March (Fluss)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Fluss/DGWK_fehltVorlage:Infobox Fluss/ABFLUSS_fehltVorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt

March
Ufer der March

Ufer der March

Daten
Lage Mitteleuropa, Tschechien, Slowakei, Österreich
Länge 358 kmdep1
Quelle Mähren am Glatzer Schneeberg
50° 12′ 18″ N, 16° 50′ 57″ O50.20509216.84931380
Quellhöhe 1380 m n.m.
Mündung Donau oberhalb von Bratislava48.173789216.97588135Koordinaten: 48° 10′ 26″ N, 16° 58′ 33″ O
48° 10′ 26″ N, 16° 58′ 33″ O48.173789216.97588135
Mündungshöhe 135 m ü. A.
Höhenunterschied 1245 m
Flusssystem Donau
Einzugsgebiet 27.633 km²dep1
Rechte Nebenflüsse Moravská Sázava, Mírovka, Třebůvka, Blata, Valová, Haná, Syrovinka, Thaya, Zaya
Linke Nebenflüsse Krupá, Branná, Desná, Oskava, Trusovický potok, Bystřice, Bečva, Moštěnka, Rusava, Dřevnice, Březnice, Olšava, Velička, Myjava
Großstädte Olomouc, Bratislava

Die March (tschechisch und slowakisch Morava, römisch Marus) ist ein Nebenfluss der Donau in Mitteleuropa. Sie ist der Hauptfluss Mährens, das nach ihr benannt ist, und von dem sie etwa drei Viertel entwässert.

In ihrem Unterlauf, wo sie beidseits von einem Hochwasserdamm begleitet wird, ist die March der Grenzfluss zwischen Tschechien und der Slowakei (etwa 50 km) bzw. zwischen Österreich und der Slowakei (91 km). In Luftlinie sind diese Strecken wegen der vielen Mäander des Flusses nur 37 bzw. 50 km.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Die March entspringt im Glatzer Schneegebirge auf einer Höhe von 1194 m bei den Quarklöchern (zwei Kalksteinhöhlen) am Südhang des Glatzer Schneebergs an der Grenze Polens zu Tschechien, etwa ein Kilometer nordwestlich des Dreiländerecks Polen-Böhmen-Mähren und verläuft zunächst 13 km auf dem Gebiet der böhmischen Region Pardubice (Pardubitz), bis sie südlich der Gemeinde Dolní Morava die Mährische Region Olomouc (Olmütz) erreicht. Nach 358 Kilometern mündet sie an der Thebener Pforte gegenüber von Hainburg an der Donau (Österreich) bei Devín (Theben, Slowakei) in die Donau. Der mittlere Abfluss beträgt 109 m³/s. Die vielfältige Verästelung des Flusslaufes der March beschränkt ihre Schiffbarkeit auf den unteren Lauf.

Die wichtigsten Nebenflüsse sind links die Bečva und rechts die Thaya. Rechts (westlich) des Unterlaufs der March liegt das Marchfeld in Niederösterreich.

Die einzigen größeren Städte an der March sind Olomouc (Olmütz) und Bratislava (Pressburg), kleinere Städte und Orte sind Kroměříž (Kremsier), Uherské Hradiště (Ungarisch-Hradisch), Hodonín (Göding), Dürnkrut, Angern an der March und Marchegg. Der Abschnitt, in dem die March die Grenze zwischen Österreich und der Slowakei bildet, weist derzeit nur zwei Brücken auf:

Zwischen Angern an der March und Záhorská Ves soll ab 2010 eine weitere Straßenbrücke errichtet werden.

[Bearbeiten] Geschichte

Der österreichisch-slowakische Abschnitt der March ist eine der ältesten Landesgrenzen Österreichs bzw. Niederösterreichs, Ostgrenze seit dem 11. Jahrhundert. Von 1526 (Regierungsantritt der Habsburger in Ungarn) bis 1918 (Auflösung Österreich-Ungarns) war die March in diesem Abschnitt Binnengrenze in der Habsburgermonarchie, bis 1806 außerdem Außengrenze des Heiligen Römischen Reiches. 1918–1939 und 1945–1992 grenzte hier die Tschechoslowakei an Österreich, 1939–1945 der NS-Satellitenstaat Slowakei an das Deutsche Reich. 1945–1989 war die March hier Teil des Eisernen Vorhangs; nach Österreich Flüchtende riskierten, von tschechoslowakischen Grenzwächtern erschossen zu werden. Ende Dezember 2007 sind auf Grund des Schengenabkommens die Grenzkontrollen zwischen der Slowakei und Österreich weggefallen.

Die March bei der Mündung in die Donau. Ihr Wasser ist viel dunkler (Eisengehalt der Thaya¿)

[Bearbeiten] Hochwässer

Das letzte große Hochwasser fand nach der Schneeschmelze um den 2. April 2006 statt und verursachte in Mähren und Niederösterreich große Schäden. Nach mehreren Tagen waren vielerorts die Marchdämme unterspült. Ein Deichbruch bei Jedenspeigen verursachte 7 Todesopfer, und bei Dürnkrut wurde die Österreichische Nordbahn beschädigt.

Hauptartikel: Dürnkrut#Das Hochwasser 2006

[Bearbeiten] Literatur

  • Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie für die gebildeten Stände. Conversations-Lexikon; 10. Auflage 1853, F. A. Brockhaus Leipzig
  • A. Stancik, H.Schiller, O.Behr et al.: Hydrology of the River Danube / Hydrologie der Donau. Gemeinsames Forschungsprojekt der Donauländer und der IHD, 272 p., Verlag Priroda, Bratislava 1988.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: March – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen