Grattersdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Grattersdorf
Grattersdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Grattersdorf hervorgehoben
Koordinaten: 48° 48′ N, 13° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Verwaltungs­gemeinschaft: Lalling
Höhe: 476 m ü. NHN
Fläche: 25,98 km2
Einwohner: 1273 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 94541, 94551
Vorwahl: 09904
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 123
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Auguste-Winkler-Str.1
94541 Grattersdorf
Webpräsenz: www.grattersdorf.de
Bürgermeister: Alfons Gramalla[2] (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Grattersdorf im Landkreis Deggendorf
Landkreis Dingolfing-LandauLandkreis Freyung-GrafenauLandkreis PassauLandkreis RegenLandkreis Rottal-InnLandkreis Straubing-BogenAholmingAuerbach (Landkreis Deggendorf)AußernzellBernried (Niederbayern)BuchhofenDeggendorfGraflingGrattersdorfHengersbergHunding (Niederbayern)IggensbachKünzingLallingMettenMoos (Niederbayern)NiederalteichOberpöringOffenbergOsterhofenOtzingPlattlingSchauflingSchöllnachStephansposchingWallerfingWinzer (Niederbayern)Karte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Ägidius

Grattersdorf ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Lalling.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grattersdorf liegt in der Region Sonnenwald.

Es existieren folgende Gemarkungen: Grattersdorf, Nabin, Oberaign, Winsing.

Zur Gemeinde Grattersdorf gehören 36 Ortschaften: Bärnöd, Büchelstein, Ebenöd, Eiserding, Ernading, Falkenacker, Frieberding, Friedenberg, Furth, Furthmühle, Gottsmannsdorf, Gern, Haselöd, Hatzenberg, Kerschbaum, Klemming, Konrading, Kralling, Kreuzerhof, Lanzing, Liebmannsberg, Lofering, Maging, Nabin, Neufang, Oberaign, Oitzing, Reigersberg (mit der abweichenden Postleitzahl 94551), Renzling, Roggersing, Spichting, Wangering, Wannersdorf, Weiking, Winsing, Würzing.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gründung der Vorläufergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Grattersdorf erfolgte 1209, als die Brüder Ulrich und Poppo de Gradinsdorf als Zeugen genannt wurden. Der Ort Grattersdorf gehörte damals den Grafen von Hals. Seit 1451 bildete er eine geschlossene Hofmark im Kurfürstentum Bayern, deren Sitz Grattersdorf war.

Besitzer der Hofmark waren nach dem Aussterben der Gradinsdorfer die Herren von Winzer, denen 1506 die Puchberger folgten. In der Landkarte des Philipp Apian von 1568 ist der Ort als Grederstorff eingetragen. Veit von Puchberg ließ hier 1536 bis 1539 die Kirche St. Ägidius erbauen. Das 17. und 18. Jahrhundert brachte mehrere Besitzerwechsel in Grattersdorf, zuletzt gehörte es den Freiherren von Vequel. Die anderen Ortschaften der heutigen Gemeinde gehörten größtenteils zum Kloster Niederalteich, teilweise zum Kloster Osterhofen und Stift Obermünster. Um das Jahr 1728 erhielt Grattersdorf eine Schule.

Gemeindezusammenschluss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 wurden die Gemeinden Grattersdorf, Nabin, Oberaign und Winsing gebildet, die am 1. Januar 1971 zur Gemeinde Grattersdorf zusammengeschlossen wurden.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1286 Einwohner, davon 649 in Winsing, 274 in Nabin, 222 in Grattersdorf und 141 in Oberaign
  • 1970: 1305 Einwohner, davon 663 in Winsing, 288 in Nabin, 222 in Grattersdorf und 142 in Oberaign
  • 1987: 1365 Einwohner
  • 1991: 1422 Einwohner
  • 1995: 1399 Einwohner
  • 2000: 1411 Einwohner
  • 2005: 1408 Einwohner
  • 2010: 1346 Einwohner
  • 2015: 1262 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen vom 2. März 2008 ergaben bei einer Wahlbeteiligung von 71,3 % folgendes Ergebnis:

  • CSU/FW 5 Sitze (38,5 %)
  • FW Winsing/Oberaign 3 Sitze (22,8 %)
  • FWG 2 Sitze (20,9 %)
  • FWG Roggersing 2 Sitze (17,7 %)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister war seit 2002 bis zu seinem Tod Ende Oktober 2017 Norbert Bayerl (CSU). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Josef Reitberger (CSU). Bis zu den Neuwahlen am 28. Januar 2018 führte der zweite Bürgermeister Alfons Gramalla die Amtsgeschäfte und wurde mit 79 Prozent zum ersten Bürgermeister gewählt.[2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Blau eine gesenkte, eingeschweifte, silberne Spitze, darin ein roter Zweig mit vier Blättern, vorne drei voneinander abgewendete, zwei zu eins gestellte silberne Halbmonde, hinten ein schwebendes silbernes Lilienkreuz.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 31 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 466. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei Betriebe, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 90 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 943 ha, davon waren 285 ha Ackerfläche und 657 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2005 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 36 Kindern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b PNP-Newsblog: Alfons Gramalla gewinnt Bürgermeisterwahl. PNP, 28. Januar 2018, abgerufen am 30. Januar 2018.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 445.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grattersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien