Gemeiner Odermennig

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Gemeiner Odermennig
Gewöhnlicher Odermennig (Agrimonia eupatoria)

Gewöhnlicher Odermennig (Agrimonia eupatoria)

Systematik
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Rosoideae
Tribus: Sanguisorbeae
Untertribus: Agrimoniinae
Gattung: Odermennige (Agrimonia)
Art: Gemeiner Odermennig
Wissenschaftlicher Name
Agrimonia eupatoria
L.

Der Gewöhnliche Odermennig (Agrimonia eupatoria), auch Gemeiner Odermennig, Ackerkraut, Ackerblume und Kleiner Odermennig[1] genannt, ist eine Pflanzenart in der Unterfamilie der Rosoideae innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie ist in Eurasien weitverbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stängel mit Indument und gefiederte Laubblätter
Illustration
Junge Früchte
Reife Klettfrüchte

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gewöhnliche Odermennig wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 15 bis 150, selten bis zu 180 Zentimetern.[1] Er hat tief im Boden verwurzelte Rhizome, denen die Stängel entspringen. Sowohl die Sprossachse als auch die Blätter sind behaart (Indument). Der Stängel ist im oberen Bereich sowohl mit kurzen, als auch langen Deckhaaren besetzt.[1]

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind unpaarig typisch unterbrochen gefiedert[2][3]. An der Basis stehen die Blätter rosettenähnlich dicht beieinander. Der Abstand voneinander nimmt nach obenhin zu. Die sitzenden Fiederblättchen sind alternierend zu größeren und kleineren elliptisch-rhombischen Fiederblattpaaren angeordnet, wobei ihre Größe in Richtung Blattende zunimmt. Das relativ große Endblättchen ist gestielt.[2] Auf der Unterseite sind sie grau-grün gefärbt, gewöhnlich dicht graufilzig.[4] Im Filz versteckt befinden sich wenige sitzende Drüsenhaare.[4] Der Blattrand zeigt sechs bis zwölf grob stumpfliche Zahnpaare.[1] Die Laubblätter auf halber Stängelhöhe sind 10 bis 30 Zentimeter lang und besitzen 5 bis 9, selten bis zu 13 größere sowie 6 bis 10 kleinere Fiederblättchen.[1]

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September. Die kurzgestielten Blüten sind in einem langgestreckten, traubigen Blütenstand angeordnet.[1]

Die Blüte besitzt einen krugförmig gewölbten Blütenbecher, dessen oberer Rand mit mehreren Reihen weicher, hakenförmig gekrümmter Borsten besetzt ist. Die Länge der Borsten variiert zwischen 1 und 4 Millimetern.[3] Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch und fünfzählig. Ein Außenkelch ist nicht vorhanden. Eingeleitet wird die Blüte von 5 Kelchblättern. Zu diesen stehen 5 gelbe, abgerundete Kronblätter in Lücke.[3] Die Kronblätter sowie die fünf bis 20 Staubblätter entspringen dem Rand des Blütenbechers.[3] Die zwei freien Fruchtblätter sind – typisch für den mittelständigen Fruchtknoten – in den Blütenbecher eingesenkt, jedoch nicht mit ihm verwachsen.[3]

Die verkehrtkegelförmigen Sammelnussfrüchte sind fast bis zum Grund tief und eng gefurcht. Die oberen Stacheln sind hakig, die untersten aufrecht bis gerade abstehend.[4]

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28 bei einer Chromosomengrundzahl von 7. Es handelt sich demnach um eine tetraploide Pflanze.[5]

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Kleinen Odermennig handelt es sich um einen Hemikryptophyten.[1]

Blütenökologisch besitzt er einfach gestaltete Scheibenblumen, die mit ihrem reichlichen Pollenangebot Schwebfliegen, Fliegen und Westliche Honigbienen zur Bestäubung anlocken.

Die Klettfrüchte bleiben am Fell vorbeistreifender Tiere hängen und werden, da es sich aufgrund der Größe der Pflanze überwiegend um Rinder, Schafe und Damwild sowie Wildschweine handelt, über eine große Strecke verbreitet. Diese Ausbreitungsstrategie wird als Epichorie bezeichnet.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kleine Odermennig ist in Europa und im nördlichen Asien mit Ausnahme der arktischen Zone weitverbreitet.[6], er ist in Mitteleuropa winterhart[7]. Er wächst gerne auf besonnten Magerwiesen und Waldrändern von den Ebenen bis in die mittleren Gebirgslagen, bis in Höhenlagen von etwa 1600 Metern[8]. In den Allgäuer Alpen steigt er im Tiroler Teil am Anstieg von Elbigenalp zum Bernhardseck bis zu einer Höhenlage von 1200 Metern auf.[9] Der Gemeine Odermennig verträgt keine sauren Böden und nur wenig Schatten.[7]

Er ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Klee-Odermennig-Saums (Trifolio-Agrimonietum)[10], der zum Verband der mesophilen Krautsäume[11] (Trifolion medii) gehört. Namensgebend hierfür ist die Verbandskennart Mittlerer Klee (Trifolium medium). Weitere typische Arten sind Oregano, Gemeiner Wirbeldost, Bärenschote, Schmalblättriger Arznei-Baldrian und Sichelklee. Der Saum kommt vor allem in den Mittelgebirgen auf Kalkböden vor.[12] Weitere Vorkommen besitzt der Kleine Odermennig in Gesellschaften der Verbände Mesobromion, Cirsio-Brachypodion sowie in der Ordnung Prunetalia (Hecken und Gebüsche).[5]

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Agrimonia eupatoria erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 1, S. 448. Synonyme für Agrimonia eupatoria L. sind Agrimonia bracteosa E.Mey. und Agrimonia nepalensis D.Don.[13]

Der Gattungsname Agrimonia ist ein aus dem Griechischen stammender latinisierter Name für Feldbewohner.[6] Das Artepitheton eupatoria geht vermutlich auf den König von Ponthus Mithridates Eupator zurück.[6]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwendung als Heilpflanze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wirksamen Inhaltsstoffe sind in den blühenden Sprossspitzen sowie in den Blättern enthalten. Die wichtigen Inhaltsstoffe sind Gerbstoffe des Catechintyps sowie Corilagin (Gallotannin), Bitterstoffe, Ätherische Öle, Flavonoide (v. a. Quercetin und Apigenin), Triterpene, Pflanzensäuren sowie Kieselsäuren.[8][6] Als Droge dienen die während der Blüte gesammelten und getrockneten Sprosse (Agrimoniae herba).

Auf Grund ihres Gerbstoffgehalts hat die Droge eine milde adstringierende und entzündungshemmende Wirkung. Innerlich wird die Pflanze eingesetzt zur Therapie von Durchfallerkrankungen, zur Behandlung von Entzündungen im Mund- und Rachenbereich, sowie allgemein bei Magen-, Darm- und Galleleiden.[14] Äußerlich kommen bei Entzündungen der Haut Umschläge zum Einsatz. Volkstümlich wird die Pflanze auch noch zur Therapie von Bettnässen, Nieren- und Blasenentzündungen sowie bei Diabetes eingesetzt, ohne dass die Wirksamkeit für diese Anwendungen bisher wissenschaftlich bewiesen werden konnte.[2] Homöopathische Zubereitungen verwendet man bei Bronchitis.

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine Monographie zum Odermennigkraut veröffentlicht. Darin werden traditionellen Indikationen für verschiedene Zubereitungen bestätigt, zum Beispiel leichter Durchfall, Entzündungen im Mund- und Rachenraum und auf der Haut sowie oberflächliche Wunden.[15]

Verwendung als Färberpflanze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit den unterirdischen Pflanzenteilen oder der ganzen Pflanze des Gemeinen Odermennigs wird auf mit Alaun vorgebeizter Wolle ein gelber Farbton erzielt. Die Licht- und Waschechtheit dieses Farbtons auf Wolle und Baumwolle werden als mittelmäßig bezeichnet. Je später im Herbst die Pflanze geerntet wird, desto dunkler wird die erzielte Gelbfärbung.

Die Hauptfarbstoffgruppe sind die Flavonoide und Hauptfarbstoffe sind Quercetin, Catechingerbstoff sowie Ellagengerbstoff.[16]

Weitere Trivialnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der deutsche Name Odermennig (über mittelhochdeutsch odermenie bzw. mittelniederländisch odermenighe und althochdeutsch avermonia/avarmonia) ist eine Entstellung aus lateinisch agrimonia von griechisch argemōnion.[17] Neben der entstellten Form ist auch die Ableitung Agrimonie belegt.[18][19]

Einige Volksnamen sind: Leberklee, Klettenkraut, Brustwurz, Schafklette, Magenkraut, Königskraut, Lebenskraut, Steinkraut, Kirchturm, Milzblüh.[8][6] Die im Volksmund verwendete Bezeichnung Kirchturm verdankt der Gemeine Odermennig seinem langen Pflanzenstiel.[7] Die Bezeichnungen Leberklee oder Milzblüh werden im südlichen deutschen Sprachraum verwendet und geben die dortigen Heilanwendungen für Leber, Galle oder Milz wieder.[20]

Weitere Bezeichnungen sind oder waren, zum Teil auch nur regional: Acherblum, Acherkrut, Achermeng, Achermennig, Ackerblum (Schlesien, mittelhochdeutsch), Ackerkrut (Schlesien, mittelhochdeutsch), Ackermeng (Schlesien, mittelhochdeutsch), Ackermennig (Schlesien, mittelhochdeutsch), Ackermüntz, Ackerwurz, Adermeng (mittelhochdeutsch), Adermenge (mittelhochdeutsch), Adermenig (mittelhochdeutsch), Adermeyng (mittelhochdeutsch), Adermonie, Adexen, Agermenig, Aggermenig, Agraminien, Agramlini, Agramoi (mittelhochdeutsch), Agramüni (mittelhochdeutsch), Agremomen, Amündenkraut (Rendsburger Apotheke), Argemündli (Bern), Beerkraut (Schlesien), Borwort (mittelniederdeutsch), Borwurz (mittelhochdeutsch), Brachfan (mittelhochdeutsch), Brachfahne (mittelhochdeutsch), Brachkrut (mittelniederdeutsch), Brochkrut (mittelniederdeutsch), Bruchkraut (Schlesien), Bruchwurz, Bruckwurz, Brustkrut (Rendsburger Apotheke), Chaldamändle (Schwaben), Denicléta (mittelhochdeutsch), Eisenkraut, Grensig (mittelhochdeutsch), Grent (mittelhochdeutsch), Greyn (mittelhochdeutsch), Hagamundiskraut, Hagenmöndli (Bern), Haldenmändle (Schwaben), Heil aller Welt (Schlesien), Hulpe, Kaisertee (Eifel), Klettenkraut (Schlesien), Leberkletten (Preußen), Leberkraut, Menig, Oddermünich (Siebenbürgen), Odermenig, Odermeny, Odermynge, Otermännig (Bern), Verwort (mittelniederdeutsch) und Vorwort (mittelniederdeutsch).[21]

Geschichte als Heilpflanze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Antike. Die in den Kräuterbüchern der Antike, der Spätantike und des Mittelalters aufgeführten Pflanzennamen lassen sich nur sehr unsicher den uns bekannten Pflanzenarten zuordnen.[22] Eine Heilpflanze mit dem Namen eupatorion (später meist als Gemeiner Odermennig, seltener als Gewöhnlicher Wasserdost gedeutet) wurde in den Werken von Dioskurides, Plinius und Galen aufgeführt. Dioskurides schrieb ihm folgende Wirkungen zu: „Sein mit altem Schweinefett zerriebenes Laub, schwer verheilenden Geschwüren aufgelegt, führt zur Heilung; Samen und Kraut mit Wein hinuntergespült hilft Darm- und Leberkranken und von Schlangen Gebissenen.“ Plinius schrieb ähnlich über das eupatorium: „Die Wurzel ist unbrauchbar. Der Same ist, in Wein getrunken, ein einzigartiges Mittel gegen die Ruhr.“ Galen ordnete die Pflanze in die Säftelehre ein: „Das Kraut eupatorium hat verdünnende, einschneidende, abwischende Eigenschaft bei einer ihm innenwohnenden deutlichen Hitze.“[23][24][25]
  • Spätantike. Eine Heilpflanze mit dem Namen agrimonia (später als Gemeiner Odermennig gedeutet) wurde in dem im 4. Jh. geschriebenen Kräuterbuch Pseudo-Apuleius gegen Augenbeschwerden, gegen Bauchschmerz, bei schlecht heilenden Wunden, bei Verrenkungen, nach Schlangenbiss, bei Durchstechung mit Eisen und Holz, zur Entfernung von Warzen, bei Milzschmerzen und bei Dingen empfohlen, die man aufschneiden muss.[26][27][28]
  • Arabisches Mittelalter. Die Ärzte des arabischen Mittelalters zitierten die Angaben des Dioskurides, des Plinius und des Galen über das eupatorium und sie beurteilten es im Sinne der Säftelehre als „warm im ersten und trocken im zweiten Grad“.[29][30][31][32]
  • Lateinisches Mittelalter. Im lateinischen Mittelalter wird der Gemeine Odermennig als agrimonia in folgenden Werken erwähnt: im Lehrgedicht Liber de cultura hortorum des Reichenauer Mönchs Walahfrid Strabo[33], in der Hildegard von Bingen zugeschriebenen Physica[34][35], im Galgant-Gewürz-Traktat[36][37], im Herbarius Moguntinus[38], im Gart der Gesundheit[39], im Hortus sanitatis[40][41][42] sowie im Kleinen Destillierbuch des Hieronymus Brunschwig[43]. Die Mainzer Kräuterbuch-Inkunabeln Herbarius Moguntinus, Gart der Gesundheit und Hortus sanitatis enthalten neben einem agrimonia-Kapitel auch ein eupatorium-Kapitel.[44][45][46] Aus süddeutschen Handschriften des 15. Jahrhunderts hat Hieronymus Brunschwig eine weitere Heilanwendung für den Gemeinen Odermennig übernommen: „Ist gůt für den hůſten.“[47]
  • 16. Jahrhundert. Im 16. Jh. haben die Väter der Botanik diese aus der engen Verknüpfung mit der Medizin befreit und sie zu einer selbständigen Wissenschaft gemacht. Sie deuteten die agrimonia der Alten als Gemeinen Odermennig und das eupatorium der Alten als Gewöhnlichen Wasserdost.[48][49][50][51][52][53]
  • 17. bis 20. Jahrhundert. Bis heute wird der Gemeine Odermennig, wenn auch selten, zur Behandlung von „Leber- und Milzerkrankungen“, gegen Durchfall und als „zusammenziehendes“ Gurgelmittel empfohlen. Im Bundesanzeiger wurde 1986 eine (Positiv-)Monographie der Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes über Odermennigkraut veröffentlicht.[54][55][56][57][58][59][60]

Historische Abbildungen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gemeiner Odermennig (Agrimonia eupatoria) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Kleiner Odermennig. FloraWeb.de
  2. a b c Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis: Folgeband 2: Drogen A-K, herausgegeben von Wolfgang Blaschek, Rudolf Hänsel, Konstantin Keller, Jürgen Reichling, Horst Rimpler, Georg Schneider. Springer-Verlag 2013, Seite 45. ISBN 978-3-642-63794-0
  3. a b c d e Angelika Lüttich, Juliane Kasten: Hagebutte & Co.: Blüten, Früchte und Ausbreitung europäischer Pflanzen. 2003, ISBN 3-935980-90-6, S. 244 f.
  4. a b c Eckehart J. Jäger (Hrsg.): Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. Begründet von Werner Rothmaler. 20., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2011, S. 413. ISBN 978-3-8274-1606-3
  5. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. Seite 546. ISBN 3-8001-3131-5
  6. a b c d e Pierre Delaveau et al.: Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. DAS BESTE, 1980, ISBN 3-7166-0026-1.
  7. a b c Julian Barnard, Martine Barnard: Das Bach-Blüten-Wunder. Heyne, 1989, ISBN 3-453-03765-0.
  8. a b c Siegrid Hirsch, Felix Grünberger: Die Kräuter in meinem Garten. Weltbild, 2006, ISBN 3-8289-2128-0.
  9. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 59.
  10. Trifolio medii-Agrimonietum Th. Müller 1962 bei Florwaweb, www.floraweb.de, Daten und Informationen zu Wildpflanzen und zur Vegetation Deutschlands
  11. Mesophiler Krautsaum, bei www.infoflora.ch, nationales Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora
  12. Joachim Schmitz: Eintrag Klee-Odermennig-Saum auf Schmitzens Botanikseite - Rheinische Pflanzengesellschaften, aufgerufen am 4. März 2018
  13. Agrimonia eupatoria bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis.
  14. Gunter Steinbach (Hrsg.), Bruno P. Kremer u. a.: Wildblumen. Erkennen & bestimmen. Mosaik, München 2001, ISBN 3-576-11456-4, S. 70.
  15. European Union monograph on Agrimonia eupatoria L., herba
  16. Eberhard Prinz: Färberpflanzen; Anleitung zum Färben Verwendung in Kultur und Medizin. 2. durchgesehene und korrigierte Auflage, Schweizerbart, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-510-65291-4.
  17. Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Hrsg. von Walther Mitzka, De Gruyter, Berlin/ New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 520.
  18. Vgl. etwa Jürgen Martin: Die ‚Ulmer Wundarznei‘. Einleitung – Text – Glossar zu einem Denkmal deutscher Fachprosa des 15. Jahrhunderts. Königshausen & Neumann, Würzburg 1991 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 52), ISBN 3-88479-801-4 (zugleich Medizinische Dissertation Würzburg 1990), S. 155.
  19. Vgl. auch Wouter S. van den Berg (Hrsg.): Eene Middelnederlandsche vertaling van het Antidotarium Nicolaï (Ms. 15624–15641, Kon. Bibl. te Brussel) met den latijnschen tekst der eerste gedrukte uitgave van het Antidotarium Nicolaï. Hrsg. von Sophie J. van den Berg, N. V. Boekhandel en Drukkerij E. J. Brill, Leiden 1917, S. 197 (Agrimonie).
  20. Friederike Maschmann-Ringe: Der Blütenstrauß des Edward Bach. Droemer Knaur, 1995, ISBN 3-426-76120-3.
  21. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Verlag von Philipp Cohen, Hannover 1882; Neudruck in 2 Bänden, Amsterdam 1967, S. 13.
  22. Otto Brunfels: Contrafayt Kreüterbůch. Straßburg 1532, Vorwort, Kapitel 19 (Digitalisat)Henry E. Sigerist: Studien und Texte zur frühmittelalterlichen Rezeptliteratur. Barth, Leipzig 1923, Vorwort, S. V. – Charles Singer: The herbal in antiquity. In: The journal of hellenistic studies. Band 47 (1927), S. 1–52. - Brigitte Hoppe: Das Kräuterbuch des Hieronymus Bock. Wissenschaftshistorische Untersuchung. Mit einem Verzeichnis sämtlicher Pflanzen des Werkes, der literarischen Quellen der Heilanzeigen und der Anwendungen der Pflanzen. Hiersemann, Stuttgart 1969 – Gundolf Keil: Phytotherapie und Medizingeschichte. In: Zeitschrift für Phytotherapie. Band 6, 1985, S. 172–178, u. a.
  23. Pedanios Dioskurides: 1. Jh., De Medicinali Materia libri quinque. Übersetzung: Julius Berendes: Des Pedanius Dioskurides Arzneimittellehre in 5 Büchern. Enke, Stuttgart 1902, Buch IV, Kapitel 41: eupatorion (Digitalisat)
  24. Plinius: 1. Jh., Naturalis historia, Buch XXV, Kapitel 29 (§ 65): eupatoria. Online-Ausgabe Chicago; Übersetzung Külb, 1855, S. 2774 (Digitalisat)
  25. Galen: 2. Jh., De simplicium medicamentorum temperamentis ac facultatibus, lib. VI, Cap. V/23: eupatorium. (Kühn 1826, Bd. XI, S. 879)
  26. Pseudo-Apuleius, Druck Rom 1481 / 82, Kapitel 32: Herba agrimonia (Digitalisat)
  27. Ernst Howald und Henry E. Sigerist: Antonii Musae De herba vettonica, Liber Pseudo-Apulei herbarius, Anonymi De taxone liber, Sexti Placiti Liber medicinae ex animalibus., Teubner, Leipzig 1927, Kapitel 31 (= Corpus medicorum latinorum, Bd. IV)
  28. Kai Brodersen: Apuleius, Heilkräuterbuch / Herbarius, lateinisch und deutsch. Marix, Wiesbaden 2015, S. 86–89 ISBN 978-3-7374-0999-5
  29. Avicenna: 11. Jh., Kanon der Medizin. Übersetzung aus dem Arabischen durch Gerhard von Cremona und Arnaldus de Villanova in der Überarbeitung durch Andrea Alpago (1450–1521). Basel 1556, Band II, Kapitel 244: De eupatorio (Digitalisat)
  30. Konstantin der Afrikaner: Liber de gradibus simplicium = Übersetzung des arabischen Liber de gradibus simplicium des Ibn al-Dschazzar. 10. Jh. Druck. Opera. Basel 1536, S. 346: Eupatorium (Digitalisat)
  31. Pseudo-Serapion 13. Jh. Druck. Venedig 1497, Kapitel 57: De eupatorio (Digitalisat)
  32. Abu Muhammad ibn al-Baitar: 13. Jh. Kitāb al-jāmiʿ li-mufradāt al-adwiya wa al-aghdhiya. Übersetzung. Joseph Sontheimer unter dem Titel Große Zusammenstellung über die Kräfte der bekannten einfachen Heil- und Nahrungsmittel. Hallberger, Stuttgart, Band II 1842, S. 227 (Digitalisat)
  33. Walahfrid Strabo: 9. Jh., Liber de cultura hortorum. Druck: Basel 1527, No. 21: agrimonia (Digitalisat). Edition: Ludwig Choulant: Macer floridus des virtutibus herbarum una cum Walafridi Strabonis … Carminibus … Leipzig 1832 (Digitalisat)
  34. Hildegard von Bingen: 12. Jh., Physika, Buch I, Kapitel 114: Agrimonia Edition. Charles Victor Daremberg und Friedrich Anton Reuß (1810-1868). S. Hildegardis Abbatissae Subtilitatum Diversarum Naturarum Creaturarum Libri Novem. Migne, Paris 1855. Sp. 1176–1177 (Digitalisat)
  35. Irmgard Müller: Die pflanzlichen Heilmittel bei Hildegard von Bingen. Salzburg 1982, S. 28 ISBN 3-7013-0630-3
  36. Galgant-Gewürz-Traktat 13. / 14. Jh.: agrimonia. Manuskripte des 15. Jh.: Latein Clm 4374 Clm 1426, Blatt 133v Clm 7755, Blatt 148r. Alemannisch: Cpg 620, Blatt 94v
  37. Karl Sudhoff. Alexander Hispanus und das Schriftwerk unter seinem Namen. Ein erstes Wort über ihn und Bekanntgabe seiner medizinischen Schriften. In: Sudhoffs Archiv. 29 (1936), S. 289–312; 30 (1937), S. 1–25
  38. Herbarius Moguntinus. Peter Schöffer, Mainz 1484; Kapitel 6: agrimonia (Digitalisat)
  39. Gart der Gesundheit, Mainz 1485, Kapitel 5: agrimonia (Digitalisat)
  40. Hortus sanitatis, Mainz 1491, Kapitel 9 : agrimonia [https://daten.digitale-sammlungen.de/0002/bsb00027846/images/index.html?id=00027846&groesser=&fip=xsyztsxdsydewqsdasfsdrqrsyztsqrs&no=18&seite=15 (Digitalisat))
  41. Arnold C. Klebs: Herbal facts and thoughts. L’art ancien S. A., Lugano 1925.
  42. Brigitte Baumann, Helmut Baumann: Die Mainzer Kräuterbuch-Inkunabeln – „Herbarius Moguntinus“ (1484) – „Gart der Gesundheit“ (1485) – „Hortus Sanitatis“ (1491). Wissenschaftshistorische Untersuchung der drei Prototypen botanisch-medizinischer Literatur des Spätmittelalters. Hiersemann, Stuttgart 2010 ISBN 978-3-7772-1020-9
  43. Hieronymus Brunschwig: Kleines Destillierbuch, Straßburg 1500, Blatt 18r–18v (Digitalisat)
  44. Herbarius Moguntinus. Peter Schöffer, Mainz 1484; Kapitel 53: eupatorium (Digitalisat)
  45. Gart der Gesundheit, Mainz 1485, Kapitel 157: eupatorium (Digitalisat)
  46. Hortus sanitatis, Mainz 1491, Kapitel 166: eupatorium (Digitalisat)
  47. Frankfurt, ms. germ. Qu. 17, Elsaß, 1. Viertel 15. Jh., Blatt 340va: Agrimonigen wasser ist gut fur den husten es druckent dz milcz vnd ist gut getruncken den die dz wasser ladet. (=Brunschwig A, B, C) Frankfurt qu17 (Digitalisat). Heidelberg, Cpg 226, Elsaß 1459 - 1469, Blatt 104r: Agrimonien wasser gedruncken ist gut vor husten vnd vor geswulst der wassersucht vnd druckent das milcz (=Brunschwig A, C, B) Cpg 226 (Digitalisat). Heidelberg, Cpg 545 Nürnberg (?) 1474, Blatt 97v-98r: Agrimonia agker plum oder broch kraut wasser fur den husten Item Agrimonia wasser ist gut fur die husten vnd truckent auch das milcz wasser sucht Vnd ist gut den wassersuchttigen getruncken vnnd vertreibt die wurm ym leib fur die rur Das selb wasser in rottem wein gemischt verstelt das plut oder an der rur vnd ist gut fur vergift vnd poes eytter ym leib (=Brunschwig A, B, C, H, E) Cpg 545 (Digitalisat)
  48. Ferdinand Wilhelm Emil Roth: Otto Brunfels 1489–1534. Ein deutscher Botaniker. In: Botanische Zeitung. Band 58, 1900, S. 191–232. (Digitalisat). Hieronymus Bock, genannt Tragus, (1498–1554). In: Botanisches Centralblatt. Band 74, 1898, S. 265–271, 313–318 und 344–347 (Digitalisat). Leonhard Fuchs, ein deutscher Botaniker, 1501–1566. In: Beihefte zum Botanischen Centralblatt. Heft 8, 1898/99, S. 161–191 (Digitalisat)
  49. Wilhelm Ludwig Schreiber: Die Kräuterbücher des XV. und XVI. Jahrhunderts. Kommentar zum Reprint des Hortus sanitatis. Verlag der Münchner Drucke, München 1924. (S. XXX-XLII Brunfels, Bock, Fuchs)
  50. Brigitte Hoppe: Das Kräuterbuch des Hieronymus Bock. Wissenschaftshistorische Untersuchung. Mit einem Verzeichnis sämtlicher Pflanzen des Werkes, der literarischen Quellen der Heilanzeigen und der Anwendungen der Pflanzen. Hiersemann, Stuttgart 1969.
  51. Otto Brunfels: Contrafayt Kreüterbůch. Straßburg 1532, S. 86: Agrimonia (Digitalisat)
  52. Hieronymus Bock: New Kreütter Buch. Straßburg 1539, Teil I, Kapitel 165: Hirtzklee (Eupatorium cannabinum) (Digitalisat); Teil I, Kapitel 175: Odermeng (Agrimonia eupatoria) (Digitalisat)
  53. Leonhart Fuchs: New Kreütterbuch. Basel 1543, Kapitel 90: Odermenig (Digitalisat); Kapitel 100: Künigundkraut (Eupatorium cannabinum) (Digitalisat)
  54. Nicolas Lémery: Dictionnaire universel des drogues simples. Laurent d'Houry, Paris, 1699, S. 17: Agrimoine (Digitalisat). Übersetzung: Vollständiges Materialien-Lexicon. Vollständiges Materialien-Lexicon. Zu erst in Frantzösischer Sprache entworffen, nunmehro aber nach der dritten, um ein grosses vermehreten Edition [...] ins Hochteutsche übersetzt / Von Christoph Friedrich Richtern, [...]. Leipzig: Johann Friedrich Braun, 1721, Sp. 25 (Digitalisat)
  55. Nicolas Lémery: Cours de chymie. Paris 1713, S. 653: Eau vulnerere appellée Eau d’arquebusade. … Agrimonia ou Eupatoria (Digitalisat). Johann Christian Zimmermann (Übersetzer). Nicolas Lemery: Nicolai Lemeri cursus chymicus. Walther, Dresden 1754, S. 708 (Teil II, Cap. 17, § 12): Odermennig als Bestandteil des Wund-Wassers (=Büchsenschuss-Wasser – eau d’arquebusade) (Digitalisat)
  56. Albrecht von Haller (Herausgeber): Onomatologia medica completa oder Medicinisches Lexicon das alle Benennungen und Kunstwörter welche der Arzneywissenschaft und Apoteckerkunst eigen sind deutlich und vollständig erkläret [...]. Gaumische Handlung, Ulm/ Frankfurt am Main/ Leipzig 1755, Sp. 41: Agrimonia (Digitalisat); Sp. 618: Eupatorium cannabinum (Digitalisat)
  57. William Cullen: A treatise of the materia medica. Charles Elliot, Edinburgh, Band II, S. 31: Agrimonia (Digitalisat). Deutsch. Samuel Hahnemann. Schwickert, Leipzig 1790. Band II, S. 38–39: Odermennig (Digitalisat)
  58. Jean-Louis Alibert. Nouveaux éléments de thérapeutique et de matière médicale. Crapart, Paris, 2. Auflage 1808, Band I, S. 172–174: Aigremoine (Digitalisat); 3. Auflage 1814, Band I, S. 307–309: Eupatoire (Eupatorium cannabinum) (Digitalisat)
  59. August Friedrich Hecker’s practische Arzneimittellehre. Revidiert und mit neuesten Entdeckungen bereichert von einem practischen Arzte. Camesius, Wien, Band I (1814), S. 359 (Digitalisat)
  60. Monographie der Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes. Bundesanzeiger vom 13. März 1986 (Digitalisat)