Stadtbahn Utrecht

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Straßenbahn
Stadtbahn Utrecht
Bild
Wagen 5001 vor dem Betriebshof Nieuwegein
Basisinformationen
Staat Niederlande
Stadt Utrecht
Eröffnung 17. Dezember 1983
Betreiber U-OV
Infrastruktur
Streckenlänge 20,7 km
Spurweite 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem 750 V DC Oberleitung
Haltestellen 24
Betrieb
Linien 2
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Statistik
Fahrgäste 39 000 pro Tag
Netzplan
Liniennetz 2009 mit geplanten Erweiterungen

Die Straßenbahn Utrecht – Nieuwegein / IJsselstein (abgekürzt SUNIJ oder auch SUN) ist ein Schnellstraßenbahnsystem, das in den frühen 1980er Jahren von der niederländischen Eisenbahn gebaut wurde. Es verbindet die niederländische Stadt Utrecht mit den Vororten Nieuwegein und IJsselstein. In den 1970er Jahren wollte die niederländische Regierung schnelle Bahnverbindungen zwischen den Städten und Vororten bauen. In der gleichen Periode wurde auch die Eisenbahnlinie Den Haag - Zoetermeer gebaut.

Werktags fahren zwischen 38 000 und 40 000 Menschen mit der Stadtbahn Utrecht. Die meisten Fahrgäste (25 000 bis 30 000) benutzen den Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und Kanaleneiland.

Geschichte[Bearbeiten]

Straßenbahn im Jahr 1998. Damals betrieben von MIDNET.

Um die Stadt Utrecht mit dem Neubaugebiet Nieuwegein (bei den vorhandenen Dorfkernen Vreeswijk und Jutphaas) zu verbinden, hatte man sowohl eine Eisenbahn (wie in Zoetermeer), einen Oberleitungsbus und eine Schnellstraßenbahn in Betracht gezogen. Bei der Eisenbahnvariante sollten die Gleise von der Bahnstrecke Utrecht–Boxtel bei der Brücke über die Autobahn 12 abzweigen. Im Vorgriff auf den Eisenbahnbau war auf dem Zielfilm der ersten Sprinter-Züge das Ziel "Nieuwegein" aufgenommen.

Die Wahl fiel schließlich auf die Schnellstraßenbahn. Gebaut wurde sie von den Nederlandse Spoorwegen. Der Betrieb wurde jedoch von Anfang an an das Busunternehmen Westnederland (später Midnet) vergeben, da man Busfahrer auf die doppelte Funktion Bus- und Straßenbahnfahrer umschulen konnte. Seit 1999 betreibt Connexxion als Rechtsnachfolger von Midnet die Strecke. ProRail betreibt die Infrastruktur mit Ausnahme der Haltestellen.

Am 17. Dezember 1983 wurde der Betrieb mit der Linie 100 auf dem Abschnitt Moreelsepark ↔ Nieuwegein-Zuid und der Linie 101 Moreelsepark ↔ Nieuwegein Doorslag aufgenommen. Am 14. Dezember 1985 wurde die Linie 101 bis zur Haltestelle Achterveld in IJsselstein verlängert. Die ursprünglichen Liniennummern wurden 1994 wegen einer Umverteilung der Liniennummern bei der Entstehung von Midnet in 60 und 61 geändert. Auf den Bahnen wird jedoch nur das Fahrtziel und nicht die Liniennummer angezeigt.

Am 2. Juli 2000 wurde die Linie 61 von IJsselstein Achterveld über IJsselstein Binnenstad nach IJsselstein-Zuid im Neubaugebiet Zenderpark verlängert.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Schnellstraßenbahn in IJsselstein
Stadtbahn Utrecht 60 61 260
BSicon uexLSTR.svgBSicon .svg
Evtl. Weiterführung nach De Uithof
BSicon uexENDEa.svgBSicon .svg
Kehrgleis Moreelsepark
BSicon uexHST.svgBSicon .svg
Moreelsepark ehemaliger Halt
BSicon uexHST.svgBSicon .svg
Hauptbahnhof ehemaliger Halt
BSicon uxmKRZu.svgBSicon .svg
Leidseveertunnel
BSicon uexHST.svgBSicon .svg
Westplein ehemaliger Halt
BSicon uexSTR.svgBSicon uKBHFa.svg
Hauptbahnhof (Jaarbeursplein) 60 61 260
BSicon uexSTRlf.svgBSicon ueABZlg.svg
BSicon .svgBSicon uHST.svg
Graadt van Roggenweg
BSicon .svgBSicon uHST.svg
24 Oktoberplein-Zuid
BSicon .svgBSicon uHST.svg
5 Mei Plein
BSicon .svgBSicon uHST.svg
Vasco da Gamalaan
BSicon .svgBSicon uHST.svg
Kanaleneiland Zuid
BSicon .svgBSicon uAKRZu.svg
A12
BSicon .svgBSicon uHST.svg
Transferium/Westraven 260
BSicon .svgBSicon uWBRÜCKE.svg
Brücke über den Amsterdam-Rijnkanaal
BSicon uKDSTl.svgBSicon uABZlg.svg
Depot
BSicon .svgBSicon uHST.svg
Zuilenstein
BSicon .svgBSicon uHST.svg
Batau-Noord
BSicon .svgBSicon uHST.svg
Wijkersloot
BSicon .svgBSicon uHST.svg
Stadscentrum 260
BSicon uSTRrg.svgBSicon uABZrf.svg
BSicon uSTR.svgBSicon uHST.svg
Merwestein
BSicon uSTR.svgBSicon uHST.svg
Fokkesteeg
BSicon uSTR.svgBSicon uHST.svg
Wiersdijk
BSicon uSTR.svgBSicon uKBHFe.svg
Nieuwegein-Zuid 60 260
BSicon uHST.svgBSicon .svg
St. Antonius Ziekenhuis
BSicon uHST.svgBSicon .svg
Doorslag
BSicon uAKRZu.svgBSicon .svg
A2
BSicon uHST.svgBSicon .svg
Hooghe Waerd
BSicon uHST.svgBSicon .svg
Clinckhoeff
BSicon uWBRÜCKE.svgBSicon .svg
Brücke über die Hollandse IJssel
BSicon uHST.svgBSicon .svg
Eiteren
BSicon uHST.svgBSicon .svg
Achterveld
BSicon uHST.svgBSicon .svg
Binnenstad
BSicon uKBHFe.svgBSicon .svg
IJsselstein-Zuid61

Die Spurweite beträgt 1435 Millimeter (Normalspur), die Fahrspannung ist 750 Volt Gleichstrom und das Streckennetz ist auf Zweirichtungsbahnen ausgelegt. Der Betriebshof der Schnellstraßenbahn ist kombiniert mit einem Busbetriebshof und befindet sich im Norden von Nieuwegein zwischen dem Amsterdam-Rijnkanaal und der Haltestelle Zuilenstein.

Mitte Dezember 2009 wurde im Zusammenhang mit dem Bau des neuen ÖPNV-Terminals am Hauptbahnhof die Haltestelle Moreelsepark geschlossen. Seitdem ist der Hauptbahnhof Endstation. Am 22. April 2013 ist eine neue vorläufige Endstation auf der Westseite des Bahnhofs (Jaarbeursplein) in Betrieb gegangen. Sechs bis zehn Jahre später soll dann eine Neubaustrecke nach de Uithof eröffnet werden. In diesem Zusammenhang wird die Endstelle eventuell wieder zurück auf die Ostseite des Bahnhofs verlegt werden.[1]

Die Bahnsteige sind nicht durch Drehkreuze abgesperrt, die Kartenlesegeräte für elektronische Tickets (nl.: OV-Chipkaart) befinden sich auf den Bahnsteigen.

Die Bewirtschaftung der Infrastruktur ist Ende 2010 von ProRail auf die Bestuur Regio Utrecht (BRU) übergegangen.

In den Monaten Juli bis November 2012 wurde der Streckenabschnitt Betriebshof - Niewegein Stadscentrum vollständig saniert. Der 30-jährige Oberbau, die Schienen und die Oberleitungen wurden ersetzt. Während dieser Zeit verkehrte ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen P + R Westraven und Nieuwegein und IJsselstein. Ursprünglich war der Abschluss der Bauarbeiten für den 19. August vorgesehen, aber durch Schwierigkeiten an der Haltestelle Nieuwegein Stadscentrum verzögerte sich die Wiederinbetriebnahme um einige Monate. Am Samstag, den 1. Dezember 2012 wurde der Straßenbahnbetrieb auf der Gesamtstrecke wieder aufgenommen. Im Sommer 2013 soll dann der Streckenteil auf Utrechter Stadtgebiet erneuert werden.

Betrieb[Bearbeiten]

Fahrgäste der Schnellstraßenbahn.

Auf den beiden Hauptlinien 60 und 61 wird werktags und samstags tagsüber ein 15-Minuten-Takt angeboten, in der Frühspitze auf der Linie von IJsselstein nach Nieuwegein erweitert um zwei Fahrten. Diese werden vorläufig mit der Buslinie 261 im Schienenersatzverkehr gefahren, da durch die Hauptuntersuchung der Bahnen ein Wagenmangel besteht. Auf dem gemeinsamen Streckenabschnitt entsteht hierdurch ein 7½-Minuten-Takt. Alle Bahnen werden in Doppeltraktion gefahren. Abends und sonntags verkehren die Bahnen alle 30 Minuten (alle 15 Minuten auf dem gemeinsamen Abschnitt). Zu diesen Zeiten wird in Einzeltraktion gefahren.

In der Hauptverkehrszeit verkehrt die Verstärkungslinie 260, die nur ausgewählte Haltestellen bedient, in einem unregelmäßigen 15/45-Minuten-Takt zwischen Utrecht und Nieuwegein Zuid.

In den Schulferien gilt ein angepasster Fahrplan, wobei in HVZ-Fahrten entfallen und auch tagsüber in Einzeltraktion gefahren wird. Am Donnerstagabend (langer Einkaufsabend in Utrecht) gibt es eine zusätzliche Fahrt nach IJsselstein.

Fahrzeugpark[Bearbeiten]

Schweizer Bahnen[Bearbeiten]

Insgesamt wurden 27 Gelenktriebwagen der Schweizer Firma SIG aus Neuhausen am Rheinfall beschafft (Wagennummern 5001-5027). Sie wurden 1983 in einer gelb-orangefarbenen Lackierung geliefert. Von 2000 bis 2001 wurden die Bahnen bei der Partner für Fahrzeug-Ausstattung GmbH (PFA) in Weiden vollständig modernisiert und bekamen die grüne Connexxion-Farbgebung. Weil die Kopfmodule ersetzt wurden, bekamen die Bahnen ein völlig anderes Aussehen. Seit 2006 werden als Ersatz für die alten Zielfilme digitale Zielanzeigen eingebaut. In den Jahren 2010 bis 2012 werden die dann fast 30 Jahre alten Bahnen ökonomisch abgeschrieben.

Im Jahr 2003 wurde Wagen 5018 auf den Namen Alexander Tchernoff getauft, den ehemaligen Bürgermeister von De Bilt. Die Idee war, jedes Jahr eine Bahn nach einer Person zu benennen, die sich für den Öffentlichen Verkehr in der Region Utrecht eingesetzt hat. Aber nach dieser Fahrzeugtaufe blieben weitere Namensgebungen aus.

Am 14. September 2010 entgleiste Wagen 5018 bei einer Kollision mit einem Gelenkbus der GVU am 5 Meiplein in Utrecht. Sechs Personen wurden bei dem Unfall verletzt. Der Triebwagen wurde so stark beschädigt, dass eine Reparatur unwahrscheinlich ist.

Da kurzfristig kein Ersatz für die SIG-Bahnen in Sicht ist, werden Sie zwischen 2011 und 2014 ein weiteres Mal bei VDL Bus Heerenveen renoviert. Die erneuerten Bahnen bekommen eine hellgelbe Lackierung mit Grau, ebenso wie die Busse des BRU. Es ist nämlich unwahrscheinlich, dass Connexxion in Zukunft weiterhin die Schnellstraßenbahn betreiben wird. Die ersten Bahnen im neuen Farbkleid sind im Dezember 2011 in Betrieb gegangen.

Technische Daten der SIG-Fahrzeuge der Schnellstraßenbahn Utrecht
Qbuzz 5022 als U-tram, Jaarbeursplein.JPG Innenausstattung einer erneuerten Schnellstraßenbahn
Type Hochfluriger Zweirichtungs-Gelenktriebzug mit sechs Achsen
Fabrikant Schweizerische Industrie Gesell. Neuhausen (SIG), Holec
Anzahl 27 Bodenhöhe 0,92 m
Wagennr. 5001 - 5027 Max. Geschwindigkeit 80 km/h
Länge über Kupplungen 29,8 m Auslieferung 17. Juni 1982 - 16. September 1983
Länge des Wagenkastens 29,0 m Sitzplätze im Innenraum 80
Höhe 3,25 m Sitzplätze im Einstiegsbereich 8
Lichte Höhe im Innenraum 2,23 m Stehplätze 124
Breite 2,65 m Energieversorgung 750 V Gleichstrom
Gewicht 37,5 t Spurweite 1435 mm
Anzahl der Türen 4 pro Seite Antriebsleistung 2 x 250 kW = 0,50 MW
Türbreite 1,30 m Farben Gelb und braun

Wiener Bahnen[Bearbeiten]

Die Wiener Verstärkungslinie hält nur an den Haltestellen mit diesem Schild.

Seit dem Jahresfahrplan 2010 sind rot-weiße ehemalige Wiener Stadtbahnwagen der Typen E6 beziehungsweise c6 in den Hauptverkehrszeiten zwischen Utrecht Centraal und Nieuwegein Zuid in Dienst, unter anderem um den Zeitraum bis zur vollständigen Erneuerung des Wagenparks für einige Jahre zu überbrücken. Die Wiener Bahnen halten nicht an allen Zwischenstationen. Allerdings sollen noch einige weitere Halte hinzukommen. Im Mai 2009 hat Connexxion begonnen, Halteschilder an den Stationen anzubringen, an denen die Wiener Bahnen halten. Die erste Haltestelle, die mit solch einem Schild ausgerüstet wurde, war die Haltestelle Westplein.

Am 4. April 2008 kam der erste der 25 Wiener Straßenbahnen in Utrecht an, und am 22. Mai 2008 wurde die erste offizielle Fahrt von Nieuwegein nach Utrecht durchgeführt. Zur Inbetriebnahme mussten zunächst die Türen an die Bahnsteighöhe angepasst werden, wobei ausschließlich durch die mittleren Türen eingestiegen werden kann. Verschiedene andere technische Anpassungen wurden durchgeführt. Ein Teil dieser Arbeiten wurde in der Straßenbahn-Hauptwerkstatt der GVB in Diemen durchgeführt. Die Bahnen behielten ihre rot-weiße Farbgebung. Sie wurden Eigentum der Bestuur Regio Utrecht (BRU), Connexion führt den Betrieb durch.

Im Sommer 2008 verblieben Wagen 4941, 4947 und 4948 vorübergehend im Betriebshof Havenstraat in Amsterdam, wo sie auf der Linie 5 eingesetzt werden sollten, um das Angebot zu verdichten, weil die U-Bahn zeitweise bis zur Haltestelle Amstelstation verkürzt war. Sie sollten nur bei einem Mangel an eigenen Wagen eingesetzt werden. Zu einem tatsächlichen Einsatz, abgesehen von Probefahrten, ist es jedoch nicht gekommen.

Ursprünglich war geplant, ab September 2008 mit sechs 3-Wagen-Zügen zu fahren. Dieser Einsatz wurde zunächst auf Anfang 2009 verschoben. Weitere Verzögerungen führten dazu, dass erst im September 2009 Testfahrten zwischen dem Betriebshof und Nieuwegein Zuid aufgenommen wurden. Grund war die Tatsache, dass der kleineren Raddurchmesser der Wiener Bahnen einen höheren Verschleiß an den Weichen verursachen. Auch das Befahren von viel befahrenen Bahnübergängen sollte ein Problem darstellen.

Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2009 wurden die Wiener Bahnen in der Mittagsspitze in den Fahrgastbetrieb genommen. Sie werden als Verstärkungslinie 260 bezeichnet. Zunächst wurden sie nur in Einfachtraktion eingesetzt, aber im Laufe des Frühjahrs 2010 wurde der Einsatz der Verstärkungslinie ausgeweitet. Jetzt wurden vier Traktionen aus zwei Trieb- und einem Beiwagen gebildet, wobei zwölf der 25 vorhandenen Wiener Bahnen sowohl in der morgendlichen wie auch in der nachmittäglichen Hauptverkehrszeit eingesetzt wurden. Eingestiegen werden kann nur durch die mittleren Türen, an denen ein Trittbrett angebracht wurde, um den großen Spalt zwischen Wagen und Bahnsteig zu überbrücken. Im Sommer 2011 konnte die Verstärkungslinie vorübergehend nicht eingesetzt werden, da die Gleise in der Nähe des Leidseveertunnels erste Anzeichen von Verschleiß zeigten. Es war davon auszugehen, dass die Wiener Bahnen die Ursache waren. Seit dem 12. September 2011 fährt die Verstärkungslinie wieder, wenn auch mit verminderter Taktfrequenz. Seit dem Jahr 2012 verkehrt die Linie 260 in einem unregelmäßigen 15/45-Minuten-Takt mit 2 Kursen aus Wiener Bahnen.

Technische Daten der Wiener Straßenbahnen in Utrecht
Weense trams Zuilenstein.jpgInterieur E6 Wiener Linien Utrecht.JPG
Type E6 (Triebwagen mit Führerstand) c6 (Beiwagen ohne Führerstand)
Hersteller Lohner/Rotax
Wagennummer (in Utrecht) 4901-4948 1901-1946
Anzahl (in Utrecht) 48 (→ 15) 46 (→ 10)
Baujahre 4901-4903: 1979, 4904-4918: 1980,
4919-4926: 1981, 4927-4932: 1982,
4933-4934: 1983, 4935-4944: 1984,
4945: 1985, 4946-4948: 1990
1901-1902: 1979, 1903-1910: 1980,
1911-1917: 1981, 1918-1922: 1982,
1923-1930: 1983, 1931-1939: 1988,
1940-1946: 1990
Länge 19.700 mm 19.490 mm
Breite 2.305 mm
Gewicht 28 t 18 t
Achsfolge B'2'B' 2'2'2'
Türen pro Seite 2 Doppeltüren; 2 Einfachtüren
Sitzplätze 31 36
Stehplätze 72 72
Antriebsleistung 2 x 190 kW = 380 kW n.v.
Beschleunigung 1 m/s2 n.v.
Bremsverzögerung 2,7 m/s2 n.v.
Max. Geschwindigkeit 65 km/h n.v.

Erneuerung der Haltestellen[Bearbeiten]

Die erneuerte Haltestelle Kanaleneiland Zuid.

Seit Februar 2005 erhielten ein paar Haltestellen eine grundlegende Renovierung. Dazu gehörten die Haltestellen Graadt van Roggenweg, Ziekenhuis Oudenrijn (dieser Halt wurde in 24 Oktoberplein-Zuid umbenannt), 5 Mei Plein, Vasco da Gamalaan, Kanaleneiland Zuid, Merwestein und Nieuwegein-Zuid. Einige Jahre zuvor waren die meisten Haltestellen in Nieuwegein und IJsselstein erneuert worden.

Inzwischen ist die Erneuerung aller Haltestellen (mit Ausnahme von Merwestein und Nieuwegein Stadscentrum) abgeschlossen. Auch die Haltestellen Moreelsepark, Hauptbahnhof und Westplein wurden nicht erneuert, da sie nach dem Bau des neuen ÖPNV-Terminals am Hauptbahnhof entfallen und durch einen Halt auf der Westseite des Bahnhofs ersetzt werden sollten.

Nach der Einführung von Voor U, einem gemeinsamen Informationssystem der verschiedenen Betreiber des ÖPNV in der Region Utrecht, wurden neue Informationsplakate an den Haltestellen angebracht.

Zukunft[Bearbeiten]

Anschluss an die Uithof-Linie[Bearbeiten]

Die Schnellstraßenbahn Utrecht soll etwa 2018 mit der neu zu bauenden Straßenbahnlinie zum Stadion Galgenwaard und nach de Uithof verknüpft werden. Diese Linie soll die heutige Buslinie 12 ersetzen, die an Werktagen überlastet ist.

Bahn aus Mülhausen im Straßenbahnbetriebshof in Nieuwegein.

In der ursprünglichen Planung des Umbaus des Hauptbahnhofs war vorgesehen, die Schnellstraßenbahn an der Westseite enden zu lassen. Dabei wurde jedoch ein Anschluss an die Uithof-Linie nicht berücksichtigt, die über die Aderna von Schelterbaan auf die Ostseite des Bahnhofs geführt werden soll. Es ist noch nicht beschlossen, ob die Straßenbahnen weiterhin durch den Leidseveertunnel geführt werden sollen, um mit der Uithof-Linie verbunden zu werden, oder ob ein neuer Tunnel im Süden des Hauptbahnhofs gebaut werden soll. Allerdings sollen die Bahnen der Uithof-Linie als Leerfahrten über die SUNIJ-Linie zum Betriebshof Nieuwegein verkehren.

Niederflurbahnen[Bearbeiten]

Die heute im Betrieb befindlichen Straßenbahnen aus den frühen 1980er Jahren sind etwa 2015 technisch abgeschrieben. Wegen des technischen Fortschritts und um die Bahnen besser in das Utrechter Straßenbild zu integrieren, kombiniert mit möglichen Verlängerungen nach de Uithof und zu anderen Zielen, beabsichtigt die BRU die heutigen Bahnen durch Niederflurbahnen zu ersetzen. In diesem Fall müssen die Bahnsteighöhen angepasst werden.

Im Jahr 2007 war eine Bahn aus Mülhausen zu Besuch in Utrecht. Diese Citadis-Bahn sollte für den autofreien Sonntag werben. Außerdem wurde so eine Niederflurbahn der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stadtbahn Utrecht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Stadtplanung auf der Westseite des Bahnhofs schreitet voran (nl) Gemeinde Utrecht. 1. April 2011. Abgerufen am 13. März 2013.