Neil Kinnock

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Neil Kinnock (2007)

Neil Gordon Kinnock, Baron Kinnock [niːl ˈkɪnək] (* 28. März 1942 in Tredegar, Südwales) war Vorsitzender der Labour-Party und Vizepräsident der EU-Kommission. Von 2004 bis 2010 war er Vorsitzender des British Council.

Politische Laufbahn im Vereinigten Königreich[Bearbeiten]

Nach seinem Abschluss u. a. in Geschichte an der Universität Cardiff und einem Postgraduiertenstudium in Pädagogik wurde Neil Kinnock 1970 Abgeordneter der Labour-Partei im britischen Unterhaus. Dort war er Vorsitzender mehrerer Ausschüsse. 1980 wurde er Mitglied des Labour-Schattenkabinetts, 1983 Vorsitzender der Labour-Partei und Fraktionsvorsitzender im Unterhaus (bis 1992). Bei den Britischen Unterhauswahlen 1987 unterlag Kinnock als Spitzenkandidat seiner Partei Margaret Thatcher, 1992 John Major (beide Conservatives). Das britische Boulevardblatt The Sun titelte in einer seiner Schlagzeilen 1992: If Kinnock wins today will the last person to leave Britain please turn out the lights (dt.: „Wenn Kinnock heute gewinnt, macht der letzte, der Großbritannien verlässt, bitte das Licht aus“).

Ämter in der Europäischen Union[Bearbeiten]

1995 wurde Kinnock Europäischer Kommissar für Verkehr, von 1999 bis 2004 war er Vizepräsident der Kommission Prodi sowie zuständig für Personal und Verwaltung.

Neil Kinnock war stellvertretender Vorsitzender der Sozialistischen Internationale.

Privates[Bearbeiten]

Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sein Sohn Stephen ist mit der dänischen Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt verheiratet.

2005 zog er als Baron Kinnock ins House of Lords ein.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]