Priesendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Priesendorf
Priesendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Priesendorf hervorgehoben
49.90611111111110.711944444444293Koordinaten: 49° 54′ N, 10° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Lisberg
Höhe: 293 m ü. NHN
Fläche: 8,35 km²
Einwohner: 1470 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 176 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96170
Vorwahl: 09549
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 173
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: VG Lisberg
Am Schloss 6
96170 Lisberg
Webpräsenz: www.lisberg.de/priesendorf
Bürgermeisterin: Maria Beck (CSU)
Lage der Gemeinde Priesendorf im Landkreis Bamberg
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Über dieses Bild

Priesendorf ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Lisberg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Steigerwald am Flüsschen Aurach an der Grenze zwischen Oberfranken und Unterfranken.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Eltmann, Viereth-Trunstadt, Lisberg, Schönbrunn im Steigerwald und Oberaurach (Landkreis Haßberge, Unterfranken).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die zwei Ortsteile sind (in Klammern Einwohnerzahl)[2]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Neuhausen, Priesendorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Priesendorf gehörte den Freiherren Münster zu Lisberg und war ein Teil des Rittergutes Lisberg, außerdem zum Fränkischen Ritterkreis. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern.

Die bis dahin selbstständige Gemeinde Neuhausen wurde am 1. Januar 1972 eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 1056
  • 1987: 1240
  • 2000: 1456
  • 2008: 1522

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeisterin ist seit dem 1. Mai 2008 Maria Beck (CSU). Sie löste Werner Raab (parteilos, bis Dezember 2007 CSU, kandidierte 2008 für die SPD) ab. Maria Beck ist zusammen mit Gisela Hofmann in Königsfeld die erste Bürgermeisterin im Landkreis Bamberg. 2014 wurde Beck ohne Gegenkandidaten mit 92,54 % der Stimmen wiedergewählt.

Gemeinderatswahl 2014[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus zwölf Mitgliedern:

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 508.000 Euro, davon waren umgerechnet 29.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto) .

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot über einem silbernen Hirschgeweih zwei schräggekreuzte goldene Messer, darüber eine silberne heraldische Lilie.“

Bedeutung: Die gekreuzten Messer weisen auf den heiligen Bartholomäus hin, den Namenspatron der Kirche in Priesendorf. Die Lilie steht als Mariensymbol für die Wallfahrtskapelle im Ort und das silberne Hirschgeweih erinnert an den 1717 verstorbenen Jäger Konrad Gregel. Er stand in Diensten der Grafen von Schönborn, deren Wappenfarben Gold (Löwe) und Rot (Feldfarbe) übernommen wurden, und in deren Herrschaftsbereich Priesendorf lag. Konrad Gregel hatte sich seinerzeit für eine Abtrennung Priesendorfs von der Pfarrei Eltmann eingesetzt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Priesendorf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 26, im produzierenden Gewerbe 184 und im Bereich Handel und Verkehr fünf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 28 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 546. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 29 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 406 Hektar, davon waren 282 Hektar Ackerfläche und 99 Hektar Dauergrünfläche.

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten]

Brauereien[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde besteht noch die Brauerei Schrüfer in Priesendorf, die mit einem Ausstoß von etwa 400 Hektolitern pro Jahr zu den kleinsten Brauereien der Welt gehört. Bis zum Jahre 1969 gab es die Brauerei Lang.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Ein Kindergarten mit 100 Plätzen
  • Eine Volksschule mit 14 Lehrern und 273 Schülern

Vereine[Bearbeiten]

  • Musikverein Priesendorf e. V.
    Der 1967 gegründete Verein steht seit 2009 unter der musikalischen Leitung von Thomas Wolf. Seit 1993 nimmt das Hauptorchester an Wertungsspielen in der Oberstufe teil. Derzeit umfasst der Verein die Abteilungen Hauptorchester (ca. 55 Aktive), Jugendorchester (ca. 25 Aktive), Schülerorchester (18 Aktive), BläserKlasse (13 Aktive) und Blockflöte.
  • Sportverein Priesendorf e. V.
  • Obst- und Gartenbauverein Priesendorf
  • Schützenverein Diana Neuhausen
  • Eisstockclub Priesendorf
  • Kirchenchor 3 Generations der Pfarrgemeinde St. Bartholomäus

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/223123&attr=OBJ&val=1128
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 430

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Priesendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien