Meat Beat Manifesto

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Meat Beat Manifesto
Gründung: 1987
Genre: Electronica/Jazz
Website: http://www.meatbeatmanifesto.com/
Mastermind: Jack Dangers

Meat Beat Manifesto (Meat Beat oder MBM), ist eine Elektronische-Musik-Gruppe, die von Jack Dangers und Jonny Stephens in Swindon, Vereinigtes Königreich 1987 gegründet wurde. Dies war auch die Heimatstadt der Band XTC, die Meat Beat Manifesto Starthilfe gab. Die Band wird von einigen bekannteren Künstlern als stilistisches Vorbild bezeichnet und als Quelle für Samples genutzt (am bekanntesten The Prodigy, Chemical Brothers und Future Sound of London). Meat Beat Manifesto war maßgeblich an der Entwicklung neuer Musikstile wie Big Beat und Drum and Bass/Jungle beteiligt.

Musikalische Entwicklung[Bearbeiten]

1988 verließen Dangers and Stephens ihre erste Band Perennial Divide, um eine Platte aufzunehmen, doch die Bänder wurden bei einem Studiobrand zerstört, bevor die Platte veröffentlicht werden konnte. Daraufhin nahmen sie die LP Storm the Studio auf, die ihnen den Ruf einer Industrial-Band einbrachte. Als Reaktion darauf veröffentlichten sie im Mai 1990 99%, eine mehr Techno-lastige LP. Im August desselben Jahres wurde auch Armed Audio Warfare veröffentlicht, hier wurden die vom Feuer vernichteten Titel des eigentlichen Debüt-Albums neu eingespielt. 1992 zeigte das Album Satyricon Meat Beat mehr als eine Electronica-Band.

1994 emigrierte Jack Dangers von England nach San Francisco, weshalb Stephens die Band verließ. Dangers führte Meat Beat Manifesto als solo-plus-collaborators Projekt weiter und veröffentlichte 1996 das Doppelalbum Subliminal Sandwich: Die eine Platte stark Trip-Hop-, die andere Electronica -geprägt. Obwohl dieses Album das Major-Label-Debüt bei Trent Reznors Nothing Records darstellt, erreichte es nicht den kommerziellen Erfolg der früheren Veröffentlichungen.

1997 heuerte Dangers Lynn Farmer (Drums) und Jon Wilson (Gitarre) an, um Actual Sounds & Voices aufzunehmen (1998 veröffentlicht), wodurch der schon in früheren Alben geführte Flirt mit Jazzelementen prominent verstärkt wurde; auch taucht der Saxophonist Bennie Maupin auf . Als Single wurde der Titel Prime Audio Soup ausgekoppelt, der auch aus dem Film The Matrix (und dessen Soundtrack) bekannt ist.

2002 veröffentlichte Meat Beat RUOK?, ein Album, das die Evolution ihrer Sounds demonstriert und den von Dangers neu erworbenen EMS Synthi 100 in den Vordergrund stellt. 2003 wurde ein Remix-Album von Storm the Studio veröffentlicht, gefolgt von …In Dub, einem Remix-Album von RUOK?.

At the Center, wurde am 29. Mai 2005 veröffentlicht. Als Teil des Independent-Labels Thirsty Ear’s Blue Series wurde es in Zusammenarbeit von Jack Dangers und den Jazz-Musikern Peter Gordon, Dave King, und Craig Taborn produziert. Viele Kritiken waren begeistert [1] [2] .

Zusammenarbeit mit anderen Künstlern[Bearbeiten]

Die Cover fast aller Veröffentlichungen wurden von dem New Yorker Künstler Richard Borge gestaltet.

Die Live-Show wird allgemein als intensive audio-visuelle Erfahrung beschrieben: Von Marcus Adams choreographierte Tanzeinlagen (Kostüme der Tänzer von Craig Morrison), an Live-Instrumente gekoppelte Video-Clips, Live DJ-ing, sequenzer gesteuerte elektronische Instrumente. Für Nine Inch Nails eröffnete Meat Beat Manifesto 1990 in den USA die debut national tour.

Diskographie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

  • 1989: Storm the Studio
  • 1990: Armed Audio Warfare
  • 1990: 99%
  • 1992: Satyricon
  • 1996: Subliminal Sandwich
  • 1998: Actual Sounds & Voices
  • 2002: RUOK?
  • 2003: Storm the Studio RMXS
  • 2004: …In Dub
  • 2005: At the Center
  • 2005: Off-Center (Live-EP)
  • 2008: Autoimmune
  • 2010: Answers Come in Dreams

Singles[Bearbeiten]

  • 1987: Suck Hard (limitiert auf 1500 Kopien)
  • 1988: I Got the Fear
  • 1988: Strap Down
  • 1988: Re-Animator
  • 1988: Let’s Go Disco (Unter dem Alias Space Children)
  • 1988: GOD O.D.
  • 1989: Cuts From the New LP & CD
  • 1990: Dog Star Man
  • 1990: Helter Skelter/Radio Babylon
  • 1990: Psyche Out
  • 1991: Version Galore
  • 1991: Now
  • 1992: Edge of No Control
  • 1992: Mindstream
  • 1992: Mindstream Pt. 2
  • 1993: Circles
  • 1993: Peel Session
  • 1993: Australian Tour EP
  • 1995: Nuclear Bomb
  • 1996: Transmission
  • 1996: Asbestos Lead Asbestos
  • 1996: It’s the Music
  • 1997: Original Fire
  • 1997: Helter Skelter ’97
  • 1998: Acid Again
  • 1998: Prime Audio Soup
  • 2000: Eccentric Objects (limitiert auf 1000 Kopien)
  • 2002: Free Piece Suite
  • 2002: What Does It All Mean?

Videos[Bearbeiten]

  • 1989: I Got the Fear
  • 1989: Strap Down
  • 1990: 99%
  • 1990: Psyche Out
  • 1992: Edge of No Control
  • 1992: Mindstream
  • 1996: Asbestos Lead Asbestos
  • 1997: Helter Skelter ’97
  • 1998: Prime Audio Soup

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.allaboutjazz.com/php/article.php?id=19388
  2. http://www.arte.tv/de/Kultur-entdecken/musik-news/Jazz/Jazz/jazz/997458,CmC=973610.html

Weblinks[Bearbeiten]