Otzing

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Otzing
Otzing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Otzing hervorgehoben
Koordinaten: 48° 46′ N, 12° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Verwaltungs­gemeinschaft: Oberpöring
Höhe: 330 m ü. NHN
Fläche: 30,44 km2
Einwohner: 1945 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94563
Vorwahlen: 09931, 09933
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 143
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Niederpöring 23
94562 Oberpöring
Webpräsenz: www.otzing.de
Bürgermeister: Johannes Schmid (CSU)
Lage der Gemeinde Otzing im Landkreis Deggendorf
Landkreis Dingolfing-LandauLandkreis Freyung-GrafenauLandkreis PassauLandkreis RegenLandkreis Rottal-InnLandkreis Straubing-BogenAholmingAuerbach (Landkreis Deggendorf)AußernzellBernried (Niederbayern)BuchhofenDeggendorfGraflingGrattersdorfHengersbergHunding (Niederbayern)IggensbachKünzingLallingMettenMoos (Niederbayern)NiederalteichOberpöringOffenbergOsterhofenOtzingPlattlingSchauflingSchöllnachStephansposchingWallerfingWinzer (Niederbayern)Karte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Laurentius

Otzing ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Oberpöring.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otzing liegt in der Planungsregion Donau-Wald. Die Gemeinde grenzt im Süden an die Isar (Landschaftsschutzgebiet), und erstreckt sich auch geringfügig auf rechtsseitige Uferbereiche. Sie enthält auch einen Abschnitt des Längenmühlbachs.

Neben den Gemarkungen Otzing, Haunersdorf und Lailling bestehen noch die Ortsteile Arndorf, Asenhof, Eisenstorf, Kleinweichs und Reit (auch Reith).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otzing gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Natternberg des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Haunersdorf und Lailling eingegliedert, die am 1. Januar 1902 aus Teilen der Gemeinde Wallersdorf neu gebildet worden waren.[2][3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1460 Einwohner
  • 1970: 1474 Einwohner
  • 1987: 1504 Einwohner
  • 1991: 1482 Einwohner
  • 1995: 1525 Einwohner
  • 2000: 1709 Einwohner
  • 2005: 1969 Einwohner
  • 2010: 1958 Einwohner
  • 2015: 1932 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Johannes Schmid (CSU) der in der Kommunalwahl 2008 mit 91,73 % der Stimmen gewählt wurde.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen vom 2. März 2008 ergaben bei einer Wahlbeteiligung von 61,61 % folgendes Ergebnis:

  • CSU 8 Sitze (53,5 %)
  • FW 6 Sitze (46,5 %)

Die Kommunalwahl 2014 ergab keine Änderung der Sitzverteilung.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Blau über gesenktem silbernem Wellenbalken nebeneinander ein silberner Rost, ein goldener Bischofsstab und ein silbernes Kleeblatt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche „St. Laurentius“ in Otzing, erbaut 1899 in neuromanischem Stil, mit Apostelfiguren aus der Stiftskirche „St. Jakob“ in Straubing
  • Wallfahrtskirche „St. Ottilie“ in Haunersdorf
  • Dorfkirche „St. Nikolaus“ in Lailling (bereits um 1200 urkundlich erwähnt)
  • Landschaftsschutzgebiet Untere Isar

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 9, im produzierenden Gewerbe 166 und im Bereich Handel und Verkehr 53 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 29 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 486. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 24 Betriebe, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 61 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2075 ha, davon waren 1994 ha Ackerfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet von Otzing verlaufen die Bahnstrecke Landshut–Plattling (KBS 931) sowie die Bundesautobahn 92 MünchenDeggendorf (A 92 / E 53), deren nächste Anschlussstellen Wallersdorf-Nord und Plattling-West sind.

Durch den Ort führt die Kreisstraße Deggendorf 5 (DEG5).

Der noch aus der Zeit der Königlich privilegirten Actiengesellschaft der bayerischen Ostbahnen stammende, 1875 errichtete Bahnhof und spätere Haltepunkt Otzing wurde im Zuge der Einführung des Donau-Isar-Express seit dem 13. Dezember 2009 nicht mehr bedient.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 bestanden folgende Einrichtungen:

  • Kindertageseinrichtung: 90 Plätze mit 81 Kindern, davon neun unter drei Jahren
  • Volksschulen: eine Grundschule mit vier Klassen und 90 Schülern
  • Katholisches Evangelisationszentrum St. Petrus: Gruppenhaus mit 98 Betten

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1993 leitet Pfarrer Werner Maria Hess die katholische Pfarrei St. Laurentius mit 1474 Personen (Stand Januar 2013).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 505.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 605.
  4. http://vg-oberpoering.de/gemeinderat-101.html

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Otzing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien