Neobarock

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Die Pariser Oper (Opéra Garnier)
Fürther Stadttheater
ehem. Kriegsministerium am Wiener Stubenring

Neobarock (auch: Neubarock, Zweites Barock oder Wilhelminischer Stil) ist die Bezeichnung einer Stilrichtung in der Architektur, der Bildhauerei und mit Vorbehalten in der Musik (korrekter musikalischer Stilbegriff: Neoklassizismus).

Der Neobarock wird der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zugeordnet und war vor allem nach 1880 verbreitet. Es gilt als Erscheinungsform des Historismus. Neobarock wurde besonders gerne für Theatergebäude verwendet, da das Barock eine Hochblüte aller theatralischer Kunstgattungen mit sich gebracht hatte. In der Spätphase des Historismus trat die vorherige Orientierung an der Renaissance in den Hintergrund und Formen des Barock wurden für vielfältige Bauaufgaben eingesetzt.

In Österreich war seine Verwendung „patriotisch“ konnotiert, da man an die Kulturblüte und politische Expansion des frühen 18. Jahrhunderts anknüpfte. In seiner Spätphase koexistierte er mit dem Jugendstil, den er teilweise beeinflusste.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bauwerke

[Bearbeiten] Profanbau

Sächsische Staatskanzlei in Dresden (erbaut 1900–1904)
Justizpalast, München
Christuskirche in Mannheim

[Bearbeiten] Sakralbau

[Bearbeiten] Bildhauerei

Zur selben Zeit wie in der Architektur treten auch in der Bildhauerei neobarocke Tendenzen auf. Als Hauptvertreter des Neobarock gelten der Berliner Bildhauer Reinhold Begas und der Wiener Victor Tilgner.

Beispiele:

[Bearbeiten] Musik

In der Musik wird die Strömung des Neoklassizismus manchmal fälschlicherweise auch als Neobarock bezeichnet. Trotz der schwierigen Abgrenzung (die sich im frühen 20. Jahrhundert entwickelnde Kompositionsrichtung griff neben klassischen auch spätbarocke Formen und Stilmittel auf) hat sich in der Musikgeschichte und in den maßgebenden professionellen Musikenzyklopädien (MGG alt, MGG neu, New Grove Dictionary) der Terminus Neoklassizismus durchgesetzt.

[Bearbeiten] Weblinks

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