Wattendorf

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Oberfranken. Zur Schweizer Mittel- und Langstreckenläuferin siehe Elise Wattendorf.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wattendorf
Wattendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wattendorf hervorgehoben
50.03333333333311.133333333333530Koordinaten: 50° 2′ N, 11° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Steinfeld
Höhe: 530 m ü. NHN
Fläche: 22,23 km²
Einwohner: 679 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96196
Vorwahl: 09504
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 209
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 9
96196 Wattendorf
Webpräsenz: www.wattendorf-oberfranken.de
Bürgermeister: Thomas Betz (CSU/Bojendorfer Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Wattendorf im Landkreis Bamberg
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Über dieses Bild

Wattendorf ist die kleinste Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Steinfeld.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der Ort liegt am Rande der Fränkischen Schweiz am Juraaufstieg im östlichen Teil des Landkreises Bamberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Weismain (Landkreis Lichtenfels), Stadelhofen, Scheßlitz, Bad Staffelstein und Lichtenfels (beide Landkreis Lichtenfels).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Wattendorf gliedert sich in fünf Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Aus vorgeschichtlicher Zeit ist der Fund eines Flugsauriers mit hohen Stelzenbeinen bemerkenswert, den Paläontologen 2012 in Wattendorf freilegten. Nach Aussagen von Forschern des Naturkundemuseums in Bamberg und des Naturkundemuseums Karlsruhe stammt er aus dem späten Jura vor rund 155 Millionen Jahren. Er steht für eine bisher nicht bekannte Art oder Gattung und wird als sehr gut erhalten beschrieben. [1]

Wattendorf ist ein altes Siedlungsgebiet, das schon in der Zeit um 3000 bis 1800 v. Chr. von Bandkeramikern besiedelt wurde.

Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1180 zurück; damals war der Ort im Besitz der Grafen von Andechs. Von 1260 bis 1274 war Wattendorf im Besitz des Grafen von Truhendingen. Dieser schenkte das Gut Wattendorf im Jahr 1274 dem Zisterzienserkloster Langheim, dem es bis zur Säkularisation 1803 gehörte. Die Stellung des Klosters gegenüber dem Hochstift Bamberg wurde mit der Zeit immer schwächer, so dass man am Ende des Alten Reiches fast von einem Mediat des Hochstiftes sprechen kann. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bisher selbständigen Gemeinden Bojendorf und Gräfenhäusling eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 814
  • 1970: 753
  • 1987: 723
  • 2000: 722
  • 2006: 708
  • 2009: 685
  • 2011: 687
  • 2012: 685
  • 2013: 679

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit 2014 Thomas Betz (CSU/Bojendorfer Wählergemeinschaft), der bei einem Gegenkandidaten 71,57 % der Stimmen erhielt. Sein Vorgänger war seit 1978 Rudolf Krapp von der CSU, der 2008 mit 86,96 % der Stimmen zum fünften Mal wiedergewählt worden war.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Wahl der Gemeinderäte in Wattendorf 2008:

Wahl der Gemeinderäte in Wattendorf 2002:

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 274.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 50.000 Euro.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt in Blau einen nach links blickenden silbernen Adler; hinten einen goldenen Kelch, aus dem ein goldener Abtstab wächst.

Der Adler und die Farbe Blau erinnern an die Herzöge von Andechs-Meranien, die bis 1248 die Herrschaftsrechte über Wattendorf ausübten. Der Kelch und der Abtstab erinnern an die Schenkung des Ortes an das Zisterzienserkloster Langheim durch die Grafen von Truhendingen im Jahr 1260.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Brauereien[Bearbeiten]

In Wattendorf gibt es heute noch zwei kleine Familienbrauereien, die Brauerei Hübner und die Brauerei Dremel. In beiden werden fränkische Bierspezialitäten ausgeschenkt.

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 305. Im verarbeitenden Gewerbe gab es neun Betriebe, im Bauhauptgewerbe keine Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 79 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1220 Hektar, davon waren 1078 Hektar Ackerfläche und 140 Hektar Dauergrünfläche.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111102/000327&attr=OBJ&val=1138
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 673.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wattendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien