Solingen Hauptbahnhof

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Solingen Hauptbahnhof
Solingen Hauptbahnhof (früher Bahnhof Solingen-Ohligs)
Solingen Hauptbahnhof (früher Bahnhof Solingen-Ohligs)
Daten
Lage im Netz Kreuzungsbahnhof
Bahnsteiggleise 5
Abkürzung KSO
IBNR 8000087
Kategorie 2
Eröffnung 25. September 1867
(damals Ohligs-Wald)
Profil auf Bahnhof.de Solingen_Hbf
Lage
Stadt/Gemeinde Solingen
Ort/Ortsteil Ohligs
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 9′ 42″ N, 7° 0′ 15″ OKoordinaten: 51° 9′ 42″ N, 7° 0′ 15″ O
Höhe (SO) 111 m ü. NHN
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
i16

Solingen Hauptbahnhof ist der wichtigste Bahnhof der bergischen Großstadt Solingen. Er bildet einen Kreuzungsbahnhof zwischen den Eisenbahnstrecken Wuppertal–Köln-Deutz, Wuppertal–Remscheid–Solingen sowie Solingen–Düsseldorf und hieß bis 2006 Solingen-Ohligs.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Solinger Hauptbahnhof befindet sich im Westen der Stadt, im Stadtteil Ohligs-Mitte. Zu erreichen ist der Solinger Hauptbahnhof durch den Haupteingang über dem Bahnhofsvorplatz (Bremsheyplatz) oder über eine Unterführung,[4] auf der Rückseite von der Sauerbreystraße aus. Der Bahnhofsvorplatz wird täglich von über 15.000 Fahrgästen genutzt, damit ist der dortige Busbahnhof die meist frequentierte Haltestelle in Solingen.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Solingen-Ohligs vor der Umbenennung
Zug der S 7 - Teilstrecke Solingen - Remscheid - Wuppertal "Der Müngstener" betrieben durch Abellio Rail NRW - in Solingen Hauptbahnhof

Als man in den 1860er Jahren eine Bahnstrecke zwischen Haan-Gruiten und Köln-Deutz realisieren wollte, kam eine optimale Trassenführung nur über Ohligser Siedlungsgebiet infrage. Ein verkehrsgünstiger und notwendiger Bahnhof konnte nur auf der damals unbebauten Brachfläche der alten Hofschaft Ohligs gebaut werden.

Der neue Bahnhof wurde mit der Inbetriebnahme der Bahnstrecke Gruiten–Deutz am 25. September 1867 eröffnet und erhielt zunächst den Namen Bahnhof Ohligs-Wald.[6] Der heutige Hauptbahnhof war gleichzeitig der erste Bahnhof auf dem Gebiet der heutigen Stadt Solingen. Die Eröffnung des Bahnhofes im Jahr 1867 an der gut frequentierten Strecke war der Auslöser einer boomenden Entwicklung und hatte ein rasantes Bevölkerungswachstum in Ohligs zur Folge. Vom Bahnhof Ohligs-Wald aus wurde noch im Jahr der Erbauung auch die Stichstrecke nach Solingen-Mitte erbaut. 1890 entfiel der Namenszusatz Wald, da der Stadtteil Wald einen eigenen Bahnhof erhielt. Im Jahre 1894 kam mit der Bahnstrecke von Hilden eine dritte Verbindung hinzu, wodurch der Bahnhof schließlich zum Kreuzungsbahnhof avancierte. Mit der Eingemeindung von Ohligs nach Solingen erhielt der Bahnhof im Jahr 1929 den Namen Solingen-Ohligs.

Das stark ramponierte Empfangsgebäude wurde in den 1960er Jahren kernsaniert und durch einen modernen, schlichten Zweckbau ersetzt.[7] Die Verkehrsbedeutung des Ohligser Bahnhofs überstieg immer schon die der anderen Bahnhöfe Solingens und auch die des alten Hauptbahnhofs, da nur der Ohligser Bahnhof an einer Fernbahnstrecke liegt und seit 1979 Halt des Fernverkehrs ist. Zudem ist er Knotenpunkt aller Solinger Eisenbahnstrecken und wird als einzige Station von allen Regionalzügen in Solingen angefahren. Aus diesem Grund wurde mehrfach diskutiert, ihn als Solingen Hauptbahnhof zu bezeichnen und den alten Hauptbahnhof entsprechend umzubenennen. Diese Diskussionen gelangten jedoch lange zu keinem Ergebnis, weswegen der Bahnhof seinen Namen bis zum Jahresende 2006 behielt. Mit der Stilllegung des alten Hauptbahnhofs im Mai 2006 wurden die Diskussionen jedoch erneut angeheizt und zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2006 erhielt der Bahnhof schließlich den Namen Solingen Hauptbahnhof. In diesem Zusammenhang wurde von 2007 bis 2009 auch der Bremsheyplatz mit Buswendeschleife und Taxenstand komplett neu angelegt.[5]

Im Zuge der Modernisierungsoffensive 2, einem Partnerprogramm des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Bahn, wurde das Empfangsgebäude mit energetischen Maßnahmen durch die DB Station&Service AG saniert. Von Ende 2015 an wurden auch die Verkehrsflächen aufgewertet. Dabei wurden alle Bahnsteige auf 76 Zentimeter Einstiegshöhe angehoben und auf 430 Meter verlängert. Das Dach über Bahnsteig 1 wurde erneuert, die alte Überdachung an den Bahnsteigen 3 und 8 wurde Anfang 2016 abgerissen. Diese Neubaumaßnahmen sollen den Fahrgastkomfort verbessern.[8] Die Baukosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 9,5 Millionen Euro.[9]

Bedienung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Schienenpersonenfernverkehr wird der Solinger Hauptbahnhof von folgenden Intercity- und Intercity-Express-Linien bedient:

Linie Linienverlauf Takt Gleis
ICE 10 Berlin – Hannover – Bielefeld – Hamm (Westf) – Hagen – Wuppertal – Solingen – Köln ein Zugpaar 1/3
ICE 42 Dortmund – Wuppertal – Solingen – Köln – Mannheim – München einzelne Züge 1/3
ICE 43 Hannover – Dortmund – Wuppertal – Solingen – Köln – Mannheim – Basel einzelne Züge 1/3
ICE 31 (Hamburg-Altona – Hamburg – Bremen – Münster (Westf) –) Dortmund – Hagen – Wuppertal – Solingen – Köln – Bonn – Koblenz – Mainz – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Ingolstadt – München vier Zugpaare täglich 1/3
IC 31 Hamburg – Münster (Westf) – Dortmund – Wuppertal – Solingen – Köln – Frankfurt 120 min 1/3
IC 55 Dresden – Leipzig – Hannover – Bielefeld – Dortmund – Wuppertal – Solingen – Köln 120 min 1/3

Regionalverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Schienenpersonennahverkehr verkehren die folgenden Regional-Express-, Regionalbahn und S-Bahn-Linien im Solinger Hauptbahnhof:

Linie Linienverlauf Takt Gleis
RE 7 Rhein-Münsterland-Express:
Rheine – Emsdetten – Greven – Münster Hbf – Münster-Hiltrup – Drensteinfurt – Hamm (Westf) – Bönen – Unna – Holzwickede – Schwerte – Hagen Hbf – Ennepetal (Gevelsberg) – Schwelm – Wuppertal-Oberbarmen – Wuppertal Hbf – Solingen Hbf – Opladen – Köln Messe/Deutz – Köln Hbf – Dormagen – Neuss Hbf – Meerbusch-Osterath – Krefeld-Oppum – Krefeld Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
60 min 1/3
RB 48 Rhein-Wupper-Bahn:
Wuppertal-Oberbarmen – Wuppertal-Barmen – Wuppertal Hbf – Wuppertal-Vohwinkel – Haan-Gruiten – Haan – Solingen Hbf – Leichlingen – Opladen – Leverkusen-Schlebusch – Köln-Mülheim – Köln Messe/Deutz – Köln Hbf – Köln West – Köln Süd – Hürth-Kalscheuren – Brühl – Sechtem – Roisdorf – Bonn Hbf – Bonn UN Campus (nur Richtung Bonn-Mehlem) – Bonn-Bad Godesberg – Bonn-Mehlem
Stand: Eröffnung Haltepunkt Bonn UN Campus 1. November 2017
30 min (Wu-Oberbarmen – Köln Hbf)
30 (HVZ) / 60 min (Köln Hbf – Bonn Hbf)
60 min (Bonn Hbf – Bonn-Mehlem)
1/3
S 1 Solingen Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg SG-Vogelpark Hilden Süd Hilden D-Eller MetroBus Düsseldorf.png D-Eller Mitte Stadtbahn D-Oberbilk Stadtbahn D-Volksgarten Düsseldorf Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn D-Wehrhahn Stadtbahn D-Zoo D-Derendorf D-Unterrath MetroBus Düsseldorf.png D-Flughafen Deutsche Bahn AG-Logo.svg Angermund DU-Rahm DU-Großenbaum DU-Buchholz DU-Schlenk – Duisburg Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn MH-Styrum Mülheim (Ruhr) Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn E-Frohnhausen Essen West Essen Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn E-Steele E-Steele Ost E-Eiberg Wattenscheid-Höntrop BO-Ehrenfeld Bochum Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn BO-Langendreer West – BO-Langendreer DO-Kley DO-Oespel U DO-Universität U DO-Dorstfeld Süd – DO-Dorstfeld Dortmund Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn 20 min 10
S 7 Der Müngstener: Wuppertal Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg W-Unterbarmen W-Barmen Deutsche Bahn AG-Logo.svg W-Oberbarmen Deutsche Bahn AG-Logo.svg W-Ronsdorf RS-Lüttringhausen RS-Lennep Remscheid Hbf RS-Güldenwerth SG-Schaberg Solingen Mitte SG-Grünewald Solingen Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg 20 min 9
S 7 ( RS-Lennep Remscheid Hbf RS-Güldenwerth Solingen Mitte SG-Grünewald Solingen Hbf Hilden D-Eller Mitte Stadtbahn Düsseldorf Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn )
Nur zwei Fahrten je Richtung während der HVZ
9/10

Nahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Bahnhofsvorplatz verkehren Bus- und O-Bus-Linien:

Oberleitungsbus
Linie Linienverlauf
681 HauptbahnhofSolingen-Merscheid ↔ Solingen-Mitte Graf-Wilhelm-PlatzSolingen Mitte S-Bahn-Logo.svg ↔ Solingen-Hästen
682 HauptbahnhofSolingen-Wald ↔ Solingen-Mitte Graf-Wilhelm-PlatzSolingen Grünewald S-Bahn-Logo.svg ↔ Solingen-Höhscheid
Dieselbus
Linie Linienverlauf
691 Sankt-Lukas-Klinik ↔ Hauptbahnhof ↔ Solingen-Aufderhöhe ↔ Solingen-Höhscheid ↔ (Solingen-Rüden, nur an Sonn- und Feiertagen)
694 Hauptbahnhof ↔ Solingen-Aufderhöhe ↔ Solingen-Landwehr ↔ Leichlingen Busbahnhof
782 D-Altstadt, Heinrich-Heine-Allee Stadtbahn.svg – Benrather Straße Stadtbahn – Steinstraße/Königsallee Stadtbahn – Berliner Allee – Bilk, Feuerbachstraße – Uni-Kliniken – Werstener Dorfstraße Stadtbahn.svg – ohne Halt über A 46 – Hilden-Nord, Grünewald – Richard-Wagner-Straße – Kleef – Hilden-Mitte, Gabelung – Hilden Süd S-Bahn-Logo.svg – Hildorado – Hilden-Ost, Trotzhilden – Solingen-Vogelpark S-Bahn-Logo.svg – Solingen Hbf S-Bahn-Logo.svg
783 Hilden-West, Dorotheenviertel – Horster Allee – Kleinhülsen – Hilden S-Bahn-Logo.svg, Westseite – Hilden-Mitte, Fritz Gressard-Platz – Am Rathaus – Gabelung – Hilden, Krankenhaus Hilden-Ost, Trotzhilden – Solingen-Vogelpark S-Bahn-Logo.svg – Solingen Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn-Logo.svg
791 Solingen Hbf S-Bahn-Logo.svg – Solingen-Ohligs Markt – Langenfeld-Wiescheid – Immigrath – Langenfeld Stadtmitte – Langenfeld S-Bahn-Logo.svg – Monheim, Busbahnhof – Monheim, mona mare
792 Haan, Robert-Koch-Straße – Haan Markt – Haan, Böttinger Straße – Haan Bf – Haan, Hülsberger Busch – Solingen Vogelpark S-Bahn-Logo.svg – Solingen Hbf S-Bahn-Logo.svg
ab Haan, Hülsberger Busch, weiter als Linie O1 nach Gruiten, Sinterstraße

Zusätzlich hat der Solinger Hauptbahnhof Anschluss an vier Nachtbuslinien.

Linie Linienverlauf
NE 21 Hauptbahnhof ↔ Solingen-Merscheid ↔ Solingen-Mitte Graf-Wilhelm-Platz
NE 22 HauptbahnhofSolingen-Wald ↔ Solingen-Mitte Graf-Wilhelm-Platz
NE 25 Hauptbahnhof ↔ Solingen-Aufderhöhe ↔ Solingen-Mangenberg ↔ Solingen-Mitte Graf-Wilhelm-Platz
DL 3 Solingen-Ohligs, Bahnstraße/Getaway → Solingen Hbf S-Bahn-Logo.svg → Ohligs Markt → Solingen, Tränke → Langenfeld-Wiescheid → Carl-Leverkus-Straße → Richrath Kirche → Langenfeld, Rathaus → Stadtgarten → Langenfeld, Locher Straße
nur Richtung Langenfeld

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Kohl: Zeitsprünge Solingen-Ohligs, Suttonverlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-229-2, S. 51 bis S. 56

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Solingen Hauptbahnhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Deutsche Bahn AG:

NRWbahnarchiv von André Joost:

Weitere Belege:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/bdquo-gute-laune-tunnel-ldquo-aid-1.397407
  2. a b Stadt Solingen: Flyer zur Neugestaltung des Busbahnhofes (PDF)
  3. http://www.bilder-von-solingen.de/html/bahnhof_und_umgebung.html
  4. Manfred Kohl: Zeitsprünge Solingen-Ohligs, S. 54
  5. http://bauprojekte.deutschebahn.com/p/solingen-hbf
  6. http://www.solinger-tageblatt.de/solingen/millionen-hauptbahnhof-4905422.html