kalksandsteingebirge, das der Ortschaft Kall vorgelagert ist und von den Kallern liebevoll Fels genannt wird. So sind auch neue Baugebiete hiernach benannt worden (Zum Felsblick oder Auf dem Fels).
Gemeindegliederung[Bearbeiten]
Kall besteht aus folgenden 23 Ortsteilen (Einwohnerzahl zum 30. Juni 2010 in Klammern[2]):
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Nachbargemeinden[Bearbeiten]
- Die Gemeinde Kall grenzt an die Nachbargemeinden Hellenthal und Nettersheim sowie an die Städte Schleiden und Mechernich.
- Die Gemeinde Kall liegt in der Mitte des Kreises Euskirchen und hat keine Grenze zu anderen Kreisen.
Klima[Bearbeiten]
Da Kall am Rande der Eifel liegt, ist das Klima durch das raue Eifelkima geprägt. Die bioklimatischen Bedingungen sind in der Eifel günstig. Wärmebelastung und Luftschwüle treten im Sommer nur selten auf. Kall hat insgesamt ein ausgesprochenes Reizklima. Kall ist ein Reinluftgebiet mit sehr geringer luftchemischer Belastung. An heißen Sonnentagen ergibt sich manchmal eine erhöhte Konzentration von bodennahem Ozon.
Geschichte[Bearbeiten]
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Am 1. Juli 1969 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Golbach, Keldenich, Sistig, Sötenich, Urft, Wahlen und Wallenthal eingegliedert.[3] Am 1. Januar 1972 wurden Ortschaften, die früher der Gemeinde Wahlen angehörten, mit einer Fläche von 18,18 km² und 925 Einwohnern aus Kall aus- und nach Hellenthal eingemeindet. Gleichzeitig wurden 66 ha mit 10 Einwohnern der Gemeinde Gemünd nach Kall umgegliedert.[4]
Religion[Bearbeiten]
Kirchen und Gemeinden:
- Kath. Pfarrgemeinde Kall St. Nikolaus
- Ev. Trinitatis-Kirchengemeinde Schleidener Tal
Politik[Bearbeiten]
Bürgermeister[Bearbeiten]
Bürgermeister der Gemeinde Kall ist Herbert Radermacher (CDU). Der erste Beigeordnete ist Alfred Schmidt (PL).
Gemeinderat[Bearbeiten]
Der Kaller Gemeinderat besteht aus 28 Ratsmitgliedern und dem vorsitzenden Bürgermeister.
Seit dem 21. Oktober 2009 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:
FDP und SPD sind eine Listenverbindung eingegangen und haben somit die Mehrheit der Stimmen.
(Stand: Kommunalwahl am 30. August 2009)
Wappen und Flagge[Bearbeiten]
Wappen[Bearbeiten]
Die Gemeinde Kall ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Köln vom 10. Juni 1974 das Recht zur Führung eines Wappens und eines Siegels verliehen worden.
Blasonierung: „Halbgespalten und geteilt von Blau und Gold (Gelb) über Silber (Weiß). Im blauen, mit goldenen (gelben) Lilien bestreuten Feld ein linksgewendeter, wachsender, golden (gelb) bekrönter, rot bezungter, silberner (weißer) Löwe; im goldenen (gelben) Feld ein wachsender, rot bewehrter und bezungter schwarzer Löwe; im silbernen (weißen) Feld zwei gestürzte, schräggekreuzte, schwarze Pfeile.“[6]
Das Wappen vereinigt die Wappen der ehemaligen Territorialherren des heutigen Gemeindegebietes: der Herren von Schleiden und der Herzöge von Jülich. die gekreuzten Pfeile sind dem Wappen der Abtei Steinfeld, dem kulturhistorischen Mittelpunkt des Gemeindegebietes, entnommen.[7]
Flagge[Bearbeiten]
Der Gemeinde Kall ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Köln vom 8. Juni 1990 das Recht zur Führung einer Flagge als Hissflagge verliehen worden.
Beschreibung der Flagge: „Von Weiß und Schwarz im Verhältnis 1 : 1 längsgestreift mit dem von der Mitte zur Stange hin verschobenen, der Beschreibung in Absatz 1 der Hauptsatzung entsprechenden Wappenschild der Gemeinde.“
Partnerschaft[Bearbeiten]
Seit 1980 besteht zwischen der belgischen Gemeinde Mol in Flandern und der Gemeinde Kall eine Partnerschaft.
Tourismus[Bearbeiten]
Kall liegt im Naturpark Nordeifel und ist Nationalpark-Ort für den Nationalpark Eifel. Das Gebiet war früher durch Bergbau und Metallverarbeitung vor allem von Eisenerzen und Bleierzen geprägt. Dem spürt ein in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen angelegter Montanhistorischer Wanderweg, der Pingenwanderpfad Kall (12 km), nach. Kall liegt außerdem am Römerkanal-Wanderweg von Nettersheim nach Köln entlang der Eifelwasserleitung.
Sehenswert ist das Kloster Steinfeld.
Wandern und Radfahren[Bearbeiten]
Durch das Gebiet der Gemeinde Kall führt der 330 km lange Eifelsteig, ein Wanderweg von Aachen nach Trier. Die Ettape 5 führt von Gemünd zum Kloster Steinfeld, eine sehr abwechslungsreiche Mischung aus Wald-, Panorama-, Tal- und Höhenwegen. Die Etappe 6 dann ab dem Kloster Steinfeld bis Blankenheim.
Durch den Ort führt der Radwanderweg Eifel-Höhen-Route, der als Rundkurs um den Nationalpark Eifel führt.
Der Radwanderweg Tälerroute führt ebenfalls durch den Ort. Sie erschließt touristisch interessante Orte in Nordrhein-Westfalen auf familienfreundlicher Strecke.
Schulen[Bearbeiten]
Die Gemeinde Kall ist einer der bedeutendsten Schulstandorte im gesamten Kreis Euskirchen.
- Grundschulen
- Gemeinschaftsgrundschule Kall, Auelstraße (offener Ganztag)
- Gemeinschaftsgrundschule Sistig (offener Ganztag)
- Hauptschule
- Hauptschule Kall, Auelstraße (offener Ganztag)
- Sekundarschule
- Sekundarschule Kall - Mechernich, Auelstraße (Ganztag) Ab dem Schuljahr 2012/13 wird in Kall, gemeinsam mit der Stadt Mechernich, die Sekundarschule angeboten. Hier können alle Abschlüsse erworben werden. Die Hautpschule wird ab dem Jahr 2013 keine Eingangsklasse (Kl.5) mehr bilden.
- Weiterführende Schulen
- Hermann Josef Kolleg Kall-Steinfeld (Gymnasium und Internat) im Kloster Steinfeld
- Berufskollegs Eifel (Berufsschule und Wirtschaftsgymnasium)
- Fachschule für Tourismus
- Förderschulen
- St. Nikolaus Schule Kall (Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung)
- Schule für Erziehungshilfe, Urft
Verkehrsinfrastruktur[Bearbeiten]
Straßenverkehr/ÖPNV[Bearbeiten]
Kall bildet nach seiner Lage in etwa den Schnittpunkt zwischen den Städten Aachen und Koblenz bzw. Köln und Trier, es ist unmittelbar über die Bundesstraße 266 erschlossen. Die Bundesautobahn 1 kann in wenigen Minuten über die Anschlussstellen 111 Wißkirchen (Euskirchen), 112 Bad Münstereifel/Mechernich oder 113 Nettersheim erreicht werden.
Mehrere Buslinien der Regionalverkehr Köln verbinden Kall mit den umliegenden Ortsteilen, dem Schleidener Tal, Zingsheim, Mechernich und Marmagen. Ein Großteil der Fahrten (außer ins Schleidener Tal) wird jedoch per TaxiBus, nach telefonischer Voranmeldung durchgeführt.
Schienenverkehr[Bearbeiten]
Der Bahnhof Kall beherbergt seit einer aufwändigen Renovierung im Jahr 2009 ein Kundencenter der RVK mit einem Infocenter zum Nationalpark Eifel. Er liegt an der Eifelstrecke (Köln–Euskirchen–Gerolstein–Trier), und wird im Personenverkehr von drei Linien des Regionalverkehrs bedient.
Weitere Bahnstationen im Gemeindegebiet sind Scheven (stündliche Bedienung durch die RB24) und Urft (zweistündliche Bedienung durch den RE22). Während der Sommermonate verkehrt vom Bahnhof Kall zudem die Oleftalbahn (Museumsbahn) über Gemünd und Schleiden nach Hellenthal.
Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr gilt der regionale Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg und der NRW-Tarif.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]
- Theo Breuer (* 1956 in Bürvenich, lebt in Sistig), Schriftsteller und Herausgeber
- Norbert Scheuer (* 1951 in Prüm, lebt in Keldenich), Schriftsteller
- Jürgen Schmitt (* 1949 in Bonn, lebt in Scheven), Künstler, Sänger, Komponist und Texter
- Marion Schmitt (* 1959 in Köln, lebt in Scheven), Schriftstellerin
- Kajo Schommer (1940–2007), CDU-Politiker, sächsischer Staatsminister
- Werner Schumacher (1932–1990), CDU-Politiker, langjähriges Mitglied des NRW-Landtages und Bürgermeister von Kall
- Hubert Schlemmer (1862-1945) Eifel-Maler, geboren in Kall
- Albert Larres (1900-1987) Eifel-Maler, geboren in Obergolbach
- Nikola Reinartz (1874-1954) kath. Priester (zuletzt seit 1920 Pfr. in Kreuzweingarten) u. Heimatforscher, geboren in Heistert
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 14. Juni 2013. (Hilfe dazu)
- ↑ Einwohnerzahlen laut Einwohnermeldeamt
- ↑ Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.
- ↑ Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
- ↑ http://www.wahlergebnisse.nrw.de/kommunalwahlen/2009/Gem_raete/c366024kw0900.html
- ↑ Hauptsatzung der Gemeinde Kall, § 2. Abgerufen am 4. Januar 2013 (PDF; 61 kB).
- ↑ Das Kaller Gemeindewappen. Abgerufen am 4. Januar 2013.
Weblinks[Bearbeiten]
- Leben und Werk des Pfarrers und Heimatforschers Nikolaus Reinartz aus Kall-Heistert
- Auf der Suche nach Eisenstein - Spuren Kaller Bergleute (Nikolaus Kley und Hans-Georg Brunemann)
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