Mettenheim (Rheinhessen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Mettenheim
Mettenheim (Rheinhessen)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Mettenheim hervorgehoben
49.748.325833333333387Koordinaten: 49° 44′ N, 8° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Alzey-Worms
Verbandsgemeinde: Eich
Höhe: 87 m ü. NHN
Fläche: 6,41 km²
Einwohner: 1508 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 235 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67582
Vorwahl: 06242
Kfz-Kennzeichen: AZ
Gemeindeschlüssel: 07 3 31 045
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 26
67575 Eich
Webpräsenz: www.mettenheim-rlp.de
Ortsbürgermeister: Leonhard Jugenheimer (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Mettenheim im Landkreis Alzey-Worms
Gimbsheim Hamm am Rhein Eich (Rheinhessen) Alsheim Mettenheim Osthofen Bechtheim Dittelsheim-Heßloch Frettenheim Westhofen Monzernheim Gundheim Bermersheim Gundersheim Hangen-Weisheim Hochborn Offstein Hohen-Sülzen Monsheim Wachenheim (Pfrimm) Mölsheim Flörsheim-Dalsheim Mörstadt Wendelsheim Stein-Bockenheim Wonsheim Wonsheim Siefersheim Wöllstein Gau-Bickelheim Gumbsheim Eckelsheim Gau-Weinheim Vendersheim Wallertheim Partenheim Saulheim Udenheim Schornsheim Gabsheim Wörrstadt Sulzheim (Rheinhessen) Spiesheim Ensheim Armsheim Flonheim Erbes-Büdesheim Nack Nieder-Wiesen Bechenheim Offenheim Bornheim (Rheinhessen) Lonsheim Bermersheim vor der Höhe Albig Biebelnheim Bechtolsheim Gau-Odernheim Framersheim Gau-Heppenheim Alzey Ober-Flörsheim Flomborn Eppelsheim Dintesheim Esselborn Mauchenheim Freimersheim (Rheinhessen) Wahlheim Kettenheim Hessen Mainz Landkreis Mainz-Bingen Worms Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Bad Kreuznach DonnersbergkreisKarte
Über dieses Bild
Mettenheim
Das Rathaus in Mettenheim
Alter Hohlweg am Berghang in Mettenheim

Mettenheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Eich an.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt zwischen Worms und Mainz.

Klima[Bearbeiten]

Der Jahresniederschlag beträgt 558 mm. Die Niederschläge sind niedrig. Sie liegen im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 12 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Januar, die meisten Niederschläge fallen im Juli. Im Juli fallen 2 mal mehr Niederschläge als im Januar. Die Niederschläge variieren mäßig. An 51 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach einer im Lorscher Codex enthaltenen Urkunde wurde Mettenheim 765 erstmals erwähnt.

Das Dorf zählte Ursprünglich zu den Besitzungen des Bischofs von Worms, war aber schon in früher Zeit den Grafen Leiningen zu Lehen gegeben, die es später zu den Stammgütern ihres Hauses zählten. 1393 wird eine Burg zu Mettenheim genannt, die ihr Eigentümer, der Kämmerer und Ritter von Fleckenstein, damals der Stadt Worms verkaufte.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts ging das Dorf und das Schloss in den Besitz des Frankfurter Kaufmanns Canpoing, und von diesem 1709 wieder in die Hände der Grafen von Wartenberg (Kolb von Wartenberg) über , bis zur Französischen Revolution, über. Das Schloss wurde 1793 von französischen Revolutionstruppen zerstört.[2]

Mettenheim blieb bis zum Ende des 18. Jahrhunderts im Besitz der Grafen von Wartenberg. Während der sogenannten Franzosenzeit gehörte der Ort zum Kanton Bechtheim im Departement Donnersberg. Aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen und einem 1816 zwischen Hessen, Österreich und Preußen geschlossenen Staatsvertrag kam die Region und damit auch Mettenheim zum Großherzogtum Hessen und wurde von diesem der Provinz Rheinhessen zugeordnet. Nach der Auflösung der rheinhessischen Kantone kam der Ort 1835 zum neu errichteten Kreis Worms, zu dem er bis 1969 gehörte.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Mettenheim, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 596
1835 851
1871 720
1905 734
1939 834
Jahr Einwohner
1950 1.031
1961 989
1970 1.015
1987 919
2005 1.559

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Mettenheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl CDU FWG WGR 1 WGR 2 Gesamt
2009 2 6 2 6 16 Sitze
2004 2 5 7 2 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Silber ein roter aufwärts gerichteter Adlerfang.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Partnerschaften bestehen mit der Gemeinde Mettenheim in Bayern, sowie mit der Gemeinde Pupillin in Frankreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

2007 wurde unter der evangelischen Kirche die Gruft der Grafen von Wartenberg nach der Renovierung für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Mettenheim

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Etwa die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche von 540 Hektar sind in Mettenheim mit Reben bestockt. Die Weinberge liegen windgeschützt in Hangterrassen des Wonnegaus. 34 Vollerwerbsbetriebe leben vom Weinbau. Mettenheim liegt im Bereich Nierstein des Weinbaugebiets Rheinhessen und führt die Lagebezeichnungen: Michelsberg, Schloßberg und Goldberg. An den Berghängen gibt es noch viele alte Hohlwege die einen besonderen Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere bieten.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Mettenheim

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Mettenheim auf einem Pabst Glas von 1958

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mettenheim (Rheinhessen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Rheinland-Pfalz und Saarland, Deutscher Kunstverlag, München 1984, S. 673; ISBN 3-422-00382-7
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Helmut Schmahl: Rheinhessische Brauer in Milwaukee in: Verpflanzt, aber nicht entwurzelt: Die Auswanderung aus Hessen-Darmstadt (Provinz Rheinhessen) nach Wisconsin im 19. Jahrhundert. Frankfurt/Main (u. a.) 2000 (Mainzer Studien zur Neueren Geschichte, 1)