Autostrada A10

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Autostrada A 10 in Italien
Autostrada A10
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Karte
Verlauf der A 10
Basisdaten
Betreiber: Autostrade per l'Italia
weiterer Betreiber: Autostrada dei Fiori S.p.A.
Gesamtlänge: 158 km

Regionen:

Ligurien

Die Autostrada A 10 (italienisch für ‚Autobahn A 10‘), auch Autostrada dei Fiori (ital. für ‚Autobahn der Blumen‘) genannt, ist eine italienische Autobahn in Ligurien (Norditalien), die von Genua die Blumenküste entlang über Savona und Imperia nach Ventimiglia (Grenze zu Frankreich) führt. Aktuell ist sie zwischen dem Anschluss der A 7 und der Anschlussstelle Genua Aeroporto wegen des Einsturzes der Ponte Morandi am 14. August 2018 gesperrt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die endgültige Trasse von Genua nach Savona wurde am 5. September 1967 eröffnet, da die Richtungsfahrbahn nach Genua schon vorher existiert hatte. Die Strecke Savona – Ventimiglia wurde am 6. November 1971 dem Verkehr übergeben.

Zwischen Genua und Savona wurde die Autobahn Richtung Ventimiglia in jüngster Zeit auf drei Fahrspuren erweitert. Die ursprüngliche Fahrbahn Richtung Genua besaß bereits die entsprechende Breite für drei Fahrspuren, da vor der Eröffnung 1967 der Verkehr in beide Richtungen geführt worden war. Daraus folgt, dass die alte Fahrbahn Richtung Genua wesentlich „geschlängelter“ verläuft als die Gegenrichtung, vergleichbar zur Strecke Genua–Serravalle (A 7).

Lage und Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlauf der A 10

Die Autobahn verläuft auf ihrer gesamten Länge entlang der italienischen Riviera, vorbei an Städten wie Genua, Savona, Imperia und Ventimiglia. Die nördliche Richtungsfahrbahn (→ Ventimiglia) weist zwischen der A 26 bei Genua-Voltri und Albisola, die südliche Richtungsfahrbahn (→ Genua) zwischen Varazze und der A 26 drei Fahrstreifen auf. Die restlichen Abschnitte sind vierstreifig, allerdings fehlt beim Großteil der Strecke ein Standstreifen.

Aufgrund des bergigen Terrains der westlichen ligurischen Küste, weist die Autobahn auf ihrer Strecke zahlreiche Tunnel und Talbrücken (s. u. Viadotto Polcevera) auf.

Die A 10 im Stadtgebiet von Genua

Die Autostrada dei Fiori beginnt an einer Verzweigung mit der A 7 in Genua. Auf ihrem Weg in Richtung Westen führt sie zunächst durch die westlichen Vororte Genuas, wie Pegli und Voltri, ehe sich die beiden Richtungsfahrbahnen teilen. Die Nordfahrbahn führt durch das Hinterland der Rivieraküste, während die Südfahrbahn küstennah, mit einigen engen Kurven geführt wird. In Voltri zweigt die A 26 nach Gravellona Toce ab. Bis nach Albisola werden die Fahrbahnen getrennt voneinander geführt, ab der Anschlussstelle werden sie parallel geführt und man gelangt in die Hafenstadt Savona. Hier besteht gleichzeitig ein Anschluss über die A 6 nach Turin.

In Savona wechseln auch die Betreibergesellschaften und die A 10 führt nun in einem ständigen Wechsel von Talbrücken und Tunnels zur Grenze nach Menton. Dabei durchquert sie unter anderem auch die westlichste Provinzhauptstadt Liguriens, die Stadt Imperia. An der italienisch/französischen Grenze bei Ventimiglia / Menton mündet die A 10 nahtlos in die französische A 8.

Die A 10 bei Imperia

Die A 10 kann deshalb auch in zwei Teile untergliedert werden, und zwar in die Abschnitte:

  • GenuaSavona, betrieben von der Autostrade per l'Italia, 1967 eröffnet
  • SavonaVentimiglia, betrieben von der Autostrada dei Fiori S.p.A., 1971 freigegeben

Anschlüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die A 10 weist folgende Autobahn-Kreuzungspunkte auf:

Passante di Genova[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens im beengten Stadtgebiet von Genua, ist es geplant die bestehende Autobahn in das bergige Hinterland von Genua zu verlegen. Dieses Großprojekt wird auch als Passante di Genova bezeichnet.

Einsturz Viadotto Polcevera / Ponte Morandi[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ambox current red.svg Dieser Artikel beschreibt ein aktuelles Ereignis. Die Informationen können sich deshalb rasch ändern.
Hauptartikel: Polcevera-Viadukt

Ein wichtiges Bauwerk der Trasse war die Brücke über den Fluss Polcevera und das gleichnamige Tal. Das Polcevera-Viadukt wurde von Riccardo Morandi entworfen und 1967 nach vier Jahren Bauzeit für den Verkehr freigegeben.

Vor ihrem Einsturz war die Brücke 1182 Meter lang, 45 Meter hoch und stützte sich auf drei Stahlbetonpfeiler mit einer Höhe von jeweils 90 Metern.

Am 14. August 2018 stürzte ein Teilstück der Brücke ein. Mindestens 43 Menschen kamen ums Leben.[1][2]

Viadotto Polcevera

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Autostrada A10 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. heute.at: Autobahnbrücke in Genua eingestürzt. In: Heute.at - Tageszeitung Heute. 14. August 2018, abgerufen am 14. August 2018.
  2. Autobahnbrücke bei Genua eingestürzt. n-tv, 14. August 2018, abgerufen am 14. August 2018.