Liste der Sieger bei Snooker-Ranglistenturnieren

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Diese Liste gibt Auskunft über die Sieger bei Snooker-Ranglistenturnieren.

Der Snooker-Weltverband (WSA) führte zur Saison 1976/77 eine Weltrangliste ein. Diese galt rückwirkend für die vergangenen drei Jahre, also ab der WM 1974. Zunächst wurden für die Rangliste nur die Ergebnisse bei den jährlichen Weltmeisterschaften berücksichtigt, ab der Saison 1982/83 kamen weitere Ranglistenturniere hinzu. Ab Mitte der 1980er wurden meist zwischen sechs und zwölf Veranstaltungen jährlich ausgespielt, insgesamt 269 Turniere (Stand: nach der UK Championship 2014). Die Zahl der Sieger ist daher, verglichen mit anderen Sportarten wie z.B. Tennis, eher gering. Bisher trugen sich 50 unterschiedliche Spieler aus 11 Nationen in die Siegerlisten ein.

Die folgende Tabelle berücksichtigt nur Titelgewinner, deren Ergebnisse auch in die Weltrangliste eingeflossen sind. Ausgenommen sind die sogenannten Minor Ranking Events: In den frühen 1990ern wurde bei vier Turnieren jeweils nur ein Zehntel der normalen Ranglistenpunkte verteilt. Diese Veranstaltungen wurden von den etablierten Spielern jedoch nicht angenommen und nach kurzer Zeit vom Weltverband wieder abgeschafft. Die Sieger der Minor Ranking Events waren Joe Swail, Tony Drago, Troy Shaw und Chris Small. Letzter verbuchte allerdings auch einen regulären Turniersieg und ist daher in der Liste verzeichnet. Ebenfalls nicht berücksichtigt sind die Vor-Turniere der Players Tour Championship ab der Saison 2010/2011.

Die tatsächliche Leistungsstärke der erfolgreichsten Spieler der 1970er und frühen 1980er kann von dieser Liste allerdings nicht ausreichend wiedergegeben werden, da sich ihre Erfolge zum Teil nicht in Ranglistenergebnissen niedergeschlagen haben. Dies betrifft vor allem die mehrfachen Weltmeister Ray Reardon, John Spencer und Alex Higgins, deren frühe WM-Titel (bis 1973) hier nicht aufgeführt werden. Auch nicht mitgezählt werden die frühen Titel bei der UK Championship, da diese erst 1984 Ranglistenturnier wurde.

Liste der Sieger[Bearbeiten]

  • Platz: Ordnet die Spieler nach Anzahl ihrer Turniersiege. Bei Gleichstand wird zunächst der Spieler genannt, der sein erstes Turnier früher gewann.
  • Name: Nennt den Namen des Spielers.
  • Nation: Nennt die Nationalität, unter welcher der Spieler beim Weltverband geführt wird.
  • Lebensdaten: Nennt das Geburtsdatum und gegebenenfalls das Sterbedatum des Spielers. Die Sortierung erfolgt anhand des Geburtsdatums.
  • Siege: Nennt die Anzahl Turniersiege des Spielers im Laufe seiner Karriere.
  • Von: Nennt das erste Kalenderjahr, in dem der Spieler ein Turnier gewonnen hat.
  • Bis: Nennt das letzte Kalenderjahr, in dem der Spieler ein Turnier gewonnen hat.

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Platz 1: Stephen Hendry
Platz 2: Steve Davis
Platz 3: Ronnie O’Sullivan
Platz 4: John Higgins
Platz 5: Mark Williams
Platz Name Nation Lebensdaten Siege Von Bis
1 Hendry, StephenStephen Hendry SchottlandSchottland 13. Jan. 1969 36 1987 2005
2 Davis, SteveSteve Davis EnglandEngland 22. Aug. 1957 28 1981 1995
3 O’Sullivan, RonnieRonnie O’Sullivan EnglandEngland 05. Dez. 1975 27 1993 2014
4 Higgins, JohnJohn Higgins SchottlandSchottland 18. Mai  1975 25 1994 2012
5 Williams, MarkMark Williams WalesWales 21. Mär. 1975 18 1996 2011
6 Ding Junhui China VolksrepublikVolksrepublik China 01. Apr. 1987 11 2005 2014
7 White, JimmyJimmy White EnglandEngland 02. Mai  1962 10 1986 2004
7 Robertson, NeilNeil Robertson AustralienAustralien 11. Feb. 1982 10 2006 2014
9 Parrott, JohnJohn Parrott EnglandEngland 11. Mai  1964 9 1989 1996
9 Ebdon, PeterPeter Ebdon EnglandEngland 27. Aug. 1970 9 1993 2012
11 Doherty, KenKen Doherty IrlandIrland 17. Sep. 1969 6 1993 2006
12 Reardon, RayRay Reardon WalesWales 08. Okt. 1932 5 1974 1982
12 Lee, StephenStephen Lee EnglandEngland 12. Okt. 1974 5 1998 2012
12 Maguire, StephenStephen Maguire SchottlandSchottland 13. Mär. 1981 5 2004 2013
12 Murphy, ShaunShaun Murphy EnglandEngland 10. Aug. 1982 5 2005 2014
16 Selby, MarkMark Selby EnglandEngland 19. Juni 1983 4 2008 2014
16 Trump, JuddJudd Trump EnglandEngland 21. Aug. 1989 4 2011 2014
18 Wattana, JamesJames Wattana ThailandThailand 17. Jan. 1970 3 1992 1995
18 Hunter, PaulPaul Hunter EnglandEngland 14. Okt. 1978
– 9. Okt. 2006
3 1998 2002
18 Walden, RickyRicky Walden EnglandEngland 11. Nov. 1982 3 2008 2014
18 Carter, AllisterAllister Carter EnglandEngland 25. Juli 1979 3 2009 2013
22 Thorburn, CliffCliff Thorburn KanadaKanada 16. Jan. 1948 2 1980 1985
22 Knowles, TonyTony Knowles EnglandEngland 13. Juni 1955 2 1982 1983
22 Taylor, DennisDennis Taylor NordirlandNordirland 19. Jan. 1949 2 1984 1985
22 Mountjoy, DougDoug Mountjoy WalesWales 08. Juni 1942 2 1988 1989
22 McManus, AlanAlan McManus SchottlandSchottland 21. Jan. 1971 2 1994 1996
22 Dale, DominicDominic Dale WalesWales 29. Dez. 1971 2 1997 2007
22 Dott, GraemeGraeme Dott SchottlandSchottland 12. Mai  1977 2 2006 2007
22 Fu, MarcoMarco Fu HongkongHongkong 08. Jan. 1978 2 2007 2013
22 Bingham, StuartStuart Bingham EnglandEngland 21. Mai  1976 2 2011 2014
22 Allen, MarkMark Allen NordirlandNordirland 22. Feb. 1986 2 2012 2013
22 Hawkins, BarryBarry Hawkins EnglandEngland 23. Apr. 1979 2 2012 2014
33 Spencer, JohnJohn Spencer EnglandEngland 18. Sep. 1935
– 11. Juli 2006
1 1977 1977
33 Griffiths, TerryTerry Griffiths WalesWales 16. Okt. 1947 1 1979 1979
33 Higgins, AlexAlex Higgins NordirlandNordirland 18. Mär. 1949
– 24. Juli 2010
1 1982 1982
33 Thorne, WillieWillie Thorne EnglandEngland 04. Mär. 1954 1 1985 1985
33 Francisco, SilvinoSilvino Francisco SudafrikaSüdafrika 03. Mai  1946 1 1985 1985
33 Johnson, JoeJoe Johnson EnglandEngland 29. Juli 1952 1 1986 1986
33 Foulds, NealNeal Foulds EnglandEngland 13. Juli 1963 1 1986 1986
33 Hallett, MikeMike Hallett EnglandEngland 02. Juli 1959 1 1989 1989
33 Meo, TonyTony Meo EnglandEngland 04. Okt. 1959 1 1989 1989
33 James, SteveSteve James EnglandEngland 02. Mai  1961 1 1990 1990
33 Chaperon, BobBob Chaperon KanadaKanada 18. Mai  1958 1 1990 1990
33 Jones, TonyTony Jones EnglandEngland 15. Apr. 1960 1 1991 1991
33 Harold, DaveDave Harold EnglandEngland 09. Dez. 1966 1 1993 1993
33 Bond, NigelNigel Bond EnglandEngland 15. Nov. 1965 1 1996 1996
33 O’Brien, FergalFergal O’Brien IrlandIrland 08. Mär. 1972 1 1999 1999
33 Small, ChrisChris Small SchottlandSchottland 26. Sep. 1973 1 2002 2002
33 Gray, DavidDavid Gray EnglandEngland 09. Feb. 1979 1 2003 2003
33 Stevens, MatthewMatthew Stevens WalesWales 11. Sep. 1977 1 2003 2003

Nationenwertung[Bearbeiten]

  • Platz: Ordnet die Nationen nach Anzahl ihrer Turniersiege. Bei Gleichstand wird zunächst die Nation genannt, für die ein Spieler sein erstes Turnier zu einem früheren Zeitpunkt gewonnen hat.
  • Nation: Nennt die Nation.
  • Spieler: Nennt die Anzahl der Spieler einer Nation, die ein Turnier gewonnen hat.
  • Siege: Nennt die Anzahl der Turniersiege aller Spieler einer Nation im Laufe ihrer Karriere.
  • Von: Nennt das erste Kalenderjahr, in dem ein Spieler einer Nation ein Turnier gewonnen hat.
  • Bis: Nennt das letzte Kalenderjahr, in dem ein Spieler einer Nation ein Turnier gewonnen hat.
Platz Nation Spieler Siege Von Bis
1 EnglandEngland England 26 127 1977 2014
2 SchottlandSchottland Schottland 6 71 1987 2013
3 WalesWales Wales 6 29 1974 2011
4 China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 1 11 2005 2014
5 AustralienAustralien Australien 1 10 2006 2014
6 IrlandIrland Irland 2 7 1993 2006
7 NordirlandNordirland Nordirland 3 5 1982 2013
8 KanadaKanada Kanada 2 3 1980 1990
8 ThailandThailand Thailand 1 3 1992 1995
10 HongkongHongkong Hongkong 1 2 2007 2013
11 SudafrikaSüdafrika Südafrika 1 1 1985 1985

Rekorde[Bearbeiten]

  • Jüngster Turniersieger bisher ist Ronnie O’Sullivan, der die UK Championship 1993 eine Woche vor seinem 18. Geburtstag gewonnen hat. Nachdem er achtzehn Jahre alt geworden war, siegte Ding Junhui zwei Tage später bei den China Open 2005.
  • Der älteste Sieger eines Ranglistenturniers ist Ray Reardon, der das Professional Players Tournament 1982 kurz nach seinem 50. Geburtstag gewinnen konnte. Der älteste Spieler am Tag seines ersten Turniersiegs war Doug Mountjoy mit 46 Jahren.
  • Turniersiege über die längste Zeitspanne kann Ronnie O’Sullivan vorweisen: Zwischen seinem ersten Erfolg am 28. November 1993 bei der UK Championship und seinem bisher letzten am 7. Dezember 2014 ebenfalls bei der UK Championship lagen 21 Jahre.
  • Den längsten Zeitabstand zwischen zwei Turniersiegen desselben Spielers hat Jimmy White vorzuweisen: zwischen seinen beiden letzten Titeln vergingen zwölf Jahre. Auf Platz 2 in dieser Statistik liegt Dominic Dale, der seine beiden einzigen Erfolge im Abstand von zehn Jahren erzielte.
  • Mit zwei Ausnahmen sind alle Turniersieger im Laufe ihrer Karriere in die Top 16 der Weltrangliste eingezogen: Dominic Dale (trotz zweier Siege) und Bob Chaperon (British Open 1990).
  • 19 der 50 Turniersieger wurden im Laufe ihrer Karriere Weltmeister. Der erfolgreichste Spieler, der nie Weltmeister wurde, ist Ding Junhui mit elf Turniersiegen.
  • Matthew Stevens weist die schlechteste Finalquote aller Turniersieger auf. Seinem einzigen Sieg bei der UK Championship 2003 stehen sieben Finalniederlagen gegenüber.
  • Das Vereinigte Königreich dominierte bisher den Snookersport: 232 der 269 ausgespielten Turniere wurden von Spielern aus England, Schottland, Wales oder Nordirland gewonnen.
  • Mit insgesamt 134 Titeln haben die fünf Spieler mit den meisten Titeln (Stephen Hendry, Steve Davis, Ronnie O’Sullivan, John Higgins, Mark Williams) zusammen knapp die Hälfte aller Ranglistenturniere für sich entschieden.

Weblinks[Bearbeiten]

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Diese Seite wurde am 15. November 2009 in dieser Version in die Auswahl der informativen Listen und Portale aufgenommen.