Nicolas Berggruen

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Nicolas Berggruen bei der Global-Governance-Konferenz in der ITESM-Universität in Mexiko (2012)

Nicolas Berggruen (* 10. August 1961 in Boulogne-Billancourt, Frankreich) ist ein deutsch-amerikanischer Investor. So ist er unter anderem Gründer und geschäftsführender Inhaber der Berggruen Holdings, einer auf langfristige[1][2] Direktinvestitionen spezialisierten Finanzholding.[3] Sein Vermögen wurde vom Forbes Magazine im März 2013 auf 2 Milliarden Dollar geschätzt.[4] In den 2000er-Jahren verlagerte er seine Investitionen in Sachwerte und orientierte seine Interessen dabei auf langfristige Projekte.[5] Seit 2009 arbeitet er mit dem Nicolas Berggruen Institute on Governance (NBI) einem überparteiischen Think and Action-Tank an der Konzeption und Umsetzung von neuen Ideen von Good Governance.[6] Im Berggruen Institute on Governance ist er, zusammen der Huffington Post, Mitbegründer von The WorldPost, einem Online-Portal, das globale Themen behandelt.[7] In Deutschland wurde er mit dem Kauf der insolventen Warenhauskette Karstadt im Juni 2010 bekannt.

Leben[Bearbeiten]

Familie[Bearbeiten]

Nicolas Berggruen wurde als Sohn des Berliner Galeristen, Kunstsammlers und Mäzens Heinz Berggruen und dessen zweiter Frau, der Berliner Schauspielerin Bettina Moissi geboren. Sein Großvater mütterlicherseits ist der international berühmte albanischstämmige Theater- und Filmschauspieler Alexander Moissi. Sein Bruder Olivier (* 1963) ist Kunsthistoriker und wuchs mit ihm in Paris auf.[8]

Aus der ersten Ehe seines Vaters hat er einen Halbbruder, den Galeristen John Henry Berggruen (* 1943 in San Francisco) und eine Halbschwester, die Malerin Helen Berggruen (* 1945 in San Francisco), die im kalifornischen Napa Valley lebt.

Nicolas Berggruen wuchs in Paris und in der Schweiz auf, wurde deutschsprachig erzogen, außerdem spricht er Französisch und Englisch.[9]

Schulzeit und Studium[Bearbeiten]

Berggruen besuchte die Pariser Privatschule École alsacienne[10] und danach das Schweizer Internat Le Rosey.[3] Er wollte zunächst Schriftsteller werden. Er las die Werke von Albert Camus, Jean-Paul Sartre und anderer Existentialisten,[5] später auch Karl Marx, Lenin, Trotzki.[11] Infolgedessen weigerte sich Berggruen, Englisch zu lernen, da dies „die Sprache des Imperialismus“ sei.[12] Er musste daraufhin mit siebzehn Jahren das Internat verlassen. 1978 schloss er Paris mit dem Baccalauréat seine Schulausbildung ab und ging als Trainee nach London.[13]. Berggruen beschloss nun, „das System nicht mehr von außen, sondern von innen zu verändern.“[12] Er studierte an der New York University Finanz- und Betriebswirtschaftslehre („Finance and International Business“)[3] und schloss nach zwei Jahren sein Studium mit dem Bachelor of Science ab.[5] 1981 begann er eine Ausbildung zum Immobilieninvestor bei Bass Brothers Enterprises.[14]

Privatleben[Bearbeiten]

Nachdem Berggruen ein Vermögen erworben hatte, verlor er sein Interesse am Erwerb privater Güter und verkaufte im Jahr 2000 seine Wohnungen.[15] Berggruen hat daher keinen festen Wohnsitz mehr, sondern lebt ausschließlich in Hotels.[16] Als Dank für Einladungen seiner Freunde lud er diese in den 2000er-Jahren einen Abend vor der alljährlichen Oscar-Verleihung mit etwa 500 Gästen aus der Film- und Geschäftswelt zu einer Party im Chateau Marmont am Sunset Boulevard ein.[17] Sie galt als die beliebteste Party in Hollywood.[18] Im Jahr 2013 beendete Berggruen seine Oscar-Partys.[19]

Kunstförderung[Bearbeiten]

Nicolas Berggruen sammelt zeitgenössische Kunst,[20] unter anderem Werke von Pablo Picasso, Paul Klee, Andy Warhol, Joseph Beuys und der zeitgenössischen Künstler John Baldessari, Chris Burden, Jeff Koons, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Ed Ruscha, Thomas Schütte,[21] sowie Jean-Michel Basquiat, Francesco Clemente und Anselm Kiefer.[22] Er ist Gründungsmitglied und Vorstandsvorsitzender im Förderkreis des Berliner Museum Berggruen, das die Picasso-Sammlung seines Vaters präsentiert und durch weitere Ankäufe und Leihgaben erweitert.[23] Seit 2008 lädt Berggruen internationale Gäste aus Kultur, Wirtschaft und Politik jeweils im Juni zu einem Empfang in das Museum Berggruen nach Berlin ein, um damit dem Museum eine internationale Beachtung zu verschaffen und zu sichern.[24] 2013 spendete er dem Museum Berggruen in Berlin nach dessen zweijähriger Sanierung und Erweiterung Gemälde aus seiner Sammlung.[25] Die deutsche Abteilung der Berggruen Holdings vermietet in ihrer Berliner Niederlassung Ateliers an Künstler zu einem niedrigen Preis.[26] Im Bereich der Kunst engagiert sich Berggruen zudem als Mitglied des International Council of the Tate Museum in London, der Fondation Beyeler [27] in der Schweiz, des Los Angeles County Museum (LACMA) und des Museum of Modern Art in New York.[28]

Wohltätiges Engagement[Bearbeiten]

Da er bisher kinderlos und unverheiratet blieb, plante er 2008, sein Vermögen einer Stiftung und seine Sammlung einem Kunstmuseum zu übereignen.[5] Der Berliner Senat bot 2008 ein kostenfreies Grundstück für eine noch zu stiftende „Kunsthalle“ am Humboldthafen an,[29] aber das Projekt scheiterte an den aus Berggruens Sicht zu engen Bauauflagen der Berliner Baubehörden.[30] Berggruen habe jedoch noch nicht mit dem Projekt abgeschlossen und halte dessen Vollendung für möglich.[31]

Im Dezember 2010 schloss sich Berggruen der philanthropischen Kampagne von The Giving Pledge an, über die Hälfte seines Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden.[32] Vom Wall Street Journal wurde er 2008 einer neuen Generation sozial und ökologisch verantwortungsbewusster Investoren zugerechnet.[5]

Tätigkeiten als Investor[Bearbeiten]

Finanzinvestitionen[Bearbeiten]

Von 1983 bis 1987 war Berggruen zunächst als Teilhaber bei der kleinen Leveraged buyout-Gesellschaft[3] Jacobson and Co., Inc. tätig.[2] 1984 gründete er seine eigene Investmentfirma (später in Berggruen Holdings umbenannt),[33][34] die zunächst als Berater für den Berggruen-Familientrust diente.[35] 1988[3] gründete er mit Julio Mario Santo Domingo Jr.[36] einem Sohn des Milliardärs Julio Mario Santo Domingo, den Investmentfonds Alpha Investment Management. Dieser wurde im Jahr 2004 an die Safra Bank verkauft.[22] Alpha Investment war ein Super-Hedgefonds, der wohlhabenden Personen und institutionellen Anlegern, die zwar Hedgefonds kaufen, aber sie nicht selbst aussuchen wollten, entsprechende Portfolios anbot.[22] Der Alpha-Fonds hatte in der zweiten Hälfte der 1990er-Dekade entsprechend der Sharpe-Ratio-Kennzahl einen drei Mal besseren Wert als der S&P 500-Aktienindex.[22]

1992 kaufte Berggruen für neun Millionen Dollar Anteile an Media Capital,[37] der größten Medien-Gesellschaft Portugals. Nachdem er einen großen Medienverband von Zeitschriften, Rundfunkstationen und einem Fernsehsender aufgebaut und 2006 an die Börse gebracht hatte, verkaufte er an PRISA Aktien für 150 Millionen Dollar.[16] Im Jahr 2000 investierte er acht Millionen Dollar in den amerikanischen Brillenhersteller FGX International (FGXI). Nach Verkauf eines Teiles seiner Beteiligung an andere Investoren machte er später einen Gewinn von 200 Millionen Dollar.[16]

Von Ende 2006 bis Ende 2007 wurden von ihm drei der weltweit größten Zweckgesellschaften (Special Purpose Company / SPAC) geschaffen; sie brachten insgesamt 2,6 Milliarden Dollar auf, um Unternehmen zu kaufen.[16] Seine erste Zweckgesellschaft Freedom Acquisition Holdings gründete er mit Martin Franklin (CEO von Jarden Corp.), und fusionierte diese mit dem britischen Hedgefonds GLG Partners Inc., der größten unabhängigen Verwaltungsgesellschaft für alternative Investitionen in Europa. Als im Juni 2007 GLG an die Börse ging, sprangen kurz danach eine Reihe der wichtigsten Händler ab[38] und die Aktien verloren zusätzlich wegen der weltweiten Finanzkrise ab 2007 binnen eines Jahres 90 % an Wert.[14] 2010 wurde GLG mit hohem Verlust an die britische Man Group Plc verkauft.[38] Im Dezember 2007 initiierte er - erneut mit Martin Franklin - eine US-Zweckgesellschaft namens Liberty Acquisition Holdings Corp.. Sie warb mehr als eine Milliarde Dollar ein. Eine europäische Zweckgesellschaft namens Liberty International Acquisition Co., die er im Februar 2008 mit Franklin gründete, brachte 878 Millionen Dollar auf.[5] Erst diese beiden Gesellschaften brachten den Gesellschaftern große finanzielle Einkünfte.[16] Mit Liberty International Acquisition Co. erwarb er im Juni 2009 die englische Lebensversicherungsgesellschaft Pearl Group (heute: Phoenix Group Holdings) für 843 Millionen Dollar.[39] 2011 gründete er mit Martin Franklin die Zweckgesellschaft Justice Holdings Ltd., mit dem ehemaligen Finanzstaatssekretär Lord Paul Myners als Geschäftsführer und mit dem Wirtschaftswissenschaftler Nouriel Roubini im Beirat.[40] Die Gesellschaft konnte ab Februar 2011 an der Londoner Börse 1,44 Mrd. $ sammeln.[38] Im April 2012 wurde dafür ein Anteil von 29 % an Burger King erworben.[41]

Sachinvestitionen[Bearbeiten]

Die in New York City ansässige Berggruen Holdings hat heute Niederlassungen in Berlin, Istanbul, Tel Aviv und Mumbai.[3] Sie investiert vor allem in langfristige Geschäfte,[42] Immobilien, Sauberen Strom und erneuerbare Energien. Berggruen Holdings besitzt unter anderem eine indische Hotelkette (Keys Hotels[43]), türkische Windenergie-Firmen, israelische Immobilien, zwölf amerikanische Berufsschulen,[16] Reisanbau-Farmen, bis 2009[38] eine Ethanol-Kraftstoff-Fabrik in Oregon und neu erbaute Hochhäuser in Innenstädten auf der ganzen Welt. Als Ausgleich für den Verlust an landwirtschaftlicher Fläche durch Biokraftstoff-Anbau kauft er Felder für Maniok, Mais, Reis und andere Nahrungspflanzen.[2][44] Die Ethanol-Anlage hält er heute für „eine ganz große finanzielle und ökologische Katastrophe“.[45] Im März 2010 kaufte er für 900 Millionen Euro einen Mehrheitsanteil beim wirtschaftlich angeschlagenen spanischen Medienkonzern Prisa, der auch die führende Tageszeitung El País herausgibt.[46]

Das erste größere Investment in ein deutsches Unternehmen war der anteilige Kauf des damals insolventen und Europas größten Möbelproduzenten und IKEA-Lieferanten Schieder im Oktober 2007.[47]

Investitionen in Immobilien[Bearbeiten]

Weltweit[Bearbeiten]

Berggruen wolle auch in der Architektur und in der Stadtplanung in wertbeständige Projekte investieren. Im vernachlässigten Stadtzentrum von Newark (New Jersey) kaufte er als Mehrheitsteilhaber mehrere Areale auf und entwickelt dort eine funktionsgemischte Innenstadt mit drei Schulen, preisgünstigen Wohnungen für 200 Lehrer, Büros und Ladengeschäften.[48] Ähnliche Projekte entwickelte er auch in Indien, Türkei und Israel (Quartier Nachalat Binyamin in Tel Aviv[49]). Zur Planung beauftragte er berühmte Architekten wie etwa Richard Meier, Shigeru Ban und David Adjaye.[3]

„Mir geht es nicht nur um kommerziellen Erfolg, sondern auch um Schönheit. Dies gilt auch für Immobilien in Indien, in Israel und in Amerika. Es geht immer um die Ästhetik. Die Immobilien sollen meine Architekten und mich überleben. Darum arbeite ich mit den besten Architekten der Welt. Noch in hundert Jahren sollen sich Menschen daran erfreuen.“

Nicolas Berggruen, 2008[50]

Berlin[Bearbeiten]

In Deutschland ist die Nicolas Berggruen Holdings GmbH seit 2005 im Immobilienbereich tätig, damals zunächst in Berlin-Kreuzberg, Wilhelmstraße gelegen. Ihr gehören vor allem historisch bedeutsame, denkmalgeschützte und von der Berggruen-Holding sanierte Immobilien[51] wie die Sarotti-Höfe am Mehringdamm in Berlin-Kreuzberg, die Schuckert Höfe am Treptower Park[52] und das bekannte Café Moskau im Zentrum von Berlin. Berggruen entscheidet selbst vor Ort über die Qualität einer Immobilie, so erwarb er bis 2010 in Berlin rund 60 gründerzeitliche Mietshäuser und Alt-Berliner Gewerbehöfe[53] für mehr als 225 Millionen Euro.[9] In Potsdam erwarb er 2006 das zum Verkauf angebotene ehemalige neobarocke Hauptpostamt[54] und beließ die Post als Hauptmieter im Palais am Stadtkanal.[55] Das Kreuzberger Künstlerhaus Bethanien bezog offiziell am 11. Juni 2010 ein Gründerzeit-Haus der Berggruen Holdings mit 25 großen Ateliers an der Kottbusser Straße in Berlin-Kreuzberg.[26] Dort befindet sich seit 2010 auch die deutsche Niederlassung der Berggruen Holdings.[56] Berggruens Holding investierte von 2005 bis 2013 rund 300 Millionen Euro in den Erwerb und die Sanierung von rund 100 Wohn- und Geschäftshäusern in Berlin und Potsdam. Der Wert dieser Immobilien wurde 2013 auf rund 450 Millionen Euro geschätzt. Zum Immobilienbesitz in Berlin gehören neben einigen bekannten Gebäuden auch typische Berliner Mietskasernen. Im früheren Stammwerk von Knorr-Bremse ist seit 2013 der Onlinehändler und Karstadt-Konkurrent Zalando Berggruens Mieter.[57]

Berggruen bei Karstadt[Bearbeiten]

Übernahme, Verhandlungen und Maßnahmen[Bearbeiten]

Eine große Arbeitsgruppe der Berggruen Holdings hatte sich ab 2009 sechs Monate lang mit einer möglichen Übernahme der Warenhaus-Kette Karstadt beschäftigt[58], die sich seit Juni 2009 in Insolvenz befand. Nach der Lektüre von Presseberichten[59] und einem Anruf beim früheren Schieder-Interims-Geschäftsführer und damaligen Karstadt-Leiter Thomas Fox[60] machte Berggruen am 21. Mai 2010 ein Kaufangebot. Es würden keine Filialen geschlossen und die Beschäftigten hätten keine Einbußen zu erleiden. Berggruen versicherte, dass es sich um ein langfristiges Engagement handele.[61] Mit dem von Goldman Sachs gegründeten Immobilien-Konsortium Highstreet wollte er über Mietnachlässe verhandeln,[62] dessen anfänglich weit überhöhte Mietforderungen als eine der Hauptursachen von Karstadts Insolvenz galten.[63] „Wir sparen die Häuser nicht kaputt, sondern wir fokussieren sie und haben das Ziel, dass die Unternehmen wieder wachsen.“[64] Die US-Textilgruppe BCBG von Max Azria werde den Betrieb der Karstadt-Häuser mit übernehmen.[65] Karstadt brauche „einen jungen Auftritt und einen jugendlichen Stil“.[66]

Am 7. Juni 2010 erteilte der Gläubigerausschuss von Karstadt mit neun von elf Stimmen den Berggruen Holdings den Zuschlag für die Warenhauskette.[67] Berggruen unterzeichnete am 8. Juni 2010 den Kaufvertrag, allerdings unter dem Vorbehalt (closing condition, d. h. aufschiebende Bedingung), dass Hauptvermieter Highstreet bei den Mietforderungen nachgebe.[68] Nach langwierigen und schwierigen Verhandlungen stimmten am 2. September 2010 Highstreet und dessen Gläubiger einem neuen Vertrag mit gesenkten Mieten einstimmig zu. Berggruen konnte zum 1. Oktober 2010 offiziell die Geschäfte übernehmen.[69] Er tilgte Verbindlichkeiten in Höhe von 70 Millionen Euro.[70] In den nächsten vier Jahren werden zunächst weitere 400 Millionen Euro für die allgemein als dringend erforderlich angesehene Modernisierung und Reorganisation[71] von Karstadt reinvestiert. Diese Investitionen sollen aus Karstadts laufendem Geschäft erwirtschaftet werden (Cash Flow).[72] Zu Jahresbeginn 2011 berief Berggruen den international erfahrenen Warenhausmanager Andrew Jennings zum Chief Executive Officer der Karstadt Warenhaus GmbH.

Kritik[Bearbeiten]

Ab 2013 geriet Berggruen seitens der Gewerkschaft Verdi, beim Betriebsrat, Karstadt-Mitarbeitern und der Presse stark in die Kritik. Er habe selbst seit der Übernahme von Karstadt kein Geld für die Sanierung zur Verfügung gestellt, während Mitarbeiter, Staat und Vermieter auf große Summen Geldes verzichtet hätten. Die Karstadt Mitarbeiter verzichteten in einem Sanierungstarifvertrag drei Jahre lang bis Sommer 2012 auf insgesamt etwa 150 Millionen Euro Einkommen. Ab 2013 sollen die Mitarbeiter auf Tariferhöhungen bis 2015 verzichten und dadurch weitere 36 bis 38 Millionen Euro zur Sanierung aufbringen. Trotzdem wurden ab Juli 2012 2000 Arbeitsplätze abgebaut. Dem Fiskus entgingen mehr als 97 Prozent jener 150 Millionen Euro an Mehrwertsteuereinnahmen, die während der Insolvenz von Karstadt im Sommer 2009 anfielen. Die Bundesagentur für Arbeit zahlte im Vorfeld des 2009 eröffneten Insolvenzverfahrens drei Monate lang die Gehälter der Karstadt-Mitarbeiter von geschätzten rund hundert Millionen Euro. Das Konsortium Highstreet, als Besitzer der meisten Karstadt-Immobilien, verzichtete bis 2018 auf insgesamt rund 400 Millionen Euro an Mietzahlungen. Berggruen bzw. seine Holding haben bis 2013 außer 1 Euro "Kaufsumme" für Karstadt und fünf Millionen Euro für die Markenrechte an Karstadt nichts investiert. Der eine Euro für Karstadt ersparte der Holding die sonst fällig gewordene Schenkungsteuer. Über Lizenzgebühren für die Markenrechte nahm Berggruen regelmäßig Millionen von Karstadt ein. Allein im Geschäftsjahr 2012 musste Karstadt neun Millionen Euro dafür bezahlen. Einen Kredit Berggruens über 65 Millionen Euro, welcher Bedingung für eine Übernahme war, zahlte Karstadt kurz nach der Übernahme wieder zurück, da Berggruen dafür sehr hohe Zinsen verlangte. In der Presse wurde ab 2013 über eine Zerschlagung von Karstadt spekuliert.[73]

Auf die Kritik entgegnete Berggruen: "In Deutschland gibt es nur Kritik, man wird bestraft, wenn man etwas versucht" und "In jedem anderen Land würde man das gut finden, nur die Deutschen verstehen das Prinzip Charity nicht". Er habe 99 Prozent seines Vermögens in eine Stiftung eingebracht und profitiere nicht von den Gewinnen seiner Holding.[74]

Im September 2013 wurde bekannt, dass Berggruen die Premium- und Sporthäuser zu je 75,1 % an die österreichische Signa Holding des Investors René Benko veräußert. Mit dem Erlös von 300 Mio. Euro sollte angeblich der verbliebene Teil modernisiert werden.[75] Der Spiegel enthüllte in dem Artikel Ende auf Raten Einzelheiten über den Verkauf. Nur 150 Mio. Euro stehen für die verbliebenen Filialen bereit und nur 15 Mio. Euro dieser Summe sollen innerhalb von fünf Jahren tatsächlich in die Filialen investiert werden. Weitere 135 Mio. stehen zur freien Verfügung. Was dies bedeutet, wurde der Öffentlichkeit bisher nicht mitgeteilt. 100 Mio. Euro der Verkaufssumme gehen zur Investition an die Premiumhäuser und 50 Mio. Euro an die Sporthäuser. Die 300 Mio. Euro sollen erst nach 18 Monaten komplett gezahlt werden, wobei die Hälfte bis Jahresende gezahlt werden soll. Nach Auffassung der Magazins Der Spiegel läuft damit die Zerschlagung von Karstadt, und der Investor Berggruen suche nur noch ein elegantes Ende für den Rest von Karstadt. Berggruen selbst habe niemals seit Übernahme eigenes Geld für den Konzern bereitgestellt.[76]

Unternehmensstil[Bearbeiten]

Berggruen investiert nach eigener Aussage in Unternehmen, die infolge von makroökonomischen Ereignissen viel von ihrem Wert verloren hätten, danach erwartet er deren wirtschaftliche Erholung.[77] Allerdings habe er schon früh feststellen müssen, dass er für das Alltagsgeschäft eines Managers weniger geeignet sei und delegiere dieses Aufgabenspektrum an entsprechende Experten.[38] Berggruen investiert nach eigenen Angaben heute in Projekte, bei denen er sowohl sein Vermögen erweitern als auch soziale Probleme mildern könne.[5] Allgemeiner äußerte er 2011 dazu: „Wir sind hier auf der Welt nur für einen kleinen Moment. Was wirklich zählt, ist, was wir erschaffen, was wir aufbauen. Was zählt, sind unser Handeln und unsere Entscheidungen. Das bleibt für immer. Das ist der wahre Wert unseres Daseins.“[78]

Seine Geschäftspartner bescheinigen ihm einen „strengen Geschäftssinn“.[79] Berggruen sei sowohl ein „disziplinierter Käufer“[80] als auch „ein smarter und kreativer Investor“.[17] Er investiere nur in solche Unternehmen, deren Geschäfte auch er verstehe.[2] Dies sind vor allem der Einzelhandel, die Medien und Immobilien.[81] Eine weitere Stärke von ihm sei die Vermittlung von Menschen aus den Bereichen Kultur, Politik und Wirtschaft.[82] Während Berggruen früher die Öffentlichkeit gemieden hatte, sucht er heute vermehrt die Medien auf.[16] Nach mehreren positiven deutschen Fernseh-Reportagen kritisierte erstmals die 2011 gegründete ZDF-Redaktion zoom Berggruen nach über einem Jahr Recherche am 14. März 2012; die ZDF-Redaktion Frontal21 übernahm davon einen Tag zuvor Ausschnitte.[83][84] Vor der Erstausstrahlung schickte ZDFzoom mehreren deutschen Presse-Redaktionen Filmkopien zu.[85]

Politische Aktivitäten[Bearbeiten]

Nicolas Berggruen Institute on Governance[Bearbeiten]

Berggruen war auf der Suche nach Möglichkeiten für eine bessere Politikgestaltung; nach Gesprächen mit Brian Walker (Politik) und Brian Copenhaver (Philosophie), Professoren der University of California[17] gründete er 2009 das überparteilich ausgerichtete Nicolas Berggruen Institute (NBI).[17] Anlässlich einer Konferenz in Berlin[86] erweiterte er im Oktober 2012 den Institutsnamen in Nicolas Berggruen Institute on Governance, einem Think Tank zur Politikberatung, in dem ehemalige Regierungschefs, bekannte Unternehmer und Wirtschaftswissenschaftler tätig sind.[3] In vergleichenden Studien sollen neue politische Ideen entwickelt werden, die auf den Vorteilen der westlichen und asiatischen Welt beruhen.[3] Diese Ideen sollen weltweit Regierungen und Bürgerinitiativen zugutekommen. Ende 2010 erweiterte er sein Institut mit einem überparteilichen Beirat, dem NBI 21st Century Council („Rat für das 21. Jahrhundert“), der sich aus ehemals führenden Politikern aus vielen Ländern zusammensetzt wie etwa Felipe González, Gerhard Schröder und Fernando Cardoso. Als Berater stellten sich unter anderem die Wirtschaftsexperten Amartya Sen, Alain Minc und Joseph E. Stiglitz zur Verfügung.

Als erstes konkretes Projekt soll ein Think Long Committee For California („Komitee für langfristiges Denken für Kalifornien“) helfen, die kalifornische Wirtschaft wieder zu beleben[87] und die staatliche Schuldenlast abzubauen.[88] Hierzu konnte Berggruen die Unterstützung ehemals hochrangiger US-Politiker aus der Republikanischen und der Demokratischen Partei gewinnen, so etwa Willie Brown, Condoleezza Rice und George P. Shultz sowie von Unternehmern wie Eric Schmidt und Eli Broad.[89]

Die erste Sitzung des NBI 21st Century Council fand im November 2010 im Google-Hauptquartier mit Eric Schmidt als Gastgeber statt.[90] Drei Vorschläge hatte der Beirat bis Januar 2011 für Kalifornien bereits durchsetzen können: Haushaltsüberschüsse werden für schlechtere Zeiten thesauriert, Bürgerbegehren und Volksabstimmungen sind nur noch zulässig, wenn die Finanzierung ihrer Ziele sichergestellt ist.[91] Die Verabschiedung des Staatshaushalts erfordert nun nur noch eine einfache parlamentarische Mehrheit und nicht mehr die Zweidrittelmehrheit.[91]

Council on the Future of Europe[Bearbeiten]

Mit Hilfe von Gerhard Schröder[38] gründete Berggruen mit einer weiteren Gruppe von erfahrenen Spitzenpolitikern, Unternehmern, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern den Council on the Future of Europe. Ende Oktober 2011 traf sich diese Gruppe in Paris,[92] um eine Reform der europäischen Strukturen „voranzubringen“. Die Runde empfahl unter anderem die Einrichtung eines Exekutivkomitees nach dem Vorbild des UN-Sicherheitsrats sowie eines ständigen Sekretariats.[6] Man brauche nicht weniger, sondern mehr Europa, was jedoch von den Politikern gegenüber ihren Wählern wenig überzeugend vermittelt werde. Daher unterstütze er die Idee der Vereinigten Staaten von Europa. Es müsse „gemeinsame Ministerien und Verantwortlichkeiten geben, auf jeden Fall für Finanzen, aber auch für Außenpolitik, Energie, Verkehr und Einwanderung.“[93]

Auszeichnung[Bearbeiten]

  • Im Januar 2009 erhielt Nicolas Berggruen den Kulturpreis[94] Berliner Zugpferd.[95]

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Nicolas Berggruen ist unter anderem Mitglied der Young Presidents’ Organization und der World Presidents’ Organization (WPO) und Aufsichtsratsmitglied der französischen Tageszeitung Le Monde und beim spanischen Medienkonzern Prisa. Darüber hinaus ist er Mitglied des Council on Foreign Relations, einer einflussreichen amerikanischen Denkfabrik.[96] und im Pacific Council on International Policy. Seinen kulturellen Ambitionen dienen seine Mitgliedschaften im International Council des Museum of Modern Art, der Tate Modern und des Los Angeles County Museum of Art.[3]

Publikationen[Bearbeiten]

  • Nicolas Berggruen & Nathan Gardels: Klug regieren. Politik für das 21. Jahrhundert. Vorwort von Gerhard Schröder. Herder, Freiburg 2013, gebunden, ISBN 978-3-451-30753-9.
  • Nicolas Berggruen & Nathan Gardels: Intelligent Governance for the 21st Century. A Middle Way between West and East. Polity Press / John Wiley and Sons, gebunden, 2012, ISBN 978-0-7456-5973-2.
  • Thomas Veszelits: Die Robin-Hood-Falle. "Mister Karstadt" Nicolas Berggruen. Eine Biographie. Rotbuch Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-86789-175-2

Fernseh-Reportagen[Bearbeiten]

  • Wer ist Nicolas Berggruen? Fernseh-Reportage, Deutschland, 2010, 6:22 Min., Regie: Grit Lederer, Produktion: Hessischer Rundfunk, Redaktion: ttt – titel, thesen, temperamente, Erstsendung: 11. Juli 2010, Filmtext (Version vom 16. Juli 2010 im Internet Archive).
  • Mitarbeiter feiern Karstadt-Rettung. Fernseh-Reportage, Deutschland, 2010, 1:34 Min., Produktion: n-tv, Veröffentlichung: 3. September 2010, Online-Video.
  • Karstadt-Rettung. Nachrichtensendung, Deutschland, 2010, 2:36 Min., Produktion: ARD, Redaktion: Tagesthemen, Erstsendung: 3. September 2010.
  • Vis-à-vis: Nicolas Berggruen, Investor und Philanthrop. Gespräch, Deutschland, 2011, 60 Min., mit Frank A. Meyer, Produktion: 3sat, Erstausstrahlung: 31. Oktober 2011, Inhaltsangabe von ARD.
  • Gutmensch oder Geschäftemacher? Der Karstadt-Retter Berggruen. Fernseh-Reportage, Deutschland, 2012, 8:10 Min., Produktion: ZDF, Redaktion: Frontal21, Erstsendung: 13. März 2012.[84]
  • Mister Karstadt. Der rätselhafte Nicolas Berggruen. Fernseh-Reportage, Deutschland, 2012, 45:49 Min., Produktion: ZDF, Redaktion: ZDFzoom, Erstsendung: 14. März 2012.[83]

Weblinks[Bearbeiten]

Interviews

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Executive Profile Nicolas Berggruen, Businessweek, 25. November 2011: „investing in long term“
  2. a b c d Manashwi: The Super Tramp. Eccentric, yet a realist, it’s hard to pin him down. (Version vom 5. April 2009 im Internet Archive) In: Businessworld, 19. September 2008, archiviert von Internet Archive
  3. a b c d e f g h i j Nicolas Berggruen, Chairman of Berggruen Holdings. In: Nicolas Berggruen Institute on Governance, Stand: 2. November 2011
  4. Nicolas Berggruen. In: Forbes, März 2013
  5. a b c d e f g Robert Frank: Investor puts value first. Restless billionaire now pumps fortune into ‘the real world’. (PDF; 343 kB) In: The Wall Street Journal, 19. Mai 2008, als Original-PDF des WSJ; als abgekürzte online-Version
  6. a b Tino Andresen: „Überzeugungstäter“ Berggruen: Der Karstadtretter will die Welt verändern. In: Handelsblatt, 1. November 2011: «Für das NBI investiere er mehr als 50 Prozent seiner Arbeitszeit. „Da kann ich einen Unterschied machen. Deshalb ist es mir wichtiger als das Business.“»
  7. New York Times: "With Some Investing Help, Huffington Unveils a New International Venture"
  8. Ingeborg Ruthe: Nicolas Berggruen will nicht nur Karstadt retten, sondern am liebsten gleich die ganze Welt. Was treibt ihn an? Der Besessene. In: Berliner Zeitung, 18. September 2010.
  9. a b Brigitte Koch: Karstadt-Investor mit Sammler-Gen. In: FAZ, 25. Mai 2010.
  10. École alsacienne in der französischsprachigen Wikipedia
  11. Ingeborg Ruthe: Nicolas Berggruen will nicht nur Karstadt retten, sondern am liebsten gleich die ganze Welt. Was treibt ihn an? Der Besessene. In: Berliner Zeitung, 18. September 2010.
  12. a b Thomas Jahn: Der Rebell im Hotel. In: Der Tagesspiegel, 16. Juni 2010.
  13. http://www.berggruenholdings.de/
  14. a b The World’s Billionaires, Nicolas Berggruen. In: Forbes, 10. März 2010
  15. Robert Frank: The Homeless Billionaire. In: The Wall Street Journal, 19. Mai 2008.
  16. a b c d e f g The World’s Billionaires, Nicolas Berggruen. In: Forbes, 11. März 2009
  17. a b c d Thomas Jahn: Karstadt. Das Irrlicht. In: Die Zeit, 27. Mai 2010, Nr. 22
  18. Hollywood’s own religious holiday. NewYorkSocialDiary.com, 25. Februar 2008
  19. One Oscar bash we’ll miss. In: New York Post, 22. Februar 2013.
  20. Nicola Kuhn: „Ich hoffe, ich habe sein Auge geerbt.“ In: Tagesspiegel, 28. August 2007. Interview „über die Zukunft des Museums und seine Liebe zur Kunst.“
  21. www.nicolasberggruenarts.com
  22. a b c d Buy what you like. In: Forbes Magazine, 14. Juni 1999, (Archivseite (Version vom 22. März 2002 im Internet Archive))
  23. Bernhard Schulz: Museum Berggruen. Ein großes Erbe. In: Tagesspiegel, 31. Mai 2008
  24. Das traditionelle Treffen der Freunde des Museums Berggruen in Charlottenburg wird jedes Jahr größer. Dieses Dinner ist ein Kunststück. In: B.Z., 12. Juni 2011
  25. Museum Berggruen wird wiedereröffnet. Heimstatt für die Moderne. In: dpa / Monopol, 11. März 2013.
  26. a b Annabelle Seubert: Bethanien: Tannert geht. In: Tagesspiegel, 25. Mai 2010
  27. Webseite der Fondation Beyeler
  28. Pressemitteilung, Vita Nicolas Berggruen
  29. Nikolaus Bernau: Und nun klagt auch er. In: Berliner Zeitung, 21. Oktober 2008
  30. Gabriela Walde: Verpasste Chance. In: Berliner Morgenpost, 7. Januar 2012.
  31. Alexandra Kusitzky: »Ich kaufe in Berlin«. In: Focus, 2. Mai 2011, Nr. 18, Titelgeschichte: „Aber wer weiß? Eines Tages geht es vielleicht weiter.“
  32. Steffen Gerth: Karstadt-Investor Berggruen will Teil seines Vermögens spenden. In: Der Handel, 9. Dezember 2010
  33. http://www.berggruenholdings.de/site/content.php?page=unternehmen&, siehe: www.sec.gov/Archives/edgar/data/1365790/0000950123-07-0 | 21. September 2007
  34. Eigendarstellung auf berggruenholdings.de
  35. Nicolas Berggruen and the Think Long Committee for California, siehe: www.sec.gov/Archives/edgar/data/1407539/0000950144-09-0 | 23. April 2009
  36. Julio Mario Santo Domingo, Jr. in der englischsprachigen Wikipedia
  37. Media Capital in der englischsprachigen Wikipedia
  38. a b c d e f Jeremy Kahn: Billionaire Living Out of Tote Bag Amasses Fortune to Give Away. In: Bloomberg, 25. Oktober 2011
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  41. Burger King geht durch Hintertür an die Börse. In: Die Welt, 5. April 2012.
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  50. Bernd Philipp: Weltbürger aus Tradition. (PDF; 630,8 kB) In: Berliner Morgenpost, 20. Januar 2008. Porträt
  51. Sabine Flatau: Nicolas Berggruen glaubt an Berlin. In: Berliner Morgenpost, 18. August 2012.
  52. Schuckert Höfe – Treptower Park, Nicolas Berggruen Holdings GmbH
  53. Christoph Stollowsky: Sein Erbe. In: Tagesspiegel, 25. Mai 2010.
  54. Foto vom Hauptpostamt: Palais Am Stadtkanal, potsdam.de
  55. Claas Greite: Berggruen kauft ehemaliges Hauptpostamt. In: Potsdamer Nachrichten, 22. Dezember 2006.
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  59. Nikolaus Piper: „Lange oder kurze Röcke? Weiß ich nicht!“ In: Süddeutsche Zeitung, 13. Dezember 2010, Interview mit Berggruen
  60. Petra Blum: Karstadt auf Sanierungskurs. Fox und Caparros sollen Warenhauskette profitabel machen. (Version vom 17. Oktober 2010 im Internet Archive) In: WDR, 12. Dezember 2010, archiviert von Internet Archive.
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  62. Oliver Stock: Karstadt findet neuen Investor. In: Handelsblatt, 21. Mai 2010
  63. suc: Deutschlands Geldadel profitierte von Karstadt-Mieten. Spiegel Online, 14. Juni 2009
  64. Oliver Stock: Arcandor hat Karstadt verdammt schlecht organisiert. In: Handelsblatt, 25. Mai 2010, Interview mit Nicolas Berggruen
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  66. Alfons Frese: Neue Hoffnung für Karstadt. In: Tagesspiegel, 23. Mai 2010
  67. Angela Maier: Berggruen erhält Zuschlag für Karstadt. (Version vom 8. Juni 2010 im Internet Archive) In: Financial Times Deutschland, 7. Juni 2010, mit Video (Version vom 8. Juni 2010 im Internet Archive), 1:52 Min.
  68. Warenhauskette Karstadt geht an Berggruen Holding. In: Die Welt, 7. Juni 2010
  69. Berggruen darf Karstadt übernehmen. Tagesschau.de, 3. September 2010.
  70. Hagen Seidel: Jetzt gehört Karstadt wirklich Nicolas Berggruen. In: Die Welt, 1. Oktober 2010
  71. Steffen Gerth: Karstadt braucht eine radikale Veränderung. In: Der Handel, 29. Oktober 2010
  72. Steffen Gerth: Karstadt-Chef Fox im Interview: „Karstadt braucht keine Revolution“. In: Der Handel, 1. Oktober 2010
  73. Karstadt-Krise: Alle zahlen, nur Berggruen nicht. In: Spiegel Online, 11. Juni 2013
  74. Karstadt-Eigentümer: Berggruen weist Kritik zurück. In: Spiegel Online, 16. Juni 2013
  75. Karstadt-Gesellschaften: Berggruen verkauft KaDeWe und Co. Handelsblatt, 16. September 2013
  76. Susanne Amann: Ende auf Raten, Der Spiegel 39/2013, 74-76.
  77. Paul Sullivan: Opportunities Abound. Even for the Risk Averse. In: New York Times, 18. Oktober 2011
  78. Berggruen zitiert von Markus Feldenkirchen:  Das Gewicht des Lebens. In: Der Spiegel. Nr. 6, 2011 (online).
  79. Berggruen und Meier bringen Farbe und Licht in die „Weiße Stadt“. Pressemitteilung Richard Meier & Partners, 9. Mai 2010
  80. Nicolas Berggruen. In: Chicago Tribune, 19. Mai 2008
    “‘He’s a disciplined buyer,’ says Martin Franklin, the chief executive of Jarden Corp., the consumer-products giant, and a partner with Mr. Berggruen in several businesses.” Siehe auch Jarden in der englischsprachigen Wikipedia.
  81. Paul Sullivan: Opportunities Abound. Even for the Risk Averse. In: New York Times, 18. Oktober 2011
  82. Jeremy Kahn: Billionaire Living Out of Tote Bag Amasses Fortune to Give Away. Bloomberg, 25. Oktober 2011. Michael Govan: „He [Berggruen] looks at the world holistically, encompassing culture and economics and politics, and he weaves it together with all the people he knows.“ (Er schaut ganzheitlich auf die Welt, erfasst Kultur und Wirtschaft und Politik und vernetzt dies mit allen Menschen, die er kennt.)
  83. a b Video Mister Karstadt. Der rätselhafte Nicolas Berggruen. (Fernseh-Reportage, Deutschland, 2012, 45:49 Min., Produktion: ZDF, Redaktion: ZDFzoom, Erstsendung: 14. März 2012) in der ZDFmediathek, abgerufen am 3. Februar 2014
  84. a b Video Gutmensch oder Geschäftemacher? Der Karstadt-Retter Berggruen. (Fernseh-Reportage, Deutschland, 2012, 8:10 Min., Produktion: ZDF, Redaktion: Frontal21, Erstsendung: 13. März 2012) in der ZDFmediathek, abgerufen am 3. Februar 2014 (offline)
  85. Filmkopien von ZDFzoom erhielten unter anderem Henryk Hielscher: Karstadt-Investor im Nebel. In: WirtschaftsWoche, 14. März 2012.
    Florian Diekmann: Die Entzauberung des Mister Karstadt. In: Spiegel Online, 14. März 2012.
    Hagen Seidel: Film entzaubert Karstadt-Retter Nicolas Berggruen. In: Die Welt, 14. März 2012.
    David Denk: ZDF-Doku über Nicolas Berggruen. Der Zoom ist defekt. In: die tageszeitung, 14. März 2012.
    NN: ZDF-Dokumentation. Gewerkschaftsvertreter kritisiert Karstadt-Investor Berggruen. In: stern, 14. März 2012.
  86. jd/vin: Schäuble befürwortet Direktwahl des EU-Ratspräsidenten. In: Tages-Anzeiger, 30. Oktober 2012
  87. Holger Schmale: Berggruens Think Tank. Kreuzberg und Kalifornien. In: Frankfurter Rundschau, 17. Januar 2011
  88. Christoph Schlautmann: Nicolas Berggruen will Kalifornien retten. In: Handelsblatt, 7. Januar 2011
  89. Nicolas Berggruen Institute on Governance (engl.), Stand: 29. Oktober 2012
  90. Ingeborg Harms: Wollen Sie nun Kalifornien retten, Herr Berggruen? In: FAZ, 22. November 2010, Gespräch
  91. a b Holger Schmale: Berggruens Think Tank. Kreuzberg und Kalifornien. In: Frankfurter Rundschau, 17. Januar 2011
  92. Michael Kläsgen: Privater Gipfel zur Schuldenkrise. Schröder nippt zufrieden. In: Süddeutsche Zeitung, 28. Oktober 2011.
  93. Holger Schmale: Wir können ein Museum der Chinesen werden. In: Frankfurter Rundschau, 28. Oktober 2011, Interview.
  94. Ein Zugpferd für soziales und kulturelles Engagement. In: Berliner Zeitung, 1. März 2007 und Berliner Zugpferde., TMM Marketing und Medien, Frühjahr 2007
  95. Fotos: Berggruen mit „Berliner Zugpferd“. In: Süddeutsche Zeitung, 8. Juni 2010 und Berggruen mit Mutter Bettina. In: manager magazin, 25. Mai 2010
  96. Offizielle Mitgliederliste des Council on Foreign Relations - 2011 (PDF-Datei; 574 kB)