Gundelsheim (Oberfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gundelsheim
Gundelsheim (Oberfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gundelsheim hervorgehoben
49.93888888888910.918055555556249Koordinaten: 49° 56′ N, 10° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Höhe: 249 m ü. NHN
Fläche: 3,78 km²
Einwohner: 3378 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 894 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96163
Vorwahl: 0951
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 137
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Gundelsheim
Karmelitenstr. 11
96163 Gundelsheim
Webpräsenz: www.gemeinde-gundelsheim.de
Bürgermeister: Jonas Merzbacher (SPD)
Lage der Gemeinde Gundelsheim im Landkreis Bamberg
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Über dieses Bild

Gundelsheim ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Gundelsheim liegt in der Region Oberfranken-West. Die Gemeinde befindet sich rund sieben Kilometer nördlich von Bamberg am Kreuz Bamberg, dem Kreuzungspunkt der Autobahnen A 70 und A 73.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Es gibt nur die Gemarkung und den Gemeindeteil Gundelsheim.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Memmelsdorf, Bamberg und Hallstadt.

Geschichte[Bearbeiten]

Gundelsheim gehörte zum Hochstift Bamberg und ab 1500 auch zum Fränkischen Reichskreis. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[2] Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. 1962 wurde in Gundelsheim die Kirche Sieben Schmerzen Mariä errichtet.

Am 1. Juli 1972 wurde der Ortsteil Hirschknock an Bamberg abgetreten.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 1335
  • 1987: 2755
  • 2000: 3339
  • 2007: 3293

Religion[Bearbeiten]

Die Einwohner von Gundelsheim sind zu 68,8 % römisch-katholisch und zu 18,9 % evangelisch. 12,3 % haben eine andere Religion oder sind konfessionslos[3].

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2008 Jonas Merzbacher (SPD). Mit 24 Jahren war er zum Amtsantritt der zweitjüngste Bürgermeister Deutschlands. Er gewann 2008 in der Stichwahl mit 68,23 % der Stimmen gegen Norbert Mittmann (Freie Wählergemeinschaft) und wurde 2014 im ersten Wahlgang mit 70,97 % bei einem Gegenkandidaten im Amt bestätigt. Merzbachers Vorgänger war Hans-Jürgen Grieger (CSU). Dieser wiederum wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Gerhard Dorsch (Bürgergemeinschaft). Zweiter Bürgermeister ist Robert Martin (Bürgergemeinschaft).

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht in der Wahlperiode 2014–2020 aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften (in Klammern 2008–2014):

  • SPD 5 (4) Sitze
  • CSU 5 (4) Sitze
  • Bürgergemeinschaft 3 (4) Sitze
  • Freie Wählergemeinschaft 1 (2) Sitz(e)
  • Grüne/Frischer Wind 2 (2) Sitze[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Gundelsheim (Oberfranken)

Bildung[Bearbeiten]

In Gundelsheim gibt es einen Kindergarten mit 125 Plätzen und die Volksschule mit neun Lehrern und 136 Schülern. Die Kindertagesstätte St. Marien bietet den Kindern eine Betreuung in vier Gruppen, davon eine Krippengruppe für Kinder im Alter von acht Wochen bis drei Jahren und drei Gruppen für Kinder von zwei bis sechs Jahren.

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Jacobus Beck, O. Carm. (* 9. März 1905 in Hartenreuth; † 8. Mai 1967 in Bamberg), langjähriger Pfarrer in Gundelsheim. Exprovinzial, Erzbischöflicher Geistlicher Rat, Direktor des Spätberufenengymnasiums Theresianums am Karmelitenkloster in Bamberg.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.565.000 Euro, davon waren umgerechnet 232.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 101 und im Bereich Handel und Verkehr 29 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 68 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.149. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 drei landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 23 Hektar, davon waren 21 Hektar Ackerfläche und drei Hektar Dauergrünfläche.

Brauereien[Bearbeiten]

In Gundelsheim gibt es keine Brauerei mehr. Die letzte war die Brauerei Leicht, die 1959 schloss.

Verkehr[Bearbeiten]

Gundelsheim besaß einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Bamberg–Scheßlitz, die allerdings 1985 (Personenverkehr) und 1988 (Güterverkehr) stillgelegt und anschließend demontiert wurde. Der Ort besitzt einen Stadtbusanschluss der Stadtwerke Bamberg.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  3. Statistik Religionszugehörigkeit
  4. http://www.gemeinde-gundelsheim.de/uploads/media/Vorl_Ergebnis_der_Kommunalwahl_2014.pdf

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gundelsheim (Oberfranken) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien