Hunding (Niederbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hunding
Hunding (Niederbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hunding hervorgehoben
Koordinaten: 48° 51′ N, 13° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Verwaltungs­gemeinschaft: Lalling
Höhe: 468 m ü. NHN
Fläche: 14,67 km2
Einwohner: 1176 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94551
Vorwahl: 09904
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 126
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstr. 28
94551 Lalling
Webpräsenz: www.hunding.de
Bürgermeister: Ferdinand Brandl (CSU)
Lage der Gemeinde Hunding im Landkreis Deggendorf
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Über dieses Bild
Blick auf Hunding
Die Kirche Hl. Herz Jesu
Das Rathaus von Hunding

Hunding ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf, ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Lalling und staatlich anerkannter Erholungsort.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hunding liegt in der Region Donau-Wald im südwestlichen Bayerischen Wald, genauer im Lallinger Winkel. Die Gemeinde umfasst nur die Gemarkung Hunding und besteht aus den Ortsteilen Hunding, Panholling, Zueding, Rohrstetten, Padling, Gneisting, Sondorf, Kieflitz und Birkenöd.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Ortsgründung war der Gemeindeteil Rohrstetten, welcher am Anfang des 11. Jahrhunderts angelegten "Gunthersteig", einem Handelsweg von Niederalteich nach Rinchnach lag. Jedenfalls ist Rohrstetten die erste urkundlich nachweisbare Ortschaft in der Gemeinde. Sie wird in einem von Papst Eugen III. am 30. März 1148 für das Kloster Niederaltaich ausgestellten Schutzbrief erwähnt. Die erstmalige urkundliche Erwähnung der Ortschaft Hunding erfolgte im Jahr 1251.

Im Jahr 1304 schenkten die Herzöge Otto und Stephan von Bayern die Ortschaft Huntorn mit acht Gütern dem Kloster Niederaltaich. Hunding gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Hengersberg des Kurfürstentums Bayern. Größter Grundherr war bis zur Säkularisation 1803 das Kloster Niederaltaich. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Im 18. bis zum beginnenden 19. Jahrhundert wurde mit Unterbrechungen ein Bleibergwerk bei Hunding betrieben.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 0935 Einwohner
  • 1987: 1117 Einwohner
  • 1991: 1141 Einwohner
  • 1995: 1165 Einwohner
  • 2000: 1198 Einwohner
  • 2005: 1243 Einwohner
  • 2010: 1183 Einwohner
  • 2015: 1176 Einwohner

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Jahr 1922 gebildete Filialkirchengemeinde in Hunding wurde 1940 zur selbstständigen Expositur der Pfarrei Lalling erhoben. Seit 1978 bildet sie einen Pfarrverband mit Lalling. Die Kirche Hl. Herz Jesu wurde 1913 erbaut und 1958 erweitert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Ferdinand Brandl (CSU/Überparteiliche Wählergem.).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen vom 2. März 2008 ergaben bei einer Wahlbeteiligung von 73,58 % folgendes Ergebnis:

  • CSU 5 Sitze (38,5 %)
  • FW 4 Sitze (35,8 %)
  • PWG 3 Sitze (25,7 %)

Kommunalwahl 2014 Sitze: [2]

  • CSU: 5
  • FWG: 5
  • PWG: 2

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Über erhöhtem grünen Dreiberg, belegt mit einem silbernen Schildchen, darin schräg gekreuzt ein schwarzer Schlägel und ein schwarzer Bergmannshammer, in Gold ein schwebendes Tannenkreuz.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 109 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 106 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 428. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 15 Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 42 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1509 ha, davon waren 987 ha Ackerfläche.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alle zwei Jahre findet das „Goldgräberfest“ statt

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://hunding.de/gemeinde/gemeinderat/

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hunding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien