Schechingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schechingen
Schechingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schechingen hervorgehoben
48.8733333333339.9175478Koordinaten: 48° 52′ N, 9° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ostalbkreis
Höhe: 478 m ü. NHN
Fläche: 11,87 km²
Einwohner: 2312 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 195 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 73579,
73453 (Mühlholz)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07175
Kfz-Kennzeichen: AA, GD
Gemeindeschlüssel: 08 1 36 062
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
73579 Schechingen
Webpräsenz: www.schechingen.de
Bürgermeister: Werner Jekel
Lage der Gemeinde Schechingen im Ostalbkreis
Schwäbisch Gmünd Landkreis Heidenheim Landkreis Schwäbisch Hall Rems-Murr-Kreis Landkreis Göppingen Aalen Abtsgmünd Adelmannsfelden Bartholomä Böbingen an der Rems Bopfingen Durlangen Ellenberg (Württemberg) Ellwangen (Jagst) Eschach (bei Schwäbisch Gmünd) Essingen (Württemberg) Göggingen (Württemberg) Gschwend Heubach Heuchlingen Hüttlingen (Württemberg) Hüttlingen (Württemberg) Iggingen Jagstzell Kirchheim am Ries Lauchheim Leinzell Lorch (Württemberg) Mögglingen Mutlangen Neresheim Neuler Obergröningen Oberkochen Rainau Riesbürg Riesbürg Rosenberg (Württemberg) Ruppertshofen (Ostalbkreis) Schechingen Schwäbisch Gmünd Spraitbach Stödtlen Täferrot Tannhausen Tannhausen Unterschneidheim Waldstetten (Ostalbkreis) Waldstetten (Ostalbkreis) Westhausen (Württemberg) Wört BayernKarte
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Schechingen ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Ostalbkreis.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Schechingen liegt nördlich von Schwäbisch Gmünd auf der Frickenhofer Höhe, einem Höhenrücken, der sich südlich des Kochers entlangzieht.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an Obergröningen, im Osten an Abtsgmünd, im Süden an Heuchlingen, im Südwesten an Göggingen und im Nordwesten an Eschach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Schechingen gehören das Dorf Schechingen, die Weiler Haghof, Klotzhöfe, Leinweiler und Sebastiansweiler, die Höfe Mühlholz und Zeirenhof und das Haus Haldenhaus sowie die abgegangene Ortschaft Marbach.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Schechingen war Teil des Herrschaftsbereiches der Grafen Adelmann von Adelmannsfelden. Im Rahmen der Mediatisierung aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses fiel der Ort an Württemberg, wo er zum Oberamt Aalen gelangte, aus dem 1934 der Landkreis Aalen wurde. Schechingen wechselte dabei jedoch in den Landkreis Schwäbisch Gmünd, mit dem es durch die Kreisreform 1973 im neuen Ostalbkreis aufging.

Am 3. August 1978 wurden durch einen Tornado der Stärke F3 etwa 70 Häuser zum Teil schwer beschädigt. Durch Schechingen zog sich eine etwa 50 Meter breite und 600 Meter lange Schneise mit schwersten Schäden. Es gab sechs Leichtverletzte, aber keine Toten.

Religionen[Bearbeiten]

An Schechingen ist die Reformation vorbeigegangen, so dass der Ort katholisch blieb. Auch heute gibt es lediglich eine römisch-katholische Kirche im Ort. Die wenigen evangelischen Gläubigen gehören zur Kirchengemeinde Obergröningen.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied des Gemeindeverwaltungsverbands Leintal-Frickenhofer Höhe mit Sitz in Leinzell.

Bürgermeister[Bearbeiten]

  •  ????–1965: Schäffner
  • 1966–1996: Jürgen Schaich
  • seit 1996: Werner Jekel, seine gegenwärtige Amtsperiode endet 2020.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Schechingen ist eine typische Wohngemeinde. Am Ort gibt es etwa 220 Arbeitsplätze, fast 900 Arbeitnehmer verdienen ihren Lebensunterhalt außerhalb der Gemeinde.

Bildung[Bearbeiten]

In Schechingen gibt es ausschließlich eine Grundschule, die Hauptschule des Gemeindeverwaltungsverbands sowie eine Realschule befinden sich in Leinzell. Weiterführende Schulen stehen in Schwäbisch Gmünd zur Verfügung. Für die kleinsten Schechinger gibt es je einen kommunalen und römisch-katholischen Kindergarten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Osterbrunnen[Bearbeiten]

Immer zur Osterzeit wird in Schechingen ein Osterbrunnen errichtet. Inzwischen handelt es sich um den größten Osterbrunnen in Ostwürttemberg. Mit seinen ca. 11000 handbemalten Eiern zieht er jährlich tausende Besucher (ca. 50000 Besucher im Jahr 2014) in den kleinen Ort.

Freibad[Bearbeiten]

Dort wo heute das Schechinger Freibad steht, war einst ein Weiher, der sogenannte Schlossgartenweiher. Er diente als Feuersee und wurde in trockenen Jahren als Tränke für das Vieh genutzt. Im April 1945, kurz vor Kriegsende, warfen die Leute Waffen und Munition aus Angst vor den anrückenden Amerikanern in den See. 1955 bekam die Gemeinde die Auflage, den Feuersee zu säubern. Die Schule regte damals Bürgermeister Schäffner an, den See zu erneuern, so dass man aber auch gleichzeitig darin baden könne. Der Staat gab nur Zuschüsse, wenn das Bad bestimmte Ausdehnungen hatte. So entschloss sich der Gemeinderat, das heutige Schwimmbad zu bauen. 1962 wurde mit dem Bau begonnen. Im Juli 1964 konnte man zum ersten mal, aber auf eigene Verantwortung baden. Das Schechinger Freibad wurde in den Jahren 1984 - 86 total umgebaut und auf den modernsten Stand der Technik gebracht. Im Jahre 2000 wurde das alte Sanitärgebäude abgerissen und ein neues, dem heutigen Stand der Hygieneanforderungen gerechtes Gebäude mit Sanitätsraum erstellt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schechingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 746–748.