Grattersdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Grattersdorf
Grattersdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Grattersdorf hervorgehoben
48.813.15476Koordinaten: 48° 48′ N, 13° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Lalling
Höhe: 476 m ü. NHN
Fläche: 25,98 km²
Einwohner: 1265 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 94541,
94551 (Reigersberg)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 09904
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 123
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Auguste-Winkler-Str. 4
94541 Grattersdorf
Webpräsenz: www.grattersdorf.de
Bürgermeister: Norbert Bayerl (CSU)
Lage der Gemeinde Grattersdorf im Landkreis Deggendorf
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Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Ägidius

Grattersdorf ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Lalling.

Geografie[Bearbeiten]

Grattersdorf liegt in der Region Sonnen-Wald.

Es existieren folgende Gemarkungen: Grattersdorf, Nabin, Oberaign, Winsing.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Grattersdorf erfolgte 1209, als die Brüder Ulrich und Poppo de Gradinsdorf als Zeugen genannt wurden. Der Ort Grattersdorf gehörte damals den Grafen von Hals. Seit 1451 bildete er eine geschlossene Hofmark im Kurfürstentum Bayern, deren Sitz Grattersdorf war.

Besitzer der Hofmark waren nach dem Aussterben der Gradinsdorfer die Herren von Winzer, denen 1506 die Puchberger folgten. In der Landkarte des Philipp Apian von 1568 ist der Ort als Grederstorff eingetragen. Veit von Puchberg ließ hier 1536 bis 1539 die Kirche St. Ägidius erbauen. Das 17. und 18. Jahrhundert brachte mehrere Besitzerwechsel in Grattersdorf, zuletzt gehörte es den Freiherren von Vequel. Die anderen Ortschaften der heutigen Gemeinde gehörten größtenteils zum Kloster Niederalteich, teilweise zum Kloster Osterhofen und Stift Obermünster. Um das Jahr 1728 erhielt Grattersdorf eine Schule.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 wurden die Gemeinden Grattersdorf, Nabin, Oberaign und Winsing gebildet, die am 1. Januar 1971 zur Gemeinde Grattersdorf zusammengeschlossen wurden.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.305, 1987 dann 1.365 und im Jahr 2005 1.408 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Norbert Bayerl (CSU). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Josef Reitberger (CSU).

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen vom 2. März 2008 ergaben bei einer Wahlbeteiligung von 71,3 % folgendes Ergebnis:

  • CSU/FW 5 Sitze (38,5 %)
  • FW Winsing/Oberaign 3 Sitze (22,8 %)
  • FWG 2 Sitze (20,9 %)
  • FWG Roggersing 2 Sitze (17,7 %)

Steuereinnahmen[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 434.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 40.000 €.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Blau eine gesenkte, eingeschweifte, silberne Spitze, darin ein roter Zweig mit vier Blättern, vorne drei voneinander abgewendete, zwei zu eins gestellte silberne Halbmonde, hinten ein schwebendes silbernes Lilienkreuz.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Grattersdorf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 31 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 466. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 3 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 90 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 943 ha, davon waren 285 ha Ackerfläche und 657 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 2005 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 36 Kindern
  • Grundschulen: 1 mit 4 Lehrern und 72 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 445

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Grattersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien