Kristina Vogel
Kristina Vogel (* 10. November 1990 in Leninskoje, Sowjetunion, heute Kirgisistan) ist eine deutsche Bahnradsportlerin, sechsfache Junioren-Weltmeisterin und Olympiasiegerin.
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Sportliche Laufbahn [Bearbeiten]
2007 wurde Kristina Vogel, die für den RSC Turbine Erfurt fährt, zweifache Europameisterin (Junioren) im Sprint und 500-m-Zeitfahren in Cottbus. Im Keirin belegte sie den dritten Platz. Im selben Jahr wurde die 17-Jährige dreifache Weltmeisterin im Zeitfahren, Sprint und im Teamsprint bei der Junioren-WM in Aguascalientes. 2008 war sie zudem Gesamtsiegerin des Albert-Richter-Sprintercups des Bundes Deutscher Radfahrer.
Im Jahr darauf konnte Vogel ihre Erfolgsserie bei der Junioren-WM in Kapstadt mit drei Einzeltiteln in Sprint, Zeitfahren und Keirin fortsetzen.
Im Mai 2009 wurde Kristina Vogel beim Straßentraining von einem Auto erfasst und erlitt schwere Verletzungen. Nach längerem Krankenhausaufenthalt und mehreren Operationen kündigte sie im Februar 2010 ihr Comeback bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften im März in Kopenhagen an.[1]
Bei den Deutschen Bahn-Meisterschaften 2010 in Cottbus errang Vogel dreifaches Gold, in Sprint, im Keirin und im Zeitfahren. Im Dezember desselben Jahres errang sie im kolumbianischen Cali ihren ersten Weltcup-Sieg im Sprint. Bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 2012 in Melbourne errang Kristina Vogel gemeinsam mit Miriam Welte die Goldmedaille im Teamsprint. In der Qualifikation und im Finale stellten die beiden Fahrerinnen jeweils einen Weltrekord auf. Im Keirin gewann sie bei dieser WM die Bronzemedaille, die ihre erste Medaille für einen Einzelerfolg bei Elite-Weltmeisterschaften ist.
Bei den Olympischen Spielen 2012 in London wurde Kristina Vogel gemeinsam mit Miriam Welte Olympiasiegerin im Teamsprint, nachdem die Siegerinnen des Finales aus China wegen eines Wechselfehlers auf den zweiten Platz zurückgesetzt worden waren. Schon in das Finale um Gold waren die beiden deutschen Fahrerinnen nur gekommen, weil im Lauf zuvor das britische Duo wegen eines ebensolchen Fehlers relegiert worden war.[2] Die beiden Deutschen waren damit die ersten Olympiasiegerinnen in dieser Disziplin, die neu in das Programm der Olympischen Spielen aufgenommen worden war.
Im November 2012 errang Kristina Vogel beim zweiten Lauf des Bahnrad-Weltcups 2012/2013 jeweils Gold im Sprint und Keirin sowie Silber im 500-Meter-Zeitfahren. Ebenfalls 2012 wurde sie zur deutschen Radsportlerin des Jahres gewählt.
Bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 2013 in Minsk wurde Kristina Vogel gemeinsam mit Miriam Welte erneut Weltmeisterin im Teamsprint; im Sprint errang sie die Silbermedaille.
Kristina Vogel ist 1,60 m groß und wiegt 58 kg.[3]
Ehrungen [Bearbeiten]
- 2012 Deutsche Radsportlerin des Jahres (gemeinsam mit Miriam Welte)[4]
Teams [Bearbeiten]
- 2013 Team Erdgas.2012
Erfolge [Bearbeiten]
Olympische Spiele [Bearbeiten]
- 2012
Gold: Teamsprint (mit Miriam Welte)
Bahn-Weltmeisterschaften [Bearbeiten]
- 2012
Gold: Teamsprint (mit Miriam Welte) - 2012 Bronze: Keirin
- 2013
Gold: Teamsprint (mit Miriam Welte) - 2013 Silber: Sprint
Junioren-Bahn-Weltmeisterschaften [Bearbeiten]
- 2007
Gold: Sprint - 2007
Gold: 500 m - 2007
Gold: Teamsprint - 2008
Gold: Sprint - 2008
Gold: 500 m - 2008
Gold: Keirin
Bahn-Europameisterschaften [Bearbeiten]
- 2007 Gold: Sprint (Junioren)
- 2007 Gold: 500 m (Junioren)
- 2007 Bronze: Keirin (Junioren)
- 2010 Silber: Sprint
- 2010 Bronze: Teamsprint
- 2011 Bronze: Teamsprint
Weltcup [Bearbeiten]
- 2008: Silber: Teamsprint Cali
- 2010: Bronze: Sprint Melbourne
- 2010: Gold: Sprint Cali
- 2010: Silber Teamsprint Cali
- 2011: Gold: Sprint Cali
- 2011: Gold: Teamsprint Cali
- 2011: Silber: Keirin Astana
- 2011: Bronze: Teamsprint Astana
- 2012: Gold: Sprint Glasgow
- 2012: Gold: Keirin Glasgow
- 2012: Silber: Zeitfahren Glasgow
Deutsche Bahn-Meisterschaften [Bearbeiten]
- 2007 Gold: 500 m, Sprint
- 2010 Gold: 500 m, Sprint, Keirin
- 2011 Gold: Sprint
- 2012 Gold: Sprint
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Radsport-News.com: "Kristina Vogel nach schrecklichem Unfall vor Comeback"
- ↑ Stichwort Wechselfehler auf radsport-news.com v. 3. August 2012
- ↑ Kristina Vogel auf der Seite des Sprintteams Stadtwerke Erfurt, abgerufen am 3. August 2012.
- ↑ Degenkolb, Vogel/Welte und Schachmann «Radsportler des Jahres» auf rad-net.de v. 20. Dezember 2012
Weblinks [Bearbeiten]
-
Commons: Kristina Vogel – Sammlung von Bildern - Kristina Vogel in der Datenbank von Radsportseiten.net
- Kristina Vogel auf Sports-Reference.com (englisch)
- Homepage von Kristina Vogel
2012: Miriam Welte/Kristina Vogel
2007, 2008 Victoria Pendleton/Shanaze Reade | 2009, 2010, 2011 Kaarle McCulloch/Anna Meares | 2012, 2013 Kristina Vogel/Miriam Welte
1976–1980 Beate Habetz | 1981–1983 Claudia Lommatzsch | 1984 Birit Strecke | 1985, 1986 Gabi Altweck | 1987, 1989, 1990 Gabi Dorausch | 1988 Andrea Beitzel | 1991, 1992, 1993, 1996 Annett Neumann | 1997 Kathrin Freitag | 1998, 2001, 2002 Susan Panzer | 1999, 2003 Katrin Meinke | 2000 Kathrin Freitag | 2004, 2005, 2008 Christin Muche | 2006, 2007, 2009 Dana Glöß | 2010, 2011, 2012 Kristina Vogel
2003–2008 Christin Muche | 2009, 2011 Miriam Welte | 2010 Kristina Vogel | 2012 Charlott Arndt
1990 Gabriele Dorausch | 1991–1996 Annett Neumann | 1997–1999 Ulrike Weichelt | 2000 Kathrin Freitag | 2001–2003 Katrin Meinke | 2004, 2005 Dana Glöß | 2006–2009, 2011, 2012 Miriam Welte | 2010 Kristina Vogel
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Vogel, Kristina |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Bahnradsportlerin |
| GEBURTSDATUM | 10. November 1990 |
| GEBURTSORT | Leninskoje |