Bert van Marwijk

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Bert van Marwijk

Bert van Marwijk, 2011

Spielerinformationen
Voller Name Lambertus van Marwijk
Geburtstag 19. Mai 1952
Geburtsort DeventerNiederlande
Größe 181 cm
Position Mittelfeld, Sturm
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1969–1975
1975–1978
1978–1986
1986–1987
1987–1988
Go Ahead Eagles
AZ Alkmaar
MVV Maastricht
Fortuna Sittard
FC Assent
146 (16)
69 (20)
225 (11)
11 0(1)
17 0(0)
Nationalmannschaft
1975 Niederlande 1 0(0)
Stationen als Trainer
1982–1986
1986–1990
1990–1991
1991–1995
1995–1998
1998–2000
2000–2004
2004–2006
2007–2008
2008–2012
2013–2014
MVV Maastricht (Jugend)
SV Meerssen (Jugend)
FC Herderen
RKVCL Limmel
SV Meerssen
Fortuna Sittard
Feyenoord Rotterdam
Borussia Dortmund
Feyenoord Rotterdam
Niederlande
Hamburger SV
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Lambertus „Bert“ van Marwijk, Ritter im Orden von Oranien-Nassau, (* 19. Mai 1952 in Deventer) ist ein ehemaliger niederländischer Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer. Vom 25. September 2013 bis 15. Februar 2014 war er Cheftrainer des Hamburger SV.

Karriere[Bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten]

Als Mittelfeldspieler oder Stürmer kam er 390-mal in der Eredivisie, der höchsten niederländischen Spielklasse, zum Einsatz und spielte einmal in der niederländischen Nationalmannschaft. Seine Spielerlaufbahn führte ihn unter anderem zum AZ Alkmaar und dem MVV Maastricht. Sein größter und einziger Titel als Spieler war der Gewinn des niederländischen Pokals mit dem AZ Alkmaar in der Saison 1977/78.

Als Trainer[Bearbeiten]

Anfänge und Feyenoord Rotterdam[Bearbeiten]

Schon in den letzten Jahren seiner aktiven Fußballerkarriere trainierte van Marwijk erste Jugendteams. Über die Stationen FC Herderen, RKVCL Limmel, SV Meerssen und Fortuna Sittard landete er im Jahr 2000 schließlich als Übungsleiter bei Feyenoord Rotterdam, wo er vier Jahre lang angestellt war. Sein größter Erfolg war hier der Gewinn des UEFA-Pokals, den er 2002 im Finale mit 3:2 gegen Borussia Dortmund gewann. Sein Nachfolger in Rotterdam wurde Ruud Gullit.

Erste Station in der Bundesliga: Borussia Dortmund[Bearbeiten]

Am 1. Juni 2004 unterzeichnete van Marwijk gemeinsam mit Dick Voorn bei Borussia Dortmund einen Zweijahresvertrag, der am 28. Mai 2005 vorzeitig bis zum 30. Juni 2007 und am 26. Juli 2006 nochmals bis zum 30. Juni 2008 verlängert wurde. Am 2. Dezember 2006 bestätigte van Marwijk allerdings Presseberichte, wonach er den Verein zum 30. Juni 2007 verlassen werde. Zwei Wochen später, am 18. Dezember 2006, wurde er als Cheftrainer der Borussia entlassen. Als Nachfolger verpflichteten die Dortmunder Jürgen Röber.

Rückkehr zu Feyenoord und Bondscoach[Bearbeiten]

In der Saison 2007/08 war van Marwijk erneut Trainer bei Feyenoord Rotterdam. Er unterschrieb im Sommer 2007 einen Zweijahresvertrag, den er jedoch nicht erfüllte, da er nach der Europameisterschaft 2008 die niederländische Nationalmannschaft als Nachfolger von Marco van Basten übernahm. Dennoch führte er das Team zum Pokalsieg. Sein Vertrag mit dem Koninklijke Nederlandse Voetbal Bond wurde im März 2010 bis einschließlich der Europameisterschaft 2012 verlängert. Mit der niederländischen Nationalmannschaft gelangte er bei der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika bis ins Finale, das allerdings gegen Spanien mit 0:1 nach Verlängerung verloren wurde. Bei der Europameisterschaft 2012 verloren die Niederlande unter seiner Leitung als Trainer alle drei Spiele in der Vorrunde und schieden aus. Für die Niederlande war es das schlechteste Turnierergebnis überhaupt. Am 27. Juni 2012 trat van Marwijk als Nationaltrainer zurück.[1]

Rückkehr in die Bundesliga: Hamburger SV[Bearbeiten]

Nach etwas über einem Jahr ohne Anstellung übernahm van Marwijk am 25. September 2013 die auf dem 16. Tabellenplatz stehende Bundesligaelf des Hamburger SV vom zuvor entlassenen Thorsten Fink. Er kehrte somit nach rund sieben Jahren in die höchste deutsche Spielklasse zurück. Beim HSV unterschrieb van Marwijk einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015 mit einer Option auf eine weitere Spielzeit und brachte Co-Trainer Roel Coumans mit an die Elbe.[2] Unter van Marwijk stellte der HSV im Februar 2014 einen negativen Vereinsrekord ein. Noch nie zuvor hatten die Hamburger in ihrer 51-jährigen Bundesligazugehörigkeit sieben Spiele nacheinander verloren. Nach einer 2:4-Niederlage beim Tabellenletzten Eintracht Braunschweig wurde van Marwijk am 15. Februar 2014 schließlich entlassen.[3]

Titel und Erfolge[Bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten]

AZ Alkmaar:

Als Trainer[Bearbeiten]

Feyenoord Rotterdam:

Niederländische Nationalmannschaft:

Privat[Bearbeiten]

  • Van Marwijks Schwiegersohn ist der ehemalige niederländische Nationalspieler Mark van Bommel, der in seiner Amtszeit Kapitän der Elftal war.
  • Am 12. Juli 2010 wurde Van Marwijk von der niederländischen Königin zum Ritter geschlagen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Van Marwijk stopt als bondscoach, Pressemitteilung auf der Website der niederländischen Nationalmannschaft (27. Juni 2012)
  2. Bert van Marwijk wird Trainer des Hamburger SV
  3. HSV stellt Trainer Bert van Marwijk frei

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bert van Marwijk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien