Thorsten Fink

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Thorsten Fink

Thorsten Fink 2006

Spielerinformationen
Voller Name Thorsten Fink
Geburtstag 29. Oktober 1967
Geburtsort DortmundDeutschland
Größe 181 cm
Position Defensives Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1976–1983
1983–1986
SV Roland Marten
Borussia Dortmund
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
0000–1989
1989–1994
1994–1997
1997–2004
2003–2006
Borussia Dortmund Amateure
SG Wattenscheid 09
Karlsruher SC
FC Bayern München
FC Bayern München Amateure/II

162 (26)
92 (11)
150 0(4)
86 0(6)
Nationalmannschaft
1989 Deutschland U-21 1 0(0)
Stationen als Trainer
2006–2007
2007–2008
2008–2009
2009–2011
2011–2013
FC Red Bull Juniors
FC Red Bull Salzburg (Co-Trainer)
FC Ingolstadt 04
FC Basel
Hamburger SV
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Thorsten Fink (* 29. Oktober 1967 in Dortmund-Marten) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler.

Karriere als Spieler[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Über den Jugendverein SV Roland Marten und die Jugendabteilung von Borussia Dortmund, für die Fink von 1983 bis 1989 aktiv war, gelangte er als 21-Jähriger zum Zweitligisten SG Wattenscheid 09. Sein Debüt als Profi für den Verein gab der defensive Mittelfeldspieler am 29. Juli 1989 (1. Spieltag) beim 4:1-Sieg im Heimspiel gegen die SpVgg Bayreuth. Sein erstes Tor erzielte er mit dem Führungstreffer zum 3:0-Auswärtssieg bei Hannover 96 am 16. August 1989 (4. Spieltag). Von 1990 – die SG war in die Bundesliga aufgestiegen – bis 1994 absolvierte er für Wattenscheid in der Bundesliga 125 Spiele (25 Tore), die bis heute Vereinsrekord bedeuten.

Nach dem Abstieg 1994 wechselte er zum Ligakonkurrenten Karlsruher SC, 1997 unterschrieb er beim FC Bayern München. Seinen größten sportlichen Erfolg erreichte er mit den Bayern 2001 mit dem Gewinn der Champions League. Außerdem wurde er vier Mal Deutscher Meister und drei Mal Pokalsieger. Zudem war er Spieler der Mannschaft, die 2001 den Weltpokal gegen Boca Juniors Buenos Aires holte.

Fink bestritt insgesamt 150 Bundesligaspiele für Bayern München, ehe er ab 2003 für die zweite Mannschaft des FC Bayern in der damaligen Regionalliga Süd spielte; in der Saison 2003/04 gehörte er als Standby-Spieler auch dem Profikader an. Dort war er Mannschaftskapitän, bis ihn ein Knorpelschaden im Knie zwang, seine Karriere zu beenden. Sein letztes Spiel machte er am 2. April 2006.

Fink schoss in 367 Erstligaspielen 40 Tore, in 37 Zweitligaspielen ein Tor und in 86 Drittligaspielen sechs Tore.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Sein einziges Länderspiel bestritt er für die U-21-Nationalmannschaft bei einem 1:1 in Yaoundé gegen Kameruns A-Nationalmannschaft.

Karriere als Trainer[Bearbeiten]

Thorsten Fink unterstützte nach seiner aktiven Zeit in der ersten Mannschaft des FC Bayern München die Regionalliga-Mannschaft unter Hermann Gerland und absolvierte parallel dazu bis Ende 2005 eine Ausbildung zum Fußball-Lehrer an der Sporthochschule Köln.

FC Red Bull Salzburg[Bearbeiten]

Von 5. September 2006 bis 16. Juni 2007 trainierte Thorsten Fink die Amateurmannschaft des österreichischen Fußballclubs FC Red Bull Salzburg. Mit dieser wurde er Meister der Regionalliga West und stieg in die Erste Liga (zweithöchste Liga in Österreich) auf. Im Anschluss daran trainierte er als Assistent von Giovanni Trapattoni den Erstligisten Red Bull Salzburg, für den inzwischen auch sein ehemaliger Teamkollege Alexander Zickler spielte.

FC Ingolstadt 04[Bearbeiten]

Am 5. Januar 2008 unterschrieb Fink einen Vertrag als Cheftrainer beim deutschen Regionalligisten FC Ingolstadt 04, mit dem er am 31. Mai 2008 in die 2. Bundesliga aufstieg. Als Tabellenzwölfter der Hinrunde fiel der FCI nach elf sieglosen Spielen in der Rückrunde auf einen Abstiegsplatz zurück, und Fink wurde am 21. April 2009 beurlaubt.[1][2] 16 Tage zuvor war Fink vom Verein noch eine Jobgarantie bis zum Saisonende zugesichert worden. Aufsichtsratmitglied Andreas Schleef hatte in einem Interview am 17. April betont, dass „ein Trainerwechsel zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn mehr macht.“[3][4] In einem Interview am 10. Mai 2009 vertrat der Aufsichtsratsvorsitzende Peter Jackwerth die Auffassung, dass man sich bereits zu einem deutlich früheren Zeitpunkt von Thorsten Fink hätte trennen sollen.[5]

FC Basel[Bearbeiten]

Am 9. Juni 2009 folgte Fink Christian Gross als Trainer des FC Basel nach. Ausgestattet mit einem Dreijahresvertrag[6] gewann er trotz eines eher schlechten Starts in seiner ersten Saison seine ersten Titel als Trainer, den Schweizer Cup und eine Woche später die Meisterschaft. Dabei stellte das Team mit 90 Toren in 36 Ligaspielen einen neuen Torrekord für die Schweiz auf. Am 24. August 2010 zog Fink mit seiner Mannschaft in die Gruppenphase der UEFA Champions League 2010/11 ein. Am 30. Oktober 2010 wurde der Vertrag mit Thorsten Fink ohne Ausstiegsklausel bis zum Juni 2013 verlängert. Im Mai 2011 gewann er mit Basel die 14. Schweizer Meisterschaft, die zur erneuten Teilnahme an der Champions League berechtigte.

Hamburger SV[Bearbeiten]

Am 17. Oktober 2011 wurde Fink Trainer beim Bundesligisten Hamburger SV als Nachfolger von Michael Oenning, der am 19. September 2011 entlassen worden war.[7][8][9] Sein Vertrag mit dem FC Basel war zuvor in gegenseitigem Einvernehmen und gegen Zahlung einer Ablösesumme durch den HSV aufgelöst worden. Fink übernahm das Team nach dem 9. Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz. Im restlichen Verlauf der Hinrunde gelang es ihm, das Team zu stabilisieren und auf Platz 13 zu führen. Nach einer schwächeren Rückrunde geriet der HSV wieder in den Abstiegskampf, schloss die Saison aber auf dem 15. Tabellenplatz ab.

In der Saison 2012/13 verpasste der HSV unter seiner Führung nach einem Fehlstart zu Saisonbeginn mit dem siebten Platz am letzten Spieltag die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb. Nach einem schlechten Start in die Saison 2013/14 wurde Fink am 17. September 2013 nach einem 2:6 gegen Borussia Dortmund entlassen.[10]

Erfolge[Bearbeiten]

als Spieler[Bearbeiten]

als Trainer[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. kicker.de FCI trennt sich von Fink, kicker online vom 21. April 2009
  2. FCI trennt sich von Fink, donaukurier.de vom 21. April 2009
  3. donaukurier.de FC Ingolstadt: Fink bleibt definitiv bis zum Saisonende
  4. donaukurier.de „Alles wird weich gespült“
  5. donaukurier.de „Wir hätten früher reagieren müssen“
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatThorsten Fink neuer FCB-Trainer. 20 Minuten, abgerufen am 9. Juni 2009.
  7. hsv.de Thorsten Fink wird Trainer des Hamburger SV
  8. Spiegel.de Thorsten Fink wird neuer Coach des Hamburger SV
  9. Bestätigung von Seiten des FC Basel
  10. Der HSV trennt sich von Thorsten Fink hsv.de, abgerufen am 18. September 2013
  11. Kicker Fußball-Almanach 2009, S. 596. Copress Sport Verlag, München, 2009.