Lauchheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Lauchheim
Lauchheim
Deutschlandkarte, Position der Stadt Lauchheim hervorgehoben
48.87166666666710.244444444444492Koordinaten: 48° 52′ N, 10° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ostalbkreis
Höhe: 492 m ü. NN
Fläche: 40,97 km²
Einwohner: 4720 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73466
Vorwahl: 07363
Kfz-Kennzeichen: AA
Gemeindeschlüssel: 08 1 36 038
Adresse der Stadtverwaltung: Hauptstraße 28
73466 Lauchheim
Webpräsenz:
Bürgermeister: Werner Kowarsch

Lauchheim ist eine kleine Stadt im Ostalbkreis in Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Lauchheim liegt am Nordostrand der Schwäbischen Alb im Jagsttal.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Die Stadt grenzt im Westen und Norden an Westhausen, im Osten an die Stadt Bopfingen und im Süden an die Kreisstadt Aalen.

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Zur Stadt Lauchheim mit den ehemals selbstständigen Gemeinden Hülen und Röttingen gehören neben Lauchheim zwölf weitere Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser. Zur ehemaligen Gemeinde Hülen gehören das Dorf Hülen und Staatsdomäne, Schloss und Weiler Kapfenburg . Zur Stadt Lauchheim in den Grenzen vor der Gemeindereform in den 1970er Jahren gehören die Stadt Lauchheim, die Weiler Gromberg, Hettelsberg und Stetten, die Höfe Banzenmühle, Fuchsmühle, Mohrenstetten und Schönberg und das Haus Haltepunkt Röttingen sowie die abgegangenen Ortschaften Tatenloch, Königsbühl, Neusselbuch, Niederhofen und Mittelhofen. Zur ehemaligen Gemeinde Röttingen gehören das Dorf Röttingen und das Gehöft Kahlhöfe sowie die abgegangenen Ortschaften Hausen (?) und Hof »zu Waidland«.[2]

[Bearbeiten] Wappen der Ortsteile

[Bearbeiten] Geschichte

Lauchheim liegt an einer alten Handelsstraße, die im Jagsttal verlief, dieses am Jagstknie in Lauchheim verließ und durch das Ries nach Donauwörth führte. Im 14. Jahrhundert erwarb der Deutsche Orden Gebiete im Bereich des oberen Jagsttals und baute Lauchheim zum Zentrum der um 1400 gegründeten Kommende aus. 1397 wurde mit dem Bau der Befestigung begonnen, 1402 wurde das Marktrecht und 1431 schließlich das Stadtrecht erworben. Im Dreißigjährigen Krieg brannte die Stadt 1645 zum großen Teil nieder. 1806 wurde der Deutsche Orden durch Napoléon aufgehoben und die Stadt und die Kapfenburg wurden württembergisch. Der Stadtfeiertag wird jedes Jahr am 4. Juli begangen.

Während Hülen (ehemals der Deutschordens-Kommende zugehörig) und Röttingen (zuvor beim fürstlichen Haus Oettingen) seit 1810 zum Oberamt Neresheim gehörten, das 1938 im Landkreis Aalen aufging, war die Kernstadt 1806 dem Oberamt Ellwangen zugeschlagen worden, das ebenfalls 1938 im Landkreis Aalen aufging. Durch die Kreisreform von 1973 kam das gesamt Gebiet der heutigen Stadt zum neuen Ostalbkreis. Am 31. Dezember 1974 wurde Hülen nach Lauchheim eingemeindet. Die heutige Stadt entstand durch Vereinigung der Stadt Lauchheim mit der Gemeinde Röttingen am 1. Januar 1975.


[Bearbeiten] Religionen

Kirche in Lauchheim

In Lauchheim verfügen sowohl die römisch-katholische Kirche als auch die evangelische Kirche über ein Pfarramt.

Seit 1658 lebten erstmals Juden in Lauchheim. Die Gemeinde wurde von den Nationalsozialisten vernichtet.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

  • Johann Baptist Benz, (*1807 in Lauchheim; † 1880 in Speyer) war ein deutscher Komponist und Domkapellmeister in Speyer. In Lauchheim ist eine Straße nach ihm benannt.

[Bearbeiten] Politik

Die Gemeinde ist Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband Kapfenburg mit Sitz in Westhausen.

[Bearbeiten] Gemeinderat

Dem Gemeinderat gehören nach der Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 neben dem Bürgermeister als Vorsitzenden 20 Mitglieder an. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  1. CDU 52,8 % (+0,3) – 11 Sitze (=)
  2. FWV 29,6 % (+11,7) – 6 Sitze (+3)
  3. SPD/Unabhängige 17,6 % (−12,0) – 3 Sitze (−3)

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Museen

Oberes Tor
Turm von Lauchheim, ein Relikt der alten Stadtbefestigung

Das Heimatmuseum ist im 1621 gebauten Oberen Tor, einem Wahrzeichen der Stadt, untergebracht.

[Bearbeiten] Bauwerke

  • Schloss Kapfenburg liegt auf einem Bergvorsprung etwa 130 Meter über der Stadt. Es wurde im Lauf der Jahrhunderte von einer Burg zum Schloss umgebaut und niemals zerstört. So sind die Baustile ganz unterschiedlicher Epochen zu einem eigenwilligen Ensemble vereint. Heute ist eine Internationale Musikschulakademie im Schloss untergebracht.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Lauchheim ist mit der etwa sechs Kilometer entfernten Anschlussstelle Aalen/Westhausen der Bundesautobahn 7 an das Fernstraßennetz angeschlossen. Die Bundesstraße 29 (WaiblingenNördlingen) führte früher durch die Stadt und umgeht diese heute in einer Schleife.

Im Bahnhof Lauchheim an der Riesbahn (AalenDonauwörth) halten Regionalbahnzüge.

[Bearbeiten] Bildung

Die Deutschorden-Schule in Lauchheim ist eine Verbundschule. Unter einer Schulleitung sind, auf mehrere Gebäude verteilt, Grund-, Haupt- und Realschule zusammengefasst. Weiterführende Schulen befinden sich in Aalen, Bopfingen und Ellwangen. Zudem gibt es zwei städtische und zwei römisch-katholische Kindergärten.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Lauchheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 735–738
Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen