Stegaurach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Stegaurach
Stegaurach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stegaurach hervorgehoben
49.86333333333310.843611111111268Koordinaten: 49° 52′ N, 10° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Höhe: 268 m ü. NN
Fläche: 23,89 km²
Einwohner:

6887 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 288 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96135
Vorwahl: 0951
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 191
Gemeindegliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schlossplatz 1
96135 Stegaurach
Webpräsenz: www.stegaurach.de
Bürgermeister: Siegfried Stengel (CSU/Bürgerblock)
Lage der Gemeinde Stegaurach im Landkreis Bamberg
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Über dieses Bild

Stegaurach ist eine Gemeinde im Landkreis Bamberg, Oberfranken, Bayern.

Inhaltsverzeichnis

Geographie [Bearbeiten]

Geographische Lage [Bearbeiten]

Die Ortschaft Stegaurach liegt im Tal der Aurach, ca. vier Kilometer westlich von Bamberg in Richtung des Steigerwaldes. Hinter der Hügelkette im Norden von Stegaurach liegt das mittlere Maintal.

Nachbargemeinden [Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Bischberg, Bamberg, Pettstadt, Frensdorf, Burgebrach und Walsdorf.

Gemeindegliederung [Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Stegaurach hat 12 amtlich benannte Ortsteile (in Klammern Einwohnerzahlen, Stand: 2007)[2]:

Nicht amtlich benannte Ortsteile sind Kaifeck (12) und Mutzershof (67).

Es gibt folgende Gemarkungen: Hartlanden, Höfen, Mühlendorf, Stegaurach, Birkacher Wald.

Bildergalerie [Bearbeiten]

Geschichte [Bearbeiten]

Stegaurach gehörte zum Hochstift Bamberg und war ursprünglich Teil der erbermännischen Güterverwaltung, die jedoch zu einem großen Teil aus Besitz des Hochstifts oder seinen Mediaten bestand. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern.

Von 1978 bis 2012 war die Gemeinde Mitglied und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Stegaurach.

Religionen [Bearbeiten]

78 % der Bevölkerung sind römisch-katholisch, 13 % evangelisch und 9 % gehören einer anderen Konfession an bzw. sind konfessionslos.

Eingemeindungen [Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Nachbargemeinde Höfen eingegliedert.[3] Am 1. Januar 1973 kam ein Teil, am 1. April 1975 schließlich der Rest der Gemeinde Hartlanden hinzu. Mühlendorf folgte am 1. Januar 1978.[4]

Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]

Stichtag Einwohner
01.12.1840 1587
01.12.1871 1786
01.12.1900 1864
16.06.1925 1794
17.05.1939 2052
13.09.1950 2763
06.06.1961 3210
27.05.1970 3935
25.05.1987 4958
31.12.2000 6323
31.12.2001 6454
31.12.2002 6605
31.12.2003 6704
31.12.2004 6788
31.12.2005 6824
31.12.2006 6841
31.12.2007 6947
31.12.2008 6844
31.12.2009 6824
31.12.2011 6887

[5]

Politik [Bearbeiten]

Bürgermeister [Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 1996 Siegfried Stengel (CSU/Bürgerblock), der 2008 in der Stichwahl mit 56,37 % gegen Bernd Fricke (Grüne/Aktive Bürgerstimme/SPD) gewann.

Auflistung nach Legislaturperioden [Bearbeiten]

  • 1876 - 1881: Johann Feulner
  • 1882 - 1895: Michael Ritter
  • 1895 - 1905: Andreas Windfelder
  • 1905 - 1923: Friedrich Röckelein
  • 1923 - 1929: Adam Mackert
  • 1930 - 1933: Johann Kratzer
  • 1933 - 1945: Eugen Stettmayer
  • 1945 - 1948: Georg Metzner
  • 1948 - 1953: Georg Steblein
  • 1953 - 1967: Georg Dresel
  • 1967 - 1978: Peter Graf
  • 1978 - 1990: Johann Ziegler
  • 1990 - 1996: Maximilian Wagner
  • seit 1996: Siegfried Stengel (CSU/Bürgerblock)

Gemeinderat [Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002 und 2008 führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

2002 2008
CSU/Bürgerblock 10 8
Freie Liste 4 4
SPD 2 2
Bürgernahe Liste 2 3
Grüne/Aktive Bürgerstimme 2 3

Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Baudenkmäler [Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Stegaurach

Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]

Kirchweih in Stegaurach
Am ersten Sonntag im Juli ist Kirchweih. Das ganze Wochenende über gibt es Tanzveranstaltungen und Volksfestattraktionen. Die Kirchweih beginnt mit dem Aufstellen des Kirchweihbaumes.
Faschingszug
Am Faschingssonntag gestalten die Ortsvereine nachmittags einen bunten Umzug mit geschmückten Wagen und verkleideten Fußgruppen.
Maibaum
Den Sommer über steht auf dem Luigi-Padovese-Platz der Maibaum. Die seitlich angebrachten Tafeln zeigen die Stegauracher Zünfte, zum Beispiel das Bauhandwerk. Der Maibaum wird in den Tagen vor dem 1. Mai mit einem festlichen Akt aufgestellt.
Karpfensaison
Karpfensaison ist in allen Monaten mit dem Buchstab r. Viele Gasthäuser bieten in dieser Zeit panierten Karpfen als Gebackenen Karpfen und in Weißweinsud gekochten Karpfen als Blauen Karpfen an.

Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2.573.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 263.000 Euro.

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 313 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2.120. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei, im Bauhauptgewerbe sieben Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 46 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 795 Hektar, davon waren 571 Hektar Ackerfläche und 223 Hektar Dauergrünfläche.

Zwischen Debring und Unteraurach liegt das Gewerbegebiet Debring mit zahlreichen ansässigen Handwerksbetrieben.

Brauereien [Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde gibt es drei Brauereien: die Hausbräu Stegaurach (2001 gegründet), die Brauerei Müller in Debring und die Mühlenbräu in Mühlendorf. Bis 1989 gab es in Stegaurach die Brauerei Krug und bis 1983 die Brauerei Windfelder, in Mühlendorf bis 1973 die Brauerei Zur Linde Dorn und in Waizendorf bis 1976 die Brauerei Giehl.

Bildung [Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • 225 Kindergartenplätze mit 228 Kindern
  • Eine Volksschule mit 25 Lehrern und 470 Schülern

Freiwillige Feuerwehren [Bearbeiten]

In Debring, Hartlanden, Höfen/Waizendorf, Mühlendorf und Stegaurach gibt es Freiwillige Feuerwehren.

Verkehr [Bearbeiten]

Die wichtigste Verkehrsachse der Gemeinde ist die Bundesstraße B22 im Abschnitt zwischen Würzburg und Bamberg, die ca. vier Kilometer vor Bamberg durch Debring führt. Weitere wichtige Straßen sind die St 2276 Stegaurach - Walsdorf - Trabelsdorf, die St 2254 Bamberg - Waizendorf - Frensdorf - Höchstadt/Aisch und die BA 21 Waizendorf - Pettstadt.

Die Gemeinde Stegaurach liegt im Gebiet des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg. Die Ortsteile Debring, Stegaurach, Mühlendorf und Hartlanden werden durch die Buslinie 912 täglich im Stundentakt bedient. Die Buslinie 989 bedient werktags außerdem die Ortsteile Waizendorf und Unteraurach, die Buslinie 983 bedient die Ortsteile Waizendorf und Höfen.

Sport [Bearbeiten]

Basketball [Bearbeiten]

Nach der Fusion des Minges Basket Club Bamberg und der Basketballabteilung der SpVgg Stegaurach entstand der neue Basketballverein BG Minges Stegaurach. Trainer der Herrenmannschaft ist der ehemalige deutsche Pokalsieger Gary von Waaden.

Derzeit spielt die I. Damenmannschaft in der Oberliga Nord, die I. Herrenmannschaft in der Bezirksliga Oberfranken.

Fußball [Bearbeiten]

Von 1996 bis 2001 spielte die Fußballmannschaft der SpVgg Stegaurach in der Bayernliga. Der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte war der zweite Tabellenplatz in der Saison 1999/2000. Derzeit spielt sie in der Bezirksliga Oberfranken West.

Gemeindepartnerschaft [Bearbeiten]

Stegaurach unterhält eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Onet-le-Château im Département Aveyron.

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

  • Luigi Padovese OFMCap (1947–2010), römisch-katholischer Bischof, Ehrenbürger von Stegaurach (2007)

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/231957&attr=OBJ&val=1134
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 430.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 672.
  5. https://www.statistik.bayern.de/statistikkommunal/09471191.pdf

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Stegaurach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien