Provinz Nagato

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Karte der japanischen Provinzen, Nagato rot markiert

Nagato (jap. 長門国, Nagato no kuni) oder Chōshū (長州) war eine der historischen Provinzen Japans. Sie lag im äußersten Westen der Insel Honshū - auf dem Gebiet der heutigen Präfektur Yamaguchi. Nagato grenzte an die Provinz Iwami und die Provinz Suo.

Die alte Hauptstadt der Provinz (kokufu) befand sich im heutigen Stadtteil Chōfu (eine Zusammenziehung der Wörter Chōshū und Kokufu) von Shimonoseki. Das sich später in der Provinz befindliche Daimyat Chōshū saß jedoch in Hagi. Nagato wurde vor und nach der Schlacht von Sekigahara von den Mōri regiert.

1871, mit der Abschaffung des Lehnswesens in Japan und der Errichtung von Präfekturen nach der Meiji-Restauration wurden die Provinzen Nagato und Suo zur heutigen Präfektur Yamaguchi zusammengelegt.

Die Meiji-Oligarchie, die mit der Meiji-Restauration von 1868 an die Macht kam, hatte zahlreiche Vertreter aus der Provinz wie Ito Hirobumi, Yamagata Aritomo, Kido Koin, (wahrscheinlich auch Katsura Kogoro), daneben auch Yoshida Shoin, Takasugi Shinsaku und Kusaka Genzui.

34.249444444444131.38861111111Koordinaten: 34° N, 131° O