Saulheim
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Alzey-Worms | |
| Verbandsgemeinde: | Wörrstadt | |
| Höhe: | 154 m ü. NN | |
| Fläche: | 18,94 km² | |
| Einwohner: |
7.195 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 380 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 55291 | |
| Vorwahl: | 06732 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 31 058 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Zum Römergrund 2 - 6 55286 Wörrstadt |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Martin Fölix (CDU) | |
| Lage der Ortsgemeinde Saulheim im Landkreis Alzey-Worms | ||
Saulheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wörrstadt an.
Der Weinort liegt in Rheinhessen und besteht aus den Ortsteilen Nieder- und Ober-Saulheim.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die Gemeinde Saulheim wurde am 7. Juni 1969 aus den bis dahin eigenständigen Gemeinden Nieder-Saulheim und Ober-Saulheim gebildet.[2]
[Bearbeiten] Religionen
Etwa zwei Drittel der Bevölkerung sind evangelischen Glaubens, das restliche Drittel – von wenigen Konfessionslosen abgesehen – katholisch. Im Ort stehen drei Kirchengebäude, zwei evangelische und ein katholisches.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat in Saulheim besteht aus 22 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.
Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[3]
| SPD | CDU | FDP | FWG | GAL | Pro Saulheim | Gesamt | |
| 2009 | 6 | 7 | 1 | 2 | 4 | 2 | 22 Sitze |
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: „In Rot drei (2:1) gestellte zunehmende silberne Monde.“
Dieses Wappen erscheint gleichartig in Gerichtssiegeln von 1570 und 1620, in umgekehrter Farbfolge auf einem Stein mit der Jahreszahl 1571, der von dem nicht mehr stehenden Turm der Kirche St. Bartholomäus stammt und 1855 am Rathaus angebracht wurde. Die drei Halbmonde bildeten das Wappen des im 18. Jahrhundert erloschenen rheinischen Rittergeschlechts der Hund, dessen zahlreiche Stämme sich nach dem Sitz Saulheim benannten. Es ist in den verschiedensten Varianten und Tingierungen überliefert. Um Gemeinde- und Adelswappen voneinander zu unterscheiden, hat man die Farben in der oben beschriebenen Weise festgelegt. Der Ort war bis zum Ende des 18. Jahrhundert Besitz einer Ganerbenschaft unter der kurpfälzischen Oberhoheit.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
Eine Besonderheit Saulheims ist die 1904 erbaute Sängerhalle, die der in die Vereinigten Staaten von Amerika ausgewanderte und dort in der Holzwirtschaft erfolgreiche Friedrich Weyerhäuser seinem Heimatort gestiftet hat.
Die Kirche St. Bartholomäus stammt aus dem 14. Jahrhundert, ihr Grundstein wurde 1344 gelegt. Sie war der Nachfolgebau einer spätmittelalterlichen Landkirche des Bischofs von Mainz.[4] Die Auferstehungsfenster im Chor wurden von Alois Plum gestaltet.
[Bearbeiten] Denkmäler
Auf dem Raiffeisenplatz ist eine Figur aus rotem Sandstein des legendären Ritters Hundt zu Saulheim (Ritterkanton Oberrhein) zu sehen, die am 8. Mai 1987 aufgestellt wurde. Sie wurde geschaffen von Melchior Gresser junior.
[Bearbeiten] Kulturdenkmäler
An der Landesstraße 401 in Höhe von Ober-Saulheim steht der Menhir („Hinkelstein“) „Langer Stein“ aus grauer Vorzeit, um den sich Sagen ranken. Im oberen Drittel ist eine Nische zur Aufnahme eines christlichen Heiligenbildes eingehauen. Sie kann nach ihrer Form in die späte Gotik datiert werden.
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Saulheim
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Ober-Saulheimer Kerb alljährlich am letzten Wochenende im August (Freitag - Dienstag)
- Nieder-Saulheimer Ritter-Hundt-Weinkerb alljährlich am 2. Wochenende im September (Freitag - Dienstag)
- Backesbrunnenfest des Dorfvereins und der Backesbrunnenfestfreunde jährlich am 1. Juliwochenende
- Immaculata am 8. Dezember in der katholischen Kirchen mit darauf folgender Andacht und Ausschenken von Glühwein durch die KJS
[Bearbeiten] Jugend
In Saulheim befindet sich ein öffentlicher Jugendtreff. In einem großzügig geschnittenen Thekenraum werden folgende Freizeitangebote angeboten: Billard, Kicker, Tischtennis, 4 Internetzugänge, Musikbibliothek zum auswählen und anhören. Für den aktiven Musiker steht ein Musik- und Aufnahmestudio zur Verfügung.
Weiterhin gibt es eine Katholische Jugendgruppe (KJS). Diese Jugendgruppe besteht aus mehreren Gruppenleitern, die jeweils eine eigene Gruppenstunde für Jugendliche zwischen 9 und 15 Jahren veranstalten. Einmal im Jahr veranstaltet die KJS eine Osterfreizeit in verschiedenen Selbstversorgerhäusern. Aktuelle Informationen hierzu findet man im Veranstaltungskalender auf der Homepage der Gemeinde.
Außer der KJS gibt es in Saulheim eine Ortsgruppe der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB). Diese bietet außer Gruppenstunden auch jährlich zwei Zeltlager an, eines für Kinder von 7 bis 13 und eines für Jugendliche von 14 bis 16 Jahre. Zusätzlich bietet die KLJB in den Herbstferien eine Herbstfreizeit in einem Selbstversorgerhaus für Teilnehmer zwischen 11 und 15 Jahren an. Über das Jahr verteilt finden zusätzlich immer wieder kleinere Veranstaltungen statt, wie z.B. eine Kinderbetreuung im Advent, um die Eltern im Weihnachtstress zu entlasten.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
| Größte Weinbaugemeinden im Anbaugebiet |
Rang nach Rebfläche (innerhalb von RLP) |
Bestockte Rebfläche |
Rebsorten | |
|---|---|---|---|---|
| Weißwein | Rotwein | |||
| ha | % | |||
| 26.228 | 67,4 | 32,6 | ||
| Worms | 3 | 1.490 | 59,6 | 40,4 |
| Nierstein | 6 | 783 | 75,6 | 24,4 |
| Alzey | 8 | 769 | 69,0 | 30,1 |
| Westhofen | 9 | 764 | 68,7 | 31,3 |
| Alsheim | 10 | 704 | 69,3 | 30,7 |
| Bechtheim | 11 | 654 | 70,2 | 29,8 |
| Ingelheim am Rhein | 12 | 641 | 45,1 | 54,9 |
| Flörsheim-Dalsheim | 13 | 635 | 65,0 | 35,0 |
| Bingen am Rhein | 15 | 590 | 72,6 | 27,4 |
| Saulheim | 16 | 508 | 72,2 | 27,8 |
| Osthofen | 20 | 464 | 67,8 | 22,2 |
| Guntersblum | 21 | 461 | 71,8 | 28,2 |
| Dittelsheim-Heßloch | 23 | 446 | 68,6 | 31,4 |
| Stadecken-Elsheim | 24 | 433 | 69,2 | 30,8 |
| Quelle: Weinbau 2005/2006. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz Bad Ems, Mai 2006. |
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Es wird Acker- und Weinbau betrieben.
Momentan befindet sich das Gewerbegebiet II mit mehreren Einkaufsmöglichkeiten im Ausbau.
In Saulheim befindet sich eines von bundesweit 33 Postfrachtzentren der DHL. Es ist die Hauptumschlagbasis für alle Luftpostsendungen (via Flughafen Frankfurt am Main) aus dem Südwesten Deutschlands.
[Bearbeiten] Verkehr
Saulheim liegt an der Bahnstrecke von Alzey nach Mainz und wird im Halbstundentakt bedient. Zwei Anschlüsse an die L 401 und der Autobahnanschluss an die A 63 zwischen den Kreuzen Mainz und Alzey bieten die straßenverkehrliche Anbindung.
Am Bahnhof halten Züge der Bahnstrecke Alzey–Mainz. Am Wochenende sowie an Feiertagen sind Fahrten mit dem Elsass-Express nach Wissembourg möglich.
[Bearbeiten] Bildung
Die Gemeinde verfügt über fünf Kindergärten. Im Ortsteil Nieder-Saulheim befindet sich eine Grundschule. Der Besuch weiterführender Schulen ist im Ort nicht möglich. Sie befinden sich im 4 km entfernten Wörrstadt sowie Alzey (19 km), Nieder-Olm (3 km) und Mainz (18 km).
Als weiteres Bildungsangebot steht die Volkshochschule Saulheim zur Verfügung. Das Angebot reicht von Sprachen über Gesundheit bis zu kreativem Gestalten.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Joseph Neeb (1797-1843), Professor der Philosophie und Abgeordneter der 2. Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen und Bürgermeister von Nieder-Saulheim
- Friedrich Weyerhäuser (1834-1914), amerikanischer Holzmogul, Gründer des Unternehmens Weyerhaeuser, geboren in Saulheim, stiftete dem Dorf 1904 die sog. Sängerhalle.
[Bearbeiten] Literatur
- Detert Zylmann: Das Rätsel der Menhire. Verlag Ernst Probst, Mainz-Kostheim 2003
- Jakob Decker: 1200 Jahre Nieder-Saulheim 763-1963. Gemeindeverwaltung Nieder-Saulheim, 1963
- Karl Johann Brilmayer: Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag Weidlich, Würzburg 1985 (Reprint von 1905)
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
- ↑ Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 195 (PDF)
- ↑ Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
- ↑ Die St. Bartholomäus Kirche in Nieder-Saulheim
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