Leuchtenberg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Leuchtenberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Leuchtenberg
Leuchtenberg
Deutschlandkarte, Position des Marktes Leuchtenberg hervorgehoben
49.612.25572Koordinaten: 49° 36′ N, 12° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neustadt an der Waldnaab
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Tännesberg
Höhe: 572 m ü. NHN
Fläche: 32,37 km²
Einwohner: 1212 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92705
Vorwahl: 09659
Kfz-Kennzeichen: NEW, ESB, VOH
Gemeindeschlüssel: 09 3 74 132
Marktgliederung: 18 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Innerer Markt 13
92705 Leuchtenberg
Webpräsenz: www.leuchtenberg.de
Bürgermeister: Anton Kappl (CSU)
Lage des Marktes Leuchtenberg im Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Landkreis Bayreuth Landkreis Schwandorf Weiden in der Oberpfalz Landkreis Tirschenreuth Landkreis Amberg-Sulzbach Georgenberg Neustadt am Kulm Pressath Trabitz Eschenbach in der Oberpfalz Bechtsrieth Windischeschenbach Weiherhammer Waldthurn Waidhaus Vohenstrauß Theisseil Tännesberg Störnstein Schwarzenbach (Oberpfalz) Schlammersdorf Schirmitz Püchersreuth Pirk Parkstein Neustadt an der Waldnaab Mantel (Markt) Luhe-Wildenau Leuchtenberg Kohlberg (Oberpfalz) Kirchenthumbach Kirchendemenreuth Irchenrieth Grafenwöhr Flossenbürg Floß (Oberpfalz) Etzenricht Eslarn Altenstadt an der Waldnaab Speinsharter Forst Manteler Forst Vohenstrauß Heinersreuther Forst Tschechien Vorbach Speinshart Moosbach (Oberpfalz)Karte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Leuchtenberg ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Der Markt liegt im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald und ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Tännesberg.

Blick auf Leuchtenberg
Pfarrkirche St. Margareta

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Leuchtenberg liegt 15 Kilometer südöstlich von Weiden. Nahe Leuchtenberg befinden sich die landschaftlich reizvollen Täler der Flüsse Pfreimd, Lerau und Luhe.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Leuchtenberg hat 18 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Landgrafschaft Leuchtenberg

Im Jahr 1124 wurde Leuchtenberg erstmals urkundlich erwähnt. Es war die Heimat der Landgrafen von Leuchtenberg. Der Markt Leuchtenberg war Sitz eines Oberen und eines Unteren Gerichts und gehörte zur Gefürsteten Landgrafschaft Leuchtenberg, die seit 1714 nach dem Aussterben des Hauses Leuchtenberg kurbayerisch war. Der Kurfürst führte den Titel Landgraf zu Leuchtenberg und führte das leuchtenbergische Wappenschild zum Teil in seinem eigenen Wappen.

1817 erhielt Eugène de Beauharnais vom bayerischen König Maximilian I. Joseph den von Maximilian von Montgelas vorgeschlagenen Titel Herzog von Leuchtenberg ohne dortigen Territorialbesitz; sein Besitztum war das für ihn neu gebildete Fürstentum Eichstätt.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde Leuchtenberg.

Im Jahr 1842 fiel ein Großteil der Ortschaft einer Feuersbrunst zum Opfer.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Lerau eingegliedert.[3] Am 1. Juli 1976 kam Döllnitz mit dem 1945 oder 1946 eingegliederten Ort Preppach und Teilen der zum gleichen Zeitpunkt aufgelösten Gemeinde Woppenrieth hinzu. Michldorf folgte am 1. Mai 1978.[4]

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Geviert mit silbernem Herzschild, darin ein blauer Balken; 1 und 4 in Rot ein goldener Eichenzweig mit Eichel, 2 und 3 in Gold eine grüne Hopfenranke mit Dolde.

Das Wappen ist seit dem 15. Jahrhundert bekannt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

  • Über der Ortschaft Leuchtenberg erhebt sich die Burgruine Leuchtenberg. Sie ist die größte und am besten erhaltene Burgruine der Oberpfalz. Dort werden jährlich von Mai bis August die Burgfestspiele Leuchtenberg vom Landestheater Oberpfalz veranstaltet. Die Burganlage ist die meistbesuchte Freilichtbühne der Oberpfalz.
  • Die Pfarrkirche St. Margareta, im Dreißigjährigen Krieg 1621 und nach dem Brand von 1842 total zerstört und 1889 bis auf den Chor schwer beschädigt, wurde immer wieder auf den alten Fundamenten der ursprünglichen Kirche aufgebaut.

Siehe auch → Liste der Baudenkmäler in Leuchtenberg

Naturdenkmäler und Geotope[Bearbeiten]

  • Heller Stein bei Steinach
  • Hoher Stein bei Leuchtenberg (vermutlich historische Kultstätte)
  • Teufels Butterfass bei Burgmühle (Granitformation, Felsturm)
  • Burgberg Leuchtenberg
  • Granitfelsen Steinhügel bei Döllnitz
  • Franzosenfelsen im Südosten von Döllnitz
  • Gneis-Aufschlüsse an der Kainzmühlsperre
  • Granitfels Teufelspranke im Süden von Leuchtenberg
  • Ehemaliger Steinbruch im Nordwesten von Leuchtenberg
  • Kummerer-Felsen im Nordosten von Leuchtenberg
  • Ehemaliger Steinbruch an der Luhe im Osten von Michldorf
  • Wolfslohklamm im Osten von Michldorf
  • Granitblöcke im Westen von Sargmühle

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Leuchtenberg liegt in der Nähe der Bundesautobahn 6 (Saarbrücken - Waidhaus) sowie der Bundesstraßen 14 (Stockach - Waidhaus) und 22 (Bamberg - Cham) (Bayerische Ostmarkstraße / Glasstraße).

Sonstiges[Bearbeiten]

Für die gelungene Sanierung des historischen Ortskerns wurde Leuchtenberg 1992 mit dem Europa-Nostra-Preis ausgezeichnet. Leuchtenberg ist Namensgeber einer in Regensburg von 1968 bis 1996 ansässigen katholischen Studentenverbindung.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Leuchtenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111106/204554&attr=OBJ&val=976
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 586.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 652 und 653.