Spreetal

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Spreetal (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Spreetal
Spreetal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Spreetal hervorgehoben
51.50027777777814.346111111111113Koordinaten: 51° 30′ N, 14° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Bautzen
Höhe: 113 m ü. NHN
Fläche: 108,78 km²
Einwohner: 1973 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km²
Postleitzahl: 02979
Vorwahlen: 035727, 035773, 03563, 03564
Kfz-Kennzeichen: BZ, BIW, HY, KM
Gemeindeschlüssel: 14 6 25 570
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile *
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Spremberger Str. 25,
OT Burgneudorf
02979 Spreetal
Webpräsenz: www.spreetal.de
Bürgermeister: Manfred Heine (parteilos)
Lage der Gemeinde Spreetal im Landkreis Bautzen
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Spreetal, obersorbisch Sprjewiny Doł, ist eine Gemeinde im Norden des sächsischen Landkreises Bautzen und zählt als drittgrößte Gemeinde des Kreises zu den flächengrößten Gemeinden in Sachsen. Die Gemeinde liegt im sorbischen Siedlungsgebiet in der Oberlausitz. Der Sitz der Gemeindeverwaltung befindet sich im zentral gelegenen Ortsteil Burgneudorf.

Geographie und Verkehr[Bearbeiten]

Vorbergbauliche Lage der einzelnen Orte um 1850

Die Gemeinde befindet sich an der brandenburgischen Grenze zwischen Spremberg und Hoyerswerda, etwa 30 km südlich von Cottbus. Die Bundesstraße 97 durchzieht den westlichen Teil der Gemeinde sowie den Ortsteil Spreetal, während die alte Straße zwischen Spremberg und Hoyerswerda durch die Ortsteile Zerre, Spreewitz, Burgneudorf, Burghammer und Burg verläuft. Neustadt liegt an der Staatsstraße 130 zwischen Burgneudorf und Schleife am Rand der Neustädter Heide und nördlich des Westteils des Truppenübungsplatzes Oberlausitz.

Außer dem Ortsteil Spreetal liegen alle Ortsteile an der Spree oder der Kleinen Spree, die bei Spreewitz wieder in die Spree fließt. Neben der Spree ist das Gemeindegebiet vom jahrzehntelangen Braunkohleabbau und den umgebenden großen Waldgebieten geprägt. Aus den verbliebenen Tagebaurestlöchern entstehen derzeit Spreetaler See, Bernsteinsee und Scheibe See des neuen Lausitzer Seenlandes.

Ortsgliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus sieben Ortsteilen:

  • Burg (sorbisch Bórk, 391 Einwohner zum 31. Dezember 2008)
  • Burghammer (Bórkhamor, 248 Einwohner)
  • Burgneudorf (Nowa Wjes, 387 Einwohner)
  • Neustadt (Nowe Město, 399 Einwohner)
  • Spreetal (Sprjewiny Doł, 95 Einwohner)
  • Spreewitz (Šprjejcy, 318 Einwohner)
  • Zerre (Drětwa, 275 Einwohner)

Nach anderer Zählung mit acht Ortsteilen wird Spreewitz in den eigentlichen Ort und Spreewitz Siedlung unterteilt.

Von historischer Bedeutung ist die Siedlung Döschko südlich von Neustadt, die noch 1744 von Salomon Gottlob Frentzel als Dorf bezeichnet wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinden Burghammer (mit den Gemeindeteilen Burg, Burghammer, Burgneudorf und Spreetal), Neustadt und Spreewitz (mit den Gemeindeteilen Spreewitz und Zerre) bildeten zum 1. April 1993 die Verwaltungsgemeinschaft Burgneudorf, die zum 1. Januar 1994 zum Verwaltungsverband Burgneudorf umgewandelt wurde. Im Zuge der Gemeindegebietsreformen in Sachsen schlossen sich die drei Gemeinden am 1. Januar 1996 zur Gemeinde Spreetal zusammen, wodurch der Verwaltungsverband aufgelöst wurde.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinde- und Ortschaftsräte[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 13 Mitgliedern. Zusätzlich hat jeder der sieben Ortsteile auch einen Ortschaftsrat.

Wappen[Bearbeiten]

Gemeindewappen

Blasonierung

In Silber, ein blauer, einem Pfahl auslaufender eingebogener Sparren, der vordere Arm schwächer. Oben vorn, ein grüner Frosch, oben hinten ein grüner Eichenzweig mit vier Blättern und drei Eicheln. Beide Symbole pfahlweise gestellt. Unten in der goldenen eingebogenen Spitze, schwarz gekreuzt, Schlägel und Eisen.

Bedeutung

Frosch und Eichenlaub in den oberen Feldern stehen für die Natur im Gemeindegebiet, Schlägel und Eisen im Schildfuß erinnern an die Braunkohletagebaue. Die blaue asymmetrische Feldbegrenzung symbolisiert die beiden Flussarme von Kleiner und Großer Spree, die sich in der Gemeinde vereinigen.[3]

Partnerschaften[Bearbeiten]

Neustadt ist mit rund 400 Einwohnern das kleinste Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Neustadt in Europa, der 36 Städte und Gemeinden mit Namen Neustadt in sechs europäischen Staaten angehören.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch die Gemeinde verlaufen die Bundesstraße 97 in Nord-Süd- und die Staatsstraße 130 in West-Ost-Richtung. Nördlich sowie südöstlich der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 156 aus Richtung der Bundesautobahn 13 kommend über Spremberg und Weißwasser nach Bautzen zur Bundesautobahn 4.

Die brandenburgisch-sächsische Grenze verläuft mitten durch den Industriepark Schwarze Pumpe, wodurch die Gemeinde Anteile daran hat. Über die Lausitzer Grubenbahn ist er mit dem deutschen Eisenbahnnetz verbunden. Früher führte auch die Bahnstrecke Knappenrode–Sornoer Buden an der Gemeinde vorbei.

Bildung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Spreetal verfügt über eine Grundschule in Burgneudorf.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Im Ortsteil Spreetal lebte der „singende Baggerfahrer“ Gerhard Gundermann bis zu seinem frühen Tod.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Spreetal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Spreetal – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2012 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Spreetal im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGemeinde Spreetal – Unser Wappen. Abgerufen am 17. April 2012.