Stephansposching

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Stephansposching
Stephansposching
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stephansposching hervorgehoben
Koordinaten: 48° 49′ N, 12° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Höhe: 325 m ü. NHN
Fläche: 44,68 km2
Einwohner: 3092 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94569
Vorwahlen: 09935, 09931
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 151
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Deggendorfer Str. 6
94569 Stephansposching
Webpräsenz: www.stephansposching.de
Bürgermeisterin: Jutta Staudinger (CSU)
Lage der Gemeinde Stephansposching im Landkreis Deggendorf
Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Passau Landkreis Regen Landkreis Rottal-Inn Landkreis Straubing-Bogen Aholming Auerbach (Landkreis Deggendorf) Außernzell Bernried (Niederbayern) Buchhofen Deggendorf Grafling Grattersdorf Hengersberg Hunding (Niederbayern) Iggensbach Künzing Lalling Metten Moos (Niederbayern) Niederalteich Oberpöring Offenberg Osterhofen Otzing Plattling Schaufling Schöllnach Stephansposching Wallerfing Winzer (Niederbayern)Karte
Über dieses Bild

Stephansposching ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt südlich der Donau im Gäuboden.

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stephansposching: Rathaus

Die Gemeinde gliedert sich in 20 amtlich benannte Gemeindeteile:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste örtliche Siedlung aus der zweiten Hälfte des 6. Jahrtausends vor Christus gehört zur Kultur der Linienbandkeramik. Sie ist durch umfangreiche Ausgrabungen dokumentiert. Der Name des echten ing-Ortes stammt aus der Zeit der Bajuwaren. Im Jahre 790 wird Pasuhhinga im Breviarium Urolfi von Kloster Niederaltaich genannt, möglicherweise ist dabei allerdings nicht Stephansposching, sondern Mariaposching gemeint.

Seinen endgültigen Namen erhielt der Ort, als er in den Besitz des Domstifts Passau kam, dessen Kathedralpatron der heilige Stephanus ist. Waltherus de Poschingen um 1155 ist der erste bekannte Passauer Ministeriale in Stephansposching. Im Jahre 1216 war Stephansposching in den Händen der Grafen von Bogen, die urkundlich bekannten, dass sie diesen Besitz vom Bischof von Passau als Lehen erhielten. Nach dem Aussterben der Grafen von Bogen im Jahre 1242 ging der Besitz über an die Herren von Degenberg. Nach deren Aussterben 1602 wurde die geschlossene Hofmark 1606 vom bayerischen Herzog erworben. Sie befand sich im Gebiet des Gerichtes Natternberg und blieb bis zur Neuorganisation im 19. Jahrhundert landesherrlicher Besitz.

Im Zuge der Gemeindeedikte wurde aus der ehemaligen Obmannschaft unter Einbeziehung weiterer ehemaligen Obmannschaften der Steuerdistrikt Stephansposching gebildet, aus dem die Gemeinde Stephansposching hervorging. Die jetzige Gemeinde entstand am 1. Mai 1978 durch den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Michaelsbuch und Rottersdorf.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Bürgermeisterin ist Jutta Staudinger (CSU), die am 30. März 2014 mit 53,95 % der abgegebenen gültigen Stimmen gewählt wurde. 2. Bürgermeister ist Anton Hafner (FWG).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Werte geben die Sitzverteilung (in Klammern das prozentuale Wahlergebnis) wieder:

CSU FWG SPD UBS AGL Gesamt
2014 5 (31,25 %) 4 (25 %) 3 (18,75 %) 2 (12,5 %) 2 (12,5 %) 16

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Gold eine dreizipfelige Mütze mit silberner Stulpe, beseitet rechts von einer roten Ähre und links von einem grünen Buchenzweig mit drei Blättern.

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 7. August 1991 besteht eine Ortspartnerschaft mit der Gemeinde Glaubitz im Landkreis Meißen in Sachsen. Im Partnerschaftsvertrag heißt es: Die Partnerschaft hat das Ziel, auf breiter Grundlage die Bürger beider Gemeinden zusammenzuführen und freundschaftlich miteinander zu verbinden. Es soll gemeinsames Bestreben sein, die geknüpften Freundschaftsbande dauerhaft auf alle dazu geeigneten Lebensbereiche auszuweiten.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Stephanus

Durch das Gemeindegebiet von Stephansposching führt der Radwanderweg Via Danubia. Im Gemeindeteil Stephansposching befand sich eine der letzten Gierseilfähren der bayerischen Donau, die Donaufähre Mariaposching–Stephansposching, welche neben vielen Fahrradfahrern im Sommer auch Autos und LKWs transportierte. Sie führte zum gegenüberliegenden Mariaposching und ermöglichte Ausflüge in den Bayerischen Wald, nach Metten oder zum Bogenberg bei Bogen. Nach einer Havarie im April 2016 wurde der Betrieb eingestellt.

Zentral im Ort liegt auch die Pfarrkirche Stephansposching, die zur Pfarrei Stephansposching-Michaelsbuch gehört.

Der Gemeindeteil Stephansposching ist reich an Gräber- und Skelett-Funden aus der Jungsteinzeit, die bis ins 6. vorchristliche Jahrtausend zurückreiche. 2008 wurde die Entdeckung einer Kreisgrabenanlage bekanntgegeben. Auch andere Gemeindeteile Stephansposchings sind archäologisch bedeutsam.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am östlichen Rand des Gemeindegebiets, kurz vor dem Natternberg, befindet sich ein Sportflugplatz mit Restaurant.

Fotos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftbildaufnahmen von Stephansposching (August 2009)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 605.
  3. 725 Jahre Glaubitz 1271 - 1996 Festschrift, S.15.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stephansposching – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien