Karel De Gucht

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Karel De Gucht

Karel Lodewijk Georgette Emmerence De Gucht (* 27. Januar 1954 in Overmere, heute zu Berlare) ist ein belgischer Politiker und ehemaliger belgischer Außenminister. Seit dem 17. Juli 2009 ist er Mitglied der EU-Kommission.

Leben[Bearbeiten]

Karel De Gucht ist Mitglied der Partei Open VLD, deren Vorsitzender er von 1999 bis 2004 war. Von 1980 bis 1994 war er Abgeordneter des Europäischen Parlamentes, 1994 bis 1995 des Belgischen Senats, 1995 bis 2003 des Parlaments der Flämischen Gemeinschaft. Bei den Parlamentswahlen 2003 wurde er ins Belgische Abgeordnetenhaus gewählt und war seit dem 18. Juli 2004 Außenminister, zunächst unter Regierungschef Guy Verhofstadt und seit 2008 unter Yves Leterme und Herman Van Rompuy. Mit dem Wechsel in die EU-Kommission hat er das Amt des Außenministers aufgegeben. Sein Nachfolger wurde Yves Leterme.

Im Jahr 2006 war De Gucht Vorsitzender der OSZE. Mit Wirkung ab dem 17. Juli 2009 bestimmte ihn die EU-Kommission zum Nachfolger von Louis Michel als EU-Kommissar für Entwicklung und humanitäre Hilfe. Seit Februar 2010 ist er Kommissar für Handel. Anfang September 2010 geriet er wegen verallgemeinernder Aussagen über Juden in die Kritik.[1]

Am 1. März 2012 vertrat er als Handelskommissar bei einer Veranstaltung im Europäischen Parlament die Seite der Befürworter von ACTA.[2]

Im Mai 2012 gab er bekannt, dass die Europäische Zentralbank und die Europäische Kommission an Notfall-Szenarien arbeiten für den Fall, dass es Griechenland nicht schafft. Der Staat Griechenland müsse zu den Vereinbarungen über Sparen und Reformen stehen, das sei "die einzige rationale Option". Er warnte vor dem "Endspiel".[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Karel De Gucht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. EU-Kommissar schmäht Juden als Rechthaber, Spiegel Online, 3. September 2010
  2. ACTA: EU-Parlament stellt sich Kritik, FM4, 1. März 2012
  3. sueddeutsche.de, spiegel.de 18. Mai 2012: [1]