Hunding (Niederbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hunding
Hunding (Niederbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hunding hervorgehoben

Koordinaten: 48° 51′ N, 13° 11′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Verwaltungs­gemeinschaft: Lalling
Höhe: 468 m ü. NHN
Fläche: 14,67 km2
Einwohner: 1157 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94551
Vorwahl: 09904
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 126
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 28
94551 Lalling
Website: www.hunding.de
Bürgermeister: Thomas Straßer (FW)
Lage der Gemeinde Hunding im Landkreis Deggendorf
Landkreis Dingolfing-LandauLandkreis Freyung-GrafenauLandkreis PassauLandkreis RegenLandkreis Rottal-InnLandkreis Straubing-BogenAholmingAuerbach (Landkreis Deggendorf)AußernzellBernried (Niederbayern)BuchhofenDeggendorfGraflingGrattersdorfHengersbergHunding (Niederbayern)IggensbachKünzingLallingMettenMoos (Niederbayern)NiederalteichOberpöringOffenbergOsterhofenOtzingPlattlingSchauflingSchöllnachStephansposchingWallerfingWinzer (Niederbayern)Karte
Über dieses Bild
Blick auf Hunding
Die Kirche Hl. Herz Jesu
Das Rathaus von Hunding

Hunding ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung und staatlich anerkannter Erholungsort.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hunding liegt in der Region Donau-Wald im südwestlichen Bayerischen Wald, genauer im Lallinger Winkel. Die Gemeinde umfasst nur die Gemarkung Hunding und besteht aus den Ortsteilen Hunding, Panholling, Zueding, Rohrstetten, Padling, Gneisting, Sondorf, Kieflitz und Birkenöd. Durch seine geschützte Lage im Lallinger Tal ist Hunding von drei Seiten durch die Gebirgszüge des Bayerwalds abgeschirmt und nach Süden zur Donauebene hin geöffnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Ortsgründung war der Gemeindeteil Rohrstetten, welcher am Anfang des 11. Jahrhunderts angelegten "Gunthersteig", einem Handelsweg von Niederalteich nach Rinchnach lag. Jedenfalls ist Rohrstetten die erste urkundlich nachweisbare Ortschaft in der Gemeinde. Sie wird in einem von Papst Eugen III. am 30. März 1148 für das Kloster Niederaltaich ausgestellten Schutzbrief erwähnt. Die erstmalige urkundliche Erwähnung der Ortschaft Hunding erfolgte im Jahr 1251.

Im Jahr 1304 schenkten die Herzöge Otto und Stephan von Bayern die Ortschaft Huntorn mit acht Gütern dem Kloster Niederaltaich. Hunding gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Hengersberg des Kurfürstentums Bayern. Größter Grundherr war bis zur Säkularisation 1803 das Kloster Niederaltaich. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Im 18. bis zum beginnenden 19. Jahrhundert wurde mit Unterbrechungen ein Bleibergwerk bei Hunding betrieben.

Tradition des Obstanbaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das im Lallinger Winkel vorherrschende milde Klima entwickelte sich Hunding bereits ab dem 8. Jahrhundert zu einem Zentrum der Obstbaumzucht. Bis heute wird hier individuell von kleinen Obstbauern eine Vielzahl seltener historischer Apfel- und Birnensorten unbehandelt auf Streuobstwiesen kultiviert, aber auch zu Saft und Most verarbeitet. Der Verkauf geschieht meist über Direktvermarktung oder auf dem Hundinger Apfelmarkt. Das mittlerweile überregional bekannte Ereignis findet jährlich am ersten Sonntag im Oktober unter Anwesenheit von Politprominenz statt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 1.101 auf 1.171 um 70 Einwohner bzw. um 6,4 %.

  • 1970: 0935 Einwohner
  • 1987: 1117 Einwohner
  • 1991: 1141 Einwohner
  • 1995: 1165 Einwohner
  • 2000: 1198 Einwohner
  • 2005: 1243 Einwohner
  • 2010: 1183 Einwohner
  • 2015: 1176 Einwohner

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Jahr 1922 gebildete Filialkirchengemeinde in Hunding wurde 1940 zur selbstständigen Expositur der Pfarrei Lalling erhoben. Seit 1978 bildet sie einen Pfarrverband mit Lalling. Die Kirche Hl. Herz Jesu wurde 1913 erbaut und 1958 erweitert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Lalling.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Thomas Straßer (Freie Wähler).[2] Bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 wurde er im ersten Wahlgang ohne Gegenkandidat mit 82,47 Prozent gewählt.[3]

Sein Vorgänger war Ferdinand Brandl (CSU/Überparteiliche Wählergem.), der das Amt 30 Jahre lang vom 1. Mai 1990 bis 30. April 2020 führte.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen von 2020 und frühere ergaben folgende Sitzverteilungen:[4]

CSU FWG PWG Gesamt
2020 6 6 12
2014 5 5 2 12
2008 5 4 3 12

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Hunding
Blasonierung: „Über erhöhtem grünen Dreiberg, belegt mit einem silbernen Schildchen, darin schräg gekreuzt ein schwarzer Schlägel und ein schwarzer Bergmannshammer, in Gold ein schwebendes Tannenkreuz.“[5]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 109 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 106 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 428. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 15 Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 42 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1509 ha, davon waren 987 ha Ackerfläche.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alle zwei Jahre findet das „Goldgräberfest“ statt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hunding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinderat & Ausschüsse. Gemeinde Hunding, abgerufen am 23. August 2020.
  3. Wahlergebnis vom 15. März 2020. wahl.info, 16. März 2020, abgerufen am 16. März 2020.
  4. Gemeinderatswahl & Bürgermeisterwahl in Hunding 2020 - Kandidaten & Ergebnisse. In: wahl.info. 15. März 2020, abgerufen am 2. Mai 2020.
  5. Eintrag zum Wappen von Hunding (Niederbayern) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte