Landkreis Nürnberger Land

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Nürnberger Land Deutschlandkarte, Position des Landkreises Nürnberger Land hervorgehoben49.4911.37Koordinaten: 49° 29′ N, 11° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Verwaltungssitz: Lauf a.d.Pegnitz
Fläche: 800,09 km²
Einwohner: 165.000 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 206 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: LAU, ESB, HEB, N, PEG
Kreisschlüssel: 09 5 74
Kreisgliederung: 27 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Waldluststraße 1
91207 Lauf an der Pegnitz
Webpräsenz: www.nuernberger-land.de
Landrat: Armin Kroder (FW)
Lage des Landkreises Nürnberger Land in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Nürnberger Land ist der östlichste Landkreis im bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Das Kreisgebiet gehört zum Schwäbisch-fränkischen Schichtstufenland, vor allem mit dem Vorland zur Fränkischen Alb. Große Teile des Kreises sind mit Wald bedeckt. Größter Fluss ist die Pegnitz, die, von Nordosten kommend, nördlich von Neuhaus an der Pegnitz das Kreisgebiet erreicht, dann in südlicher Richtung fließt. Westlich von Pommelsbrunn wendet sie sich nach Westen, durchfließt dann unter anderem die Städte Hersbruck und Lauf an der Pegnitz und verlässt das Kreisgebiet im Westen an der Stadtgrenze zu Nürnberg wieder.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Landkreise Erlangen-Höchstadt, Forchheim, Bayreuth, Amberg-Sulzbach und Neumarkt in der Oberpfalz sowie an die kreisfreie Stadt Nürnberg.

Der Landkreis umschließt auch die Nürnberger Exklave Brunn/Netzstall/Birnthon) und die Halbexklave Fischbach, deren Zufahrtstraße (Fischbacher Hauptstraße / Kreisstraße N 5) zu Nürnberg gehört.

Geschichte[Bearbeiten]

Landgerichte[Bearbeiten]

Das Kreisgebiet gehörte vor 1800 überwiegend zur Reichsstadt Nürnberg und kam 1803 bzw. 1806 an das Königreich Bayern. 1803 wurde das Landgericht Schnaittach errichtet, das 1809 nach seinem Sitz Landgericht Lauf an der Pegnitz benannt wurde. 1808 wurden die Landgerichte Nürnberg, Altdorf und Hersbruck errichtet. Sie gehörten alle zum Pegnitzkreis, ab 1810 zum Rezatkreis, der 1838 in Mittelfranken umbenannt wurde. Die Stadt Nürnberg war bereits 1809 eine kreisunmittelbare Stadt mit einem eigenen Stadtgericht geworden.

Bezirksämter[Bearbeiten]

Im Jahr 1862 wurden die Landgerichte Nürnberg und Altdorf zum Bezirksamt Nürnberg und die Landgerichte Lauf und Hersbruck zum Bezirksamt Hersbruck vereinigt. Das Bezirksamt Nürnberg gab in der Folgezeit in verschiedenen Abschnitten mehrere Gemeinden an die Stadt Nürnberg ab. 1898 gab es auch drei Gemeinden an das Bezirksamt Hersbruck ab, erhielt dafür aber zwei Gemeinden vom Bezirksamt Neumarkt. 1908 wurde für den Raum Lauf an der Pegnitz (bisher Bezirksamt Hersbruck) ein eigenes Bezirksamt errichtet.

Landkreise[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[2] So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Hersbruck, Lauf an der Pegnitz und Nürnberg.

Landkreis Nürnberger Land[Bearbeiten]

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1972 aus dem Großteil der Landkreise Nürnberg und Lauf, dem Landkreis Hersbruck sowie einigen Gemeinden der Landkreise Erlangen, Forchheim, Pegnitz und Eschenbach ein neuer Landkreis gebildet, der zunächst Landkreis Lauf an der Pegnitz hieß, am 1. Mai 1973 aber in Landkreis Nürnberger Land umbenannt wurde.

Am 1. Juli 1976 trat der Landkreis Erlangen-Höchstadt die Gemeinde Beerbach an den Landkreis Nürnberger Land ab.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2008 wuchs der Landkreis Nürnberger Land um über 16.000 Einwohner bzw. um rund 11 %. Seit 2004 ist die Tendenz nach einem Höchststand von rd. 169.000 Einwohnern rückläufig.

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1995 2000 2005 2008 2012
Einwohner 46.324 57.639 77.590 113.094 119.398 136.275 149.127 166.156 168.024 168.389 167.152 164.564

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Nürnberg Nürnberg Landkreis Roth Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Bayreuth Landkreis Forchheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Amberg-Sulzbach Engelthaler Forst Zerzabelshofer Forst Schönberg (gemeindefreies Gebiet) Rückersdorfer Forst Laufamholzer Forst Günthersbühler Forst Forsthof (gemeindefreies Gebiet) Fischbach (gemeindefreies Gebiet) Feuchter Forst Brunn (gemeindefreies Gebiet) Behringersdorfer Forst Feucht Offenhausen (Mittelfranken) Alfeld (Mittelfranken) Altdorf bei Nürnberg Burgthann Engelthal Happurg Henfenfeld Hersbruck Kirchensittenbach Lauf an der Pegnitz Leinburg Ottensoos Pommelsbrunn Reichenschwand Röthenbach an der Pegnitz Rückersdorf (Mittelfranken) Schwaig bei Nürnberg Schwarzenbruck Velden (Pegnitz) Vorra Winkelhaid Schnaittach Neunkirchen am Sand Simmelsdorf Winkelhaid (gemeindefreies Gebiet) Haimendorfer Forst Neuhaus an der PegnitzMunicipalities in LAU.svg
Über dieses Bild

Der Landkreis Nürnberger Land umfasst 27 Gemeinden, darunter fünf Städte und drei Märkte. Der Stand der Einwohnerzahlen ist vom 31. Dezember 2013[3], die einzelnen Orte sind in der Liste der Orte im Landkreis Nürnberger Land verzeichnet.

Städte

  1. Altdorf b.Nürnberg (15.097)
  2. Hersbruck (12.095)
  3. Lauf a.d.Pegnitz (25.993)
  4. Röthenbach a.d.Pegnitz (11.802)
  5. Velden (1802)

Märkte

  1. Feucht (12.737)
  2. Neuhaus a.d.Pegnitz (2884)
  3. Schnaittach (7993)

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Happurg
    mit den Mitgliedsgemeinden
    Alfeld und Happurg
  2. Henfenfeld
    mit den Mitgliedsgemeinden
    Engelthal, Henfenfeld und Offenhausen
  3. Velden
    mit den Mitgliedsgemeinden
    Hartenstein, Velden (Stadt) und Vorra

Gemeinden

  1. Alfeld (1082)
  2. Burgthann (11.121)
  3. Engelthal (1140)
  4. Happurg (3628)
  5. Hartenstein (1435)
  6. Henfenfeld (1886)
  7. Kirchensittenbach (2035)
  8. Leinburg (6456)
  9. Neunkirchen a.Sand (4661)
  10. Offenhausen (1556)
  11. Ottensoos (2045)
  12. Pommelsbrunn (5164)
  13. Reichenschwand (2292)
  14. Rückersdorf (4475)
  15. Schwaig b.Nürnberg (8463)
  16. Schwarzenbruck (8236)
  17. Simmelsdorf (3097)
  18. Vorra (1702)
  19. Winkelhaid (4123)

Gemeindefreie Gebiete (130,24 km²)

  1. Behringersdorfer Forst (11,19 km²)
  2. Brunn (10,23 km²)
  3. Engelthaler Forst (2,42 km²)
  4. Feuchter Forst (20,84 km²)
  5. Fischbach (18,34 km²)
  6. Forsthof (7,44 km²)
  7. Günthersbühler Forst (5,91 km²)
  8. Haimendorfer Forst (7,48 km²)
  9. Laufamholzer Forst (6,56 km²)
  10. Leinburg (4,21 km²)
  11. Rückersdorfer Forst (5,16 km²)
  12. Schönberg (3,44 km²)
  13. Winkelhaid (18,36 km²)
  14. Zerzabelshofer Forst (6,55 km²)

Politik[Bearbeiten]

Landrat[Bearbeiten]

Der Landrat des Nürnberger Landes ist seit 1. Mai 2008 Armin Kroder (FWG). Stellvertretender Landrat ist Norbert Reh (SPD), 1. weiterer Stellvertreter des Landrats ist Achim Dobbert (Grüne). Ihm folgt mit Andreas Kögel (CSU) der 2. Weitere Stellvertreter des Landrats.

Kreistag[Bearbeiten]

Kreistagswahl 2008[4]
Wahlbeteiligung: 64,6 % (–1,5 %p)
 %
40
30
20
10
0
36,9 %
26,6 %
18,7 %
11,5 %
3,3 %
2,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2002
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-3,2 %p
-4,1 %p
+3,2 %p
+2,8 %p
+0,4 %p
+0,9 %p

Der Kreistag besteht aus 70 Kreisrätinnen und Kreisräten sowie dem Landrat. Im aktuellen Kreistag verteilen sich die Kreisräte auf folgende Parteien:

(Stand: Wahl am 2. März 2008)

Wappen[Bearbeiten]

Wappen Landkreis Nürnberger Land.svg

Blasonierung: Über blauem Schildfuß, darin ein unterhalbes silbernes Mühlrad, gespalten; vorne in Gold ein rot bewehrter halber schwarzer Adler am Spalt, hinten fünfmal schräg geteilt von Rot und Silber.

Das Wappen des Landkreises enthält in seinem oberen Teil das kleine Nürnberger Stadtwappen. Es dient als Hinweis auf das frühere Landgebiet der ehemaligen freien Reichsstadt Nürnberg, das sich mit dem Gebiet des heutigen Landkreises Nürnberger Land weitgehend deckt.

Blau und Silber im Schildfuß symbolisieren die Pegnitz mit ihren Zuflüssen, das Mühlrad die frühe Ansiedlung von Mühlen an den Flussläufen und somit die vorindustrielle gewerbliche Nutzung der Wasserkraft schon in mittelalterlicher Zeit.

Kreispartnerschaften[Bearbeiten]

Partnerschaften pflegt der Kreis mit dem Erzgebirgskreis in Sachsen und dem Komitat Bács-Kiskun in Ungarn.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der Landkreis Nürnberger Land liegt mitten in der Metropolregion Nürnberg. Während der westliche Teil des Landkreises stark vom Ballungsraum Nürnberg-Fürth-Erlangen, dem produzierenden Gewerbe und der Industrie geprägt wird, tritt nach Osten zu mehr der ländliche Charakter hervor. Der Landkreis mit seinen 27 Städten, Märkten und Gemeinden zählt rund 167.000 Einwohner. Die Tendenz ist leicht abnehmend, der Altersdurchschnitt nimmt dagegen zu. Die Auswirkungen des demografischen Wandels sind bundesweit zu beobachten. Das Nürnberger Land erweist sich bei dieser Entwicklung als relativ stabil. Die Bewältigung dieser demografischen Entwicklung ist nicht allein auf Bundes- bzw. Europaebene zu schaffen. Sie ist auch lokal eine zentrale Zukunftsaufgabe von Gesellschaft, Politik, Unternehmen, Kommunen und Landkreis.
Typisches Kennzeichen der Wirtschaft im Landkreis Nürnberger Land ist seine ausgeglichene Branchenstruktur. Das Nürnberger Land ist Heimat einer Vielzahl von zum Teil weltweit agierenden Unternehmen. Sogenannte Hidden Champions sind mit ihren Produkten in zahlreichen Geräten und Maschinen auf der ganzen Welt präsent. Ob Technische Keramik, Automobilzulieferindustrie, Maschinen- und Werkzeugbau, ob Kunststoffindustrie oder Haushaltswaren, die Vielfalt kennt fast keine Grenzen. Selbstverständlich spielen auch das Handwerk, der Dienstleistungsbereich, der Handel und die Land- und Forstwirtschaft eine bedeutende und den Landkreis prägende Rolle.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Der Landkreis ist über die A 3, A 6, A 9 und die A 73 an das Autobahnnetz angeschlossen und wird von der B 8 und der B 14 in west-östlicher Richtung durchquert. Drei der fünf Autobahnkreuze der Metropolregion liegen im Landkreis. Darüber hinaus ist der Flughafen im Norden Nürnbergs in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen, ebenso der Nürnberger Hafen.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Von besonderer Bedeutung sind die drei S-Bahnlinien, mit denen große Teile des Landkreises engmaschig an Nürnberg und den Landkreis Neumarkt i.d.OPf. angebunden sind. Weiterhin bestehen durch verschiedene R-Bahnlinien stündliche Verbindungen sowohl innerhalb des Kreisgebietes als auch in die benachbarten Landkreise Amberg-Sulzbach und Bayreuth. Die Anbindung an den überregionalen Fernverkehr ist über den Hauptbahnhof Nürnberg gewährleistet.
Seit 1859 besteht im unteren Pegnitztal die Bahnstrecke Nürnberg–Schwandorf über Amberg sowohl nach Regensburg als auch über Furth im Wald nach Tschechien. Auf der rechten Talseite kam 1877 die Verbindung durch das obere Pegnitztal von Nürnberg über Schnabelwaid Richtung Bayreuth und über Marktredwitz nach Cheb hinzu. Seitdem haben die beiden Städte Lauf und Hersbruck jeweils zwei Bahnhöfe „links“ und „rechts der Pegnitz“. Beide Hauptstrecken sind zwischen Hersbruck (rechts Pegnitz) und Pommelsbrunn verbunden.
Die linke Pegnitzstrecke ist seit 2010 bis Hartmannshof für die S1 Bamberg–Nürnberg Hbf–Hartmannshof elektrifiziert. In Hartmannshof besteht Anschluss über Neukirchen b.Sulzbach-Rosenberg an die R41 nach Vilseck und Freihung Richtung Weiden i.d.OPf. Die S2 Roth–Schwabach–Nürnberg Hbf–Feucht–Altdorf bedient im Landkreis die Stationen Feucht, Moosbach (b Feucht), Winkelhaid, Ludersheim, Altdorf West und Altdorf. Seit der Inbetriebnahme der S3 Nürnberg Hbf–Feucht–Neumarkt im Dezember 2010 halten die Züge der R5 Nürnberg Hbf–Neumarkt–Parsberg an keinem Bahnhof im Landkreis mehr. Stattdessen werden die Stationen Feucht, Feucht Ost, Ochenbruck, Mimberg, Burgthann und Oberferrieden von der S3 bedient.
An der rechtsseitigen Strecke zweigt in Neunkirchen am Sand die Strecke nach Simmelsdorf-Hüttenbach ab. Sie führt im Tal der Schnaittach über den gleichnamigen Markt in die Frankenalb. Diese Strecke wird von der R-Bahn 31 von Nürnberg über Lauf (rechts Pegnitz) nach Simmelsdorf-Hüttenbach bedient. Im Bahnhof Hersbruck (rechts Pegnitz) ist der Übergang zu der Linie R4 über Amberg Richtung Schwandorf möglich. Nördlich von Neuhaus zweigte in Ranna die 1882 erbaute Nebenbahn nach Auerbach i.d.OPf. ab. Nach Abbau der Strecke wurde auch der Bahnhof Ranna nicht mehr bedient.
Von der 1871 eröffneten Strecke Nürnberg–Regensburg über Neumarkt i.d.OPf ließ die Bayerische Staatsbahn in Feucht zwei Nebenbahnen abzweigen: Seit 1878 führt die Strecke nach Altdorf, während die 1886 errichtete Strecke nach Wendelstein bis 1960 betrieben und dann abgebaut wurde. Die Lokalbahn Burgthann–Allersberg wurde von 1902 bis 1973 betrieben. Es wurden Strecken in einer Länge von 28,2 km stillgelegt:

Strecke erbaut Länge Personenbeförderung
bis
Güterverkehr
eingestellt
Abbau
Ranna–Auerbach 1882 08,1 km 1970 1982 1984
Feucht–Wendelstein 1886 05,3 km 1955 1960 1960
Burgthann–Allersberg 1902 14,8 km 1973  ? 1975

So werden noch insgesamt 122 km an Bahnstrecken betrieben.

Schutzgebiete[Bearbeiten]

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Im Landkreis Nürnberger Land befinden sich 8 ausgewiesene Naturschutzgebiete [5] mit einer Gesamtfläche von etwa 1160 Hektar.

Geotope[Bearbeiten]

Im Landkreis Nürnberger Land befinden sich 50 (Stand August 2013) vom Bayrischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 5. August 1974 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Lauf a.d.Pegnitz gültige Unterscheidungszeichen LAU zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 sind auch die Unterscheidungszeichen ESB (Eschenbach in der Oberpfalz), HEB (Hersbruck), N (Nürnberg für den ehemaligen Landkreis Nürnberg) und PEG (Pegnitz) erhältlich.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Wüllner: Das Landgebiet der Reichsstadt Nürnberg. Feucht 1970, 64 Seiten und 1 Karte (Hochgerichtskarte) (Sonderheft der Altnürnberger Landschaft e. V.).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Nürnberger Land – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  3. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)
  4. http://www.kommunalwahl2008.bayern.de/tabe3574000.html
  5. Landkreis Nürnberger Land, Naturschutzgebiete (Abgerufen am 1. Februar 2013)