Moos (Niederbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Moos
Moos (Niederbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Moos hervorgehoben
Koordinaten: 48° 45′ N, 12° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Verwaltungs­gemeinschaft: Moos
Höhe: 316 m ü. NHN
Fläche: 32,24 km2
Einwohner: 2221 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94554
Vorwahl: 09938
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 135
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Graf-Ulrich-Philipp-Platz 1
94554 Moos
Webpräsenz: www.gemeinde-moos.de
Bürgermeister: Hans Jäger (FW)
Lage der Gemeinde Moos im Landkreis Deggendorf
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Über dieses Bild
Das Rathaus von Moos
Die Pfarrkirche St. Simon und Judas Thaddäus befindet sich im Ortsteil Kurzenisarhofen

Moos ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Moos.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moos liegt in der Region Donau-Wald an der Mündung der Isar in die Donau.

Es existieren die Gemarkungen Langenisarhofen und Moos. Ortsteile sind Burgstall, Forstern, Gilsenöd, Kugelstatt, Kurzenisarhofen, Langenisarhofen, Moos, Niederleiten und Sammern.

Zum Gemeindebereich gehört auch der Weiler Isarmünd, der einen Kilometer südsüdöstlich der Mündung der Isar in die Donau liegt, sowie ein Abschnitt der Donau unmittelbar südöstlich der Isarmündung (nicht aber der Mündungsbereich selber, welcher noch zum Stadtgebiet von Plattling gehört).

Dieses Mündungsgebiet ist von hoher landschaftlicher Schönheit und eignet sich hervorragend für ausgiebige Fußwanderungen oder Radtouren. Bei der ehemaligen "Maxmühle" (nunmehr Wirtshaus mit Garten) und dem Elektrizitätswerk "Grafenmühle" befindet sich das Isar-Informationszentrum mit Ausstellungen zur Geologie und Biologie dieser Kulturlandschaft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gut Moos war mindestens seit dem 13. Jahrhundert ein Lehen von Kloster Niederaltaich. Moos war landesherrlich jedoch seit jeher Teil Bayerns. Der Lehensmann Dietrich von Aichperg baute um 1350 die 1270 zerstörte Veste Moos wieder auf. Erst um 1500 erloschen die klösterlichen Rechte über die Hofmark Moos. Von 1568 an hatten die Grafen von Preysing die geschlossene Hofmark bzw. das Patrimonialgericht mit Grundherrschaft und niederer Gerichtsbarkeit in Moos inne. 1848 wurden die letzten Adelsvorrechte beseitigt, die 1818 durch das Gemeindeedikt gebildete Patrimonialgemeinde Moos wurde eine gewöhnliche Landgemeinde. Das Schlossgut Moos blieb aber bis 1940 im Besitz der Preysing.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Langenisarhofen mit ihren Ortsteilen Gilsenöd und Blindmühl in die Gemeinde Moos eingegliedert.[3] Dieses Gebiet entspricht der heutigen Gemarkung Langenisarhofen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1913 Einwohner
  • 1970: 2036 Einwohner
  • 1987: 1851 Einwohner
  • 1991: 1919 Einwohner
  • 1995: 1996 Einwohner
  • 2000: 2130 Einwohner
  • 2005: 2170 Einwohner
  • 2010: 2155 Einwohner
  • 2015: 2221 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Hans Jäger (FW). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Franz Xaver Rüpl (CSU/ÜWM). Seine Wiederwahl 2014 erfolgte mit 63,03 % der abgegebenen Stimmen. Zweiter Bürgermeister ist Rudi Lerndorfer (CSU).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Angaben geben die Anzahl der erreichten Ratssitze und in Klammern den Stimmenanteil wieder:

CSU Freie Wähler Junge Liste SPD Gesamt Wahlbeteiligung
2014 6 (39,8 %) 5 (38,6 %) 2 (11,1 %) 1 (10,5 %) 14 69,2 %
2008 7 (42,9 %) 5 (35,9 %) 1 (11,9 %) 1 (9,3 %) 14 69,5 %

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Über grünem Dreiberg in Rot eine silberne Zinnenmauer, dahinter aufwachsend drei silberne Pappeln

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Sommer 2001 besteht das Infohaus Isarmündung, das über den Lebensraum der Auwälder informiert. Neben den ständigen Ausstellungen im Inneren des Gebäudes wurden die charakteristischen Merkmale des angrenzenden Naturschutzgebietes Isarmündung im Außengelände des Infohauses modelliert und für Besucher zugänglich gemacht.

In Kurzenisarhofen befindet sich die katholische Pfarrkirche St. Simon und Judas Thaddäus. Sie wurde 1624 bis 1628 erbaut, der Turm 1646 bis 1649. Die Ausstattung ist weitgehend im Stil der Renaissance.

In Moos liegt das stattliche, nicht zugängliche Wasserschloss Moos.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein wichtiger Arbeitgeber ist Arcobräu, eine Brauerei im Besitz der Familie Arco-Zinneberg[5]. Die Brauerei gehört mit einem Ausstoß von etwa 140.000 Hektolitern Bier im Jahr zu den größeren Brauereien in Niederbayern.

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 33, im produzierenden Gewerbe 209 und im Bereich Handel und Verkehr 44 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 48 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 726. Im verarbeitenden Gewerbe gab es sieben, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 77 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1989 ha, davon waren 1889 ha Ackerfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 68 Kindern
  • Volksschulen: eine mit vier Lehrern und etwa 80 Schülern (2012/13 ca. 70 Schüler)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Johannes Molitor: Moos in Niederbayern: ein Heimatbuch. Ebner, 2007.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 605.
  4. Salzburgwiki: Andreas Nesselthaler
  5. Die Freien Brauer: Arcobräu

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Moos (Niederbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien