Lalling

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lalling
Lalling
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lalling hervorgehoben

Koordinaten: 48° 51′ N, 13° 8′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Verwaltungs­gemeinschaft: Lalling
Höhe: 446 m ü. NHN
Fläche: 27,94 km2
Einwohner: 1562 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94551
Vorwahl: 09904
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 130
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 28
94551 Lalling
Website: lalling.de
Bürgermeister: Michael Reitberger (CSU)
Lage der Gemeinde Lalling im Landkreis Deggendorf
Landkreis Dingolfing-LandauLandkreis Freyung-GrafenauLandkreis PassauLandkreis RegenLandkreis Rottal-InnLandkreis Straubing-BogenAholmingAuerbach (Landkreis Deggendorf)AußernzellBernried (Niederbayern)BuchhofenDeggendorfGraflingGrattersdorfHengersbergHunding (Niederbayern)IggensbachKünzingLallingMettenMoos (Niederbayern)NiederalteichOberpöringOffenbergOsterhofenOtzingPlattlingSchauflingSchöllnachStephansposchingWallerfingWinzer (Niederbayern)Karte
Über dieses Bild
Blick auf Lalling im Lallinger Winkel von Langfurth aus
Die Pfarrkirche St. Stephanus

Lalling ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf, der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Lalling und ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lalling liegt in der Region Donau-Wald im südwestlichen Bayerischen Wald, genauer im Lallinger Winkel.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile sind: Datting, Dösing, Durchfurth, Durchfurtherschuß, Euschertsfurth, Frohnmühl, Gerholling, Ginn, Kapfing, Kaußing, Lalling, Oisching, Ranzing, Ranzingerberg, Stritzling, Urding, Watzing und Woiding.[2]

Es existiert nur die Gemarkung Lalling.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lalling und der Gemeindeteil Ranzing wurden im Jahre 1148 in einem Schutzbrief von Papst Eugen III. erstmals urkundlich erwähnt. Größter Grundherr war von Beginn des 13. Jahrhunderts bis zur Säkularisation in Bayern 1803 das Kloster Niederalteich. Lalling gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Hengersberg des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 1.400 auf 1.552 um 152 Einwohner bzw. um 10,9 %.

  • 1970: 1205 Einwohner
  • 1987: 1393 Einwohner
  • 1991: 1501 Einwohner
  • 1995: 1530 Einwohner
  • 2000: 1623 Einwohner
  • 2005: 1601 Einwohner
  • 2010: 1579 Einwohner
  • 2015: 1545 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2020 ist Michael Reitberger (CSU) Bürgermeister von Lalling. In der Stichwahl zu den Kommunalwahlen in Bayern 2020 setzte sich Michael Reitberger (CSU) am 29. März 2020 mit 51,9 Prozent gegen Michael Wenig (SPD) durch.[3]

Bürgermeister war von 1996 bis 2020 Josef Streicher (SPD/Unabhängige Bürger). Er gewann seine letzte Bürgermeisterwahl 2014 mit 57,39 % gegen seinen Herausforderer Michael Reitberger (CSU). Dieser hatte 42,61 % der Wählerstimmen erhalten.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen von 2020[4] und frühere ergaben folgende Sitzverteilungen:

CSU SPD BP Junge
Liste
FWG Gesamt
2020 5 3 2 1 1 12
2014 6 4 - 1 1 12

Steuereinnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2012 insgesamt 851.000 Euro, davon die Gewerbesteuer netto 100.000 Euro.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber ein grüner Schrägbalken, dem eine wachsende goldene Lanze aufgelegt ist, beseitet oben von einem schwarzen Stein, unten von einem roten Apfel mit zwei grünen Blättern.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • FrankreichFrankreich Frankreich: Am 30. April 2000 wurde mit der Gemeinde Remy (Oise) eine Gemeindepartnerschaft eingegangen.[5]
  • TschechienTschechien Tschechien: Am 10. April 2005 schlossen Lalling und Remy mit Běšiny (deutsch Bieschin – Region Pilsen, Böhmen) offiziell einen Freundschaftsvertrag.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundliche Erwähnung fand die Lallinger Kirche 1149. Die Erhebung der Filiale Lalling zur Pfarrei fand im Jahre 1718 statt. Die katholische Pfarrkirche St. Stephanus wurde 1722/23 erbaut.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yin und Yang-Stege im Teich des Feng Shui-Kurparks in Lalling
  • Zehentstadel des Klosters Niederalteich
  • Fahrzeug- und Kunstmuseum Streicher in Stritzling
  • Dorfensemble in Datting und Gerholling
  • Kapelle am Ranzingerberg mit Totenbrettergruppe
  • Lallinger Stephanuskirche
  • Erster Feng-Shui-Kurpark Deutschlands

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Bodendenkmäler in Lalling

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 gab es in der Gemeinde 180 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 688 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 508 Personen größer als die der Einpendler. 15 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 30 landwirtschaftliche Betriebe.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018 gab es folgende Einrichtungen:

  • Eine Kindertageseinrichtung mit 89 Plätzen und 80 Kindern, davon fünf Kinder unter drei Jahren
  • Eine Grundschule mit acht Klassen und 160 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 167 (Digitalisat).
  3. Die Stichwahlen am Sonntag, 29. März 2020. In: Wahl.info. 30. März 2020, abgerufen am 30. März 2020.
  4. Gemeinderatswahl & Bürgermeisterwahl in Lalling 2020 – Kandidaten & Ergebnisse. In: wahl.info. 29. März 2020, abgerufen am 3. Mai 2020.
  5. Festakt zum 15jährigen Bestehen der Gemeindepartnerschaft. Gemeinde Lalling, abgerufen am 29. Juni 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lalling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien