Vendersheim
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Alzey-Worms | |
| Verbandsgemeinde: | Wörrstadt | |
| Höhe: | 217 m ü. NN | |
| Fläche: | 4,17 km² | |
| Einwohner: |
574 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 138 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 55578 | |
| Vorwahl: | 06732 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 31 065 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Zum Römergrund 2 - 6 55286 Wörrstadt |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Gerhard Lenz | |
| Lage der Ortsgemeinde Vendersheim im Landkreis Alzey-Worms | ||
Vendersheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wörrstadt an
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Der Ort liegt zwischen Mainz (etwa 28 km) und Alzey (etwa 14 km) in der Region Rheinhessen. Das höchste Bergmassiv der Pfalz, der Donnersberg, erhebt sich in SSW in 30 km Entfernung (Luftlinie). Vendersheim ist wie von einem nach Süden geöffnetem Hufeisen von Weinbergen umschlossen und hat über 1500 Stunden Sonnenschein pro Jahr. Der Boden um Vendersheim ist sehr fruchtbar. Er besteht aus verwittertem Löß, dem sogenannten Lößlehm.
[Bearbeiten] Geschichte
Nach der letzten Eiszeit und der Rückwanderung der Pflanzenwelt begann die dauerhafte Besiedlung des Rheintals durch Bandkeramiker. Im Raum Vendersheim existieren nur wenige Funde, die eine bronzezeitliche Besiedlung beweisen würden. Während der Römerzeit existierte eine ländliche römische Besiedlung in Form eines römischen Einzelhofs (Villa rustica) mit Feldbau, Viehhaltung und Weinbau.
Die Franken überwanden 406 n.Chr. die Rheingrenze und besiedelten den Raum zwischen Donnersberg und Rhein. Neue Ortsnamen mit der Endung auf -heim überwiegen. König Chlodwig ließ sich 498 taufen, die Franken werden Christen. In der Folgezeit entsteht vermutlich auch Vendersheim als fränkisch-christliche Siedlung. Der Ortsname „Fendersheim“ taucht erst 1426 urkundlich auf (Staatsarchiv Koblenz). Die Namensdeutung lautet Heim des Fendiheri (fränkischer Feldherr). Es wurde der Priester Pleban an der St. Martinuskirche in Fendersheim beurkundet. Im Jahr 1443 wurde der Name „Venderßheim" in hessischen Urkunden niedergeschrieben.
Im 15. Jahrhundert gehörte Vendersheim zum Gebiet der Junker Faust zu Stromberg. Durch die Kurpfälzische Reformation wurde Vendersheim 1556 lutherische Pfarrei und die Martinuskirche lutherisches Gotteshaus. Der Westfälischer Friede von 1648 enthielt Simultanbestimmungen für Kurpfalz. Vendersheim wurde ein Simultaneum, d.h. katholische, lutherische und reformierte Bürger waren und blieben heimatberechtigt. Der Junker Faust wurde 1660 katholisch und das Kirchenvermögen in Vendersheim fiel an die Katholische Kirche.
Das Geschlecht der von Faust erlosch 1730 und Vendersheim fiel an das Haus der Grafen zu Eltz. Die Martinuskirche wurde zu einer Simultankirche. Lutheraner und Katholiken benutzten dasselbe Gotteshaus. Die Katholische Gemeinde erbaute mit Hilfe der Grafen zu Eltz 1790/91 die neue Martinskirche. Die Evangelische Gemeinde benutzte weiterhin das alte Gotteshaus.
Während der Besatzung durch französische Truppen 1792 bis 1814 gehört Vendersheim zum Departement Donnersberg. Das Lehenrecht wurde abgeschafft und für Geburt, Heirat und Tod galt staatliche Beurkundungspflicht. Es kam zu Einrichtung von Staatsschulen. Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde die Region Worms, Alzey, Mainz und Bingen als Provinz Rheinhessen in das Großherzogtum Hessen eingegliedert.
Lutheraner und Reformierte in Rheinhessen vereinigten sich 1822 zur Evangelischen Kirche. Die baufälligen alte Martinuskirche wurde 1869 abgerissen und 1870/71 das heutige evangelische Gotteshaus gebaut.[2]
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1904 | 1905 | 1950 | 1972 | 1982 | 1992 | 2000 | 2004 | 2005 | |
| Einwohner | 414 | 502 | 498 | 396 | 429 | 412 | 590 | 605 | 590 |
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Ortsgemeinderat in Vendersheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]
[Bearbeiten] Bürgermeister
- Gerhard Lenz
[Bearbeiten] Gemeindepartnerschaften
- Bruley aus dem Departement Meurthe-et-Moselle, Frankreich, seit 1998
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
- Katholische Kirche, Einweihung: 1790
- Evangelische Kirche, Einweihung: 1871 (27. November)
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Vendersheim
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Vendersheimer Martini Kerb (zweites Wochenende im November)
[Bearbeiten] Wirtschaft
Der Weinbau mit einer Rebfläche von 180 Hektar prägt den Ort.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
- ↑ Heinrich Steitz: Manuskripte für eine Chronik von Vendersheim, Mainz, 1984 (unveröffentlicht)
- ↑ Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
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