Moos (Niederbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Moos
Moos (Niederbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Moos hervorgehoben

Koordinaten: 48° 45′ N, 12° 58′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Verwaltungs­gemeinschaft: Moos
Höhe: 316 m ü. NHN
Fläche: 32,24 km2
Einwohner: 2337 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94554
Vorwahl: 09938
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 135
Gemeindegliederung: 15 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Graf-Ulrich-Philipp-Platz 1
94554 Moos
Website: www.gemeinde-moos.de
Erster Bürgermeister: Alexander Zacher (FW)
Lage der Gemeinde Moos im Landkreis Deggendorf
Landkreis Dingolfing-LandauLandkreis Freyung-GrafenauLandkreis PassauLandkreis RegenLandkreis Rottal-InnLandkreis Straubing-BogenAholmingAuerbach (Landkreis Deggendorf)AußernzellBernried (Niederbayern)BuchhofenDeggendorfGraflingGrattersdorfHengersbergHunding (Niederbayern)IggensbachKünzingLallingMettenMoos (Niederbayern)NiederalteichOberpöringOffenbergOsterhofenOtzingPlattlingSchauflingSchöllnachStephansposchingWallerfingWinzer (Niederbayern)Karte
Über dieses Bild
Das Rathaus von Moos
Die Pfarrkirche St. Simon und Judas Thaddäus befindet sich im Ortsteil Kurzenisarhofen

Moos ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Wald an der Mündung der Isar in die Donau.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 15 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Es gibt die Gemarkungen Langenisarhofen und Moos.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gut Moos war mindestens seit dem 13. Jahrhundert ein Lehen des Klosters Niederaltaich. Moos war landesherrlich jedoch seit jeher Teil Bayerns. Der Lehensmann Dietrich von Aichperg baute um 1350 die 1270 zerstörte Veste Moos wieder auf. Erst um 1500 erloschen die klösterlichen Rechte über die Hofmark Moos. Von 1568 an hatten die Grafen von Preysing die geschlossene Hofmark bzw. das Patrimonialgericht mit Grundherrschaft und niederer Gerichtsbarkeit in Moos inne. 1848 wurden die letzten Adelsvorrechte beseitigt, die 1818 durch das Gemeindeedikt gebildete Patrimonialgemeinde Moos wurde eine gewöhnliche Landgemeinde. Das Schlossgut Moos blieb aber bis 1940 im Besitz der Preysing.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Mai 1978 die Gemeinde Langenisarhofen mit ihren Gemeindeteilen Gilsenöd und Blindmühl in die Gemeinde Moos eingegliedert.[4] Dieses Gebiet entspricht der heutigen Gemarkung Langenisarhofen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 1864 auf 2364 um 500 Einwohner bzw. um 26,8 %.

  • 1961: 1913 Einwohner
  • 1970: 2036 Einwohner
  • 1987: 1851 Einwohner
  • 1991: 1919 Einwohner
  • 1995: 1996 Einwohner
  • 2000: 2130 Einwohner
  • 2005: 2170 Einwohner
  • 2010: 2155 Einwohner
  • 2015: 2221 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit Mai 2020 Alexander Zacher (FW).[5] Bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 wurde er im ersten Wahlgang mit 52,88 Prozent gewählt.[6]

Bis April 2020 amtierte Hans Jäger (FW). Dieser wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Franz Xaver Rüpl (CSU/ÜWM). Seine Wiederwahl 2014 erfolgte mit 63,03 % der abgegebenen Stimmen.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen von 2020[7] und frühere ergaben folgende Sitzverteilungen:

FWG CSU Junge
Liste
SPD Gesamt
2020 6 5 2 1 14
2014 6 5 2 1 14
2008 7 5 1 1 14

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Moos, deren Mitglied die Gemeinde ist.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Gemeinde Moos
Blasonierung: „Über grünem Dreiberg in Rot eine silberne Zinnenmauer, dahinter aufwachsend drei silberne Pappeln[8]

Das Wappen wird seit 1952 geführt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Sommer 2001 besteht in Maxmühle das Infohaus Isarmündung, das über den Lebensraum der Auwälder informiert. Neben den ständigen Ausstellungen im Inneren des Gebäudes wurden die charakteristischen Merkmale des angrenzenden Naturschutzgebietes Isarmündung im Außengelände des Infohauses modelliert und für Besucher zugänglich gemacht.

In Kurzenisarhofen befindet sich die katholische Pfarrkirche St. Simon und Judas Thaddäus. Sie wurde 1624 bis 1628 erbaut, der Turm 1646 bis 1649. Die Ausstattung ist weitgehend im Stil der Renaissance.

In Moos liegt das stattliche, nicht zugängliche Wasserschloss Moos.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein wichtiger Arbeitgeber ist Arcobräu, eine Brauerei im Besitz der Familie Arco-Zinneberg.[9] Die Brauerei gehört mit einem Ausstoß von etwa 140.000 Hektolitern Bier im Jahr zu den größeren Brauereien in Niederbayern.

2017 gab es in der Gemeinde 534 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 1024 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 490 Personen größer als die der Einpendler. 21 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 50 landwirtschaftliche Betriebe.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren folgende Einrichtungen (Stand 2018):

  • Kindertageseinrichtung mit 82 genehmigten Plätzen und 75 Kindern
  • Die Grundschule Moos mit 81 Schülern, fünf hauptamtlichen Lehrkräften[10] und vier Klassen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Moos (Niederbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Moos in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. Johannes Molitor: Moos in Niederbayern: ein Heimatbuch. Ebner, 2007.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 605.
  5. Bürgermeister. Gemeinde Moos, abgerufen am 26. September 2020.
  6. Wahlergebnis vom 15. März 2020. wahl.info, 16. März 2020, abgerufen am 16. März 2020.
  7. Gemeinderatswahl & Bürgermeisterwahl in Moos 2020 – Kandidaten & Ergebnisse. In: wahl.info. 5. März 2020, abgerufen am 3. Mai 2020.
  8. Eintrag zum Wappen von Moos (Niederbayern) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 26. August 2020.
  9. Die Freien Brauer: Arcobräu
  10. Grundschule Moos in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 5. Juni 2020.
  11. Salzburgwiki: Andreas Nesselthaler