Schaufling

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schaufling
Schaufling
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schaufling hervorgehoben
Koordinaten: 48° 51′ N, 13° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Verwaltungs­gemeinschaft: Lalling
Höhe: 443 m ü. NHN
Fläche: 25,42 km²
Einwohner: 1502 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94571
Vorwahl: 09904
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 148
Gemeindegliederung: 26 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstr. 28
94551 Lalling
Webpräsenz: www.schaufling.de
Bürgermeister: Robert Bauer (SPD / parteilose Bürger)
Lage der Gemeinde Schaufling im Landkreis Deggendorf
Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Passau Landkreis Regen Landkreis Rottal-Inn Landkreis Straubing-Bogen Aholming Auerbach (Landkreis Deggendorf) Außernzell Bernried (Niederbayern) Buchhofen Deggendorf Grafling Grattersdorf Hengersberg Hunding (Niederbayern) Iggensbach Künzing Lalling Metten Moos (Niederbayern) Niederalteich Oberpöring Offenberg Osterhofen Otzing Plattling Schaufling Schöllnach Stephansposching Wallerfing Winzer (Niederbayern)Karte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche Hl. 14 Nothelfer

Schaufling ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Lalling.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schaufling liegt in der Region Donau-Wald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Schaufling besteht aus 27 Ortsteilen, dem Pfarrdorf Schaufling, den Dörfern Ensbach, Hainstetten, Klessing, Muckenthal, Nadling, Nemering, Penk, Rusel, Schützing, Sicking, Wotzmannsdorf und Wulreiching, den Weilern Böhaming, Dietmannsberg, Edhof, Ensmannsberg, Freiberg, Geßnach, Martinstetten, Ruselabsatz, Unterberg, Urlading und Wetzenbach, der Anstalt Sanatorium a.Hausstein und den Einöden Ensbachmühle und Ragin. Es existieren die drei Gemarkungen Schaufling, Lalling und Urlading.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schaufling wurde vom nahe gelegenen Kloster Niederalteich aus besiedelt und im Jahr 1298 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Hengersberg des Kurfürstentums Bayern. Größter Grundherr war bis 1803 das Kloster Niederalteich. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Nadling (ab dem 17. August 1937 Schaufling[2]).

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die jetzige Gemeinde entstand am 1. April 1971 aus der früheren Gemeinde Schaufling und dem nördlichen Teil der früheren Gemeinde Urlading.[2] Seit 1978 ist die Gemeinde Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Lalling.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1280 Einwohner
  • 1970: 1247 Einwohner
  • 1987: 1209 Einwohner
  • 2000: 1423 Einwohner
  • 2005: 1462 Einwohner
  • 2010: 1511 Einwohner
  • 2015: 1502 Einwohner

Asklepios Klinik Schaufling[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Asklepios Klinik Schaufling

Der Grundstein der Klinik wurde am 7. Oktober 1905 gelegt. Von 1908 bis 1975 wurde auf der Rusel ein Lungensanatorium betrieben. Anfang der 80er Jahre wurde mit Umbauten und Erweiterungen am ehemaligen Lungensanatorium begonnen. 1987 kaufte die die Bavaria-Klinik-Gruppe die Klinik und betreibt seitdem in den Gebäuden ein Rehabilitatszentrum für Neurologie, Orthopädie, Geriatrie und Kardiologie für 350 stationäre Patienten. Die Reha-Klinik ist der größte Arbeitgeber im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Lalling.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Robert Bauer (SPD). Er setzte sich 2014 mit 54,75 Prozent der Stimmen gegen Josef Stangl (CSU/Unabhängige Bürger, 45,25 Prozent) durch. Bauers gut 13 Jahre amtierender Vorgänger Hermann Hackl (CSU/Unabhängige Bürger) stand für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Zweiter Bürgermeister ist Richard Anzenberger (SPD).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 12 Mitglieder (zuzüglich der Erste Bürgermeister). Die Sitze verteilen sich aufgrund der Kommunalwahl 2014 wie folgt:

  • CSU: 4 Sitze (2008: 5)
  • SPD: 3 Sitze (2008: 3)
  • FW Einigkeit Schaufling: 3 Sitze (2008: 3)
  • Junge Wählergemeinschaft: 2 Sitze (2008: 1)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau ein erhöhter silberner Dreiberg, darin ein roter vorderhalber Wolf“.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1891 wurde Schaufling Expositur der katholischen Pfarrei Seebach. 1986 erfolgte die Erhebung zur eigenständigen Pfarrei. Mittlerweile gehört Schaufling neben Lalling und Hunding zum Pfarrverband HuSchaLa.

Pfarrkirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche Vierzehn Heilige Nothelfer wurde im neuromanischen Stil erbaut. Im Jahre 1887 wurde mit den Bauarbeiten begonnen und diese waren 1889 beendet.

Pfarrzentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erbaut wurde das Pfarrzentrum in den Jahren 1992–1993 direkt neben Pfarrkirche und Grundschule. Das neue Pfarrheim ist mit großem Pfarrsaal, kleinem Pfarrsaal, Teeniegruppenraum, Jugendraum der katholischen Landjugend (Keller), Pfarrbüro und Pfarrerwohnhaus ausgestattet. Auch die Gemeindebücherei fand ihren Platz darin.

Die Seelsorger der Expositur/Pfarrei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Max Maier (1893–1896 Expositus, 1896–1901 Pfarrer)
  • Schlögl Hermann (1902–1908)
  • Joseph Niederhofer (1908–1926)
  • Ignaz Boxleitner (1926–1936)
  • Anton Amann (1936–1940)
  • Franz X. Haidn (1940–1945)
  • Hermann Schmid (1945–1956)
  • Josef Geiger (1956–1978)
  • Konrad Bittmann (1978–1986)
  • Josef Kurz (1986–1991)
  • Josef Gerl (1991–1993)
  • Richard Geier (1993–1999)
  • Alfons Eiber (1999–2013)
  • Philipp Höppler (seit 2013)

Pfarreigebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Pfarrei gehören Schaufling, Böhaming, Dietmannsberg, Ensbach, Ensmannsberg, Geßnach, Hainstetten, Hausstein, Klessing, Martinstetten, Muckenthal, Nadling, Nemering, Obernberg, Ragin, Schützing, Unterberg, Urlading, Wetzenbach, Wotzmannsdorf und Wulreiching.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 89 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 448 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 470. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 14 Betriebe, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 95 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 985 ha, davon waren 272 ha Ackerfläche und 706 ha Dauergrünfläche.

Die 1999 nach dem Konkurs der vormaligen Bavaria Klinik eröffnete Asklepios Klinik Schaufling beschäftigte 2012 rund 300 Mitarbeiter.[3]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2012 existierte folgende Einrichtung:

  • Kindergärten St. Georg (Träger der Einrichtung Pfarrcaritasverein Schaufling e. V.)
59 Kindergartenplätze mit 51 Kindern

Die Gemeinde Schaufling ist Mitglied im Schulverband Lalling (Grundschule) und Schulverband Hengersberg (Mittelschule)

Vereine (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Feuerwehr Schaufling
  • KSV Schaufling
  • Oldtimerfreunde Schaufling
  • SV Schaufling
  • Verein zur Förderung der Jugend des SV Schaufling e. V.
  • Katholische Landjugend Schaufling
  • Obst- u. Gartenbauverein Schaufling
  • Bayerischer Bauernverband, OV Schaufling
  • Katholischer Frauenbund
  • Rauchclub Schaufling
  • SC Rusel
  • Schützenverein „Dorflinde“
  • SPD-Ortsverband
  • JWG Schaufling
  • CSU-Ortsverband
  • FWG Schaufling
  • Stammtisch Nadling
  • Motorradfreunde Bayerwald

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Altbürgermeister Richard Anzenberger (†)
  • Ferdinand Schuster senior

Bürgermedaillenträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Altbürgermeister Richard Anzenberger (†)
  • Josef Geiger (ehemaliger Pfarrer, †)
  • Joseph Niederhofer (ehemaliger Pfarrer, †)
  • Hans Nothaft
  • Albert Schaupp
  • Ferdinand Schuster senior
  • Gerhard Spannmacher senior
  • Alois Tannerbauer
  • Sigurd Wagner
  • Georg Wirth senior (†)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 445.
  3. Unsere Klinik: Daten & Fakten. Asklepios Klinik Schaufling, abgerufen am 3. September 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schaufling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien