Bernried (Niederbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bernried
Bernried (Niederbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bernried hervorgehoben

Koordinaten: 48° 55′ N, 12° 53′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Höhe: 401 m ü. NHN
Fläche: 39,48 km2
Einwohner: 4803 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 122 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 94505, 94374
Vorwahl: 09905
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 116
Gemeindegliederung: 96 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Birket 34
94505 Bernried
Website: www.bernried-niederbayern.de
Erster Bürgermeister: Stefan Achatz (Freie Wählergemeinschaft Bernried-Edenstetten-Egg)
Lage der Gemeinde Bernried im Landkreis Deggendorf
Landkreis Dingolfing-LandauLandkreis Freyung-GrafenauLandkreis PassauLandkreis RegenLandkreis Rottal-InnLandkreis Straubing-BogenAholmingAuerbach (Landkreis Deggendorf)AußernzellBernried (Niederbayern)BuchhofenDeggendorfGraflingGrattersdorfHengersbergHunding (Niederbayern)IggensbachKünzingLallingMettenMoos (Niederbayern)NiederalteichOberpöringOffenbergOsterhofenOtzingPlattlingSchauflingSchöllnachStephansposchingWallerfingWinzer (Niederbayern)Karte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Katharina

Bernried ist eine Gemeinde im Norden des niederbayerischen Landkreises Deggendorf. Das Rathaus befindet sich im Gemeindeteil Birket.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Bernried hat 96 Gemeindeteile:[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein großer Teil des heutigen Gemeindegebietes gehörte zur Hofmark Egg, das Schloss Egg liegt im Gemeindegebiet. Seit Gründung der Gemeinde im Jahr 1818 gehörte die Gemeinde Bernried zum Bezirksamt und späteren Landkreis Bogen. Mit Auflösung des Landkreises im Rahmen der Kreisreform von 1972 wurde Bernried als einzige Gemeinde des Altlandkreises Bogen Teil des Landkreises Deggendorf. Damals hatte die Gemeinde 31 Gemeindeteile[3] und eine Fläche von rund 1517 Hektar.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Mai 1978 wurden die Gemeinden Edenstetten und Egg eingegliedert.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1840 hatte die Gemeinde, bezogen auf den heutigen Gebietsstand, 2122 Einwohner, bei der Volkszählung 1970 waren es 3370 Einwohner. Bisheriger Höchststand der Einwohnerzahl war 4925 im Jahr 2006.[6] Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 4129 auf 4744 um 615 Einwohner bzw. um 14,9 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen von 2020[7] und 2014 ergaben folgende Sitzverteilung (in Klammern das Wahlergebnis in Prozent):

CSU SPD FWG Freie Liste Gesamt
2020 6 (37,5 %) 4 (23,1 %) 3 (21,5 %) 3 (17,8 %) 16
2014 6 (37,4 %) 4 (28,2 %) 3 (18,4 %) 3 (15,9 %) 16

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit Mai 2014 Stefan Achatz (FWG), 2. Bürgermeister ist Johanna Gegenfurtner (CSU) und 3. Bürgermeister ist Wilhelm Haban (SPD).

Bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 wurde Achatz im ersten Wahlgang ohne Gegenkandidaten mit 93,3 Prozent wiedergewählt.[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Bechhofen
Blasonierung: „Schräg geteilt von Schwarz und Silber; oben eine silberne Lilie, unten ein roter Lindenzweig mit drei Blättern.“[9]
Wappenbegründung: Die Schrägteilung des Schildes in Schwarz und Silber ist vom Wappen der Herren von Egg abgeleitet, die im 13. und 14. Jahrhundert als Inhaber der Hofmark Egg Grundherrschaft und Niedergericht in einem großen Bereich des heutigen Gemeindegebiets ausübten. Schloss Egg, das auf eine um 1200 errichtete Burganlage zurückgeht, wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in romantisch-mittelalterlichem Stil neu erbaut. Die Lilie wurde aus dem Wappen der Benediktinerabtei Metten übernommen, die ebenfalls ausgedehnten Grundbesitz in der heutigen Gemeinde Bernried hatte. Der dreiblättrige Lindenzweig stammt aus dem Wappen der Forster zu Pitzen bzw. von Wildenforst, die von 1395 bis Mitte des 15. Jahrhundert als Inhaber der Hofmark Pitzenfels eine wichtige Rolle in Bernried und Böbrach gespielt haben. Die drei Blätter symbolisieren zugleich die im Jahr 1978 erfolgte Zusammenlegung der drei früher selbstständigen Gemeinden Bernried, Edenstetten und Egg zur heutigen Gemeinde Bernried.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die schadhafte spätgotische Kirche St. Katharina wurde 1894 bis auf den Chor abgerissen. Danach entstand die jetzige neugotische, dreischiffige Säulenkirche mit vier Jochen und einem 33 Meter hohen Turm. Am 8. Juni 1895 erfolgte die Konsekration.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bernried ist über die Autobahn 3 NürnbergRegensburgDeggendorf, Ausfahrt Schwarzach – Bernried oder Ausfahrt Egg – Metten an das Straßennetz angeschlossen. Außerdem erreicht man Bernried über die Autobahn A 92 von München kommend. Ausfahrt im Stadtgebiet Deggendorf, im Tunnel Richtung Bernried.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindeteil Rebling befand sich bis Ende 2011 das vom Varta-Führer und zuletzt 2009 von der Zeitschrift Der Feinschmecker ausgezeichnete Gourmet-Restaurant „Schwingshackls ESSKULTUR“.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bernried (Niederbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Bernried in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 67 (Digitalisat).
  4. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 272 (Digitalisat).
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 605.
  6. Bernried (Niederbayern): Amtliche Statistik des LfStat
  7. Gemeinderatswahl & Bürgermeisterwahl in Bernried 2020 – Kandidaten & Ergebnisse. In: wahl.info. 15. März 2020, abgerufen am 2. Mai 2020.
  8. Wahlergebnis vom 15. März 2020. wahl.info, 16. März 2020, abgerufen am 16. März 2020.
  9. Eintrag zum Wappen von Bernried (Niederbayern) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte