Karlheinz Hackl

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Gemeinsame Geburtstagsfeier mit Erich Joham
Karlheinz Hackl und Maria Köstlinger (Wien 2009)

Karlheinz Hackl (* 16. Mai 1949 in Wien; † 1. Juni 2014 ebenda[1]) war ein österreichischer Schauspieler und Theaterregisseur.

Leben[Bearbeiten]

Nach seiner Ausbildung an der Schauspielschule Krauss[2] erhielt er Engagements am Theater der Courage (1972/73), Wiener Volkstheater bei Gustav Manker (1974–1976), Hamburger Thalia-Theater bei Boy Gobert (1976–1978) und seit 1978 (Direktion Achim Benning) am Wiener Burgtheater.

Hackl war seit 1996 ordentlicher Professor für Rollengestaltung am Max Reinhardt Seminar in Wien. Vor seiner künstlerischen Karriere schloss er das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien mit dem Magistertitel ab.[3]

In erster Ehe war Hackl mit der Schauspielerin Brigitta Furgler verheiratet, mit der er zwei Töchter hatte. Seit 1997 war Hackl mit der österreichischen Schauspielerin Maria Köstlinger verheiratet. Die beiden haben eine gemeinsame Tochter. 2003 wurde bei ihm ein Karzinom im Gehirn festgestellt, das ihm bald daraufhin entfernt wurde.[4]

Im Jahr 2008 versuchte Hackl mit einer eigenen Partei eine Kandidatur bei den österreichischen Nationalratswahlen, scheiterte aber schon im Vorfeld an einer zu geringen Zahl von Unterstützungserklärungen.

2009 veröffentlichte Hackl die CD Mei Lebn – mit Liedern von Georg Danzer. Sie enthält zum Großteil nicht veröffentlichte Lieder von Georg Danzer, die er extra für Karlheinz Hackl geschrieben hatte. Im Frühjahr 2013 stand er mit dem Programm Mei Lebn – Karlheinz Hackl singt Georg Danzer auch auf der Bühne. Nur wenige Tage nach der Premiere folgte eine neuerliche Krebsdiagnose.[1]

Am 1. Juni 2014 verstarb Hackl an den Folgen seines Krebsleidens.[5]

Kabarett (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 2009: Lachen macht gesund

Theater (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1973: Hölderlin von Peter Weiss am Wiener Volkstheater unter der Regie von Rudolf Kautek
  • 1973: Die wundersame Schustersfrau von Federico García Lorca am Wiener Volkstheater in den Außenbezirken unter der Regie von Peter Birkhofer
  • 1974: Die Wilden von Christopher Hamton am Wiener Volkstheater unter der Regie von Georg Remoundos
  • 1974: Die Glembays von Miroslav Krleza am Wiener Volkstheater unter der Regie von Václav Hudecek
  • 1974: Adam und Eva von Peter Hacks am Wiener Volkstheater unter der Regie von Fritz Zecha
  • 1975: Das Märchen von Arthur Schnitzler am Wiener Volkstheater, unter der Regie von Gustav Manker die Rolle des August Witte
  • 1975: Faust I u.II von Johann Wolfgang von Goethe am Wiener Volkstheater unter der Regie von Gustav Manker die Rolle des Raphael/Lynceus
  • 1975: Das Mandat von Nikolaj R.Erdmann am Wiener Volkstheater unter der Regie von Peter M.Preissler
  • 1975: Der Alpenkönig und Menschenfeind von Ferdinand Raimund am Wiener Volkstheater in den Außenbezirken unter der Regie von Gernot H.Friedel
  • 1975: Der Kommandant von Borislav Mihajlovic am Wiener Volkstheater unter der Regie von Erich Margo
  • 1975: Der Verschwender von Ferdinand Raimund am Wiener Volkstheater unter der Regie von Gustav Manker
  • 1976: Wahnsinnig glücklich von Helmut Zenker am Wiener Volkstheater unter der Regie von Rudolf Jusits
  • 1976: Unsere kleine Stadt von Thornton Wilder am Wiener Volkstheater unter der Regie von Hans Jaray
  • 1978: Harold Pinters Betrogen, am Burgtheater unter der Regie von Peter Wood in der Rolle des Jerry
  • 1979: Sappho von Franz Grillparzer, am Akademietheater unter der Regie von Joachim Bißmayer in der Rolle des Phaon
  • 1979: Wie es euch gefällt von William Shakespeare, am Burgtheater unter der Regie von Terry Hands in der Rolle des Orlando
  • 1979: Tartuffe von Molière, am Burgtheater unter der Regie von Rudolf Noelte in der Rolle des Valère
  • 1980: Die Schwärmer von Robert Musil, am Akademietheater unter der Regie von Erwin Axer in der Rolle des Anselm
  • 1980: Die Räuber im Burgtheater unter der Regie von Rudolf Jusits in der Rolle des Karl Moor
  • 1981: Ein Bruderzwist in Habsburg von Franz Grillparzer, am Burgtheater, unter der Regie von Leopold Lindtberg den Ferdinand
  • 1981: Professor Bernhardi von Arthur Schnitzler, am Burgtheater unter der Regie von Angelika Hurwicz, den Pfarrer der Kirche zum Hl.Florian
  • 1981: Don Juan kommt aus dem Krieg von Ödön von Horváth, am Akademietheater unter der Regie von Rudolf Jusits den Don Juan
  • 1981: Die Ermittlung von Peter Weiss, Raum III des Burgtheaters am Schwarzenbergplatz unter der Regie von Angela Zabrsa den Ankläger
  • 1982: Egmont von Johann Wolfgang Goethe, am Burgtheater unter der Regie von Peter Palitzsch den Wilhelm von Oranien
  • 1982: Der Marquis von Keith von Frank Wedekind, am Burgtheater unter der Regie von Leopold Lindtberg den Ernst Scholz
  • 1983: Neujahrsmartinée 1. Jänner 1983 im Burgtheater SCHAUSPIELER UND IHRE LIEBLINGSLIEDER
  • 1983: Der Unbestechliche am Akademietheater unter Regie von Rudolf Steinboeck, in der Rolle des Jaromir
  • 1983: Der Kirschgarten von Anton Tschechow, am Burgtheater unter der Regie von Achim Benning den Jascha
  • 1984: Neujahrsmartinée 1. Jänner 1984 im Burgtheater "...und wünsche euch ein gutes Jahr!" Conférence: Karlheinz Hackl
  • 1984: Gespenster, Gespenster! von Eduardo De Filippo, am Akademietheater unter der Regie von Fred Berndt den Alfredo Marigliano
  • 1985: Ein Klotz am Bein von Georges Feydeau, am Akademietheater unter der Regie von Achim Benning den Monsieur de Bois d´Enghien
  • 1985: Reigen von Arthur Schnitzler, am Akademietheater unter der Regie von Erwin Axer in der Rolle DER DICHTER
  • 1985: Olympia von Franz Molnár, am Akademietheater (auch Burgtheater), unter der Regie von Rudolf Steinboeck den Barna
  • 1986: Tote Seelen von Nicolai Gogol, am Burgtheater
  • 1991: Der Schwierige (Hans Karl Bühl) bei den Salzburger Festspielen unter der Regie von Jürgen Flimm
  • 1993: Liliom (Titelrolle) im Burgtheater (Regie: Paulus Manker)

Regiearbeiten

Filmografie[Bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten]

  • Mei Lebn - Mit Liedern von Georg Danzer; PR90763 - Preiser Records

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Karlheinz Hackl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Schauspieler Karlheinz Hackl gestorben Krone Online vom 1. Juni 2014. Abgerufen am 1. Juni 2014.
  2. http://www.schauspielschulekrauss.at/index.php/schulgeschichte/von-1948-bis-1963-.html
  3. Katalogzettel Österreichische Nationalbibliothek
  4. Gesund+Leben 03/2009 Seite 50
  5. kreiszeitung.de: Schauspieler Karlheinz Hackl ist tot, abgerufen am 5. Juni 2014