Rennertshofen

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Dieser Artikel behandelt die Marktgemeinde Rennertshofen in Bayern; zu weiteren Begriffen siehe Rennertshofen (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Rennertshofen
Rennertshofen
Deutschlandkarte, Position des Marktes Rennertshofen hervorgehoben
48.7576511.045486394Koordinaten: 48° 45′ N, 11° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Neuburg-Schrobenhausen
Höhe: 394 m ü. NHN
Fläche: 93,07 km²
Einwohner: 4770 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86643
Vorwahlen: 08434, 08427 (Hütting), 08431 (Riedensheim teilw.), 09094 (Ammerfeld, Emskeim)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: ND, SOB
Gemeindeschlüssel: 09 1 85 153
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktstr. 18
86643 Rennertshofen
Webpräsenz: www.rennertshofen.de
Bürgermeister: Georg Hirschbeck (CSU)
Lage des Marktes Rennertshofen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Ingolstadt Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Dachau Landkreis Eichstätt Landkreis Donau-Ries Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Aresing Berg im Gau Bergheim (Oberbayern) Brunnen (Bayern) Burgheim Ehekirchen Gachenbach Karlshuld Karlskron Königsmoos Langenmosen Neuburg an der Donau Oberhausen (bei Neuburg/Donau) Rennertshofen Rohrenfels Schrobenhausen Waidhofen (Oberbayern) WeicheringKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Rennertshofen ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen nahe der Stadt Neuburg an der Donau und etwa 35 km westlich von Ingolstadt. Am Ortsrand durchfließt den Ort die Ussel, kurz bevor sie in die Donau einmündet.

Geographie[Bearbeiten]

Rennertshofen mit Rathausturm

Rennertshofen liegt in der Planungsregion Ingolstadt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zum Markt Rennertshofen gehören folgende Gemeindeteile (Stand 30. Juni 2011):[2][3]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort ist eine alemannische oder bajuwarische Gründung, wahrscheinlich um das 7. Jahrhundert entstanden. Am 31. Oktober 1335 erhielt Rennertshofen das Marktrecht.

Rennertshofen, Turm der Pfarrkirche
Rennertshofen, das barocke Innere der Pfarrkirche

An Stelle eines älteren Vorgängerbaus wurde von 1702 bis 1719 durch den Baumeister Jakob Holl aus Niederschönenfeld die Pfarrkirche errichtet. Sie ist dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht. Die Grundsteinlegung erfolgte am 19. Juni 1702. Der Turm stammt aus dem 13./14. Jahrhundert und wurde 1737 erhöht. Der örtliche Maler Karl Prauneck gestaltete um 1745 die Deckengemälde sowie den Kreuzweg. An der Decke des Altarraums befindet sich ein Deckengemälde mit der Darstellung des historischen Ortsbildes.

Vor der Gebietsreform in Bayern war der Markt Rennertshofen mit dem Landkreis Neuburg an der Donau dem Regierungsbezirk Schwaben zugeordnet, seit dem 1. Juli 1972 gehört er zum Regierungsbezirk Oberbayern.

Ebenfalls im Rahmen der Gebietsreform wurde zum 1. Mai 1978 die Einheitsgemeinde Rennertshofen gebildet, die außer der Kerngemeinde Rennertshofen noch weitere 15 Gemeindeteile umfasst. Der Markt Rennertshofen ist seit dem 1. Mai 1979 verbindlich als Kleinzentrum ausgewiesen.

Die Gemarkungen kommen aus zwei damals schwäbischen Altlandkreisen: Aus dem Landkreis Neuburg an der Donau kommen die Gemarkungen Bertoldsheim, Erlbach, Hatzenhofen, Hütting, Mauern, Rennertshofen, Riedensheim, Rohrbach, Stepperg und Trugenhofen, aus dem Landkreis Donauwörth Ammerfeld und Emskeim.

Luftaufnahme der Windkraftanlage Kienberg

Im Jahr 2009 wurde zwischen Ammerfeld, Kienberg und Burgmannshofen (Landkreis Donau-Ries) die 138 m hohe Windkraftanlage Ammerfeld errichtet. Diese ist gegenwärtig die größte Windkraftanlage Bayerns.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1976 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Erlbach und Hatzenhofen eingegliedert. Am 1. Januar 1978 kamen Bertoldsheim, Stepperg und Trugenhofen hinzu.[5] Ammerfeld, Emskeim, Hütting, Mauern, Riedensheim und Rohrbach folgten am 1. Mai 1978.[6]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

1. Bürgermeister ist seit 1. Mai 2014 Georg Hirschbeck (CSU); sein Vorgänger Ernst Gebert war vom 1. Mai 1978 bis 30. April 2014 im Amt.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Sitzeverteilung in der Amtszeit 2014–2020
CSU SPD Freie Wähler Aktive Bürger Politik für Rennertshofen Wahlbeteiligung in %
6 (39,0 %) 1 ( 8,5 %) 5 (27,9 %) 3 (16,4 %) 1 ( 8,2 %) 72,9

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt einen in Silber aufsteigenden roten Fuchs.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Im Verkehrsknotenpunkt Rennertshofen kreuzen sich die Staatsstraße 2047 (Dollnstein-Donauwörth) und die Staatsstraße 2214 (Neuburg a.d.Donau-Monheim). Der Markt Rennertshofen betreut ein gut ausgebautes Ortsstraßennetz von 63,255 km Länge (hiervon 22,820 km Innerortsstraßen und 40,508 km Gemeindeverbindungsstraßen).

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)[Bearbeiten]

Lokschuppen Rennertshofen 1996

Zwischen Rennertshofen und Neuburg besteht eine Busverbindung. Die Bahnstrecke Dollnstein–Rennertshofen wurde 1993 stillgelegt und bis 2000 vollständig abgebaut.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die nachfolgenden Unternehmen sind in Rennertshofen ansässig:

  • Kettlitz-Chemie GmbH & Co. KG
  • DTB Donau Trockenbau GmbH
  • Wilhelm Markmiller oHG

Bildung[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

FC Rennertshofen (Kreisklasse Neuburg)

Kultur[Bearbeiten]

Am 21. September 2011 bildeten die acht Kommunen Dollnstein, Wellheim, Nassenfels, Egweil, Oberhausen, Burgheim, Rennertshofen und Neuburg an der Donau die ARGE Urdonautal, eine Arbeitsgemeinschaft, deren Zweck in der Förderung und Koordinierung des Tourismus im Urdonautal liegt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Stepperg, Schloss und Kirche. Aquarell von Siegfried Schieweck-Mauk, Eichstätt
Schloss Stepperg, Mitteltrakt
Kirche von Hütting
Hütting, barocke Kirchenausstattung
Mauern im Ausgang des Wellheimer Trockentals

Liste der Baudenkmäler in Rennertshofen

  • Rennertshofen zeichnet sich durch das Marktstraßen-Ensemble mit barocker Pfarrkirche, dem Renaissance-Rathaus (1. Hälfte des 16. Jahrhunderts) und der historischen Marktmauer mit noch erhaltenen Tortürmen aus.
  • Rennertshofen liegt am südlichen Eingang des Wellheimer Trockentales der Urdonau, das zum Altmühltal hinführt. Es gibt einen Radwanderweg durch dieses Tal, der den Donauradweg mit dem Altmühlradweg verbindet. Der Donauradweg führt durch Bertoldsheim, südlich an Rennertshofen vorbei, sowie durch Hatzenhofen, Stepperg und Riedensheim.
  • Im Ortsteil Stepperg befindet sich das Schloss Stepperg. Der Mitteltrakt ist aus dem letzten Viertel des 16. Jahrhunderts, die Flügelbauten von 1806. 1907 fand ein Umbau von Gabriel von Seidl statt. Der Schlosspark mit Parkmauer stammt aus dem 18./19. Jahrhundert. Dort steht außerdem eine Hermesskulptur von Ludwig von Schwanthaler. Das Pfarrhaus mit Steilsatteldach wurde 1735 errichtet; der Pfarrstadel und die Gartenmauer mit Pavillon ist aus dem 18. Jahrhundert. Die Katholische Pfarrkirche St. Michael wurde 1907 von Gabriel von Seidl erbaut; der Turm ist von 1731.
  • Im Ortsteil Hütting befindet sich eine Kirche und eine Burgruine auf einem Dolmomitkegel.
  • Im Ortsteil Mauern wurden die Weinberghöhlen am westlichen Talhang bereits vom Eiszeitmenschen begangen. An der Straße von Mauern in Richtung Ellenbrunn befindet sich das Naturdenkmal „Steinerner Mann“; eine Hinweistafel gibt eine diesbezügliche Sage wieder.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter des Marktes[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.statistik.bayern.deVerzeichnis der amtlich benannten Gemeindeteile am 31. Juli 2005 (XLS, ca 6 MByte)
  3. Markt Rennertshofen - Bevölkerungsdaten, Einwohnerhnerzahl der einzelnen Ortsteile mit Hauptwohnsitz
  4. Kienberg erhält Bayerns größtes Windrad, donaukurier.de vom 11. März 2008; Zugriff am 18. Mai 2010
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 601.
  6.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 602.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rennertshofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien