Tannhausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Ortsteil von Aulendorf siehe Tannhausen (Aulendorf)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Tannhausen
Tannhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Tannhausen hervorgehoben
48.97916666666710.359722222222504Koordinaten: 48° 59′ N, 10° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ostalbkreis
Höhe: 504 m ü. NHN
Fläche: 17,73 km²
Einwohner: 1822 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 103 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 73497,
73485 (Ellrichsbronn)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07964
Kfz-Kennzeichen: AA, GD
Gemeindeschlüssel: 08 1 36 071
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 54
73497 Tannhausen
Webpräsenz: www.tannhausen.de
Bürgermeister: Manfred Haase
Lage der Gemeinde Tannhausen im Ostalbkreis
Schwäbisch Gmünd Landkreis Heidenheim Landkreis Schwäbisch Hall Rems-Murr-Kreis Landkreis Göppingen Aalen Abtsgmünd Adelmannsfelden Bartholomä Böbingen an der Rems Bopfingen Durlangen Ellenberg (Württemberg) Ellwangen (Jagst) Eschach (bei Schwäbisch Gmünd) Essingen (Württemberg) Göggingen (Württemberg) Gschwend Heubach Heuchlingen Hüttlingen (Württemberg) Hüttlingen (Württemberg) Iggingen Jagstzell Kirchheim am Ries Lauchheim Leinzell Lorch (Württemberg) Mögglingen Mutlangen Neresheim Neuler Obergröningen Oberkochen Rainau Riesbürg Riesbürg Rosenberg (Württemberg) Ruppertshofen (Ostalbkreis) Schechingen Schwäbisch Gmünd Spraitbach Stödtlen Täferrot Tannhausen Tannhausen Unterschneidheim Waldstetten (Ostalbkreis) Waldstetten (Ostalbkreis) Westhausen (Württemberg) Wört BayernKarte
Über dieses Bild

Tannhausen ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Ostalbkreis.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Tannhausen liegt im oberen Tal der Schneidheimer Sechta etwa 20 Kilometer östlich von Ellwangen am Rande des Nördlinger Ries an der württembergisch-bayrischen Grenze, und zwar dort, wo die bayerischen Regierungsbezirke Schwaben und Mittelfranken aneinandergrenzen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an Stödtlen, im Osten an die bayerischen Gemeinden Wilburgstetten (Landkreis Ansbach, Mittelfranken) und Fremdingen (Landkreis Donau-Ries, Schwaben), im Süden an Unterschneidheim und im äußersten Westen an das Stadtgebiet von Ellwangen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Tannhausen gehören das Dorf Tannhausen, die Weiler Bergheim, Bleichroden, Ellrichsbronn, Hagenbucherhof, Riepach und Sederndorf sowie die abgegangenen Ortschaften Kleinrietpach (?), Karthausen (?), Forstweiler und Kreuthof.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Stammsitz der Freiherren von und zu Thannhausen

Tannhausen wurde im Jahre 1100 erstmals urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit war der Ortsadel, die Freiherren von und zu Thannhausen, bereits hier ansässig und ist es bis heute.

Neben dem Ortsadel hatten verschiedene geistliche und weltliche Herrschaften Rechte in dem Dorf. Bei der Mediatisierung 1806 kam Tannhausen zu Bayern und schließlich am 12. Januar 1810 zum Königreich Württemberg, wo es zum Landkreis Aalen gehörte, mit dem es schließlich durch die Kreisreform 1973 im neuen Ostalbkreis aufging.

Religionen[Bearbeiten]

Da die Thannhäuser Freiherren katholisch blieben, ging die Reformation am Ort vorbei. Auch heute noch ist die Mehrzahl der Bewohner der römisch-katholischen Konfession zugehörig. Die wenigen evangelischen Gläubigen gehören zur Kirchengemeinde Walxheim.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist Sitz des Gemeindeverwaltungsverbands Tannhausen, dem außerdem noch Stödtlen und Unterschneidheim angehören.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 ergab folgendes Ergebnis:[3]

  1. Unabhängige Bürgerliste Pro Tannhausen (UBT) 55,01 % (+4,11 %) 6 Sitze (+1)
  2. CDU/Freie Wähler 44,99 % (−4,11 %) 4 Sitze (−1)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Tannhausen ist keine reine Wohngemeinde, am Ort gibt es mehr als 400 Arbeitsplätze. Allerdings müssen etwa 500 Arbeitnehmer ihren Lebensunterhalt außerhalb der Gemeinde verdienen. Die Landwirtschaft spielt aber nach wie vor eine bedeutende Rolle.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Tannhausen ist der Hauptsitz der Sonnengartenstiftung Tannhausen, die 1970 aus dem Altenheim Tannhausen entstand. Das Altenheim Tannhausen wurde 1958 als privates Altenheim mit 16 Betten begründet. Durch mehrere Erweiterungen wurde die Zahl der Pflegeplätze bis 1980 auf 147 Betten erhöht, und bei einer Sanierung 2001/02 wieder auf 126 reduziert. Das Alten- und Pflegeheim „Im Sonnengarten“ stellt ca. 115 Arbeitsplätze in Voll- und Teilzeit in der Gemeinde zur Verfügung.

Die Firma Lipp Behälterbau entstand zu Ende der 1950er Jahre aus einem Handwerksbetrieb. Das Unternehmen bietet Biogasanlagen an und beschäftigt ca. 50 Mitarbeiter (Stand 2010). Der Gründer Xaver Lipp wurde 1982 mit der Rudolf-Diesel-Medaille ausgezeichnet, das Unternehmen 2005 mit dem Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg.

Bildung[Bearbeiten]

In Tannhausen gibt es eine Grundschule und einen römisch-katholischen Kindergarten. Alle weiterführenden Schulen befinden sich in Unterschneidheim, Bopfingen oder Ellwangen und sind durch den öffentlichen Personennahverkehr gut zu erreichen.

Literatur[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 799–800.
  3. Vorläufiges Ergebnis der Gemeinderatswahl 2014, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, abgerufen 16. Juni 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tannhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien