Stavros Dimas

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Stavros Dimas

Stavros Dimas [ˈstavrɔs ˈðimas] (griechisch Σταύρος Δήμας, * 30. April 1941 in Athen) ist ein griechischer Politiker und ehemaliger EU-Kommissar für Umweltpolitik.

Leben[Bearbeiten]

Dimas studierte Jura an der Universität Athen und der New York University. Er arbeitete zunächst in einem Anwaltsbüro an der Wall Street und danach für die Weltbank.

Politik[Bearbeiten]

Seit 1977 war er in der griechischen Politik für die Nea Dimokratia tätig. Er hatte verschiedene Ministerämter inne wie Handel (1980–1981), Landwirtschaft (1989–1990) und Industrie (1990–1991).

Vom 11. November 2011 bis 16. Mai 2012 war Dimas Außenminister in der Übergangsregierung von Loukas Papadimos.

Karriere in der Europäischen Union[Bearbeiten]

Im März 2004 folgte er Anna Diamantopoulou als EU-Kommissar für Arbeit und Soziales nach. Er leitete dann von 2004 bis 2010 das Umweltressort in der Kommission. Zuständig war er für Erneuerbare Energien, Lärmreduzierung, Klimaschutz, Biotechnologie und die Wirtschaftlichkeit von Umweltmaßnahmen.

Als Kommissar setzte er durch, dass in der Lissabon-Agenda zur Wettbewerbsfähigkeit der EU Nachhaltigkeit und Umweltschutz anerkannt werden. Zudem hat die EU-Kommission grundsätzlich den Umweltschutz als notwendig für langfristigen Wohlstand anerkannt.

Dimas gilt als Kritiker der deutschen Klimapolitik. So forderte er im Februar 2007 nach Veröffentlichung des 4. Sachstandsberichts des IPCC Deutschland zu größeren Anstrengungen beim Klimaschutz auf. Trotz gewisser Bemühungen habe Deutschland seine Vorreiterrolle in diesem Bereich an Länder wie das Vereinigte Königreich und Schweden verloren.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stavros Dimas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.focus.de/politik/schlagzeilen?day=20070203&did=350916