Malschwitz

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Malschwitz in Sachsen, für den gleichnamigen Ort in Nordböhmen siehe Malšovice.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Malschwitz
Malschwitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Malschwitz hervorgehoben
51.23805555555614.519722222222150Koordinaten: 51° 14′ N, 14° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Bautzen
Höhe: 150 m ü. NN
Fläche: 93,21 km²
Einwohner:

5070 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km²
Postleitzahl: 02694
Vorwahlen: 035932, 03591 (Briesing, Doberschütz, Niedergurig)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: BZ, BIW, HY, KMVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Leerzeichen
Gemeindeschlüssel: 14 6 25 340
Gemeindegliederung: 23 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfplatz 26
02694 Malschwitz
Webpräsenz: www.malschwitz.de
Bürgermeister: Matthias Seidel (CDU)
Lage der Gemeinde Malschwitz im Landkreis Bautzen
Tschechien Dresden Landkreis Görlitz Landkreis Meißen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Arnsdorf Bautzen Bernsdorf Bischofswerda Bretnig-Hauswalde Burkau Crostwitz Cunewalde Demitz-Thumitz Doberschau-Gaußig Elsterheide Elstra Frankenthal (Sachsen) Göda Großdubrau Großharthau Großnaundorf Großpostwitz Großröhrsdorf Malschwitz Haselbachtal Hochkirch Hoyerswerda Kamenz Königsbrück Königswartha Kubschütz Laußnitz Lauta Lichtenberg (Lausitz) Lohsa Malschwitz Nebelschütz Neschwitz Neukirch (bei Königsbrück) Neukirch/Lausitz Obergurig Ohorn Oßling Ottendorf-Okrilla Panschwitz-Kuckau Pulsnitz Puschwitz Radeberg Radibor Räckelwitz Ralbitz-Rosenthal Rammenau Schirgiswalde-Kirschau Schmölln-Putzkau Schönteichen Schwepnitz Sohland an der Spree Spreetal Steina (Sachsen) Steinigtwolmsdorf Wachau (Sachsen) Weißenberg Wilthen Wittichenau Brandenburg PolenKarte
Über dieses Bild

Malschwitz, obersorb. Malešecy, ist ein Ort und die zugehörige Gemeinde etwa 6 km nordöstlich von Bautzen in Sachsen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie und Verkehr [Bearbeiten]

Die Gemeinde Malschwitz liegt am Nordufer der Talsperre Bautzen sowie südlich der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Innerhalb der Gemeinde befinden sich mehrere große Teiche. Beim Ortsteil Kleinbautzen kreuzt die A 4 das Gemeindegebiet. Diese ist über den Anschluss Bautzen-Ost (ca. 5 km) zu erreichen. Durch den Nordwesten des Gemeindegebietes fließt die Spree und führt die B 156. Beim Ortsteil Lömischau mündet rechtsseitig das Löbauer Wasser in die Spree.

Gemeindegliederung [Bearbeiten]

Zur Gemeinde Malschwitz gehören folgende 23 Ortsteile:

Geschichte [Bearbeiten]

Evangelische Kirche in Malschwitz

Der Ortsname ist slawischer Herkunft; bereits vor dem Jahr 1000 wurde ein Milzener Fürstengut und nach 1000 ein königliches Tafelgut um Kleinbautzen und Preititz erwähnt. Die erste nachweisbare Erwähnung des Ortes als Malswiz stammt von 1225. Um 1430 wird Malschwitz als Rittersitz genannt.

Für seine Statistik über die sorbische Bevölkerung in der Oberlausitz ermittelte Arnošt Muka in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts für den Ort eine Bevölkerungszahl von 582 Einwohnern; davon waren 554 Sorben (95 %) und 28 Deutsche[3]. Im 20. Jahrhundert ist der Gebrauch des Sorbischen in Malschwitz stark zurückgegangen.

Bei Forschungsbohrungen wurde im Jahre 1998 das an der Erdoberfläche nicht sichtbare verdeckte Maar von Baruth aufgefunden, das während des Oberoligozän entstanden ist.

Eingemeindungen

Im Jahr 1936 wurde die Gemeinde Pließkowitz eingemeindet. Im Zuge der Gemeindegebietsreform von 1994 wurden die Gemeinden Baruth, Kleinbautzen, Malschwitz und Niedergurig zur neuen Gemeinde Malschwitz zusammengelegt. Zum 1. Januar 2013 erfolgte die Eingliederung der Nachbargemeinde Guttau nach Malschwitz.

Politik [Bearbeiten]

Kommunalwahl 2009
 %
60
50
40
30
20
10
0
57,6 %
23,5 %
7,6 %
6,7 %
3,3 %
1,4 %
keine
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
+11,9 %p
-4,2 %p
-0,5 %p
-0,9 %p
+3,3 %p
+1,4 %p
-10,8 %p

Gemeinderat [Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Malschwitz besteht momentan aus 28 Mitgliedern, darunter vier Frauen. Die Kommunalwahl 2009 ergab folgende Stimm- bzw. Sitzverteilung, die durch die Eingemeindung Guttaus durch die Mitglieder des dortigen Gemeinderates ergänzt wurde und hier noch nicht berücksichtigt ist:

Parteien und Wählergemeinschaften 2009 2004
 % Sitze  % Sitze
Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) 57,6 10 45,7 8
Freie Wählerschaft Malschwitz/Pließkowitz (FWMP) 23,5 4 27,7 5
Baruther Sportverein 90 e.V. (BSV 90) 7,6 1 8,1 1
Die Linke (2004: PDS) 6,7 1 7,6 1
Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) 3,3 0 - 0
Bündnis 90/Die Grünen (GRÜNE) 1,4 0 - 0
Freie Liste Kleinbautzen/Preititz (FLKP) - 0 10,8 1
gesamt 100,0 16 100,0 16
Wahlbeteiligung 54,3 % 52,7 %

Partnergemeinden [Bearbeiten]

Partnergemeinden von Malschwitz sind Desná in Tschechien, Gromadka in Polen und Siógárd in Ungarn.

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

  • Talsperre Bautzen
  • Altes Schloss
  • Herrenhaus Niedergurig
  • Landschaftsschutzgebiet Spree und Kleine Spree
  • Kirche Malschwitz
  • Rieseneiche von Niedergurig (ziert das Gemeindewappen)
  • Lutherdenkmal auf dem Gottlobsberg bei Niedergurig
  • Technisches Denkmal „Altes Steinbruchwerk“ in Baruth
  • Freizeitpark Gehrke in Brösa
  • Alte Brennerei in Brösa, ehemalige Schnapsbrennerei
  • Olbasee beim Ortsteil Kleinsaubernitz
  • Elchgehege im Heidewald bei Wartha
  • Schulmuseum K.A. Kocor in Wartha

Bildung [Bearbeiten]

Mittelschule der Gemeinde Malschwitz

Die Gemeinde Malschwitz verfügt über zwei Grundschulen (in Baruth und Guttau) und eine Mittelschule.

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

  • Kurt Krjeńc (Kurt Krenz, 1907–1978), Kommunist und SED-Funktionär, langjähriger Domowina-Vorsitzender

Literatur [Bearbeiten]

  • Cornelius Gurlitt: Malschwitz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 31. Heft: Amtshauptmannschaft Bautzen (I. Teil). C. C. Meinhold, Dresden 1908, S. 147.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Malschwitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen [Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
  2. Stand: 31. Dezember 2008; Angaben der Gemeindeverwaltungen Malschwitz bzw. Guttau
  3.  Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954, S. 56.