Bahnhof Hürth-Kalscheuren

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Hürth-Kalscheuren
Huerth-Kalscheuren-DB-Bahnhof-002.JPG
Daten
Lage im Netz Trennungsbahnhof
Bauform Inselbahnhof
Bahnsteiggleise

5

Abkürzung

KKAS

IBNR 8003160
Kategorie

4[1]

Lage
Stadt/Gemeinde

Hürth

Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 52′ 33″ N, 6° 54′ 36″ OKoordinaten: 50° 52′ 33″ N, 6° 54′ 36″ O
Höhe (SO) 60 m ü. NHN
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
i16

Der Bahnhof Hürth-Kalscheuren ist ein Bahnhof in der Stadt Hürth im Rhein-Erft-Kreis. Er liegt als Inselbahnhof an der Trennung der Eifelstrecke von der Linken Rheinstrecke.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnsteige der linken Rheinstrecke, Blickrichtung Köln

Der Bahnhof Hürth-Kalscheuren liegt am östlichen Rand der Stadt Hürth im Stadtteil Kalscheuren in unmittelbarer Nähe der ortsansässigen TV-Studios an der Grenze zu Köln.

Nördlich ans Gleisfeld des Bahnhofs schließt sich der Contertainerterminal des Güterbahnhofs Köln Eifeltor an.

Der Bahnhof Hürth-Kalscheuren ist mit der Stadtbuslinie 714 des Stadtverkehr Hürth direkt an das Zentrum Hürths und die Vorgebirgsbahn angeschlossen. Zudem besteht mit den Buslinien 192 und 935 ein direkter Anschluss nach Köln-Meschenich.

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Hürth-Kalscheuren ist ein Trennungsbahnhof in Inselform. Das Empfangsgebäude liegt zwischen den Gleisen 1, an dem ein Hausbahnsteig besteht, und Gleis 51, zwischen beiden Gleisen bestehen Weichenverbindungen nördlich und südlich des Empfangsgebäudes. Neben dem Hausbahnsteig gibt es zwei Inselbahnsteige, diese liegen an den Gleisen 53 und 51 beziehungsweise 2 und 3. Letztere können nur durch eine Unterführung mit Treppen erreicht werden und sind somit im Gegensatz zu den restlichen Gleisen nicht barrierefrei erreichbar.

Die Gleise 1 und 2 gehören zur Linken Rheinstrecke Köln–Bonn–Koblenz, die Gleise 3 und 4 (letzteres ohne Bahnsteiganschluss) zur Güterstrecke nach Ehrenfeld bzw. Nippes Gbf. Die Gleise 51 und 53 sowie weitere Gleise ohne Bahnsteig stellen den Anfang der Eifelstrecke Köln–Gerolstein–Kall dar.

Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Linien RB 24, MRB 26 und RB 48 verkehren tagsüber je Stunde und Richtung einmal. In der Hauptverkehrszeit verkehrt stündlich in beide Richtungen je ein Verstärkerzug des RB 48. Zudem halten täglich zwei Fahrten des RE 22 in Hürth-Kalscheuren. Fernverkehrs- sowie sonstige Regionalexpress-Züge passieren den Bahnhof Hürth-Kalscheuren ohne Halt.

Linie Zuglauf Takt
RB 24 Eifel-Bahn:
Köln Messe/Deutz – Köln Hbf – Köln West – Köln Süd – Hürth-Kalscheuren – Kierberg – Erftstadt – Weilerswist – Derkum – Großbüllesheim – Euskirchen – Satzvey – Mechernich – Scheven – Kall
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
60 min
MRB 26 MittelrheinBahn:
Köln Messe/Deutz – Köln Hbf – Köln West – Köln Süd – Hürth-Kalscheuren – Brühl – Sechtem – Rolsdorf – Bonn Hbf – Bonn-Bad Godesberg – Bonn-Mehlem – Rolandseck – Oberwinter – Remagen – Sinzig (Rhein) – Bad Breisig – Brohl – Namedy – Andernach – Weißenturm – Urmitz – Koblenz Stadtmitte – Koblenz Hbf
weiter als MRB 32 Koblenz – Bingen – Mainz
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
60 min
RB 48 Rhein-Wupper-Bahn:
Wuppertal-Oberbarmen – Wuppertal-Barmen – Wuppertal Hbf – Wuppertal-Vohwinkel – Gruiten – Haan – Solingen Hbf – Leichlingen – Opladen – Leverkusen-Schlebusch – Köln-Mülheim – Köln Messe/Deutz – Köln Hbf – Köln West – Köln Süd – Hürth-Kalscheuren – Brühl – Sechtem – Roisdorf – Bonn Hbf – Bonn-Bad Godesberg – Bonn-Mehlem
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
30 min

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Linke Rheinstrecke verlief in einiger Entfernung zu den Orten der damaligen Bürgermeisterei Hürth. Ein Bahnhof war deshalb von Seiten der Bahn nicht vorgesehen. Erst 1859 wurde auf Betreiben der Bürgermeisterei ein Bahnhof gebaut. Er lag auf der Hermülheimer Seite der Strecke, in unmittelbarer Nähe zum Hof Kalscheuren, auf dem mit Nebengebäuden auch noch 1887 nur 52 Einwohner wohnten.[2] Das Gebäude bestand aus zwei parallel zueinander und quer zum Gleis stehenden zweieinhalbgeschossigen und dreifenstrigen Gebäuden, zwischen denen an die Gebäude anschließend ein zwei Fenster breiter und zweigeschossiger in der Front eingezogener Mittelbau stand, der zum Bahnsteig mit einem auf Ständern gestütztem Vordach abschloss. Mit dem Bau der Eifelstrecke, die unmittelbar vor dem Bahnhof abzweigte, geriet der Bahnhof "in Insellage". Das Gebäude war aber direkt von der unmittelbar am Bahnhof die Gleise querenden Rodenkirchener Straße aus zugänglich. Das Gebäude wurde 1961 abgerissen. Die entfernteren Gleise mussten über Überwege erreicht werden.[3]

Der Bahnhof wurde 1991/92 auf Betreiben der Stadt Hürth, für damals 14.000 D-Mark von Kalscheuren in Hürth-Kalscheuren umbenannt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NRWbahnarchiv von André Joost:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bahnhofskategorieliste 2016. S. 41, abgerufen am 6. März 2016 (PDF; 0,33 MiB, deutsch).
  2. Clemens Klug: Hürth – wie es war, wie es wurde, Steimel Verlag, Köln o.J. (1962), S. 162
  3. Bilder von 1914 und 1919 in Herbert Sinz, Heinrich Schnitzler: Hürth in alten Bildern, Ein Familienalbum der Stadt Gronenberg Verlag, Gummersbach 1980, S. 53