Orissa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Orissa - ଓଡ଼ିଶା
Status: Bundesstaat
Hauptstadt: Bhubaneswar (844.000 Einwohner)
Fläche: 155.707 km²
Einwohner: 39.858.000 (2008)
Bevölkerungsdichte: 256 Einwohner je km²
Sprachen: Oriya (Amtssprache); Hindi, Kui, Telugu, Santali, Urdu, Bengalisch, Ho, Munda, Kurukh, Savara, Gondi, Malto, Mundari, Kuwi, Englisch
Religionen: Hinduismus (94,4 %), Christentum (2,4 %), Islam (2,1 %), andere
Website: orissagov.nic.in
Karte

Orissa (Oriya: ଓଡ଼ିଶା) ist ein indischer Bundesstaat mit einer Fläche von 155.707 km² und 36.706.920 Einwohnern (Stand 2001). Die Hauptstadt Orissas ist Bhubaneswar. Die Amtssprache des Staates und Muttersprache von über 83 Prozent der Bevölkerung ist Oriya.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Orissa grenzt an die Bundesstaaten Andhra Pradesh, Chhattisgarh, Jharkhand und Westbengalen (im Uhrzeigersinn, beginnend im Süden), sowie an den Golf von Bengalen.

[Bearbeiten] Größte Städte

(Stand: Volkszählung 2001)

Stadt Einwohner
Bhubaneswar 647.302
Cuttack 535.139
Brahmapur 289.724
Rourkela 224.601
Rourkela Civil Township 206.566
Puri 157.610
Sambalpur 154.164
Baleswar 106.032
Baripada 94.947
Bhadrak 92.397
Balangir 85.203
Brajrajnagar 76.941
Jaypur 76.560
Jharsuguda 75.570

[Bearbeiten] Bevölkerung

[Bearbeiten] Sprachen

Sprachen in Orissa[1]
Sprache Sprachfamilie Anteil
Oriya Indoarisch 83,18 %
Hindi (einschl. nah verwandter Sprachen) Indoarisch 2,84 %
Kui Dravidisch 2,49 %
Telugu Dravidisch 1,94 %
Santali Austroasiatisch 1,90 %
Urdu Indoarisch 1,66 %
Bengalisch Indoarisch 1,34 %
Ho Austroasiatisch 0,69 %
Munda Austroasiatisch 0,65 %
Kurukh (Oraon; einschl. Kisan) Dravidisch 0,58 %
Savara Austroasiatisch 0,47 %
Gondi (einschl. Koya) Dravidisch 0,46 %
Malto Dravidisch 0,38 %
Mundari Dravidisch 0,32 %
Kuwi (Khond, Kondh) Dravidisch 0,30 %


[Bearbeiten] Religion

94 % der Einwohner sind Hindus.

[Bearbeiten] Geschichte

In der klassischen indischen Geschichte bestand dort der Staat Kalinga, der von Kaiser Ashoka so blutig erobert worden war, dass dieser aus Reue angeblich zum Buddhismus übertrat. Nach dem Ende des Maurya-Reiches stieg Kalinga unter König Kharavela (ab 183 v. Chr.) wieder auf, ein Eroberer, der in seinem 12. Jahr Pataliputra eroberte und gleichzeitig dem Jainismus anhing.

Aber diese staatliche Entwicklung Kalingas war durch äußeren Zwang, den Einfluss Magadhas forciert worden und hatte keinen Bestand. Zur Zeit der Gupta existierten in dem Landesteil wieder mehrere kleine Fürstentümer, die keine Staatsbildungsansätze aufwiesen. Erst allmählich begannen sich aus Stammesfürstentümern kleine hinduistische Königreiche zu entwickeln, z.B. das der Mathara (2. Hälfte des 4. Jh.) und das der Sailodbhava (frühes 7. Jh.).

Im 8. Jahrhundert begann sich in Orissa mit der Bhaumakara-Dynastie ein Staatswesen zu konsolidieren, welches bereits über ein voll entwickeltens Verwaltungssystem mit Beamtenschaft und Kupfertafelinschriften verfügte, aber den Dorfgemeinschaften weiterhin Autonomie zugestand. Die Somavamshi-Dynastie setzte diese Politik fort und konnte im 10.-12. Jh. fünf Stammlande in Orissa unter ihrer Verwaltung vereinigen.

Zur Zeit der islamischen Invasion (Delhi-Sultane) behauptete sich Orissa unter den Gajapatis (Herren der Elefanten) der östlichen Ganga-Dynastie, speziell Anangabhima III. (regierte 1216-39) und seinem Sohn Narasimha I. (regierte 1238-64). Letzter baute den Sonnentempel von Konark. Auch im 14. Jahrhundert stellten die Ganga-Könige noch einen Machtfaktor dar, bis sie schließlich 1435 von der von König Kapilendra (reg. ca. 1435-1468) gegründeten Suryavamshi-Dynastie abgelöst wurden, die sich bis 1534 hielt.

Die Zeit der Hindu-Könige endete 1568 mit der Eroberung Orissas durch den (afghanischen) Karani-Herrscher Bengalens, welche ihrerseits von Großmogul Akbar (reg. 1556-1605) beseitigt wurden, so dass Orissa dem Mogulreich angegliedert wurde.

[Bearbeiten] Politik

Amtierender Chief Minister ist seit 2000 Naveen Patnaik.

siehe auch: Liste der Chief Minister von Orissa

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Prozentuale Anteile nach der indischen Volkszählung von 2001

[Bearbeiten] Literatur

  • Andrew Sterling: Orissa. Its geography, statistics, history, religion, and antiquities. London 1846 (Digitalisat)

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Orissa – Bilder, Videos und Audiodateien
Persönliche Werkzeuge