Großbüllesheim

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Großbüllesheim
Koordinaten: 50° 41′ 3″ N, 6° 49′ 16″ O
Höhe: 150 m ü. NN
Fläche: 3,44 km²
Einwohner: 2096 (31. Dez. 2010)
Bevölkerungsdichte: 609 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 53881
Vorwahl: 02251
Karte
Lage von Großbüllesheim in Euskirchen
Haltepunkt Euskirchen-Großbüllesheim
Großbüllesheim, Luftaufnahme (2015)

Großbüllesheim ist ein Stadtteil im Norden von Euskirchen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbarorte von Großbüllesheim sind die Stadtteile Kleinbüllesheim im Süden und Wüschheim im Westen. Am Ortsrand in der Nähe der Burg fließen die beiden Flüsse Erftmühlenbach und Das Untere Ahrflüsschen zusammen. Im Osten liegt das größte Industriegebiet Euskirchens, der Industriepark Am Silberberg, auch IPAS genannt, das vor seiner Umbenennung Gewerbegebiet Großbüllesheim-Wüschheim hieß. Zwischen dem IPAS und dem eigentlichen Wohnort befindet sich eine Parkanlage. Angrenzend an diese liegt im Norden die Campussportanlage Wüschheim-Büllesheim mit einem großen Sportplatz, einem Rasenplatz und der Turnhalle, die oft von der Grundschule genutzt wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wurde Großbüllesheim 856 als Bullengesheym erwähnt, welches sich wohl vom fränkischen Namen Bulleng ableitet. Bis Ende des 18. Jahrhunderts befand sich Großbüllesheim unter Euskirchener Amtsverwaltung, während der französischen Besetzung war es der Mairie Kuchenheim, Canton Rheinbach zugeordnet. Danach kam das Rheinland zum Königreich Preußen, wobei die Preußen die französische Verwaltungseinteilung beibehielten, sodass Großbüllesheim weiterhin zur Bürgermeisterei Kuchenheim, Kreis Rheinbach gehörte. Mit der Auflösung des Kreises Rheinbach am 1. Oktober 1932 kam die Bürgermeisterei Kuchenheim zum Kreis Euskirchen.

Im Süden sind zwei Hofstellen vorhanden, die durch Erbteilung des früheren Hofes entstanden sind und Reste der Großbüllesheimer Burg darstellen. Zuvor, im 14. Jahrhundert, waren die Spies von Büllesheim ansässig.

Am 1. Juli 1969 wurde Großbüllesheim nach Euskirchen eingemeindet.[1]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort gibt es neben zwei Bäckereien unter anderem ein Hotel, Friseur, Getränkemarkt, Florist, zwei Arztpraxen, Kosmetikstudios und mehr. Kindergarten, Grundschule und Übermittagsbetreuung liegen in unmittelbarer Nähe zum Sportgelände. Zusätzlich zum zentral gelegenen Friedhof in der Ortsmitte besitzt Großbüllesheim noch einen Jüdischen Friedhof, ebenso ein Kriegerdenkmal.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Großbüllesheim befindet sich der Haltepunkt Euskirchen-Großbüllesheim an der Eifelstrecke (KölnEuskirchenGerolsteinTrier), auf der im Schienenpersonennahverkehr die RegionalBahn 24 Köln–Euskirchen–Kall, in der Hauptverkehrszeit bis Gerolstein, verkehrt. Zusätzlich wird der Ort von den Buslinien 875, 870 und 740 der SVE und RVK angefahren.

Südlich von Großbüllesheim verläuft die L 182 und dient als Zubringer zur A 61. Es ist geplant, diese Straße nach Westen zur A 1 zu verlängern. In Großbüllesheim werden die Straßen nach Forschern und Entdeckern benannt. Ein Beispiel ist die Amundsenstraße.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 86.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Johann Hoffmann: Drei rheinische Dörfer und ihre Geschichte  Großbüllesheim Kleinbüllesheim Wüschheim. Handpresse, Weilerswist, 1998, ISBN 3-930137-80-1
  • Karl Johann Hoffmann: 1150 Jahre Ortsname Büllesheim, 856-2006, Festschrift anlässlich des Jubiläums, Heinen, Bad Münstereifel, ISBN 3-924383-00-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Großbüllesheim – Sammlung von Bildern