Kickers Emden

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BSV Kickers Emden
Vereinsemblem des BSV
Voller Name Barenburger Sportverein
Kickers Emden e. V.
Ort Emden
Gegründet 24. März 1946
Vereinsfarben blau-weiß
Stadion Ostfriesland-Stadion
Plätze 7.200
Präsident Günther Kunz
Trainer Karsten Goldig (Übergangsweise)
Homepage bsv-kickers-emden.de
Liga Landesliga Weser/Ems
2013/14 10. Platz
Heim
Auswärts

Der BSV Kickers Emden ist ein Sportverein aus der Seehafenstadt Emden, dessen 1. Fußball-Herrenmannschaft in der Saison 2013/14 in der Landesliga Niedersachsen (Weser-Ems) spielt. Umgangssprachlich tragen die Kickers Emden die Spitznamen Die Deichkicker, Die Ostfriesen oder auch Die Ottifanten, weil Emden die Heimatstadt des Ottifanten-Erfinders Otto Waalkes ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Verein wurde im März 1946 von Emder Fußballern als Nachfolger mehrerer nach Kriegsende zwangsaufgelösten Emder Sportvereine gegründet und zählt heute rund 900 Mitglieder, hauptsächlich in der Sparte Fußball. Von 1949 bis 1964 spielte der BSV Kickers in der Amateuroberliga Niedersachsen-West, die bis 1963 nach der Oberliga Nord die damals zweithöchste Spielklasse darstellte. Der Aufstieg in die Oberliga wurde 1951 knapp verpasst. Ferner existiert im Verein eine Tischtennis-Sparte, die älteste Tischtennissparte Emdens. Die Fans des BSV Kickers sind im Fanclub-Dachverband (FCDV) organisiert,[1] welcher zirka 450 Mitglieder zählt.

1991 gelang der Aufstieg in die damals drittklassige Oberliga Nord. 1994 gewannen die Emder in dieser Klasse sogar die Nordmeisterschaft, scheiterten aber in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga. Offiziell 12.000, angeblich sogar 14.000 Zuschauer bei den Aufstiegsspielen bilden den bis heute gültigen Zuschauerrekord. Mit jener Zeit verbunden ist das Sponsoring durch das Emder Tankstellen-Unternehmen Score; der Inhaber Dr. Helmut Riedl war zugleich Präsident des Vereins. 1997 starb Riedl, kurz zuvor hatte er sein Amt niedergelegt. Nach einem kurzen Intermezzo übernahm der heutige Präsident Engelbert Schmidt, Finanzunternehmer aus Emden, die Präsidentschaft. In der Folge wurde auch ein Aufsichtsrat als Kontrollorgan etabliert, was nicht zuletzt auf die Erfahrungen mit der alleinigen Präsidentschaft Riedls zusammenhing. Zwar erlebte der Verein in den 1990ern eine spürbaren sportlichen Aufstieg und brachte unter anderem den späteren Nationalspieler Jörg Heinrich hervor, doch endete die Ära Riedl auch mit einem Schuldenberg von rund 3,7 Millionen Euro, der nach und nach abgebaut werden musste.

Nach dem verpassten Aufstieg 1994 spielten die Kickers in der damals neu gegründeten Regionalliga Nord (Nordwestdeutschland), in der sie bis zum Abstieg 1999 nie schlechter standen als auf dem neunten Tabellenplatz. In jenem Jahr folgte der Abstieg. In der Oberliga Nord (Staffel Niedersachsen-Bremen) gewannen die Emder gleich in ihrer ersten Saison 2000 und noch einmal 2003 die Meisterschaft, scheiterten aber in beiden Fällen in der Relegation. 2001 waren die Kickers Vizemeister, punktgleich mit dem Meister Göttingen 05. In der 2004/05 neu gegründeten Oberliga Nord gewann der Verein in der ersten Saison auf Anhieb und für Experten durchaus überraschend die Meisterschaft. Damit spielte der Verein seit der Saison 2005/06 wieder in der Regionalliga, die – anders als in den 1990ern – nun zweigleisig aufgebaut war.

Im DFB-Pokal spielten die Kickers 1992/1993 (1. Runde: 1:5 gg. 1. FC Saarbrücken), 1996/97 (1. Runde: 1:3 gg. Fortuna Düsseldorf), 2000/01 (1. Runde: 0:1 gg. 1. FSV Mainz 05), 2009/10 (1. Runde: 0:3 gg. 1. FC Köln) und 2011/2012 (1. Runde: 1:5 n.V. gg. FSV Frankfurt ), schieden aber immer in der ersten Hauptrunde aus.

Am 30. Mai 2007, drei Tage vor dem letzten Saisonspiel und der letzten minimalen Aufstiegschance in die 2. Bundesliga, gab der Verein bekannt, dass Trainer Marc Fascher seinen bis zum 30. Juni 2008 laufenden mündlichen Vertrag aus persönlichen Gründen nicht erfüllen wird. Am 10. Juni 2007 übernahm Stefan Emmerling das Amt des Cheftrainers. Zuvor war Emmerling bei der zweiten Mannschaft von Alemannia Aachen tätig.

Am 15. Mai 2008 fusionierte der Ballspielverein Kickers Emden e.V. mit dem 1976 gegründeten SV Blau-Gelb Barenburg-Emden e.V. (vormals „Postsportverein“) zum „Barenburger Sportverein Kickers Emden e.V.“. Am Saisonende schaffte die Mannschaft die Qualifikation für die vom DFB neu gegründete 3. Liga. Ein Jahr später – nach einem sechsten Platz in der 3. Liga – erfolgte der Rückzug aus dem Profifußball aus wirtschaftlichen Gründen.[2] In der Saison 2009/10 trat Kickers Emden daher in der Oberliga Niedersachsen an. In dieser Saison erreichte man den 5. Tabellenplatz. In der Spielzeit 2010/11 belegten die Kickers in der eingleisigen Oberliga den 4. Tabellenplatz. Vor dem letzten Saisonspiel wurde bekannt, dass den Kickers für die Oberligasaison 2011/12 aus finanziellen Gründen keine Lizenz erteilt wurde. Dies hätte bedeutet, dass die Kickers in die sechstklassige Landesliga zurückgestuft worden wären. [3] Im Beschwerdeverfahren wurde dem Verein aber schließlich vom Niedersächsischen Fußballverband doch noch die Lizenz für die Oberligasaison 2011/12 erteilt. [4] Im Niedersachsenpokal 2010/11 erreichte der Verein das Finale, welches gegen den Drittligisten Eintracht Braunschweig mit 1:2 verloren ging. Dennoch qualifizierten sich die Emder für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2011/12, in der sie auf den Zweitligisten FSV Frankfurt trafen und mit 1:5 nach Verlängerung unterlagen.

Am 24. November 2011 gaben der Präsident Günter Schmaler und der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Klaus Strahmann auf der Jahreshauptversammlung bekannt, dass er am darauffolgenden Freitag Insolvenz anmelden werde. Sofern die Oberligamannschaft ihre Saison zu Ende spielen kann, wird das Team nur eine Liga in die sechstklassige Landesliga absteigen.[5]

Am 1. Februar 2012 wurde schließlich das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht Aurich eröffnet. Dies bedeutet für den Verein, dessen Schulden der Insolvenzverwalter auf etwa drei Millionen Euro taxiert, den Abstieg aus der Niedersachsenliga, da die bisher absolvierten Saisonspiele statutengemäß aus der Wertung genommen werden.[6] Am 25. Juli 2013 beendete das Amtsgericht Aurich offiziell das Insolvenzverfahren, nachdem Kickers Emden es erfolgreich durchlaufen hat.[7]

Sparten[Bearbeiten]

Neben Fußball wird beim BSV Kickers auch Tischtennis und Gorodki angeboten.

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
0- Karsten Buß DeutscherDeutscher
- René Carstens DeutscherDeutscher
0- Gökay Batbay DeutscherDeutscher
0- Markus Dirks DeutscherDeutscher
0- Thilo Janssen DeutscherDeutscher
- Ralf Ludwigs DeutscherDeutscher
- Manuel Menzel DeutscherDeutscher
- Steffen Meyer DeutscherDeutscher
0- Denis Alexandrenko DeutscherDeutscher
0- Atilay Batbay DeutscherDeutscher
0- Ayaovi Bamezon DeutscherDeutscher
- Sebastian Bloem DeutscherDeutscher
- Thilko Boekhoff DeutscherDeutscher
- Andreas Fleßner DeutscherDeutscher
- Marco Börchers DeutscherDeutscher
- Carlos Santos da Luz PortugiesePortugiese
0- Bernd Grotlüschen (C)Kapitän der Mannschaft DeutscherDeutscher
0- Reinhard Grotlüschen DeutscherDeutscher
- Tido Steffens DeutscherDeutscher
- Aziz Timur DeutscherDeutscher
- Adnan Zeneli DeutscherDeutscher

Aktueller Trainer- und Betreuerstab[Bearbeiten]

Name Funktion
Trainerstab
Markus Olbrys Chef-Trainer
Taner Yalcin Co-Trainer
Manfred Wehe Torwart-Trainer
Betreuerstab
Arno Janßen Teammanager
Franzi Wilhelm Physiotherapeutin
Anton Frikke Betreuer

Stadion[Bearbeiten]

Bronsplatz des Emder Turnvereins: Hier fanden die ersten Spiele des BSV Kickers Emden statt.
Sportplatz der Freien Turnerschaft 03 in Emden: Dieser wurde bis zum Umzug aufs heutige Vereinsgelände genutzt.

In den ersten Monaten nach der Gründung spielte der junge Verein auf dem Gelände des „Muttervereins“ Emder Turnverein im Stadtteil Bentinkshof im Herzen der Stadt, im Anschluss mehrere Jahre auf dem Platz der Freien Turnerschaft von 1903 (FT 03) Emden im Stadtteil Herrentor.

Der BSV Kickers spielt heute im Ostfriesland-Stadion im Stadtteil Früchteburg, das seit der Eröffnung 1950 zunächst schlicht Kickers-Stadion (im Volksmund auch Kickers-Platz) hieß. Seit Anfang der 1990er-Jahre wurde es nach und nach von einem Stadionrund mit einfachen Stehtraversen zu einem Stadion ausgebaut, zunächst mit einer Haupttribüne mit Steh- und etwa 300 Sitzplätzen. Mitte der 1990er Jahre wurde es zu Ehren des damaligen langjährigen Präsidenten und Hauptsponsors Dr. Helmut Riedl in Dr. Helmut Riedl-Stadion umbenannt. Anfang des neuen Jahrzehnts wurde es dann nach einigen Querelen mit der Witwe des verstorbenen Dr. Riedl in Embdena-Stadion umbenannt. Es hieß nach der Firma des Hauptsponsors Embdena Partnership AG. Seit Anfang April 2011 trägt das Stadion den Namen Ostfriesland-Stadion, übergangsweise hieß es eine Zeit lang Deichkicker-Arena.

Das Fassungsvermögen beträgt nach neuesten Auflagen des DFB 7.200 Zuschauer. Bis zum Aufstieg in die Regionalliga zu Beginn der Saison 2005/2006 betrug die Kapazität rund 12.000 Zuschauer, aus Sicherheitsgründen ordnete der DFB jedoch eine Reduzierung auf die jetzige Maximalkapazität an. Der Zuschauerrekord wurde in der Saison 1993/1994 (damals Amateuroberliga Nord/3. Liga) erreicht, als zum letzten Punktspiel der Saison gegen die HSV-Amateure (das die Meisterschaft erbrachte) offiziell 12.000 Zuschauer im Stadion waren. Seit dem Aufstieg in die Regionalliga 2005 wurde die Infrastruktur weiter ausgebaut: mit der Neuanlage des Gästebereichs für maximal 2000 Zuschauer, einer weiteren überdachten Tribüne für Heimfans und im Sommer 2008 mit einer zusätzlichen Stahlrohrtribüne hinter der Gegengeraden, die 500 Sitzplätze bietet, die aber inzwischen wieder abgebaut wurde, da die Sitzplätze gemietet waren.

Neben dem Hauptgelände verfügt der BSV Kickers noch über Trainingsplätze im Nachbarstadtteil Barenburg.

Erfolge[Bearbeiten]

Platzierungen in den jeweiligen Ligen[Bearbeiten]

Saison Platz Tore Punkte Liga Bemerkungen
1946/47 11. 36:49 28-32 Bezirksklasse Ostfriesland
1947/48 6. 56:34 26-18 Landesliga Osnabrück
1948/49 3. 63:27 35-13 Landesliga Weser-Ems
1949/50 7. 61:53 31-29 Amateuroberliga Nds.-West
1950/51 1. 76:45 46-18 Amateuroberliga Nds.-West Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord
1951/52 9. 69:68 36-32 Amateuroberliga Nds.-West
1952/53 10. 69:68 29-31 Amateuroberliga Nds.-West
1953/54 9. 47:60 26-34 Amateuroberliga Nds.-West
1954/55 11. 45:66 25-35 Amateuroberliga Nds.-West
1955/56 11. 52:63 24-32 Amateuroberliga Nds.-West
1956/57 12. 42:70 23-33 Amateuroberliga Nds.-West
1957/58 14. 42:61 23-37 Amateuroberliga Nds.-West
1958/59 14. 45:57 23-37 Amateuroberliga Nds.-West
1959/60 9. 47:54 27-33 Amateuroberliga Nds.-West
1960/61 13. 50:82 23-37 Amateuroberliga Nds.-West
1961/62 13. 47:74 27-33 Amateuroberliga Nds.-West
1962/63 15. 35:82 19-41 Amateuroberliga Nds.-West
1963/64 13. 46:73 18-38 Amateuroberliga Nds.-West
1964/65 6. 69:51 30-30 Verbandsliga Nord
1965/66 4. 83:43 37-23 Verbandsliga Nord
1966/67 8. 52:47 30-30 Verbandsliga Nord
1967/68 2. 73:35 46-14 Verbandsliga Nord
1968/69 2. 81:56 38-22 Verbandsliga Nord
1969/70 1. 74:23 47-13 Verbandsliga Nord
1970/71 8. 40:43 30-30 Landesliga
1971/72 12. 30:49 26-34 Landesliga Nds.
1972/73 13. 48:69 22-38 Landesliga Nds.
1973/74 3. 83:41 41-19 Verbandsliga Nord
1983/84 13. 45:68 22-38 Verbandsliga
1984/85 14. 44:66 29-39 Verbandsliga
1985/86 16. 34:89 13-47 Verbandsliga
1988/89 1. 73:29 46-18 Verbandsliga In der Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord gescheitert
1989/90 4. 53:30 37-23 Verbandsliga
1990/91 1. 52:34 41-19 Verbandsliga Durch den ersten Platz in der Relegation Aufstieg in die Oberliga Nord
1991/92 6. 60:49 35-29 Oberliga Nord
1992/93 8. 55:54 30-30 Oberliga Nord 1. Runde DFB-Pokal gegen den 1. FC Saarbrücken 1:5
1993/94 1. 67:39 41-19 Oberliga Nord In der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga gescheitert
1994/95 4. 51:42 41-27 Regionalliga Nord
1995/96 4. 61:49 59 Regionalliga Nord
1996/97 9. 40:49 41 Regionalliga Nord 1. Runde DFB-Pokal gegen Fortuna Düsseldorf 1:3
1997/98 8. 45:65 44 Regionalliga Nord
1998/99 16. 49:65 34 Regionalliga Nord Abstieg in die Oberliga
1999/00 1. 73:17 70 Oberliga Nds./Bremen In der Relegation zur Regionalliga Nord
am Lüneburger SK gescheitert
2000/01 2. 52:27 67 Oberliga Nds./Bremen 1. Runde DFB-Pokal gegen den 1. FSV Mainz 05 0:1
2001/02 8. 67:48 54 Oberliga Nds./Bremen
2002/03 1. 83:34 71 Oberliga Nds./Bremen In der Relegation zur Regionalliga Nord am VfR Neumünster gescheitert:
Hinspiel in Neumünster: 2:1 für Emden, Rückspiel: 3:2 für Neumünster
2003/04 6. 52:42 59 Oberliga Nds./Bremen Qualifikation für die Oberliga Nord
2004/05 1. 64:18 81 Oberliga Nord Aufstieg in die Regionalliga Nord
2005/06 9. 50:45 49 Regionalliga Nord
2006/07 4. 50:41 59 Regionalliga Nord
2007/08 9. 43:39 54 Regionalliga Nord Qualifikation für die 3. Liga
2008/09 6. 45:44 59 3. Liga Lizenzantrag zurückgezogen
2009/10 5. 53:45 48 Oberliga Nds. West 1. Runde DFB-Pokal gegen den 1. FC Köln 0:3,
Qualifikation für die eingleisige Oberliga Nds.
2010/11 4. 71:51 71 Oberliga Nds.
2011/12 17. 0:0 0 Oberliga Nds. 1. Runde DFB-Pokal gegen den FSV Frankfurt 1:5 n.V.; Insolvenz
2012/13 8. 56:60 53 Landesliga Weser- Ems

Bekannte Spieler und Trainer[Bearbeiten]

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

  • Jörg Heinrich spielte von 1990 bis 1994 beim BSV. Hier wurde er entdeckt und wechselte in die Bundesliga zum SC Freiburg. Später ging er zu Borussia Dortmund und feierte dort seine größten Erfolge. Später war er der damals teuerste Transfer ins Ausland zur AC Florenz. Außerdem ist er bis heute der einzige ehemalige Kickers-Spieler, der in seiner späteren Karriere für die Deutsche Nationalelf spielte.
  • Uli Stein half in der Saison 2001/2002 als damals 47-Jähriger für ein Spiel aus, als alle Torhüter verletzt oder gesperrt waren. Er hinterließ eine makellose Bilanz: Kickers Emden gewann das Heimspiel gegen den BV Cloppenburg vor 2100 Fans mit 3:0.
  • Christian Lenze spielte von 1999 bis 2001 beim BSV Kickers, bevor er zu Werder Bremen wechselte. Derzeit ist der Mittelfeldspieler bei VfL Oldenburg unter Vertrag.
  • Ferydoon Zandi, gebürtiger Emder, spielte in der Jugend des BSV Kickers Emden und derzeit bei Al-Ahli SC in Doha sowie in der Nationalmannschaft des Iran.
  • Chad Deering spielte von 1995 bis 1996 beim BSV Kickers und hat 18 Länderspiele für die USA absolviert, davon eines bei der WM 1998 in Frankreich. Nach seiner Emder Zeit spielte er in der Bundesliga beim VfL Wolfsburg, danach in der amerikanischen Profiliga MLS, wo er zweimal ins „All Star Team“ gewählt wurde.
  • Falk Schindler spielte von 2005 bis 2007 beim BSV Kickers. Deutschlandweite Bekanntheit erlangte er vor allem durch ein Dopingvergehen im September 2005, woraufhin er ein halbes Jahr lang gesperrt und das gewonnene Spiel gegen Fortuna Düsseldorf nachträglich als verloren gewertet wurde. Zurzeit ist er beim VFC Plauen aktiv.

In den 1990er Jahren wurden zwei Kickers-Spieler vom NFV zu Niedersachsens Fußballer des Jahres gekürt: Uwe Groothuis (1991) und Stephan Prause (1996).

Bekannte Trainer[Bearbeiten]

  • Jürgen Bogs war mit dem BFC Dynamo einer der erfolgreichsten Trainer der DDR mit zehn nationalen Meistertiteln in Folge (1979 bis 1988). Er stand außerdem bei 44 Europapokalspielen für den Klub an der Linie.
  • Michael Krüger trainierte den BSV Anfang von 1999 bis 2001.
  • Gerd Roggensack wurde als Nachfolger von Krüger in Emden verpflichtet, wurde aber vorzeitig mangels Erfolg entlassen.
  • Marc Fascher hat die Mannschaft in die Regionalliga geführt und in Deutschland sehr bekannt gemacht, kündigte aber seinen Vertrag zum Saisonende 2007 aus persönlichen Gründen und wurde daher am 1. Juni 2007 vor dem letzten Saisonspiel vom Verein entlassen. Begründung: „Der Zeitpunkt, zu dem diese Entscheidung [die Kündigung von Fascher zum Saisonende. Anm. d. Autors] der Öffentlichkeit mitgeteilt wurde, wird von Kickers (…) als treuloses Verlassen der Mannschaft auf der Zielgeraden angesehen.“
  • Stefan Emmerling war bis April 2009 Trainer des Vereins.

Medien[Bearbeiten]

Zu den Heimspielen erscheint der Kickers-Kurier, den ein Team von Redaktionsmitgliedern aus Vereinsangehörigen und Fans erstellt. Otto Waalkes war Ende der 1980er Hauptsponsor und hat 2005 dem Verein gestattet, den populären Ottifanten zu verwenden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bsv-kickers-emden.de: Die Fans des BSV Kickers Emden, eingesehen am 19. September 2012.
  2. Focus.de: Kickers Emden erteilt 3. Liga eine Absage, eingesehen am 19. September 2012.
  3. Meldung der Ostfriesen-Zeitung vom 11. Juni 2011
  4. Meldung auf der Vereinshomepage vom 18. Juni 2011
  5. BSV Kickers Emden e.V.: Kickers Emden meldet Insolvenz an, 24. November 2011, abgerufen am 25. November 2011
  6. Abstieg! Kickers Emden sind insolvent auf www.kicker.de vom 1. Februar 2012, abgerufen am 1. Februar 2012
  7. Freude in Emden: BSV ist wieder „gesund“, abgerufen am 6. August 2013

Weblinks[Bearbeiten]