Dahlem (Nordeifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dahlem
Dahlem (Nordeifel)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dahlem hervorgehoben
50.3861111111116.5463888888889500Koordinaten: 50° 23′ N, 6° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Euskirchen
Höhe: 500 m ü. NHN
Fläche: 95,21 km²
Einwohner: 4172 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53949
Vorwahlen: 02447 und 06557Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: EU, SLE
Gemeindeschlüssel: 05 3 66 012
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 23
53949 Dahlem
Webpräsenz: www.dahlem.de
Bürgermeister: Jan Lembach (CDU)
Lage der Gemeinde Dahlem im Kreis Euskirchen
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Über dieses Bild

Dahlem in der Eifel ist eine Gemeinde im Kreis Euskirchen. Sie hat jeweils die geringste Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte aller Gemeinden von Nordrhein-Westfalen.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Dahlem liegt in der Nordeifel im Naturpark Hohes Venn-Eifel zwischen Blankenheim im Nordosten und Stadtkyll im Südwesten. Hindurch fließt der Kyll-Zufluss Glaadtbach. Im östlich gelegenen Ripsdorfer Wald liegen die Heidenköpfe.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Dahlem besteht aus den folgenden Ortsteilen:

Geschichte[Bearbeiten]

Funde von Ziegelscherben aus der Römerzeit (50 v. bis 400 n. Chr) wurden in der Nähe der Römerstraße, östlich der sog. „Hügelgräber“, gemacht. In der Flur „Im Leger“ wurden Brandgräber mit Beigaben entdeckt.

Die erste Erwähnung fand Dahlem als dalaheim in einer in Aachen in lateinischer Sprache ausgestellten Schenkungsurkunde des Edelherrn Otbert datiert auf den 20. Januar 867:

„Und so gab (uns) der vorher erwähnte Otbert zu unserem Königsgut […] im Eifelgau in dem Dorf Dahlem einen kleinen Hof und in der Gemarkung dieses Dorfes eine Feldfläche, wo 100 Hufen bebaut und (einen Wald) wo 1000 Schweine gemästet werden können. Es liegt aber dieser Wald zwischen Schidtheim und Baasen.“

Noch im 19. Jahrhundert war Dahlem unter dem Namen Dalheim bekannt. Der Name leitet sich von „Talheim“ ab.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Rahmen der kommunalen Gebietsreform am 1. Juli 1969 wurden die ehemaligen Gemeinden Baasem, Berk, Kronenburg und Schmidtheim eingegliedert.[2] Der Verwaltungssitz befindet sich in Schmidtheim.

Kommunalwahl 2009
Wahlbeteiligung: 66,3 % (-1,4 Pp.)
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
66,1 %
21,9 %
12,0 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-2,0 %p
+4,3 %p
+3,8 %p
-6,1 %p

Politik[Bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat
   
Von 20 Sitzen entfallen auf:
Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 67,39 % (2009: 66,28 %)
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
62,87 %
28,94 %
8,19 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,20 %p
+7,04 %p
-3,84 %p

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat ist die kommunale Volksvertretung der Gemeinde Dahlem. Über die Zusammensetzung entscheiden die Bürger alle fünf Jahre. Die letzte Wahl fand am 25. Mai 2014 statt.[3]

Partnerschaft[Bearbeiten]

Dahlem ist mit der französischen Gemeinde Sarzeau in der Bretagne verschwistert.

Wappen und Banner[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Von Silber (Weiß) nach Rot geteilt; oben ein wachsender gold (gelb) bewehrter roter Adler, unten drei (2 : 1) schrägrechts gestellte silberne (weiße) Hämmer.“

Der Gemeinde ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten vom 6. April 1976 das Recht zur Führung eines Wappens, eines Siegels und einer Flagge (Banner) verliehen worden. Der Adler weist auf die ehemalige Herrschaft Kronenburg hin; die Hämmer entstammen dem Amtswappen Schmidtheims. Sie weisen auf die Eisenindustrie in Dahlemer Raum hin.

[Bearbeiten]

„Rot-Weiß im Verhältnis 1 : 1 längsgestreift mit dem über der Mitte nach oben verschobenen Wappenschild der Gemeinde.“[4]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Haltepunkte in Dahlem und Schmidtheim an der Eifelstrecke (KBS 474) KölnEuskirchenGerolsteinTrier werden von einer RE-Linie im Zweistundentakt bedient. Ab Dezember 2013 erfolgt die Bedienung im Stundentakt.

Die Anbindung der hinteren Ortsteile (Kronenburg, Frauenkron, Berk) an den Bahnhof Dahlem erfolgt Mo-Sa stündlich über die Buslinie 834 der RVK. Außerhalb des Schülerverkehrs kommt dabei der Taxibus zum Einsatz, d.h. die Fahrten verkehren nur bei tel. Voranmeldung. Es gilt der Tarif des Verkehrsverbund Rhein-Sieg und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.

Durch die Gemeinde Dahlem führen die B 51 und B 421. Über die teilweise vierspurig ausgebaute B 51 ist die A 1 erreichbar.

Zwischen Dahlem und Schmidtheim liegt der öffentliche Verkehrslandeplatz Dahlemer Binz.

Sehenswürdigkeiten und Touristik[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dahlem (Nordeifel) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 100.
  3. Gemeinde Dahlem. Europawahl / Kommunalwahlen 2014. 25. Mai 2014, abgerufen am 4. November 2014.
  4. Hauptsatzung der Gemeinde Dahlem, § 2. Abgerufen am 31. Dezember 2012 (PDF; 71 kB).
  5. Gudrun Klinkhammer: „Keinen vor der Tür stehen lassen“. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 30. September 2013, abgerufen am 15. April 2014.