Dahlem (Nordeifel)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Köln | |
| Kreis: | Euskirchen | |
| Höhe: | 500 m ü. NN | |
| Fläche: | 95,21 km² | |
| Einwohner: |
4210 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 44 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 53949 | |
| Vorwahlen: | 02447 und 06557 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EU, SLE | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 66 012 | |
| NUTS: | DEA28 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptstraße 23 53949 Dahlem |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Reinhold Müller (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Dahlem im Kreis Euskirchen | ||
Dahlem in der Eifel ist eine Gemeinde im Kreis Euskirchen. Sie hat jeweils die geringste Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte aller Gemeinden von Nordrhein-Westfalen.
Inhaltsverzeichnis |
Geographische Lage[Bearbeiten]
Dahlem liegt in der Nordeifel im Naturpark Hohes Venn-Eifel zwischen Blankenheim im Nordosten und Stadtkyll im Südwesten. Hindurch fließt der Kyll-Zufluss Glaadtbach. Im östlich gelegenen Ripsdorfer Wald liegen die Heidenköpfe.
Gemeindegliederung[Bearbeiten]
Die Gemeinde Dahlem besteht aus den folgenden Ortsteilen:
- Baasem
- Berk
- Dahlem
- Frauenkron
- Kronenburg
- Schmidtheim
Geschichte[Bearbeiten]
Funde von Ziegelscherben aus der Römerzeit (50 v. bis 400 n. Chr) wurden in der Nähe der Römerstraße, östlich der sog. „Hügelgräber“, gemacht. In der Flur „Im Leger“ wurden Brandgräber mit Beigaben entdeckt.
Die erste Erwähnung fand Dahlem als dalaheim in einer in Aachen in lateinischer Sprache ausgestellten Schenkungsurkunde des Edelherrn Otbert datiert auf den 20. Januar 867:
„Und so gab (uns) der vorher erwähnte Otbert zu unserem Königsgut […] im Eifelgau in dem Dorf Dahlem einen kleinen Hof und in der Gemarkung dieses Dorfes eine Feldfläche, wo 100 Hufen bebaut und (einen Wald) wo 1000 Schweine gemästet werden können. Es liegt aber dieser Wald zwischen Schidtheim und Baasen.“
Noch im 19. Jahrhundert war Dahlem unter dem Namen Dalheim bekannt. Der Name leitet sich von „Talheim“ ab.
Im Rahmen der kommunalen Gebietsreform am 1. Juli 1969 wurde Dahlem als einwohnerstärkster Ort in die Großgemeinde Dahlem zusammen mit den ehemaligen Gemeinden Baasem, Berk, Kronenburg und Schmidtheim eingegliedert.[2] Der Verwaltungssitz befindet sich in Schmidtheim.
Wappen und Banner[Bearbeiten]
Wappen[Bearbeiten]
Blasonierung: „Von Silber (Weiß) nach Rot geteilt; oben ein wachsender gold (gelb) bewehrter roter Adler, unten drei (2 : 1) schrägrechts gestellte silberne (weiße) Hämmer.“
Der Gemeinde ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten vom 6. April 1976 das Recht zur Führung eines Wappens, eines Siegels und einer Flagge (Banner) verliehen worden. Der Adler weist auf die ehemalige Herrschaft Kronenburg hin; die Hämmer entstammen dem Amtswappen Schmidtheims. Sie weisen auf die Eisenindustrie in Dahlemer Raum hin.
Banner[Bearbeiten]
„Rot-Weiß im Verhältnis 1 : 1 längsgestreift mit dem über der Mitte nach oben verschobenen Wappenschild der Gemeinde.“[3]
Politik[Bearbeiten]
Gemeinderat[Bearbeiten]
Bei der Kommunalwahl am 30. August 2009 ergab sich für die Periode 2009–2014 folgende Sitzverteilung im Gemeinderat:
| Liste | CDU | SPD | FDP | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Sitze | 14 | 4 | 2 | 20 Sitze |
Partnerschaft[Bearbeiten]
Blankenheim ist mit der französischen Gemeinde Sarzeau in der Bretagne verschwistert.
Verkehr[Bearbeiten]
Der Haltepunkt in Dahlem und der Bahnhof im Ortsteil Schmidtheim liegen an der Eifelbahn (KBS 474) Köln–Euskirchen–Gerolstein–Trier, wobei dort eine RE-Linie im Zweistundentakt und eine weitere RB-Linie mit einzelnen Zügen halten. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 sollen beide Halte im Stundentakt bedient werden.
Die Buslinie 834 der RVK verbindet Mo-Sa im Stundentakt Schmidtheim und Dahlem mit den anderen Ortsteilen, außer im Schülerverkehr wird die Linie als Taxibus-Linie betrieben, d.h. sie verkehrt nur auf tel. Voranmeldung. Zudem gibt es verschiedene Schulbusfahrten (760-er Linien), teils weiter nach Blankenheim.
Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif. Durch die Gemeinde Dahlem führen die B 51 und B 421. Über die teilweise vierspurig ausgebaute B 51 ist die A 1 erreichbar.
Zwischen Dahlem und Schmidtheim liegt der öffentliche Verkehrslandeplatz Dahlemer Binz.
Sehenswürdigkeiten und Touristik[Bearbeiten]
- Burgruine und mittelalterlicher Ortskern in Kronenburg mit spätgotischer Kirche
- Kylltalsperre (Kronenburger See) in Kronenburg
- Trappistenabtei Maria Frieden in Dahlem
- Die Kirche St. Mariä Geburt (Baasem) stammt in ihrer heutigen Gestalt aus der Mitte des 15. Jahrhunderts und steht unter Denkmalschutz.
- Flugplatz Dahlemer Binz in Dahlem.
- Schloss Schmidtheim: das heutige Schloss, ursprünglich eine Wasserburg, stammt im Wesentlichen aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, 1890 wurden die Wassergräben verfüllt. Das Schloss ist eines der besterhaltenen in der Eifel. Sehenswert ist die Parkanlage mit Baumbestand (heute Naturdenkmäler).
- Durch den Ort führt der Radwanderweg Eifel-Höhen-Route, der als Rundkurs um den Nationalpark Eifel führt.
- Dahlem ist ein möglicher Ausgangspunkt für den Kylltal-Radweg.
- Der Radwanderweg Tälerroute führt ebenfalls durch den Ort. Sie erschließt touristisch interessante Orte in Nordrhein-Westfalen auf familienfreundlicher Strecke.
- Siehe auch
-
Burgbering in Kronenburg, rechts Pfarrkirche St. Baptist
Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]
- Hubert Knackfuß (1866–1948), Bauforscher und Archäologe
- Wilhelm Gier (1867–1951), Steyler Missionar, Priester und Generalsuperior, Autor geistlicher Schriften
- Johann Peter Brandenburg (1905–1977), Politiker (FDP/DVP), Mitglied des Landtags in Baden-Württemberg, Landtags-Vizepräsident, Oberbürgermeister von Pforzheim
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 14. Juni 2013. (Hilfe dazu)
- ↑ Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.
- ↑ Hauptsatzung der Gemeinde Dahlem, § 2. Abgerufen am 31. Dezember 2012 (PDF; 71 kB).
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