Stadelhofen

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Stadelhofen in Bayern; zu anderen Bedeutungen siehe Stadelhofen (Begriffsklärung)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Stadelhofen
Stadelhofen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stadelhofen hervorgehoben
50.00305555555611.1975478Koordinaten: 50° 0′ N, 11° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Steinfeld
Höhe: 478 m ü. NHN
Fläche: 41,01 km²
Einwohner: 1260 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96187
Vorwahl: 09504
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 189
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Steinfeld 86
96187 Stadelhofen
Webpräsenz: www.stadelhofen-oberfranken.de
Bürgermeister: Ludwig Göhl (ÜWG)
Lage der Gemeinde Stadelhofen im Landkreis Bamberg
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Über dieses Bild

Stadelhofen ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Steinfeld.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der Ort und die Gemeinde liegen am Rande der Fränkischen Schweiz an der Autobahn von Bamberg nach Bayreuth.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Weismain (Landkreis Lichtenfels), Hollfeld (Landkreis Bayreuth), Königsfeld, Scheßlitz und Wattendorf.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Stadelhofen gliedert sich in 10 Ortsteile (in Klammern Einwohnerzahlen)[2]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Schederndorf, Stadelhofen, Steinfeld, Wölkendorf, Hohenhäusling.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 1248 in einer Urkunde erwähnt. Der Ortsname Stadelhofen bedeutet vermutlich zu den Höfen, die mit einem Stadel versehen sind. Eventuell handelt es sich aber auch um einen abgewandelten Personennamen.

Stadelhofen liegt an der Stelle, an der eine alte Heerstraße von Bamberg nach Kulmbach den Weg von Weismain nach Hollfeld kreuzte.

Quelle der Wiesent in Steinfeld

Auch wenn Stadelhofen erst spät urkundlich erwähnt wurde, steht doch fest, dass die Gegend schon um das Jahr 630 besiedelt war. In einer Karte aus dem Jahr 1595 trägt das Gebiet um Stadelhofen die Bezeichnung Uf dem Gebürg.

1386 verkauften die Truhendinger den Ort um den Preis von 2.000 Heller an den Bischof von Bamberg. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort als Teil des Hochstifts Bamberg zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Neben Stadelhofen gab es in der Gegend auch eine inzwischen verschollene Pfarrei Leuchnitz, die irgendwo zwischen Weismain und Steinfeld lag.

Die katholische Pfarrkirche von Stadelhofen, die dem Heiligen Petrus und der Heiligen Katharina geweiht ist, stammt aus dem 18. Jahrhundert. Der Turm mit seinem Spitzhelm ist ein Wahrzeichen der Gegend. Der Hochaltar wurde im Jahre 1721 den Litzendorfern abgekauft.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1973 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Wölkendorf eingegliedert. Am 1. Mai 1978 kamen Schederndorf und Steinfeld sowie Teile der aufgelösten Gemeinde Hohenhäusling hinzu.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1412
  • 1970: 1404
  • 1987: 1291
  • 2000: 1274
  • 2004: 1200
  • 2012: 1260

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Ludwig Göhl (Überparteiliche Wählergemeinschaft). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Heinrich Linz (CSU) und 2008 mit 63,53 % der Stimmen wiedergewählt. 2014 erhielt Göhl bei einem Gegenkandidaten der Freien Wähler 56,91 %.

Gemeinderatswahl 2008[Bearbeiten]

Bei der Gemeinderatswahl 2008 kam die Überparteiliche Wählergemeinschaft auf 6 Sitze (47,7 %), die Freien Wähler auf 4 Sitze (29,9 %) und die CSU auf 2 Sitze (22,4 %). Die Wahlbeteiligung lag bei 84,1 %.

Gemeinderatswahl 2002[Bearbeiten]

Bei der Gemeinderatswahl 2002 kam die Überparteiliche Wählergemeinschaft auf 6 Sitze (49,7 %), die CSU auf 3 Sitze (26,6 %) und die Freien Wähler auf 3 Sitze (23,7 %). Die Wahlbeteiligung lag bei 90,1 %.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 382.000 Euro, davon waren 37.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Gespalten von Rot und Silber, vorne zwischen goldenem Schildhaupt und goldenem Schildfuß ein silberner Roch, hinten zwischen blauem Schildhaupt und ebensolchem Schildfuß eine rote heraldische Rose mit goldenem Butzen und grünen Kelchblättern.“

Der Roch erinnert an die Familie Neustätter. Der rote Balken im goldenen Feld verweist auf die Grafen von Truhendingen. Die Rose ist das Wappen der Herren von Aufseß. Die Farben Rot und Silber verweisen auf die Familien Giech und Förtsch, Ministerialen der Grafen von Andechs-Meranien.

Alte Karte Sebastian Rotenhans mit Stadelhofen (Stadelhoven)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Stadelhofen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 61 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 30 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 468. Im verarbeitenden Gewerbe gab es fünf Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 138 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2286 Hektar, davon waren 2043 Hektar Ackerfläche und 242 Hektar Dauergrünfläche.

Brauereien[Bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet befinden sich noch zwei Brauereien, die Brauerei Will in Schederndorf und die Brauerei Hübner in Steinfeld. Bis 1985 gab es auch noch die Brauerei Schrenker in Stadelhofen.

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten]

Es gibt die Freiwilligen Feuerwehr Eichenhüll/Wotzendorf, Hohenhäusling, Roßdorf am Berg, Schederndorf, Steinfeld, Stadelhofen und Wölkendorf/Pfaffendorf.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt einen Kindergarten mit 50 Plätzen und eine Volksschule mit vier Lehrern und 86 Schülern (Stand: 1999).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Hans Albrecht (1923–2006), Politiker (FDP), Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg, Landtags-Vizepräsident, Ehrenbürger der Stadt Wiernsheim

Bildergalerie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/231105&attr=OBJ&val=1133
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 672 und 673.

Literatur[Bearbeiten]

  • Josef Urban (Hrsg.): Wölkendorf. Das Dorf – Die Kapelle – Die Menschen. Geschichtliches zum 100-jährigen Kapellenjubiläum. (= Vom Main zum Jura; Sonderheft 3). Eggolsheim 2005; darin u. a. : Thomas Gunzelmann, Klaus Rupprecht: Wölkendorf – Dorf »auf dem Gebürg« am »Weg ins Paradies«, S. 11–49 (PDF)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stadelhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien