Gravellona Toce

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Gravellona Toce
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Gravellona Toce (Italien)
Gravellona Toce
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB)
Koordinaten 45° 56′ N, 8° 26′ OKoordinaten: 45° 56′ 0″ N, 8° 26′ 0″ O
Höhe 211 m s.l.m.
Fläche 14,67 km²
Einwohner 7.836 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 534 Einw./km²
Postleitzahl 28883
Vorwahl 0323
ISTAT-Nummer 103035
Volksbezeichnung gravellonesi
Schutzpatron Simon Petrus und Paulus von Tarsus (29. Juni)
Website Gravellona Toce
Ossolatal in der Region Piemont
Blick auf Gravellona Toce
Glockenturm der Kirche San Maurizio
Francesco Albertini

Gravellona Toce ist eine Gemeinde in der italienischen Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB) in der Region Piemont.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt 11 km von der Provinzhauptstadt Verbania entfernt auf einer Höhe von 211 m ü. M. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 14,67 km². Gravellona Toce gilt, ähnlich wie Omegna, als typisches Beispiel einer großflächigen Zersiedelung nördlich von Mailand. Gravellona Toce und Omegna sind mittlerweile zusammengewachsen, obwohl die jeweiligen Ortszentren sieben Kilometer voneinander entfernt liegen. Auch in östlicher Richtung erstrecken sich Industriebetriebe in Richtung Lago Maggiore. Die Nachbargemeinden sind Baveno, Casale Corte Cerro, Mergozzo, Omegna, Ornavasso, Stresa und Verbania. Der Schutzheilige des Ortes ist San Pietro.

Toponomastik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom keltischen Kies (Schwemmkiesbett, Fläche mit Kies) durch die Gravellen- oder Gravalenform. Die Spezifikation bezieht sich auf den Fluss Toce.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Funde von bearbeiteten Feuersteinen zeugen von prähistorischen Siedlungen im Gebiet von Gravellona Toce. Die indigenen Stämme Ligurer und Lepontier fusionierten im 5. Jahrhundert vor Christus mit den keltischen Invasoren, die im Ortschaft Motto eine Siedlung (Castelliere) gründeten. Die Kelten wurden später von den Römern (200 vor Christus) erobert, die ein Dorf bauten und rechts in die römische Verwaltung Italiens eindrangen. Von Gravellona Toce aus passierte man die Konsularstraße Severiana Augusta die Mediolanum (Mailand) mit Verbanus (Lago Maggiore) verband.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1861 1871 1881 1901 1921 1931 1951 1971 1991 2001 2011 2017 2018
Einwohner 1274 1483 1729 3015 4001 3856 4331 6526 7854 7539 7751 7887 7887

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche San Pietro wurde im 12. Jahrhundert erbaut und dann erweitert. Die heutige Fassade stammt aus dem Jahr 1862 und ist im Neorenaissancestil gehalten; der Glockenturm von 1856 besteht aus Blöcken aus rosa Granit von Baveno.
  • Romanische Kirche San Maurizio (10. Jahrhundert): das älteste und bedeutendste Denkmal Gravellona Toce, dessen Existenz seit dem 10. Jahrhundert dokumentiert ist. Im Innenraum wurden die Kreuzgewölbe des Daches des einschiffigen Schiffes aus dem 15. Jahrhundert durch Fachwerkträger ersetzt; im Laufe der 1925 entstanden Fresken aus der Kalkschicht, die sie verbarg.
  • Kirche San Giuseppe
  • Kirche Madonna dell’occhio
  • Kirche Santa Maria
  • Burgruine Castello del Motto (Castrum Gravallonae).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Verschiedene Autoren: Comuni della Provincia del Verbano-Cusio-Ossola. Consiglio Regionale del Piemonte, Chieri 2012, ISBN 9788896074503.
  • Verschiedene Autoren: Il Piemonte paese per paese. Bonechi Editore, Firenze 1996, ISBN 88-8029-156-4.
  • Verschiedene Autoren: Piemonte (non compresa Torino). Touring Club Italiano, Milano 1976, S. 619, Gravellona Toce online (italienisch)
  • Edgardo Ferrari: La repubblica dell’Ossola. Guida alla storia e ai luoghi. Editore Grossi, Domodossola 2001.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gravellona Toce – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.