Boffres

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Boffres
Boffres (Frankreich)
Boffres
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Ardèche
Arrondissement Tournon-sur-Rhône
Kanton Rhône-Eyrieux
Gemeindeverband Rhône Crussol
Koordinaten 44° 55′ N, 4° 42′ OKoordinaten: 44° 55′ N, 4° 42′ O
Höhe 375–872 m
Fläche 30,10 km2
Einwohner 645 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 21 Einw./km2
Postleitzahl 07440
INSEE-Code
Website www.boffres.fr

Ortsansicht von Boffres

Boffres ist eine französische Gemeinde mit 645 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Ardèche in der Region Auvergne-Rhône-Alpes.

Bekannt wurde der Ort als Wohnsitz des französischen Komponisten und Musiktheoretikers Vincent d’Indy, dessen Familie einem Adelsgeschlecht aus dem Vivarais entstammt.

Die Bewohner werden Boffrais und Boffraises genannt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Haut Vivarais, im Norden des Départements, auf dem Plateau von Vernoux. Der Fluss Duzon durchquert das Gemeindegebiet. Die nächstgelegene Stadt ist Guilherand-Granges in 15 km Entfernung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name der Gemeinde leitet sich vom lokalen Wind ab, der hier weht und Balfredo genannt wird.[1]

Im 13. Jahrhundert war der Ort im Besitz der Familie Anduze, im 15. Jahrhundert wurde sie den Bermond de La-Voulte übergeben, denen sie auch bis zur Französischen Revolution gehörte. Danach wechselte sie erneut den Besitzer und kam zu den Lévy-Ventadour.

Nahe dem Weiler Leyrisse in Richtung Boffres, kam es auch zur heftigsten Schlacht des Cevennenkrieges, als am 8. Juli 1709 die Armee der Kamisarden von den Anhängern des Königs vernichtend geschlagen worden ist. Der Ausgang dieses Kampfes war entscheidend für den weiteren Verlauf religiöser Auseinandersetzungen in der Region.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2016
Einwohner 705 654 510 531 510 509 617 645
Quellen: Cassini und INSEE

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Boffres wurde im 17. Jahrhundert stark befestigt, auch heute noch sind Spuren, wie Überreste des Schutzwalls oder die Ruinen der Burg zu besichtigen. Der runde Bergfried aus rosa Granit bildet die höchste Stelle des Ortes und ist aus vielen kleinen Einzelbausteinen gefertigt worden. Auch die Kapelle und der Dorfbrunnen der Gemeinde sind noch gut erhalten. Viele andere historische Gebäude wie die Häuser Tarvidon, Chabret, Gleize, sowie der antike Tempelhof sind ebenfalls gut geschützt.

Boffres beheimatet außerdem zahlreiche Schlösser. Das bekannteste davon ist das Château des Faugs, das 1886 eigens für Vincent d’Indy errichtet worden ist. Seine Büste ist noch heute auf dem Dorfplatz zu sehen. Nach dem Ersten Weltkrieg gab er das Schloss aber auf und zog an die Côte d’Azur. Weitere bekannte Schlösser sind das Château de Périer und das Château de Cachard, das im 15. und 16. Jahrhundert erbaut worden ist und inmitten des örtlichen Waldes liegt.

Darüber hinaus besitzt der Ort eine romanische Kirche und einen Tempel, der zu den ältesten und besterhaltenen der Region zählt. Das Hauptgebäude wurde schon in der Mitte des 17. Jahrhunderts errichtet. Eingeweiht wurde der Tempel aber erst am 11. November 1838 von Priester Brunel.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Boffres auf medarus.org (Memento des Originals vom 13. Juli 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.medarus.org in Französisch.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Boffres – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien