Mantel (Markt)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Mantel
Mantel (Markt)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Mantel hervorgehoben
49.6512.05400Koordinaten: 49° 39′ N, 12° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neustadt an der Waldnaab
Höhe: 400 m ü. NHN
Fläche: 16,79 km²
Einwohner: 2890 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 172 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92708
Vorwahl: 09605
Kfz-Kennzeichen: NEW, ESB, VOH
Gemeindeschlüssel: 09 3 74 134
Marktgliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Etzenrichter Straße 11
92708 Mantel
Webpräsenz: www.markt-mantel.com
Bürgermeister: Stephan Oetzinger (CSU)
Lage des Marktes Mantel im Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Landkreis Bayreuth Landkreis Schwandorf Weiden in der Oberpfalz Landkreis Tirschenreuth Landkreis Amberg-Sulzbach Georgenberg Neustadt am Kulm Pressath Trabitz Eschenbach in der Oberpfalz Bechtsrieth Windischeschenbach Weiherhammer Waldthurn Waidhaus Vohenstrauß Theisseil Tännesberg Störnstein Schwarzenbach (Oberpfalz) Schlammersdorf Schirmitz Püchersreuth Pirk Parkstein Neustadt an der Waldnaab Mantel (Markt) Luhe-Wildenau Leuchtenberg Kohlberg (Oberpfalz) Kirchenthumbach Kirchendemenreuth Irchenrieth Grafenwöhr Flossenbürg Floß (Oberpfalz) Etzenricht Eslarn Altenstadt an der Waldnaab Speinsharter Forst Manteler Forst Vohenstrauß Heinersreuther Forst Tschechien Vorbach Speinshart Moosbach (Oberpfalz)Karte
Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Mantel ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab, etwa zehn Kilometer westlich von Weiden.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Mantel liegt an der Staatsstraße 2166 von Weiden nach Freihung, der Kreisstraße NEW 21 sowie an der Haidenaab.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde hat vier amtlich benannte Ortsteile[2]:

Daneben bestehen drei nicht amtlich benannte Ortsteile:

  • Turnhallesiedlung (südöstlich von Mantel)
  • Kalkhäusl (Weiler)
  • Rupprechtsreuther Mühle (zwischen Mantel und Rupprechtsreuth)

Geschichte[Bearbeiten]

Die genaue Entstehung des Ortes ist unbekannt. Die erste eindeutige urkundliche Erwähnung Mantels stammt vom 26. September 1212. Friedrich II. schenkte König Ottokar von Böhmen als Dank für geleistete treue Dienste das Gut Floß, zu dem auch Mantile (Mantel) gehörte. Am 13. Juli 1654 erhielt Mantel das Marktrecht.

Über die Herkunft des Namens gibt es zwei unterschiedliche Theorien. Nach einer Volkssage ist der Name auf des gleichnamige Kleidungsstück zurückzuführen. Ein Räuberhauptmann soll an dem Ort, wo sich heute Mantel befindet, seinen Mantel ausgebreitet haben, um die Beute zu teilen. Es wird für wahrscheinlicher gehalten, dass der Name Mantel von dem althochdeutschen Wort für Kiefer (Mandl) stammt. Mantel ist noch heute von großen Kiefernwäldern umgeben. Tatsächlich stammt aus dem Ort jedoch ein bekannter Räuberhauptmann namens Franz Troglauer. Dieser durchstreifte im 18. Jahrhundert mit seiner Bande die Oberpfalz und Franken.

Im Jahr 2012 wird der Markt die 800jährige Wiederkehr der ersten urkundlichen Erwähnung feiern können.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1945 oder 1946 wird die bis dahin selbständige Gemeinde Rupprechtsreuth eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kommen Teile der aufgelösten Gemeinde Hütten hinzu.[3]

Politik[Bearbeiten]

Die Marktgemeinde Mantel hat 14 Markträte, davon stellen seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 die CSU sieben, die SPD vier und die FWG drei. Bürgermeister war zunächst Josef Wittmann CSU. Wegen des Antrages des Ersten Bürgermeisters auf Entlassung aus gesundheitlichen Gründen führte der Zweite Bürgermeister Stephan Oetzinger bis auf Weiteres die Amtsgeschäfte.

Bei der Bürgermeisterwahl am 20. Mai 2012 wurde Stephan Oetzinger CSU mit 73,8 % der Stimmen im ersten Wahlgang zum jüngsten Bürgermeister im Kreis Neustadt an der Waldnaab gewählt.[4][5] Er trat sein Amt am 23. Mai 2012 an.

Ortskern von Mantel, links die katholische, rechts die evangelische Pfarrkirche

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen des Marktes zeigt in Rot einen silbernen Mantel mit abflatternden silbernen Schnüren und blauem Kragen in Rückenansicht. Das Wappen ist seit 1615 bekannt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die ab 1614 erbaute evangelische Pfarrkirche war von 1663 bis zur Weihe der katholischen Pfarrkirche Simultankirche. 1908 erhielt sie eine Erweiterung und einen Zwiebelturm.
  • Die neugotische katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul wurde 1898 begonnen und 1905 eingeweiht.
  • Die Wallfahrtskirche St. Moritz von 1734 besitzt Mauerwerk aus der Mitte des 15. Jahrhunderts und einen Rokoko-Hochaltar aus der Zeit um 1760.
  • Der Markt zeichnet sich im kulturellen Bereich vor allem aber durch seine Vielfalt an Vereinen aus
  • Insbesondere die Musikgruppe des OWV hat es in den vergangenen 25 Jahren zu einer überregionalen Bekanntheit gebracht
  • OWV-Brunnen am Stodlplatz (Ossangerweg) mit über 1090 Jahre altem Brunnstock aus Eiche.

Siehe auch → Liste der Baudenkmäler in Mantel

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111106/205856&attr=OBJ&val=978
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 538
  4. http://www.markt-mantel.com/buergermeister/
  5. http://www.ramasuri.de/85422/nachrichten/nachrichten-neustadt-waldnaab/juengster-buergermeister-des-landkreises-gewaehlt/

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mantel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien